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Freitag, 16. Oktober 2026

Kalenderwoche 41: Pizza, Milch, Bub, Tentakel, Dingos, mehr Tentakel, mächtige Schwerter & Murmeltiere!

Kalenderwoche 41: Pizza, Milch, Bub, Tentakel, Dingos, mehr Tentakel, mächtige Schwerter & Murmeltiere!

A Quiet Place: Day One (2024)


Emotional überraschend packend mit einer, wie gewohnt tollen Lupita Nyong'o in der Hauptrolle. Außerdem eine Katze die in echt Schnitzel heißt. Der Film erzählt vom Beginn der Alieninvasion, doch anstatt hier groß den Untergang der Menschheit zu Inszenieren, erzählt Michael Sarnoski hier eine sehr intime Geschichte einer Krebskranken jungen Frau, auf der Suche nach einer Pizza. Das funktioniert insgesamt sehr gut, vor allem wenn man sich nicht zu sehr auf Lücken in der Logik konzentriert. Statt eines Katastrophen-Thrillers mit viel Krachbumm, bekommt ihr dann aber einen eher leisen Film über Verlust, Tod und die Selbstermächtigung sich seinen Tod so zu gestalten wie man es möchte. Überraschend.

Milk & Serial (2024)

Ultra Low Budget Film von Curry Barker, der euch zuletzt „Obsession“ (2025) gebracht hat. Hier filmte der junge Regisseur noch im WG-Appartment mit einigen Freunden und sich selbst in der Hauptrolle einen kleinen 64 Minüter. Es handelt von Bros. die einen Prank Youtube Kanal haben und die sich dabei immer mehr überbieten wollen. Bis einer von den Beiden deutlich zu weit geht. Sehr kurzweilig und unterhaltsam, zeigt der Film, dass es nichts diabolischeres gibt als ein Freundeskreis von Influencern. Hier wird mit extrem wenigen Mitteln ein sehr kompetenter Psychothriller im Found Footage Stil kreiert, dem man sein Budget nur in manchmal deutlich anmerkt. Der Rest ist gut gelungen und muss sich vor alle, vom Fun Faktor nicht hinter größeren Produktionen verstecken.

Day of the Dead (1984)

Meine Güte wie gut zerlegt Romero eigentlich in diesem Film aus dem Jahre 1984 toxische Männlichkeit und militärischen Machismo? Er war echt immer einer von den Guten. Lori Cardilles Figur muss sich mit den dümmsten, sexistischen Schlägertypen aller Zeiten rumärgern und macht nebenbei trotzdem ihren Job. Bewundernswerte Frau. Unglaublich gut gealtert, mit einigen von Savinis besten Effekten seiner Karriere. Eine starke politische Botschaft und zeitgleich schafft es Romero dennoch seinen eigenen Zombiemythos auszubauen und verliert dabei niemals die Spannung aus den Augen. Zwar für mich der schwächste der originalen Romero Trilogie, aber immer noch einer der besten Zombiefilme überhaupt.

Das Grauen aus der Tiefe (1955)

Abseits von Ray Harryhausens Effekten gibt es hier nur wenig erwähnenswertes. Die Stop Motion Tricks sind natürlich beeindruckend. Gerade wenn Live Action Soldaten mit Flammenwerfern auf Knetgummi Tentakel treffen und das ganze auch heute noch plausibel wirkt, weiß man das Altmeister Harryhausen seinen Job gut macht. Der Rest ist viel Gerede auf einen U-Boot und militärische Männer, die sich mit dem Schrecken moderner Frauen rumplagen müssen. Diese wollen jetzt nämlich auch Arbeiten, Wissenschaftler*innen sein und Hosen anziehen. Wenn diese aber zum Love Interest werden, werden sie erst etwas beleidigt und später zum Hummeressen eingeladen. Dann verlieben die sich natürlich und ihnen vergehen die Flausen. Trailer gucken reicht.

Roadgames (1981)

Richard Franklin (Psycho II, 1983) hat mit „Roadgames“ einen packenden Roadthriller im Stile Hitchcocks erschaffen. Da der Film im Zuge der Slasher Welle, aber als eben solcher vermarktet wurde ging dieser interessante Roadmovie leider viel zu sehr unter. Stacy Keach spielt einen redseligen, gutmütigen, vegetarischen Trucker, der Schweinehälften durch Australien kutschiert.

An seiner Seite sitzt stets sein getreuer Dingo. Während seiner Tour sucht die Polizei einen Serienmörder, dem schließlich Keach und die Anhalterin, gespielt von Jamie Lee Curtis, auf die Spur kommen. Obwohl der Film lange Zeit ohne Action auskommt und fast komplett in der Sonne Australiens gefilmt wurde, kann der Streifen eine dichte und spannende Atmosphäre aufrecht erhalten. Der Film verfügt über eine illustre Riege von merkwürdigen Nebenfiguren und ebenso viele ungeahnte Twists. Das ganze kulminiert dann in der wohl langsamsten Verfolgungsjagd die jemals ernst gemeint war. Überraschungshit mit vielen liebenswerten Eigenschaften.

Der Leuchtturm (2019)

Ein unglaublicher Kraftakt in schwarz, weiß, Dreck, Pisse, Wichse, Scheiße und Alkohol. Robert Eggers, Willem Dafoe und Robert Pattinson schließen sich zusammen um einen Gewaltmarsch von Film zu absolvieren. Von Beginn an ist alles trostlos, einsam, anstrengend und nass und der Komfort sinkt mit jeder Minute. Ein absolut mächtiger Psychothriller halb lovecraftscher Horror, halb queeres Ehedrama. Irgendwo zwischen homoerotischen Arbeiter*innen Drama und klassenbewusster Prometheus Nacherzählung liegt einer der besten nautischen Horrorfilme und ganz sicher einer meiner liebsten Filme des vergangenen Jahrzehnts.

Masters of the Universe (2026) [Plaion]

Moderne Neuinterpretation des 80er Kults. Insgesamt zu wenig Battlecat und zu wenig Orko, ansonsten aber gut geraten für das was es ist. Die überholten Designs ser alten Charaktere funktionieren ziemlich gut. Vor allem Figuren wie Trapjaw, Spikor und Man-At-Arms funktionieren toll. Und auch wenn es weh tut zu sagen, dass er etwas richtig macht, Jared Leto ist eine gute Wahl für einen armseligen und lächerlichen Skeletor. Für alle alten Fans des Franchise gibt es viele Inside Jokes und selbst obskurste Figuren kommen vor. Selbst aus den Minicomics haben es Charaktere in den Film geschafft. Für Fans in jedem Fall empfehlenswert, jedenfalls wenn euch der postironische Ton zusagt. Ich fands unterhaltsam, denke aber nicht, das jemand der*die vorher nichts mit He-Man anfangen konnte durch diesen Film zum Fan werden könnte.

Die Blu-ray von Plaion kommt mit ein paar Promo Videos und als weiteres Extra könnt ihr euch die MOTU Drohnenshow ansehen.

All You Need Is Kill (2025) [KSM Anime]

Light Novel wird zum Manga, der wird zum Realfilm mit Tom Cruise und der wird zu 3D Animation. Und das lustige ist, weiterhin ist jede Reinkarnation dieser Geschichte gut gelungen. Hier liegt das vor allem an den wunderbaren 3D Animationen und tollen Monsterdesigns. Eigentlich kann ich nicht viel mit 3D CG Movies Anfangen, hier ist der Artstyle aber sehr auf die Technik angepasst und nutzt die Möglichkeiten der Kunstform bestens aus. Gerade in den Actionsequenzen zeigt sich die volle Schönheit des Films. Nach der ersten sehr starken Hälfte verliert der Film im Verlauf des letzten Aktes deutlich an Tempo und kohärenten Erzählfluss. Zurück bleibt ein sehr unterhaltsamer Film, der dennoch seine Probleme hat. Unterhalten war ich dennoch fast durchgängig ziemlich gut. Durchaus empfehlenswert für Freund*innen von CG Movies.

Für einen Anime hat man dieser Blu-ray verblüffend viele Extras spendiert. So bekommt ihr Storyboards und einzelne Szenen mit Audiokommentar des Regisseurs, sowie Interviews, Promovideos und eine extrem umfangreiche Bildergalerie. Ein sehr löblicher Release.

Donnerstag, 10. September 2026

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Thunderbolts* (2025)

Wenig bunt, wenig Situationscomic, ertragbar viele versucht witzige Sprüche und etwas mehr Anspruch als gewohnt lassen die „Thunderbolts“ zu einem der unterhaltsameren Marvel Filme der aktuellen Phase werden. Vor allem dass, das Thema Trauma und Depressionen in einem Film dieser Art halbwegs ernsthaft angegangen wird ist respektabel und dank Florence Pugh und Lewis Pullman bekommen die emotionalen Momente sogar etwas Gewicht. Der Rest ist aber nicht mehr als die vorherigen Marvel Filme. Adäquate Actionszenen, etwas leichter Humor mit Pathos und Gezanke.

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit (2026) [Plaion]

Spielberg muss mal wieder über den Erstkontakt mit Alien reden. Hier macht er leider nichts neues, die Aliens sind langweilig, der Film insgesamt auch technisch nur auf akzeptablen Niveau. Es passiert eigentlich nie etwas wirklich interessantes und wenn doch, dann kommt ein merkwürdig aussehendes CGI Tier und macht alles kaputt. Wäre es nicht Spielberg, hätte der Film es sicherlich nur auf direkten Weg zu den Streaming Anbieter*innen geschafft. Schnarchig.

Als Bonusmaterial bekommt ihr lediglich ein kleines Video über die Zusammenarbeit zwischen Spielberg und John Williams.

Der goldene Pfeil (1962) [Plaion]

Heute ist der italienische Regisseur Antonio Margheriti wohl vor allem für „Asphalt-Kannibalen“ bekannt. Umso erstaunter war ich als ich feststellte das der Sandalenfilm „Der goldene Pfeil“ ebenfalls unter seiner Regie entstanden ist. Dabei handelt es sich nämlich um einen Film den ich in meiner Kindheit oftmals im Fernsehen sah, natürlich ohne zu wissen wer Margheriti war und womit er sonst so die Moral junger Menschen korrumpierte. Bei diesem 60er Jahre Machwerk geht es allerdings noch recht brav zu. Ein Gauner mit einem Herz aus Gold, aber etwas zu viel Arroganz will die Prinzessin von Damaskus ehelichen und dabei zugleich den despotischen Wesir stürzen. Dazu brauch er aber den goldenen Pfeil. An diesen wiederum gelangt er nur wenn er einige körperliche, geistige und moralische Aufgaben bewältigen kann. Das ganze ist solide gefilmt, bietet einige nette Kulissen, viel stumpfen Humor und natürlich eine altbackene Liebesgeschichte. Wer aber für das Plastikkrokodil bleibt wird belohnt. Insgesamt ein ganz amüsantes Märchen.

28 Days Later (2002) [Plaion]

Tierbefreier*innen dringen in ein Versuchslabor in London ein, in dem gefährliche Experimente mit Viren an Schimpansen durchgeführt werden. Entgegen das betteln einer der Forscher, öffnen sie fälschlicherweise den Käfig und lassen somit eine schreckliche Plage auf die Menschheit los. Schon kurz darauf sind fast alle Bürger*innen Groß Britanniens, die sich nicht ins Ausland absetzen konnten, mit dem Tollwut ähnlichen Virus infiziert.

28 Tage später wacht Jim (Cillian Murphy) allein, verwirrt und orientierungslos aus einem Koma auf. Er ist ganz allein in einem Krankenhaus und das mitten in London. Er weiß nicht was geschehen ist, aber schon bei seinem ersten Treffen auf die Infizierten muss er alles geben um nicht zu sterben. Im letzten Moment wird er von Selena (Naomie Harris) und Mark (Noah Huntley) gerettet. Die beiden bringen ihn auf den neuesten Stand der Dinge und gemeinsam versuchen sie einen sicheren Ort zu finden.

„28 Days Later“ war lange Zeit ein Hassobjekt für mich, was daran lag das der Plot von Zombieähnlichen Monstern handelt die rennen können. Ein Frevel, so was würde ich nicht unterstützen. Als Teenager hielt ich es für unmöglich so einen Film gut zu finden. Durch einen Zufall sah ich dann irgendwann doch. Es kam wie es kommen musste und natürlich bin ich heute großer „28“ Fan. Ich finde soviel daran toll. Es fängt mit den Tierbefreier*innen an, diese Menschen wollen ein paar Affen aus der Hölle dieser Versuchsanstalt befreien und lösen damit diese Katastrophe aus. Zeigt uns das die Menschen selbst mit den edelsten Motiven nur in der Lage ist die Welt untergehen zu lassen. Danach geht es weiter mit Cillian Murphy (Inception), der mir auch als Scarecrow in den Nolan Batmen sehr gefällt. Diese Szenen in denen er ohne Dialog durch die verlassenen Straßen von London läuft haben soviel Atmosphäre, einfach toll. Und dann ist da noch Selena, gespielt von Naomie Harris (hat sie jemals wieder etwas gutes gedreht? Dinotopia und Ninja Assassin sind schöner trash aber doll ist das nu auch nicht.). Eine starke schwarze Frau, womit man wohl versucht hat noch einen draufzusetzen auf Duane Jones Figur aus „Night of the Living Dead“. Zumindest erinnert sie doch sehr stark an Ben.

Das die „Infizierten“ sich so schnell bewegen können sagt mir trotzdem nicht zu und zum Ende hin bricht die Atmosphäre immer wieder ein wenig ein. Insgesamt handelt es sich bei „28 Days Later“ aber um einen gelungenen und äußerst stimmigen Epidemie Film.

Die 4k Disc von Plaion bietet neben einem Audiokommentar auch deleted Scenes, auch diese wenn gewünscht mit Audiokommentar, Storyboards, eine Fotogalerie und mehr.

La Maison ensorcelée (1907)

Sechs minütiger Kurzfilm aus dem Jahre 1907. Eine französische Produktion des spanischen Regisseurs Segundo de Chomón (The Frog, 1908). Darin suchen drei Reisende Zuflucht in einer alten Hütte, in der sie sich dann aber mit Poltergeistern herumärgern müssen. Diese lassen Möbel verschwinden, drehen das Haus oder bereiten in einer putzigen Stop-Motion Sequenz auch das Frühstück vor. Charmanter kleiner Film, der vor allem durch tolle Set-Ideen, aber auch durch Stop-Motion, sowie Front- und Rückprojektionen Arbeitet. Ein tolles Beispiel für frühe Filmtricktechnik.

The Ape Man (1943)

Bela Lugosi spielt einen verrückten Wissenschaftler der sich zu viel Affensaft gespritzt hat. Jetzt hilft nur noch menschliches Rückenmark, aber woher nehmen wenn nicht stehlen? Freiwillig will sich jedenfalls niemand ins Rückenmark piksen lassen und so muss Affenmann Lugosi mit seinem treuen Begleiter, einem echten Gorilla (oder eher einem Menschen im Gorillavollkostüm) auf Menschenjagd gehen.

Mit nur 64 Minuten Spielzeit ist der Spuk zum Glück schnell vorbei. Allein das blöde 4th Wall breaking Ende und das Gorillakostüm sind somit eine Sichtung wert. Ansonsten hat Lugosi noch 1-2 starke Monologe in denen man erahnen kann wozu er eigentlich fähig ist. Der Rest verirrt sich leider in immer selben Szenen in den immer selben drei Räumen, ein Horrorthrillermysterykrimi mit vielen Charakteren die nichts zur Handlung beisteuern und am Ende ist es natürlich die Liebe die das Ungeheuer getötet hat.

Donnerstag, 6. August 2026

DC Events - Blackest Night (Panini)

DC Events - Blackest Night (Panini)

In diesem Trade von Panini findet ihr die Ausgaben 0-8 des DC Events Blackest Night und Green Lantern (2005) #43.

Leben und Tod liegen im DC Universum nahe bei einander. Wer lebt könnte jeden Augenblick sterben und wer tot ist kann jederzeit irgendwie zurückkommen. Das ist bei Comics normal. In der dunkelsten Nacht des DC Universums allerdings werden unzählige Held*innen überall im Universum und vor allem auf der Erde von einer dunklen Entität wiederbelebt. Die Kraft der schwarzen Laterne verteilt überall Schwarze Laternenringe und so wird auch bald die Erde von wiedergeborenen aber bösen Held*innen und Schurk*innen überrannt. Flash und Atom versuchen ihr Bestes aber reihenweise werden die Held*innen von der bösen Macht übernommen. Hawkman und Hawkgirl sind nur die ersten Toten und ihnen werden noch viele folgen. Nur Hal Jordan und die Lantern Corps aller anderen Regenbogen Farben könnten gemeinsam eine Chance haben auf die dunkelste Nacht den hellsten Tag folgen zu lassen. Außerdem geht ein kleiner Funken Hoffnung von einem anderen Helden aus der schon lange tot ist.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Kalenderwoche 27 2026: Schlussfolgerungen, Riesenkaulquappen, brotlose Kunst, bellende Hunde & Trashman!

Kalenderwoche 27 2026: Schlussfolgerungen, Riesenkaulquappen, brotlose Kunst, bellende Hunde & Trashman!

Der verkehrte Sherlock Holmes (1971) [Plaion]

Seit dem Tod seiner Frau hält Justin Playfair (George C. Scott) sich für den genialen Privatdetektiv Sherlock Holmes. Psychologin Mildred Watson (Joanne Woodward) soll seinen Wahn attestieren. Stattdessen lässt sie sich von dem charismatischen Mann mitreißen und betritt mit ihm eine spannende Welt, in der hinter jeder Ecke der üble Professor Moriarty lauern könnte. Wunderschön schrullige Krimi-Groteske die sich recht erfolgreich von Situationskomik zu Situationskomik hangelt. Vor allem sind es die vielen kauzigen Nebenfiguren und der sehr spielfreudige Scott (Der Exorzist III, 1990), die den Film so sehenswert machen. Aus heutiger Sicht fehlt es dem ganzen vielleicht ein wenig an Schauwerten und manches ist etwas zu träge inszeniert. So passt der Film doch eher in die späten Sechzigerjahre als in die Siebziger, unterhaltsam ist er meist aber dennoch. Und am Ende sind es einige bittersüße Charakterinteraktionen die den Film auch Heute noch sehr liebenswürdig erscheinen lassen.

Explosive Media bringt diesen kleinen Klassiker über Plaion erstmals in HD auf Blu-ray heraus. Das Bild ist recht gur geraten. Die deutsche Synchro eher so mittelmäßig. Vorsicht auch beim Kauf, denn auf der Plaion Seite wird mit einem Featuerette und einem Audiokommentar geworben. Beides findet sich allerdings nicht auf der Disc wieder. Enthalten sind lediglich ein Trailer zum Film, eine alternative Szene, der Vorspann ohne Text und eine Diashow.


Die Prophezeiung (1979)

Etwas naive Mischung aus Ökothriller und Tierhorror. Die erste Hälfte hat interessante und mitreißende Momente. Vor allem der Konflikt zwischen den Indigenen und den Holzfällern funktioniert gut. Vor allem ist aber die Szene bei der Holzfabrik packend und auf merkwürdige Art erschreckend. Letztlich ist die Besichtigung der Fabrik sicherlich der gruseligste Moment des Film, eine sehr starke, bedrückende Szene. Wenn dann aber der eigentliche Horrorteil kommt, nämlich der Kampf zwischen mutiertem Bären und den Menschen klären sich alles zwischenmenschlichen Konflikte wie magisch auf. Was leider auch die Botschaft des Films massiv untergräbt. Zudem zieht sich der Bärenkampf dann auch noch sehr in die Länge, wodurch diesem, eigentlich gelungenen Bärenhorror dann den Todesschuss verpasst. Schade drum.


Die Akademie (2024)

Schrecklich belangloses über den angeblich waren Blick in die Kunstuni, das Kunstgewerbe und die persönlichen Schicksale dieser Industrie. Charaktere durchleben keine wirklichen Entwicklungen, die Dialoge kommen nie über ihre anfänglichen Plattitüden hinaus. Leblos, schablonenartig gefilmt und fast durchgängig hölzern gespielt. Lediglich Maja Bons möchte ich positiv erwähnen. Sie versucht zumindest etwas eigenes mit einzubringen und wäre wohl bei einem besseren Drehbuch zu mehr in der Lage.


Vincent muss sterben (2023)

Plötzliche, unprovozierte Attacken halten Frankreich im Atem. Eines der Oper ist Vincent (Karim Leklou) der aus heiterem Himmel von teils völlig fremden Menschen attackiert wird. Ungewöhnlicher Horrorfilm der zugleich Sozialdrama, wie auch ein äußerst toxischer Liebesfilm ist. Lose ans Zombiegenre angelehnt bewegt sich der Film irgendwo in der Nähe anderer Außensteier*innen wie Romeros „The Crazies“ (1973) oder dem Verbalvirus Horror von „Pontypool“ (2008). Äußerst spannend und zwiespältig, gerade weil der Film letztlich keinem Genre so richtig gerecht wird. Ebenfalls hochzuhalten: Die wirklich starken schauspielerischen Leistungen von Karim Leklou und Vimala Pons (Eden Log, 2007).


Comic Book Confidential (1988)

Kleine, sehr unaufgeregte Comic Doku die mir bis dato völlig unbekannt war. Der Film ackert sich chronologisch durch die Geschichte der neunten Kunst. Dabei kommen viele bekannte Künstler*innen wie Robert Crumb, Jack Kirby, Lynda Barry, Harvey Pekar, Frank Miller und einige mehr zu Wort. Die Doku behandelt dabei überraschend wenig Superheld*innen und räumt dafür sehr viel mehr Zeit für EC Horror und deren Zensurgeschichte, aber vor allem für die Underground Comics der 70er Jahre ein. Schön ist auch die Zeit das wir inszenierte Lesungen aller vertretenen Künstler*innen bekommen und dadurch einen tieferen Einblick in einzelne Werke der Künstler*innen erlangen als es in solch einer Doku eigentlich üblich wäre. Vermutlich eher eine Doku für den harten Kern von Comicfans, für diese aber schon allein als Zeitdokument einen Blick wert.

Mittwoch, 29. April 2026

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Hamnet (2025) [Plaion]

Chloé Zhao (Nomadland, 2010) verfilmt Maggie O'Farrell Roman „Hamnet“ in der es um die Entstehung des Theaterstücks „Hamlet“ geht. Nachdem Agnes (Jessie Buckley) und ihr Ehemann William Shakespeare (Paul Mescal) ihren Sohn Hamnet (Jacobi Jupe) verlieren droht die Familie auseinander zu brechen. Shakespeare arbeitet in London weiter am Theater während sich seine Frau um die verbleibenden Kinder kümmert und an ihrem Kummer zugrunde geht. Zhao schafft es erneut, einen Film durchgehend mit starken Bildern zu filmen. Keine Kameraeinstellung wird verschwendet, jeder Moment kann Emotionen vermitteln oder durch seine Schönheit verblüffen. Herausragend ist aber vor allem die Chemie zwischen den Darsteller*innen der Familie und vor allem das Acting des noch sehr jungen Jacobi Jupe, der wirklich allen anderen jede Szene stehlen kann. Obwohl dieser Film eine technisch zweifellose und stark geschriebene Abhandlung über Trauerbewältigung und die Kraft der Kunst ist, ist auch dieser Film von Zhao mitunter etwas zu trocken und auch wenn ich es selbst nicht so empfinde, kann ich jede*n verstehen die*der den Film etwas langweilig findet. Aber allein für das ungeahnt starke Finale sollten alle Cineast*innen den Film einmal gesehen haben.

Die Blu-ray von Plaion bietet neben dem Film noch ein paar Extras mit Blicken hinter die Kulissen und Interviews.


Longlegs (2024)

Nicolas Cage (Pig, 2021) als Serienmörder, der gar nicht so lange Beine hat wie viele behaupten. Hier treffen „Sieben“ (1995) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) auf Nicolas Cage typische Momente und eine gehörige Menge Satanismus. Objektiv müsste ich zugeben, dass der Film wahrscheinlich nicht so gut ist, wie ich ihn persönlich empfunden habe. Für mich stimmt hier aber eigentlich alles. Wie für Regisseur Osgood Perkins (The Monkey, 2025) typisch, ein sehr stylischer Film, der von Beginn an die Spannung halten kann, ohne sich dabei jemals in einer gehetzten Erzählform zu verlieren, gepaart mit sehr solidem Acting, vor allem Maika Monroe (It Follows, 2014) und Blair Underwood (Gattaca, 1997), Nicolas Cage selbst ist für den Film letztlich gar nicht so wichtig, wie man zuerst annehmen sollte. Verliebt man sich stilistisch allerdings nicht so wie ich augenblicklich in den Film, fallen schnell kleine Macken auf, Cage bekommt nur wenige Chancen, einen spannenden Bösewicht abzugeben, auch wenn es ihm trotzdem manchmal gelingt. Vor allem ist der Plot aber relativ simpel und lässt sich ziemlich schnell voraussehen. Davon abgesehen bekommt ihr aber einen knackigen FBI-Thriller mit einigen gruseligen okkulten Momenten. Mir hat’s sehr gefallen.


28 Years Later: The Bone Temple (2026) [Plaion]

Spike hat seine Insel verlassen, doch nur kurz muss er das Zombie verseuchte England alleine durchqueren. Denn schon bald lernt er Sir Jimmy Crystal (Jack O'Connell) und seine Jimmies kennen. Die verrückte Satanssekte nimmt ihn auf, nachdem er einen von ihnen getötet hat, aber leichter wird sein Leben dadurch nicht…

Nur mäßig konnte mir der dritte „28“ Film gefallen, aber da ich Spaß mit Nia DaCostas Remake von „Candyman“ (2021) hatte wollte ich auch dem Knochentempel eine Chance geben. Der erste Akt ähnelt leider stark dem vorherigen Film, wobei mich die Figuren am meisten stören. Vor allem die Jimmies sind zu Beginn so derartig drüber, dass es schwer ist, sich auf das Gesehene einzulassen. Dieses Problem legt sich aber immer mehr und vor allem wenn wir uns stattdessen mit dem von Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel, 2014) gespielten Doktor befassen, entwickelt der Film sich zu etwas größeren. Auch wenn Fiennes den Film über große Strecke tragen muss, scheint das für ihn kein Problem zu sein, zugleich hilft er seinen Kollegen in gemeinsamen Szenen zu besseren Leistungen. So haben sowohl Chi Lewis-Parry (Kraven: The Hunter, 2024) als Oberzombie Samson und auch Jack O'Connell (Blood & Sinners, 2025) mit ihm zusammen ihre ausdrucksstärksten Momente. Außerdem bekommen wir dank ihm auch den wohl besten „Iron Maiden“ Moment der Filmgeschichte.

Schwach angefangen mausert sich Bone Temple in seiner Laufzeit zum interessantesten und wohl vielschichtigsten Teil des Franchise, viele kleine Ideen und ungeahnte Momente halten die Spannung aufrecht und machen sogar Lust auf einen weiteren Titel.

Die Blu-ray von Plaion kommt mit einigen kleinen Blicken hinter die Kulissen.

Dienstag, 21. April 2026

Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!


Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!

DeepStar Six: Das Grauen in der Tiefe (1989) [Plaion]

Unterwasser Horror von „Freitag, der 13.“ (1980) Regisseur Sean S. Cunningham. Solide gefilmter Wasserasselhorror, der meist aber eher U-Bootkoller Grusel bietet. Stark von Ridley Scotts „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) inspiriert, widmen wir auch hier unsere Aufmerksamkeit genervten Arbeiter*innen die für zu wenig Geld, zu schlechte Arbeit leisten und mehr fluchen als dass sie ihre Pflichten erfüllen. Allen voran Miguel Ferrer (RoboCop, 1987), der nun wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und dann noch so manche moralische fragwürdige Entscheidung trifft. Er spielt einen Charakter, den man wirklich gerne hasst. Die Effekte für das Asselmonster sind richtig klasse, wenn auch manchmal etwas unfreiwillig komisch. Generell schafft man es aber ziemlich gut, das Tier nur dann zum Einsatz zu bringen, wenn es auch seinen Schockeffekt nicht verfehlt. Genauso gut sind die retrofuturistischen Sets und Modellspielereien mit Unterwasserstationen und niedlichen U-Booten. Diese Trickeffekte lassen diesen kleinen Grusler durchaus deutlich teurer erscheinen als er eigentlich ist. Trotz allem handelt es sich hier nicht wirklich um einen total zu unrecht vergessenen Titel. Leider zieht sich der Film teilweise doch sehr in die Länge, was unter anderem wohl an der Gleichförmigkeit des Films und den vielen Streitereien innerhalb der Crew liegt. So richtig nervt der Film zwar nie, aber ein knackigeres Skript hätte nicht geschadet. Vor allem für Unterwasserfans bietet der Film aber einige nette Effekte und wie gesagt ist das Monster auch nicht schlecht geraten.

Bild und Ton der Plaion Blu-ray sind gut geraten. Vor allem bekommt ihr hier aber endlich eine ungeschnittene Version des Films. In der deutschen Fassung fehlen nämlich sonst einige Minuten an Dialogen, die nicht immer unwichtig sind. Als Bonus sind neben gleich drei Audiokommentaren und anderen kleinen Extras auch die deutsche Schnittfassung enthalten, für alle die schneller zum Horrorteil kommen wollen.


Verdammt, die Zombies kommen (1985)

Zurecht immer noch kultiger Punkrock Zombie Spaß mit Scream Queen Linnea Quigley (Stille Nacht – Horror Nacht, 1984), Miguel A. Núñez Jr. (Freitag, der 13. Teil V - Ein neuer Anfang, 1985) und Thom Mathews (Freitag, der 13. Teil 6 - Jason lebt, 1986). Der Soundtrack ist voll mit coolen frühen Punk und Psychobilly Bands und die Effekte bis heute großartig. Allem voran natürlich Tarman, an dessen Entstehung auch Leute von Jim Henson beteiligt waren. Der Humor funktioniert super in dem Setting, lässt aber auch stets Raum für gruselige und eklige Momente. Herz der ganzen Angelegenheit ist eine Gruppe von befreundeten Punks die gemeinsam versuchen die Auferstehung der Toten zu überleben, dank der guten Chemie zwischen den Darsteller*innen wirkt die Clique glaubwürdig und die Figuren wachsen einen schnell ans Herz.


Toll treiben es die wilden Zombies (1988)

Der zweite Teil der „Return of the Living Dead“ Reihe, ist ein ungelenker und ungewolltes Sequel ohne Ideen oder Ambitionen. Regisseur Ken Wiederhorn wollte raus aus dem Horrorgenre und man merkt dem Film durchweg an, das hier ein Regisseur gegen den Film kämpft, Witze gegen über ihn und nicht mit ihm macht. Teilweise wirkt es so als hasse er alle Figuren und auch die Beteiligten attestieren, die Dreharbeiten wären alles andere als spaßig gewesen. Teilweise wiederholt der Film einfach Gags aus dem Erstling, sogar James Karen und Thom Mathews sind wieder mit dabei, allerdings in anderen Rollen. Dann bekommen wir noch eine Bootleg Version des Tarmans, sowie einen völlig albern, doofen Humor, der sich eher an Zehnjährige als an ein Horrorpublikum richtet. Wären da nicht ein paar wenige solide Effekte, die sich jedoch sehr schnell abnutzen oder von klamaukigen Einlagen zerstört werden, hätte der Film gar keine Schauwerte.


Return of the Living Dead III (1993)

„Return of the Living Dead III“ ist der erste Teil der Reihe, dem man keinen ulkigen deutschen Titel verpasst hat. Vermutlich gut so, denn Brian Yuznas (Welcome to Hell, 1980) Beitrag zum Franchise ist deutlich düsterer, hat zwar einen leicht satirischen Ansatz kann aber auch mit ziemlich deftigen Horror dienen. Diese Abwandlung von Romeo & Julia mit Zombies bietet einige skurrile Momente, eine Menge Body Horror und kultige Zombies in Kinky Dresses. Kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mit dem mystischen Obdachlosen „Riverman“ gespielt von Basil Wallace lernen wir auch einen der Besten Charaktere des Franchise kennen. Sehr spaßig und verdreht, tolle Zombies, sympathische und interessante Charaktere, stimmungsvoll inszeniert. Klasse. Spart euch also wirklich den zweiten Teil und macht einfach hier weiter.

Freitag, 19. September 2025

Usagi Yojimbo #26 – Verräter aus dem Erdreich (Dantes Verlag)

Usagi Yojimbo #26 – Verräter aus dem Erdreich (Dantes Verlag)

Dieser Sammelband enthält die Usagi Yojimbo Hefte #117-#123 der dritten Serie.

Kitsune sorgt mit ihren hinterhältigen Tricks mal wieder für mächtig Wirbel und wer muss es am Ende ausbaden? Genau! Unser Lieblingssamurairammler Usagi. Mit ihrer letzten Gaunerei hat sie nämlich die Aufmerksamkeit eines mächtigen Magiers auf sich gezogen, der seine Kräfte dazu nutzt eine alte Armee wiederzubeleben und jetzt muss Usagi sich mit Zombiesamurais herumschlagen. Zum Glück hat er viel von seinem Sensei gelernt, wovon auch eine der enthaltenen Geschichten handelt, außerdem geht wie so oft um Rache, Stan Sakai verneigt sich vor Regielegende Akira Kurosawa und als Bonus trifft Usagi sogar noch auf den alten Barbaren Groo.

Dienstag, 20. Mai 2025

Kalenderwoche 20: Ein sehr spezifisches Genre, keine Zombies & ein Stöhner am Telefon

Kalenderwoche 20: Ein sehr spezifisches Genre, keine Zombies & ein Stöhner am Telefon

Weird: Die Al Yankovic Story (2022)

Satirische Biographie über die Anfänge der Karriere des Weltberühmten Polka Poeten. Dabei verulkt sich Weird Al nicht nur selbst und seine Karriere, sondern auch das Genre des biographischen Musikfilms. Das funktioniert meist auch ziemlich gut. Daniel Radcliffe (Guns Akimbo, 2019) gibt einen guten Al, wobei er jedoch dem echten Al die Gesangseinlagen überlässt. Leider verliert der Film nach dem ersten Akt ziemlich an Schwung. Ansonsten eine unterhaltsame Komödie, die teilweise etwas altbacken erscheint, was aber irgendwie auch erfrischend ist, da diese Art von Comedy schon lange ausgestorben scheint.

Montag, 12. Mai 2025

Kalenderwoche 19: Junge Roboter, dicke Parasiten und ein Hai in Paris!

Kalenderwoche 19: Junge Roboter, dicke Parasiten und ein Hai in Paris!

Im Wasser der Seine (2024)


Mutierter Mako Hai macht Trouble in Paris, wo man sich in der Seine gerade auf den olympischen Triathlon vorbereitet. Ohoh. Was wird wohl passieren? Altbackener Haihorror von Xavier Gens (The Divide, 2011). Man bedient sich bei „Jaws“ (1975) und bricht dabei den politischen Satire Teil derartig übers Knie, dass vieles schon grotesk albern wirkt, manchmal ist dennoch nicht so richtig klar, was der Film uns eigentlich sagen will. In jedem Fall ist alles an dieser Netflix Produktion entweder langweilig oder nervig. Unterhalten hat es mich aber in jedem Fall nur in der Intro Sequenz, danach wird es arg doof.

Samstag, 29. Juni 2024

Deadpools Greatest Hits: Die Deadpool Anthologie (Panini Comics)

Deadpools Greatest Hits: Die Deadpool Anthologie (Panini Comics)


Enthält die US-Hefte: New Mutants #98, Deadpool (1997) #11, #54-#55, Cable & Deadpool #24, #49-#50, X-Men Origins: Deadpool #1, Prelude to Deadpool Corps #4, Deadpool #1000, Deadpool (2008) #33.1, A+X #8, Deadpool (2012) #27, Deadpool (2018) #8.

Pünktlich zu Deadpools ersten eigenen Blockbuster drittem Kinoabenteuer, wird mit „Deadpools Greatest Hits“ ein über 300 Seiten dicker Hardcovermegaband für den Söldner mit der großen Klappe wieder auf den Markt geworfen. Enthalten sind insgesamt 14 Geschichten quer durch seine Historie. Angefangen im Jahre 1991 bei seinem ersten Auftritt als Bösewicht, zu seinen ersten Solotitel als Anti-Held im Training, seine Abenteuer in den 2000ern mit seinem futuristischen Kumpel Cable, bis hin zu seiner brandaktuellen Hochzeit mit seiner Braut, die er ganz keck Dracula ausgespannt hat.

Dienstag, 28. Mai 2024

Carlsen Manga Empfehlungen Juni 2024

Carlsen Manga Empfehlungen Juni 2024

The Promised Neverland – Art Book World

„Promised Neverland“ von Zeichnerin Posuka Demizu und Autor Kaiu Shirai handelt von einer Gruppe Kindern, die in der nahen Zukunft des Jahres 2045 in einem Waisenhaus leben. Sie dürfen zwar das Gelände des Waisenhauses nicht verlassen, aber es gefällt ihnen dort allen so gut, dass sie sich darüber keine großen Gedanken machen. Eines Tages müssen sie jedoch auf grausame Art feststellen wo sie wirklich leben. Nämlich nicht in einem Waisenhaus, sondern in einer Zuchtfarm für Monster, die am liebsten kleine Kinder verzehren.
2016 erschien der erste von insgesamt 20 Sammelbänden und der Erfolg des Manga reichte auch für eine zwei Staffeln umfassende Anime Serie. Wer aber immer noch nicht genug hat kann sich darauf freuen, dass Carlsen nun auch das Artbook zum Manga auf deutsch veröffentlicht. Das Artbook im Großformat mit Umschlag bietet euch eine Covergalerie, einige Seiten die nicht in gesamter Größe in den Manga passten, Farbseiten, Cover der Doppelausgaben, DVD und Blu-ray Umschläge, Online-Illus und einige Skizzen. Für Fans der Reihe eine klare Empfehlung und auch sonst ein sehr hübsches Artbook.

Samstag, 30. März 2024

Carlsen Manga Empfehlungen April 2024

Carlsen Manga Empfehlungen April 2024

Zozo Zombie #1

Der Monat beginnt mit dem ersten Band von Zozo Zombie. Einer Ekelhumor-Geschichte für kleine Leser*innen. Der Fünftklässler Isamu trifft eines Tages im Park auf den kleinen Zombie Zozo. Zuerst gerät er ordentlich in Panik vor dem Untoten Jungen, doch letztlich stellt dieser sich als ziemlich harmlos und eigentlich auch ganz nett heraus. Eigentlich will er nur Spaß haben und wenn nötig seinen Blutverlust mit Tomatensaft auffüllen. Ja, insgesamt ziemlich eklig, aber doch sehr unterhaltsam. Vor allem etwas für Kids ab acht Jahren die Spaß an ekeligem und gruseligem haben. Ich persönlich fand die Gags nach einiger Zeit sehr voraussehbar und etwas redundant. Charme hat der Manga dennoch zu genüge. Bringt Spaß.

Montag, 28. März 2022

Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021) [Constantin Film]

Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021) [Constantin Film]

Raccoon City, früher eine US-amerikanische Kleinstadt wie viele andere, heute jedoch fast völlig verlassen nachdem erst jahrelang die große Pharmahersteller der Umbrella Corp. die gesamte Infrastruktur des Ortes für sich beanspruchte und, als es in der Stadt nichts mehr zu holen gab, sich auf andere Standpunkte stütze. Doch obwohl die Labore unter der Stadt angeblich aufgegeben wurden, machen Gerüchte im Umland die Runde. Düstere Dinge sollen demnach im Untergrund der Stadt vor sich gehen. Wilde, unbekannte Tiere werden aus den Wäldern berichtet, man hört Schreie, Menschen verhalten sich komisch oder verschwinden gar spurlos. Letztlich kommt es zu einem mysteriösen Vorfall in der alten Spencer Villa, eine Spezialeinheit der Polizei wird hinzugezogen, dabei tickt in Wahrheit schon der Countdown und in nur wenigen Stunden wird die Stadt nicht mehr existieren.

Samstag, 19. Juni 2021

The Empire of Corpses (2015) [Kazé]

The Empire of Corpses (2015) [Kazé]

Das 19. Jahrhundert nähert sich dem Ende und in London wandert der junge Arzt John Watson auf dem Pfad des Doktor Viktor Frankensteins, der es vor knapp hundert Jahren schaffte, einer Leiche neues Leben zu geben. Mittlerweile ist diese Prozedur alltäglich. Tausende wiederbelebte Leichen arbeiten überall in der Welt und verrichten simple körperliche Arbeit oder führen sogar die Kriege für die Lebenden. Aber bis heute ist Frankensteins Monster, genannt „Der Eine“, die einzige Leiche, die auch seine Seele zurückbekommen hat und somit selbständig denken und fühlen kann. Als Watsons bester Freund Friday stirbt, beginnt er daran zu forschen ihn nicht nur wiederzubeleben, sondern ihm auch seine Seele zurückzugeben. Da es aber nur der englischen Regierung erlaubt ist an der sogenannten „Necroware“ zu forschen, gerät er in den Fokus des britischen Geheimdienstes und wird von diesem gezwungen auf einer weltweiten Reise die Aufzeichnungen von Viktor Frankenstein zu finden.

Freitag, 23. Oktober 2020

Undead Darlings ~no cure for love~ (Sekai Games) [PS4]


Undead Darlings ~no cure for love~ (Sekai Games) [PS4]

Reggie erwacht aus einem Alptraum. Zombies überall, es brennen Autos und schon kratzt etwas an seiner Tür. Zum Glück passiert so etwas nicht in der Realität. Und schon betritt Pear, das Mädchen von Nebenan sein Zimmer und will ihn zum Frühstücken abholen. Doch irgendwas ist anders an ihr. Ihre Arme sind verbunden und irgendwie löst sich die Haut in ihrem Gesicht. Auch ihre Hautfarbe sieht nicht nach blühendem Teenyleben aus. Ist sie etwa ein Zombie? Eine kurze Erklärungs später weiß Reggie Bescheid. Vor einigen Tagen kam die Zombie Apocalypse über die Welt. Reggies Vater musste ins Labor um an einem Gegenmittel zu arbeiten. Pearl wurde gebissen, kann aber irgendwie ihre Menschlichkeit erhalten. Und weil Reggies Vater sich nicht meldet macht er sich nun selbst auf die Suche nach einem Gegenmittel.

Sonntag, 19. Juli 2020

Miss Zombie (2013) [Wicked Vision]


Miss Zombie (2013) [Wicked Vision]
Sara (Ayaka Komatsu) ist ein nur wenig mutierter Zombie. Da der Zombievirus sie nur wenig mutiert hat, ist sie für Menschen ziemlich ungefährlich. Außer sie schmeckt Fleisch, dann wird sie nicht viel von anderen Zombies zu unterscheiden sein. Nun ist sie jedoch erst mal angestellt bei einer wohlhabenden Familie, für die sie niedrige Arbeiten ausführen muss. Einen Zombie als Dienerin zu haben geht jedoch nicht spurlos an der Familie vorbei...

Sonntag, 14. Juli 2019

The Creeps (1997) [Wicked Vision]

The Creeps (1997) [Wicked Vision]

Der wahnsinnige Monsternerd Winston Berber (Bill Moynihan) stiehlt Manuskripte von legendären Werken wie Mary Shelleys Frankenstein und Bram Stokers Dracula. Durch eine von ihm erfundene Maschine lässt er auf diese Weise, Wesen wie Dracula, den Wolfman, die Mumie und Frankenstein zur Realität werden. Warum er das tut? Weiß er selbst nicht so genau. Beim Transfer in die wirkliche Welt ist allerdings etwas schief gegangen und nun sind die berühmten Filmmonster nur noch Kleinwüchsige. Gleichzeitig bemerkt die Bibliothekarin Anna Quarrels (Rhonda Griffin) den Raub des Frankenstein Skripts. Vor Angst, das ihre lesbische Chefin das fehlende Buch vermissen könnte und sie feuert, engagiert sie den unfähigen Privatdetektiv/Videothekar David Raleigh (Justin Lauer) um das kostbare Buch wieder zubekommen. Die Monster machen es ihnen aber nicht leicht und sind auf der Suche nach einer nackten Jungfrau die sie opfern können um ihre wahre Größe zurück zu gelangen.

Donnerstag, 4. April 2019

The Walking Dead #14 - In der Falle (Cross Cult)

The Walking Dead #14 - In der Falle (Cross Cult)

Die Gemeinschaft der Überlebenden scheint noch sicher zu sein in ihrer kleinen Gemeinde Alexandria. Doch eine riesige Zombieherde, die Rick und seine Begleiter*innen mit sich gebracht haben, scheint langsam ihren Weg nach Alexandria zu finden. Bisher verirren sich nur vereinzelte Zombies vor die Mauern, doch sie sind nur die Ankündigung von dem was noch kommen soll. Die Zeit die den Lebenden bleibt wird dazu genutzt, sich auf die Wellen von Zombies vorzubereiten, die Bald an die Mauern der kleinen Stadt branden werden. Selbst um sich besser kennen zu lernen bleibt ein wenig Zeit. Lange bleibt ihnen nicht mehr und schon gibt Andrea Alarm, die sich auf einem Turm etwas außerhalb verschanzt hat. Das könnte ihnen den entscheidenden Vorteil verschaffen. Die ersten größeren Gruppen können noch abgewehrt werden, bis irgendwann die Mauern nachgeben, die anscheinend nicht gut genug im Boden verankert wurden. Unzählige Zombies dringen in die Zufluchtsstätte der letzten Überlebenden ein und Panik bricht aus. Dabei verlieren einige Ihr Leben und auch Carl wird verletzt, besser gesagt die rechte Hälfte seines Schädels wird ihm weg geschossen. Ein Zombie war das nicht, das ist gerade aber egal wichtig ist nur, ob er überleben kann. Schaffen die Anderen es die Invasion aufzuhalten?

Dienstag, 22. Januar 2019

Onimusha: Warlords (Capcom) [PS4]

Onimusha: Warlords (Capcom) [PS4]


Die Schlacht von Okehazama ist geschlagen. Zwar konnte der grausame Nobunaga Oda siegreich gegen Yoshimoto aus dem Kampf hervorgehen, jedoch beendete ein gezielter Pfeil kurz darauf das Leben des Shogun. Ein Jahr später erhält Samanosuke, ein Samurai des Akechi Clans, einen Brief der Prinzessin Yuki. Dämonen attackieren Schloss Inabayama und sind im Begriff die Prinzessin zu entführen. Gemeinsam mit der Ninja Kaeda versucht Samanosuke Yuki zu retten. Sie kommen jedoch zu spät und das Schloss ist völlig von Dämonen eingenommen. Die beiden teilen sich auf und durchsuchen das Schloss nach Hinweisen, nur um herauszufinden, dass Nobunaga alles andere als verstorben ist.

Freitag, 11. Januar 2019

I am a Hero in Ibaraki (Carlsen Manga)

I am a Hero in Ibaraki (Carlsen Manga)

Japan wird von einer ungeklärten Zombieepidemie heimgesucht. Die sogenannten infizierten ZQN verlieren jegliche menschlichen Regungen und versuchen alle Überlebenden zu töten. Auch in der Präfektur Ibaraki machen sich die lebenden Toten bald breit. Zu den wenigen nicht Infizierten der Großstadt Tsuchiura gehört auch Yugo. Ein Waisenjunge der bei seiner Tante und seinem Onkel lebt. Jedoch haben sie ihn nur bei sich aufgenommen um an das Erbe zu kommen. Den Jungen behandeln sie schrecklich und wollen ihn sogar dazu zwingen seinen treuen Begleiter, den Schäferhund Iggy auszusetzen. Stattdessen flieht er jedoch in sein Geheimversteck, eine Höhle im Wald. Noch ahnt er nicht, dass er dadurch nur knapp der Zombieapokalypse entkommen ist. Doch wie immer geht die Gefahr auch diesmal nicht nur von den Untoten aus und eine alte, zerbrochene Freundschaft droht ihm zum Verhängnis zu werden.