Usagi Yojimbo #28 – Der Rote Skorpion (Dantes Verlag)
Immer auf der Reise durchs feudale Japan stolpert unser heldenhafte Hase auch diesmal wieder in so manche brenzlige Situation. Ein alter Trommelbauer muss schnellsten sein Meisterwerk fertigstellen, denn nur wenn die Götter durch seine Trommel geehert werden, schenken sie den Menschen Regen, der dringend für die Reissaat benötigt wird. Allerdings werden die Einwohner*innen des Dorfes von der Bande des Roten Skorpions ausgenommen und mit dem Leben bedroht.
Etwas weniger bedrohlich wird es für den Rammler als er erneut Kitsune, die diebische Füchsin wieder trifft, die sich diesmal daran versucht ein angebliches Wundermittel, Krötenöl, an Leichtgläubige zu verkaufen. Außerdem trifft er erneut auf den Herrn der Eulen, doch scheinbar ist seine Zeit immer noch nicht gekommen, jedenfalls überlebt er als Einziger auch dieses Aufeinandertreffen. Zuletzt bleibt nur das Unausweichliche: Ein weiteres Mal wird Usagi in die Machenschaften des Roten Skorpions verwickelt. Wird er den mysteriösen Anführer finden und aufhalten können?
Der 28. Band um den Ronin mit den langen Löffeln wird durch ein weiteres Star Vorwort eröffnet. Diesmal ist es George Takei (They Called Us Enemy) der von seiner Liebe zu Usagi schwärmen darf. Darauf folgen vier teils etwas längere Usagi Abenteuer, durch die sich als roter Faden der Rote Skorpion zieht, der seinen giftigen Stachel scheinbar überall mit drin hat.
Auch wenn es mit Abstand die simpelste der enthaltenen Geschichten ist, hat mich die erste Story „Taiko“ um einen alten Trommelbauer am meisten beeindruckt. Vor allem das Ende hat mich emotional ziemlich stark erwischt und das Trommelfinale ist unheimlich atmosphärisch und packend inszeniert worden. Eine überaus starke und herausstechende Sequenz wie ich finde. Einen leichteren verspricht hingegen „Krötenöl“ in der sich Kitsune als Quacksalberin versucht. Nichts besonderes aber sie ist natürlich ein spaßiger Charakter. Ein sehr kurzweiliges Kapitel.
„Die Rückkehr des Herrn der Eulen“ ist hingegen wieder etwas für alles die es etwas düsterer mögen und die eine Vorliebe für die mythischen Usagi Stoffe haben. Hat auch einige sehr schön arrangierte Sequenzen, Referenzen an lange vergangene Tage in den Usagi Comics und trotz der Kürze einen emotional treffenden Höhepunkt.
Abgeschlossen wird dieser Sammelband von „Die Männer, die auf des Skorpions Schwanz traten“ in dem Usagi sich endlich um den Roten Skorpion kümmert. Inhaltlich ein altbekanntes Szenario für Usagi und seine Fans. Es gibt hier zwar ein paar kleinere Twists, die jedoch nur wenig überraschend geraten sind. Dennoch durchgängig spannend, aber auch ohne die verschiedensten Höhepunkte der übrigen Geschichten.
Insgesamt wieder ein sehr schöner Band, der keine auch nur mittelmäßige Geschichte enthält. Selbst die letzte Story die mir nur wenig in Erinnerung bleiben wird ist durchgängig grafisch, wie erzählerisch auf hohem Niveau und kann sehr gut unterhalten.
.jpg)