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Dienstag, 21. April 2026

Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!


Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!

DeepStar Six: Das Grauen in der Tiefe (1989) [Plaion]

Unterwasser Horror von „Freitag, der 13.“ (1980) Regisseur Sean S. Cunningham. Solide gefilmter Wasserasselhorror, der meist aber eher U-Bootkoller Grusel bietet. Stark von Ridley Scotts „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) inspiriert, widmen wir auch hier unsere Aufmerksamkeit genervten Arbeiter*innen die für zu wenig Geld, zu schlechte Arbeit leisten und mehr fluchen als dass sie ihre Pflichten erfüllen. Allen voran Miguel Ferrer (RoboCop, 1987), der nun wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und dann noch so manche moralische fragwürdige Entscheidung trifft. Er spielt einen Charakter, den man wirklich gerne hasst. Die Effekte für das Asselmonster sind richtig klasse, wenn auch manchmal etwas unfreiwillig komisch. Generell schafft man es aber ziemlich gut, das Tier nur dann zum Einsatz zu bringen, wenn es auch seinen Schockeffekt nicht verfehlt. Genauso gut sind die retrofuturistischen Sets und Modellspielereien mit Unterwasserstationen und niedlichen U-Booten. Diese Trickeffekte lassen diesen kleinen Grusler durchaus deutlich teurer erscheinen als er eigentlich ist. Trotz allem handelt es sich hier nicht wirklich um einen total zu unrecht vergessenen Titel. Leider zieht sich der Film teilweise doch sehr in die Länge, was unter anderem wohl an der Gleichförmigkeit des Films und den vielen Streitereien innerhalb der Crew liegt. So richtig nervt der Film zwar nie, aber ein knackigeres Skript hätte nicht geschadet. Vor allem für Unterwasserfans bietet der Film aber einige nette Effekte und wie gesagt ist das Monster auch nicht schlecht geraten.

Bild und Ton der Plaion Blu-ray sind gut geraten. Vor allem bekommt ihr hier aber endlich eine ungeschnittene Version des Films. In der deutschen Fassung fehlen nämlich sonst einige Minuten an Dialogen, die nicht immer unwichtig sind. Als Bonus sind neben gleich drei Audiokommentaren und anderen kleinen Extras auch die deutsche Schnittfassung enthalten, für alle die schneller zum Horrorteil kommen wollen.


Verdammt, die Zombies kommen (1985)

Zurecht immer noch kultiger Punkrock Zombie Spaß mit Scream Queen Linnea Quigley (Stille Nacht – Horror Nacht, 1984), Miguel A. Núñez Jr. (Freitag, der 13. Teil V - Ein neuer Anfang, 1985) und Thom Mathews (Freitag, der 13. Teil 6 - Jason lebt, 1986). Der Soundtrack ist voll mit coolen frühen Punk und Psychobilly Bands und die Effekte bis heute großartig. Allem voran natürlich Tarman, an dessen Entstehung auch Leute von Jim Henson beteiligt waren. Der Humor funktioniert super in dem Setting, lässt aber auch stets Raum für gruselige und eklige Momente. Herz der ganzen Angelegenheit ist eine Gruppe von befreundeten Punks die gemeinsam versuchen die Auferstehung der Toten zu überleben, dank der guten Chemie zwischen den Darsteller*innen wirkt die Clique glaubwürdig und die Figuren wachsen einen schnell ans Herz.


Toll treiben es die wilden Zombies (1988)

Der zweite Teil der „Return of the Living Dead“ Reihe, ist ein ungelenker und ungewolltes Sequel ohne Ideen oder Ambitionen. Regisseur Ken Wiederhorn wollte raus aus dem Horrorgenre und man merkt dem Film durchweg an, das hier ein Regisseur gegen den Film kämpft, Witze gegen über ihn und nicht mit ihm macht. Teilweise wirkt es so als hasse er alle Figuren und auch die Beteiligten attestieren, die Dreharbeiten wären alles andere als spaßig gewesen. Teilweise wiederholt der Film einfach Gags aus dem Erstling, sogar James Karen und Thom Mathews sind wieder mit dabei, allerdings in anderen Rollen. Dann bekommen wir noch eine Bootleg Version des Tarmans, sowie einen völlig albern, doofen Humor, der sich eher an Zehnjährige als an ein Horrorpublikum richtet. Wären da nicht ein paar wenige solide Effekte, die sich jedoch sehr schnell abnutzen oder von klamaukigen Einlagen zerstört werden, hätte der Film gar keine Schauwerte.


Return of the Living Dead III (1993)

„Return of the Living Dead III“ ist der erste Teil der Reihe, dem man keinen ulkigen deutschen Titel verpasst hat. Vermutlich gut so, denn Brian Yuznas (Welcome to Hell, 1980) Beitrag zum Franchise ist deutlich düsterer, hat zwar einen leicht satirischen Ansatz kann aber auch mit ziemlich deftigen Horror dienen. Diese Abwandlung von Romeo & Julia mit Zombies bietet einige skurrile Momente, eine Menge Body Horror und kultige Zombies in Kinky Dresses. Kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mit dem mystischen Obdachlosen „Riverman“ gespielt von Basil Wallace lernen wir auch einen der Besten Charaktere des Franchise kennen. Sehr spaßig und verdreht, tolle Zombies, sympathische und interessante Charaktere, stimmungsvoll inszeniert. Klasse. Spart euch also wirklich den zweiten Teil und macht einfach hier weiter.

Donnerstag, 2. April 2026

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

The Muppet Show (2026)

Auf der Theaterbühne wimmelt es nach Jahren wieder nur so von Fröschen, Hühnern, Schweinen und was auch immer Gonzo ist. Seth Rogen produziert ein neues Muppet Show TV-Special mit Gaststar Sabrina Carpenter und vielleicht kommt es ja so gut an, dass die Muppets regelmäßig zurück ins Fernsehen können. Schön wäre es jedenfalls, denn dieses kleine Revival funktioniert eigentlich ganz gut. Carpenter hat Spaß mit den Muppets, ein paar der Songs sind charmant und schmissig und die meisten Sketche funktionieren durchaus. Um einen richtigen Hype auszulösen, dafür ist dieses Special zwar nicht, wenn eine neue Muppet Show regelmäßig das Niveau halten könnte würde ich sie schauen.


Robot on the Road (2015)

Ein Sexpestroboter lässt sich von jungen Frauen per Anhalter mitnehmen und macht dabei gegen ihren willen sexualisierte Fotos von ihnen, um diese dann auf seinen Internetblog zu stellen… ähm ja… Das schlimmste ist aber das wir das wohl irgendwie charmant oder lustig finden soll, am Ende bekommt er nicht mal eine Strafe für seine Taten und macht sofort mit der nächsten Frau weiter. Als Horrorfilm würde der Plot um einen eigentlich harmlos wirkenden Roboter vielleicht sogar funktionieren so ist’s totaler Müll und schade um die sehr hochwertigen Animationen.


Der kleine Horrorladen (1986)

Herrlich überdrehtes Gruselmusical von Frank Oz und einem unfassbar guten Venusfliegenfallenmuppet. Rick Moranis spielt mal wieder den liebenswerten Nerdtrottel und hinzu gesellen sich in Cameos illustre Gäste wie Bill Murray, Steve Martin und John Candy. Großartig auch Levi Stubbs als Stimme der Killerpflanze Audrey II. Zwar können nicht alle Songs auf voller Länge ihren Charme halten, aber das macht das unglaublich gute Puppenspiel wieder wett. Teilweise kann ich gar nicht sagen wie Effekte realisiert wurden. Nicht zu glauben, dass alles hier ohne CGI erschaffen werden konnte. Top!


The Flying Luna Clipper (1987)

Einstündiger Kurzfilm. Animiert mit einem MSX Computer, vermutlich unter dem Einfluss lustiger Tabletten. In jedem Fall eine Sichtung wert. Bananenfetischist*innen kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fans von coolen Schneemenschen und pausbackigen Tomatendamen. Der Film ist eine Art Kreuzfahrt Doku, aber eben mit merkwürdigen Pixelartcharakteren und einem Wasserfrachtschiff, statt eines Ozeandampfers. Da kann man wenig falsch machen.


Picasso Trigger (1988)

Andy Sidaris ferkelt erneut auf Hawaii herum. Diesmal sorgt der fingierte Mord am Kartellboss „Picasso Trigger“ für ordentlich Trubel auf der Insel. Wie immer bei den Sidaris Streifen könnt ihr viele Playboy Bunnys und Muskel Machos erwarten, die in abstrusen Actionseqzuenzen überall in der Welt rumballern und der fleischlichen Lust frönen. Sidaris hat ein Talent dafür seine billigen Filmchen sehr viel teurer aussehen zu lassen als sie eigentlich waren, für Schauwerte wird hier immer gesorgt. Nur diesmal fehlt es dem Ganzen leider etwas an verrückten Ideen und der Plot zieht sich zusehends während zu viele Nebenhandlungen das ganze völlig Sinnlos in die Länge ziehen. Nur was für alle die, die Sidaris Klassiker schon gesehen haben.


Der Regenschirmmörder (1980)

Sexistisch, homofeindlich und rassistisch. Sogar inklusive Minstrelshow und Blackfacing. Es gibt keinen einzigen Gag in der seichten Klamaukkomödie der nicht beleidigend oder völlig daneben ist. Keine Ahnung warum Arte genau so was bringen muss...

Montag, 23. März 2026

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Wonder Man (2026)

Nach sehr langer Marvel Abstinenz (abgesehen von Sonys Trashperlen „Morbius“, „Kraven“ und „Madame Web“) traue ich mich mal wieder in den Disney Teil von Marvel und wurde dafür mit einer charmant cleveren Dramedy Serie rund um Wonder Man (Yahya Abdul-Mateen II) und den Ex-Mandarin (Ben Kingsley) belohnt. Die knackigen Folgen vergehen wie im Flug und sind neben einer der niedlichsten Bromance mit vielen Metagags rund um Hollywood, die Schauspielkunst und der Welt von Superhelden gefüllt. Wer sich etwas mehr mit Marvel Comics auseinander gesetzt hat, wird ein paar Details mehr mitschneiden, insgesamt ist es aber nicht mal notwendig andere Filme oder Serien aus dem Universum gesehen zu haben. Dann funktioniert die Serie immer noch als Komödie mit leichten Superhelden Elementen. Neben einigen Menschen aus dem Showbiz die sich selbst spielen, lebt die Serie vor allem von dem Zusammenspiel von Abdul-Mateen und Kingsley, die hier Beide eine wirklich tolle Leistung abgelegt haben. Durch die beiden wirkt der Rest des Casts leider etwas blass, was vor allem zu einem etwas zu simplen Finale führt, das auch an Spannung vermissen lässt. Ansonsten aber vor allem ein kurzweiliger und dabei nicht völlig anspruchsloser Spaß.


The Details (2011)

Tobey Maguire vs. Waschbären. Ein Film in dem sehr viele Charaktere, sehr viele falsche Entscheidungen treffen. So richtig begründet ist ihr verhalten nicht. Weder wirklich dramatisch, noch komisch genug um als düstere Komödie durchzugehen. Was bleibt sind einige merkwürdige Momente die mich dazu gebracht haben dabei zu bleiben. Ansonsten ist es höchstens interessant zu Rätseln wer als nächstes welche unsinnige Aktion bringt. Im Kern ist hier sicherlich ein guter Film versteckt, leider wird nicht genug aus den merkwürdigen Situationen gemacht und am Ende verläuft sich sowieso alles im Sand ohne ein dringend benötigtes Crescendo.


Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)

Mal besser, mal weniger gut gealtertes (vor allem in der deutschen Synchro) Melodrama, das vor allem durch einige unvergessen gute Schauspielleistungen brilliert. Spencer Tracy gibt in seiner letzten Rolle alles und noch stärker ist einmal mehr Katherine Hepburn. Niemanden im alten Hollywood kullerten die Tränen glaubhafter aus den Augen. Sidney Poitier ist ebenfalls toll, auch wenn man wie so oft Ecken und Kanten an ihm vermisst. Denn gerade in den ambivalenten Charaktermomenten kann man erkennen wie gut sein Spiel wahrlich ist, wozu er hier nur sporadisch die Chance bekommt. Wie so viele andere Kramer Filme ist auch dieser hier ein wichtiges Zeitstück das soziale Konflikte und Errungenschaften der Zeit, ebenso wie damalige und oftmals auch Heute noch aktuelle Missstände gut vermittelt. Manchmal wirkt der Umgang mit Rassismus und der Bürger*innenrechtsbewegung etwas platt und natürlich liegt hier der Fokus auch auf einigen sehr priviligierten Menschen, Kramer scheint sich dem aber durchaus bewusst gewesen zu sein und so verfügt der Film keine einfachen Lösungen und für alle die genau hinsehen ebenso sehr viele spannende Beobachtungen. Sicherlich auch Heute noch ein lohnender Film.


Flucht in Ketten (1958)

Tony Curtis und Sidney Poitier als entflohene Sträflinge in einem Sozialdrama / Thriller von Stanley Kramer. Wunderschön, realistisch, hoffnungsvoll und melancholisch zugleich gefilmt, handelt der Film offensichtlich von Rassismus, in den Zwischentönen und das ist hier viel interessanter, auch davon wie nicht nur Hautfarbe, sondern vor allem auch Klasse und Geschlecht Menschen in vorbestimmte Bahnen steckt aus denen es nur schwer möglich ist auszubrechen. Umso schöner sind die kleinen Momente der Freiheit, sowie Funken der Solidarität. Poitier spielt hier unfassbar gut, wohl besser als in fast allen seiner Rollen, aber auch Tony Curtis spielt sehr eindringlich einen hoffnungslos wütenden Mann, der immer wieder Facetten seines besseren Ichs, aber auch eine sehr viel bösere Version von sich selbst zum Vorschein kommen lässt.

Dienstag, 17. März 2026

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Freitag, der 13. (1980)

Als Freund der schlechten Unterhaltung bleibt „Jason X“ (2001) mein liebster „Freitag“ Film. Diesmal sollte es aber mal wieder der Erste sein. Dieser bringt zwar meist Laune hat aber auch so manches Problem. Zu den Höhepunkten des Films gehört weiterhin der Auftritt von Betsy Palmer (Keine Zeit für Heldentum, 1955), sowie die Sterbeszene von Kevin Beacon (Tremors - Im Land der Raketenwürmer, 1990) und die kurzen Hosen von Peter Brouwer. Auch Crazy Ralph (Walt Gorney) muss natürlich erwähnt werden. Ingesamt ist der Film handwerklich ausreichend, darstellerisch meist voll in Ordnung und die zweite Hälfte schafft es die spannende Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Leider müssen wir bis dahin auch einigen Quatsch ertragen. Vor allem die Tiersnuff Szene in der eine Schlange getötet wird ist völlig Planlos und unentschuldbar. Aber selbst ohne ein getötetes echtes Tier würde diese Szene noch nerven und keinen Sinn im Drehbuch ergeben. Schwieriger Slasher der weiterhin seine Momente hat, aber nur durch die interessante Killerin und als Grundstein des Franchise die Jahrzehnte überdauert hat.


Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs (1970)

Nach „In der Hitze der Nacht“ (1967) kehrte Sidney Poitier (Rat mal, wer zum Essen kommt, 1967) zu seiner Rolle als erfolgreicher Polizist Virgil Tibbs zurück. Während der Erstling aber politisch zu seiner Zeit höchst brisant war und Poitier mit Rod Steiger (Die Faust im Nacken, 1954) einen famosen Gegenpart mit an Bord hatte, fehlt es der Fortsetzung nicht nur an frischen Ideen, sondern auch an einem starken Skript. Großartig sind die Momente in denen Sidney auf den Verdächtigen Pfarrer, gespielt von Martin Landau (Ed Wood, 1994), trifft. Denn den restlichen Film spielt Poitier leider ins leere und muss daher den Film fast gänzlich allein tragen. Mit Landaus Charakter kommen auch endlich Risse in die perfekte Fassade von Tibbs, der uns sonst als perfekter Ermittler dargestellt wird. Anstatt mehr starker Momente wie das durchaus starke und subversive Ende bekommen wir stattdessen ein paar blutleere und wenig überzeugender Action Momente kredenzt. Somit kann der Film auf keiner Ebene die Qualität des ersten Teils halten, auch die spannenden sozialen Fragen die sich aus diesem Fall ergeben und die melodramatischen, wenn auch nicht immer funktionierenden Familienszenen mit Tibbs werden nicht so sehr ausgenutzt wie der Film es bräuchte. So bleibt zwar ein solider 70er Krimi übrig, der sich aber nicht mit seinem Vorgänger messen sollte.


Ginger Snaps II: Entfesselt (2004)

Der erste „Ginger Snaps“ Film ist ohne Frage einer der besten Werwolffilme nach der Jahrtausendwende und völlig zurecht zum Kultfilm avanciert. Meine Erinnerungen an die Fortsetzung waren jedoch nur noch sehr schwach, weshalb der Streifen mal wieder zum Zug kommen sollte. Und ich muss sagen, dass er doch unterhaltsamer war als ich dachte. Vor allem gibt es zwei Szenen mit der Psychotherapeutin, die absolute Knaller sind. Aber auch Ghost (Tatiana Maslany) ist zwar eine sehr nervige, aber auch total spaßige neue Figur und eine schöne Chance für Brigitte (Emily Perkins) mal die große Schwester zu spielen. Selbst Katharine Isabelle, darf für ein paar Momente als Gingergeist zurückkommen. Solide, düster humoriger Werwolffilm mit einigen offensichtlichen Anspielungen auf Querness, Drogenkonsum und toxische Dudes.


Cyberpunk: Edgerunners (2022) [Plaion]

10 Episoden umfassende Animeserie zum Cyberpunk Videogame. Die Serie steht aber für sich alleine und lässt eigene Charaktere durch Night City stromern. Mein erster Eindruck war jedoch sehr gedämpft, weil ich die Serie zuerst dummerweise mit deutscher Synchro gestartet habe. Die Synchronsprecher*ìnnen machen ihren Job zwar gut, aber das Dialogbuch ist der letzte Rotz und fügt in jedem Gespräch möglichst viele infantile Witze & Pippi, Kacka, Pillemann Zoten hinzu. Außerdem klingt es fast durchgängig als würde die Tagesschau über das Jugendwort des Jahres reden (sus). Im O-Ton ist es dann viel besser auszuhalten und auch die deutschen Untertitel machen dann einen sehr viel besseren und korrekteren Eindruck (jedenfalls soweit meine japanisch Kenntnisse reichen). Die Serie selbst schafft es erstaunlich schnell das Gefühl und die Atmosphäre von „Cyberpunk“ zu vermitteln, auch werden wir schnell mit der Politik, den Sozialen Problemen und den verschiedenen Runner*innen bekannt gemacht. Das World Building ist so stark wie die Charaktere und schnell ist man gerne in den dreckigen Ecken von Night City und hat angst um seine Lieblingspunks. Die Animationen sind überaus effektiv und lebendig, genauso wie die Designs knallig und quirky daherkommen. Die Welt ist bunt und düster zugleich, eine Freude für die Augen. Die Ohren werden von Akira Yamaoka (Silent Hill) malträtiert, der neben digitalen Klängen auch nicht vor Black Metal, Death Metal, Grindcore oder Pop Rock zurückschreckt. Merkwürdige Mischung, aber es funktioniert und eigentlich ist jeder Needle Drop ein Gewinner. Als einzigen großen Makel würde ich das Pacing ansehen. Die meisten Folgen rasen an uns vorbei und besonders emotionale Momente bräuchten oftmals mehr Zeit um sich zu entfalten, man merkt jedenfalls das es nur sehr schwer möglich war die gesamte Geschichte in 10x20 Minuten zu quetschen. Trotzdem eine klare Empfehlung und auch wenn ihr weder das Pen & Paper Rollenspiel „Cyberpunk 2020“ oder das Videogame „Cyberpunk 2077“ kennt, könnt ihr getrost mit der Anime Serie eure ersten Abenteuer in Night City erleben.


Blair Witch Project (1999)

Drei Filmstudent*innen suchen der Blair Hexe und dabei mehr als sie erhofft hatten. Kulturelles Phänomen, Speerspitze des modernen Found Footage Trends und vermutlich der meist parodierte Horrofilm ever. Das „Blair Witch Project“ hat ein interessantes und vor allem schwieriges Dasein zu fristen. Man mag von dem Ganzen halten was man will, ich persönlich finde einige Momente des Films auch heute noch verblüffend effektiv und die Schauspielleistung in einigen Momenten für solch unerfahrene Darsteller*innen sehr stark. Vor allem ist es jedes mal wieder sehr erfrischend zu sehen wie dieser extrem simple Film ohne Budget es geschafft hat solch einen Erfolg zu haben.

Dienstag, 24. Februar 2026

Kalenderwoche 8 2026: Fiese Opas, angeklebte Schweine!

Kalenderwoche 8 2026: Fiese Opas, angeklebte Schweine!

The Rule of Jenny Pen (2024) [Plaion]

Der griesgrämige Richter Stefan Mortensen (Geoffrey Rush) muss nach einem Schlaganfall in ein Senior*innenheim. Allerdings wird er nicht, wie er selbst denkt schon bald wieder in sein eigenes Haus zurück können, sondern noch einige, vermutlich seine gesamte verbleibende Zeit dort verbringen. Was auch so zu einer Tortur werden könnte, wird ein absoluter Albtraum durch Dave Crealy (John Lithgow). Ein Mitbewohner der alle anderen Senior*innen mit seiner Handpuppe Jenny Pen Terrorisiert.

Montag, 16. Februar 2026

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Good Boy (2025)

Horror mit Hund in der Hauptrolle. Zieht sich leider teilweise etwas langatmig, der Hund in der Hauptrolle, ist allerdings unglaublich ausdrucksstark und natürlich auch niedlich. Interessante Idee Traumabewältigung aus der Sichtweise eines Hundes zu zeigen, ebenso wie die Idee den Film so zu filmen als wäre die Zielgruppe Hunde und somit nicht den Human-Gaze anzuwenden. Ist putzig und einmalig, daher eine Sichtung wert.

Dienstag, 4. November 2025

Kalenderwoche 44 2025: Augenflüssigkeit, blinde Mönche, durchgelatschte Sohlen, gute und schlechte Väter!

Kalenderwoche 44 2025: Augenflüssigkeit, blinde Mönche, durchgelatschte Sohlen, gute und schlechte Väter!


The Long Walk: Todesmarsch (2025)

Basierend auf der gleichnamigen Novelle von Stephen King aus dem Jahre 1979. Francis Lawrence (Die Tribute von Panem, 2013) versucht sich erfolgreich an einer zu unrecht nur wenig beachteten King Geschichte. Dabei hält er sich zum Großteil recht nahe an der Vorlage, was auch Problemlos gelingt. Zwar bezieht sich die Kritik von King im Buch deutlich auf den Vietnamkrieg, das im Film gezeigte Unrecht lässt sich aber auch ohne Umwege auf aktuelle Regierungen, soziale Konflikte und internationale Krisen anwenden. Somit kann der Stoff auch Heute noch emotional bewegen und zu Tränen rühren. Der Horror ist unmenschlich und umso mehr können die Figuren erstmals ihre eigene Menschlichkeit zulassen und wenn es auch nur bei einem einzogen schrecklichen Marsch ist. Mark Hamill (Die Abenteuer von Brigsby Bär, 2017) wirkt hier etwas deplatziert. Dafür bekommt Judy Greer (Halloween Kills, 2021) eine kleine Rolle. Die wahren Stars sind hier aber die jungen Darsteller. Allen voran David Jonsson (Alien: Romulus, 2024), der wirklich jede Szene ohne Probleme an sich reißen kann. Aber auch Cooper Hoffman, Charlie Plummer, Ben Wang und Joshua Odjick machen ihre Sache sehr gut. Starker Film der sich völlig auf sein Konzept einlässt und damit auf voller Länge punkten kann.

Montag, 27. Oktober 2025

Kalenderwoche 43: Kleine Monster, böse Lampen und ein unfreundlicher Clown!

Kalenderwoche 43: Kleine Monster, böse Lampen und ein unfreundlicher Clown!

Ghoulies II (1987)

Albert Band (I Bury the Living, 1958) kann mit dem zweiten Ghoulies Film großteils gut unterhalten. Diesmal bekommen es einige Erfolgslose Jahrmarktschausteller*innen es gleich mit fünf kleinen, aber fiesen Ghoulies zu tun, von denen Einer sogar fliegen kann. Zu sehen gibt es unter anderem Phil Fondacaro (Evil Bong, 2006) in einer seiner besten Rollen, sowie eine Reihe von harmlosen, aber lustigen Horrorgageffekten. Abgesehen vom etwas zu lang geratenem Ende kann der Film durchweg gefallen und bietet einige spaßige Momente für alle Fans des ungepflegten B-Kinos.

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Kalenderwoche 41: Ich weiß schon wieder was du letzten Sommer getan hast und Hornpulver!

Kalenderwoche 41: Ich weiß schon wieder was du letzten Sommer getan hast und Hornpulver!

I Know What You Did Last Summer (2025) [Plaion]


Liebloses Legacy Sequel zu einer, eh immer nur mäßig interessanten, hochglanz Slasher Serie, die auch durch die Gastaufritte von Freddie Prinze Jr., CGI-Sarah Michelle Gellar, Jennifer Love Hewitt und Brandy Norwood nicht gerettet werden kann. Knapp zwei Stunden müssen wir den wohl nervigsten Slasher-Charakteren seit dem Freitag Remake beim sterben zu sehen. Der Finale Twist ist nach zehn Minuten offensichtlich und was übrig bleibt sind langweilige Kills und dümmliche Dialoge, vollgepackt mit Buzzwords und dusseligkeit. Dabei wird es nervig wenn der Film versucht witzig zu sein und noch nerviger wenn er versucht ernst zu sein. Kompletter Anti-Spaß. Handwerklich solide gefilmt ansonsten würde mir aber nichts positives dazu einfallen. Am Release ist aber positiv hervorzuheben, dass dieser UHD Release im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Filmen tatsächlich wenigstens ein paar Extras vorzuweisen hat.

Donnerstag, 24. Juli 2025

Kalenderwoche 29: Trust Issues, ein breites Lächeln und Maiskinder!

Kalenderwoche 29: Trust Issues!

The Trust: Big Trouble in Sin City (2016)

Nicolas Cage (Drive Angry, 2011) und Elijah Wood (Maniac, 2012) spielen zwei korrupte Las Vegas Bullen die Planen den Safe eines Drogendealer Ringes auszurauben. Kurzweiliger, aber nicht erinnerungswürdiger Heist-Movie. Weder ist die Planung wirklich clever noch der Raub selbst spannend, gefolgt von einem Ende das zugleich nicht überrascht und dennoch alle unbefriedigt zurück lassen wird. Trotzdem kann sich eine einmalige Sichtung durchaus lohnen, allein wegen des sehr amüsanten und charismatischen Zusammenspiel von Cage und Wood, das sehr pointierte und teils amüsante alberne Momente mit etwas Hoffnungslosigkeit und Düsternis garniert.

Montag, 14. Juli 2025

Kalenderwoche 28: Der Hexer mal wieder, Schiffeversenken, vom Turm fallen und viele Tode!

Kalenderwoche 28: Der Hexer mal wieder, Schiffeversenken, vom Turm fallen und viele Tode!

Warlock - Das Geisterschloss (1999)

Im dritten Warlock Film verbringt eine Studentin mit ein paar Freund*innen ein paar Tage in einem gruseligen Haus, das sie überraschend geerbt hat. Dann kommt der Warlock zu besuch und bringt alle um. Wohl eher als Knock Off von „House on Haunted Hill“ (1999) konzipiert als als Warlock Sequel kann der Drittling auf keiner Ebene überzeugen. Schlechte Darsteller*innen, Julian Sands ist nicht als Warlock zu sehen, grausige CG Effekte, absolut dümmlicher Plot mit schlimmeren Dialogen und einige der planlos dazwischen gezimmerten Sexszenen überhaupt. Der Film hat zwei gute, handgemachte Goreszenen, ansonsten fällt mir wirklich nichts positives zu diesem Machwerk ein.

Montag, 30. Juni 2025

Kalenderwoche 26: Fußfetisch, des Satans Sohn und ein böser Ultrman!

Kalenderwoche 26: Fußfetisch!

Jackie Brown (1997)


Die Flugbegleiterin Jackie Brown (Pam Grier) wird beim Schmuggeln von Geld und Drogen erwischt. Um dem Knast zu entgehen bietet sie sich der Polizei als Informantin an, doch auch hier spielt sie ein doppeltes Spiel, genauso wie aber auch alle weiteren Akteure dieses Verbrechens und schon bald betrügt hier jede*r jede*n. Quentin Tarantinos (Once Upon a Time In... Hollywood, 2019) Hommage ans Blaxploitation Kino der 70er ist zugleich ein überaus kompakt geschriebener Film, der trotz einer Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden keine Langeweile zulässt. Stilistisch vielleicht nicht so ikonisch wie andere seiner Werke und mit weniger ausartenden Dialogen versehen besticht doch der Plot mit hitchcockschen Krimiqualitäten. Es bringt Spaß zu sehen wie die verschiedenen Parteien sich gegenseitig immer wieder austricksen und alle versuchen ihre Schachfiguren fürs Matt in Position zu bringen ohne zu ahnen, dass die anderen auch das schon wieder geahnt haben oder ihnen einfach ihre eigene Doofheit im weg steht. Auch versucht Tarantino hier weder durch Brutalität oder krasse Dialoge auf kindliche Art Eindruck zu schinden, was ja auch mal schön ist. Und Sid Haig (Foxy Brown, 1974) als Richter ist ein perfekter Gastauftritt.

Freitag, 13. Juni 2025

Kalenderwoche 23: Candy Corn, Alien Pfirsichkerne und ein subtiles politisches Statement!

Kalenderwoche 23: Candy Corn, Alien Pfirsichkerne und ein subtiles politisches Statement!

Hitchcock (2012)

In „Hitchcock“ zeigt Sacha Gervasi (Terminal, 2004) die turbolente Entstehung von Alfred Hitchcocks Verfilmung von „Psycho“. Besondere Aufmerksamkeit liegt hierbei auf der Ehe zwischen Alfred Hitchock (Anthony Hopkins) und Alma Reville (Helen Mirren). Dabei arbeitet er wunderbar heraus wie unverzichtbar Revilles Skript und Management Arbeit war, ohne die Alfreds Karriere gar nicht möglich gewesen wäre. Der Eifersuchts Plot ist etwas ermüdend, aber manche brauchen so was in solch einer Geschichte wohl. Hopkins ist ein guter Hitchcock, auch wenn ich etwas gebraucht habe in ihn nicht nur Hopkins mit Gesichtsmaske zu sehen. Vor allem die Körpersprache kann er sehr treffend imitieren, was so manches mal für lustige Momente sorgt. Star des Films ist aber ohne Frage Helen Mirren die ihr bestes gibt und ihrer Figur viele Nuancen und die nötige Tiefe verleiht.

Montag, 2. Juni 2025

Kalenderwoche 22: Armer Andrew, ein schlechter Doktor, Kiemanatmer und musikalische Affen

Kalenderwoche 22: Armer Andrew, ein schlechter Doktor, Kiemanatmer und musikalische Affen

Sleep (2023) [Plaion]

Jason Yu bisher vor allem als Regieassistent in „Okja“ (2017) in Erscheinung getreten, liefert mit seinem Regiedebüt „Sleep“ einen rundum gelungenen Psychothriller mit Horror und Comedy Elementen vor. In den Hauptrollen brillieren Jung Yu-mi (Train to Busan, 2016) und Lee Sun-kyun (Parasite, 2019) als junges Ehepaar mit Schlafproblemen. Weitere Figuren bekommen nur selten mehr als 1-2 Dialogzeilen, weshalb das Paar den Film fast gänzlich allein tragen müssen. Dies gelingt den Beiden zum Glück durchweg bestens, auch mit der Hilfe des sehr kompakt und stimmig geschriebenen Drehbuchs und der toll inszenierten sehr dichten Atmosphäre. Einige unerwartet lustige Momente ergänzen unangenehme Angespanntheit und interessante und unerwartete Twist und machen „Sleep“ zu einem vollends gelungenen Thriller an dem es nichts auszusetzen gibt.

Montag, 26. Mai 2025

Kalenderwoche 21: Eine KI will Vater werden, keine Laser Kobras, lustige Vampire und Menschen in Erbsenschoten

Kalenderwoche 21: Eine KI will Vater werden, keine Laser Kobras

Des Teufels Saat (1977) [Plaion]


Susan (Julie Christie) und ihr Mann Alex (Fritz Weaver) stehen kurz vor der Trennung. Er ist gerade dabei eine KI zu entwickeln die mit Sicherheit bald die Welt unterjochen möchte, während sie dem Techno-Faschismus eher negativ gegenüber eingestellt ist. Das ist wenig Raum für eine Paartherapie. Aber das ist bald auch egal, denn die KI erlangt Bewusstsein und macht was etwas tut das von Techbros hergestellt wurde: Sofort sperrt die KI Susan ein, sagt ihr sie soll putzen und auch ansonsten gehorchen und will sie schwängern.

Dienstag, 20. Mai 2025

Kalenderwoche 20: Ein sehr spezifisches Genre, keine Zombies & ein Stöhner am Telefon

Kalenderwoche 20: Ein sehr spezifisches Genre, keine Zombies & ein Stöhner am Telefon

Weird: Die Al Yankovic Story (2022)

Satirische Biographie über die Anfänge der Karriere des Weltberühmten Polka Poeten. Dabei verulkt sich Weird Al nicht nur selbst und seine Karriere, sondern auch das Genre des biographischen Musikfilms. Das funktioniert meist auch ziemlich gut. Daniel Radcliffe (Guns Akimbo, 2019) gibt einen guten Al, wobei er jedoch dem echten Al die Gesangseinlagen überlässt. Leider verliert der Film nach dem ersten Akt ziemlich an Schwung. Ansonsten eine unterhaltsame Komödie, die teilweise etwas altbacken erscheint, was aber irgendwie auch erfrischend ist, da diese Art von Comedy schon lange ausgestorben scheint.

Montag, 12. Mai 2025

Kalenderwoche 19: Junge Roboter, dicke Parasiten und ein Hai in Paris!

Kalenderwoche 19: Junge Roboter, dicke Parasiten und ein Hai in Paris!

Im Wasser der Seine (2024)


Mutierter Mako Hai macht Trouble in Paris, wo man sich in der Seine gerade auf den olympischen Triathlon vorbereitet. Ohoh. Was wird wohl passieren? Altbackener Haihorror von Xavier Gens (The Divide, 2011). Man bedient sich bei „Jaws“ (1975) und bricht dabei den politischen Satire Teil derartig übers Knie, dass vieles schon grotesk albern wirkt, manchmal ist dennoch nicht so richtig klar, was der Film uns eigentlich sagen will. In jedem Fall ist alles an dieser Netflix Produktion entweder langweilig oder nervig. Unterhalten hat es mich aber in jedem Fall nur in der Intro Sequenz, danach wird es arg doof.