Kalenderwoche 30 2026: Rollschuhschweine, Taschenmonster, Höllenfeuer, Intergalaktischer Honig & Intergalaktische Schwestern
The Muppets Take Manhattan (1984)
Niedlicher, wenn auch keiner der besten Muppets Filme. Gerade der Anfang funktioniert ziemlich gut und hat einige schöne Emotionale Momente. Danach zerfällt der Film leider ziemlich stark in Fragmente, kleine Ideen und eingestreute Sketche. So hangelt man sich dann vor allem im letzten Akt nur noch mäßig von Gastauftritt zu Gastauftritt. Und dann funktioniert das Finale auch nicht wirklich, es passiert einfach nur. Zum Glück bekommen wir aber dennoch gerade von Miss Piggy einige sehr schöne Szenen die eine Sichtung schon lohnend machen.
Monster in my Pocket: The Big Scream (1992)
MIMP sind eine meiner liebsten 90er Jahre Toylines. Doch die kleinen Taschenmonster haben nie ihre eigene Cartoonserie bekommen. Denn es blieb bei dieser Pilotfolge der Hanna-Barbera Productions, die aber insgesamt ganz gut unterhalten kann. Die Monster sind niedlich, haben Charakter und coole Designs. Wer hätte nicht gern als Kind eine Serie mit einem Werwolf mit jamaikanischen Akzent gesehen? Die Animationen sind auch ganz ordentlich für eine Spielzeugwerbung aus der Zeit. Retro und Monstefans könnten also gefallen daran haben.
Spawn (1997)
Fand ich sogar als Kind schon schäbig. Schafft es absolut nicht irgendetwas der peinlichen edgyness der Comics cool umzusetzen und erst das CGI… Wahrscheinlich mit das schlechteste das ich bisher gesehen habe in einem Film der Budget zur Verfügung hatte. Dennoch fühlte ich mich bei der ersten Sicht seit bestimmt über 20 Jahren erstaunlich gut erhalten. Alles ist derartig stumpfsinnig, drüber und extrem forciert versucht cool ohne auch nur einem Moment lang cool zu sein… Man muss es lieben. Einzig das Maskendesign von John Leguizamo (The Menu, 2022) als Clown ist wirklich zu loben. Unglaublich wie sehr sie den Mann verändert haben um eine gelungene Bildschirmversion des Comiccharakters auf die Beine zu stellen. Keine Ahnung was Martin Sheen (The Dead Zone, 1983) und Michael Jai White (Black Dynamite, 2009) hier eigentlich versuchen, zumindest ist es lustig.
Bugonia (2025) [Plaion]
Biene Maja mal ganz anders!
Yorgos Lanthimos (Dogtooth, 2009) versucht sich in seinem jüngsten Streich an einem Remake des koreanischen Kultfilms „Save the Green Planet“ (2003) von Jang Joon-hwan. Dabei macht er daraus so sehr sein eigenes Ding mit kleinen Merkwürdigkeiten, dass mir erst spät auffiel diese Geschichte, vor einigen Jahren, schon einmal gesehen zu haben. Einmal mehr engagierte er Emma Stone (The Curse, 2023-2024) für die Hauptrolle und einmal mehr macht sie ihre Sache sehr gut ständig zwischen verängstigtem Opfer zweier Verschwörungsideologen und voller Kontrolle über die Situation. Entweder wirklich Girlboss oder Alieninvasorin. Ihr Spiel lässt beide Möglichkeiten offen. Optisch ebenfalls ein schöner Film, der mitunter in schrecklichen Zwischentönen stecken bleibt, sich durch Gewaltausbrüche wieder befreit um regelmäßig in humoristische Absurdität zu driften. Sicherlich nicht etwas das allen gefallen wird, meinen Nerv trifft es aber sehr genau.
Die Blu-ray von Plaion kommt mit dem Making Of und ein paar Interviews.
Der Super Mario Galaxy Film (2026) [Plaion]
Als würde man eine Stunde und 38 Minuten lang mit den Schlüsseln klimpern um ein Kleinkind zu bespaßen. Natürlich sind die Luma extrem süß, Yoshi hat ein paar sehr drollige Momente und Rosalinas Kampf im Intro ist cool. Mehr als das hat der Film letztlich nicht zu bieten. Alle weiteren Gags, Gastauftritte und Referenzen verschmelzen zu einem Zuckersüßen und Bunten Klumpen in dem selbst erwachsene nur noch schwer so etwas wie einen Handlungsstrang entdecken können. Der Fanservice ist gerade für alte Nerds nett, aber allem ist so zufällig zusammengewürfelt das es auch immer seelen- und sinnlos erscheint. Es wäre schön gewesen hätte man sich einfach nur auf einen fanfavorisierten Charakter wie Yoshi, Rosalina oder auch Bowser Jr. konzentriert und den Film davon handeln lassen. Letztlich sehen wir hier wie Kinder planlos ihre Action Figuren gegeneinanderprallen lassen bis endlich die Credits rollen.
Die Blu-ray von Plaion hat überraschend viele Extras zu bieten, die sich dann aber doch alle nur als Werbeinterviews ohne jeglichen Informationsgehalt entpuppen.




