Kalenderwochde 39: Zu heiß geduscht, skeptische Pflanzen, Schuppige Haare, eine heitere Seance & eine fliegende Schildkröte Namens Rupert!Pulse (1988)
Geisterhausfilm ohne Geister, dafür aber mit bösem Strom. Wieso und weshalb die Elektrizität böse geworden ist wird hier nicht näher geklärt, auch richtige Regeln dafür was der Strom wie machen kann werden nicht etabliert. Somit ist der Horror hier ziemlich Random. Zugleich bleiben alle Figuren sehr blass und bleiben bis zum Ende wenig sympathisch und interessant. Ein paar der Horrorelemente hätten durchaus Potential wenn man Szenen anders arrangiert hätte. So bleibt am Ende nur wenig in Erinnerung und spannend war es auch nur in wenigen Momenten. Eher etwas zum Einschlafen.
Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)
Erstmal sei gesagt, diese Freddie Francis Horroranthologie von Amicus ist kein wirklich guter Film. Ein Blick lohnt sich dennoch allemal, denn geboten wird euch allemal genügend. Peter Cushing sagt fünf Männern, unter ihnen Christopher Lee, die Tarotkarten. In ihrer Zukunft wartet sicher kein Happy End. Stattdessen bekommt ihr in den einzelnen Segmenten einen Werwolf, Killerefeu, tödliche Voodooklänge, eiskalte Händchen & Vampire geboten. Da ist für alle was dabei und bis auf das Voodoo Segment, das nicht nur schlecht gealtert, sondern auch einfach uninteressant ist hat jeder Kurzfilm seine guten Momente.
Ich mag hier vor allem das es keinen doppelten Boden gibt, keine Metaebenen, nichts subversives. Alles ist immer genau das, was ihr seht. Das wirkt zwar zuerst platt und unintelligent, versprüht aber zugleich einen gewissen kindlichen Charme. Cushing und Lee haben sichtlich Spaß an ihten albernen Streitereien und zu allem Überfluss wird Lee auch noch von einem Schimpansen gedemütigt. Ich liebe es. Zusätzlich bekommt ihr auch noch Donald Sutherland als fiesen Vampirarzt. Alles toll.
Wie die meisten Amicus Filme sind auch hier einige schön dekorierte Studiosets zu sehen. Das wirkt zwar alles recht billig und manchmal auch wenig durchdacht, gleichzeitig ist alles liebevoll arrangiert. Ein typischer Film für einen faulen Sonntag.
Die brennenden Augen von Schloss Bartimore (1964)
Zuerst einmal etwas sehr peinliches: Ich habe Christopher Lee (Rasputin – Der wahnsinnige Mönch, 1966) nicht erkannt… naja aber er hat hier auch einen komischen Schnäuzer und ein komisches Gebiss und komische Haare und spielt einen komischen Professor aus Leipzig. Auf der anderen Seite haben wir Peter Cushing (Die Bande des Captain Clegg, 1962), der hier zwar nur wenig mit den Machenschaften der Gorgonin zu tun hat, am Ende ist er aber irgendwie doch mehr der Bösewicht als das Schlangenweib selbst. Insgesamt ein handwerklich, wie gewohnt, gekonnter Hammer Streifen von Terrence Fisher (Frankensteins Höllenmonster, 1974). Die Schauspieler*innen machen ihre Sache ebenfalls gut, dennoch kann der Film nicht die Qualität der 1. Liga aus den Hammer Studios erreichen. Vor allem liegt das allerdings an dem Drehbuch, das besonders im Mittelteil länger auf der Stelle tritt. Außerdem hüpfen wie zu Beginn recht lange von einer Hauptperson zur anderen bis der Film in die Puschen kommt. Ansonsten alle wie gewohnt. Wundervolle Details, super Sets und eine überaus getragene Stimmung machen diesen Film zu einem kleinen Horrorklassiker, der leider an eingien Stellen etwas Potential verschenkt.
Geisterhausfilm ohne Geister, dafür aber mit bösem Strom. Wieso und weshalb die Elektrizität böse geworden ist wird hier nicht näher geklärt, auch richtige Regeln dafür was der Strom wie machen kann werden nicht etabliert. Somit ist der Horror hier ziemlich Random. Zugleich bleiben alle Figuren sehr blass und bleiben bis zum Ende wenig sympathisch und interessant. Ein paar der Horrorelemente hätten durchaus Potential wenn man Szenen anders arrangiert hätte. So bleibt am Ende nur wenig in Erinnerung und spannend war es auch nur in wenigen Momenten. Eher etwas zum Einschlafen.
Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)
Erstmal sei gesagt, diese Freddie Francis Horroranthologie von Amicus ist kein wirklich guter Film. Ein Blick lohnt sich dennoch allemal, denn geboten wird euch allemal genügend. Peter Cushing sagt fünf Männern, unter ihnen Christopher Lee, die Tarotkarten. In ihrer Zukunft wartet sicher kein Happy End. Stattdessen bekommt ihr in den einzelnen Segmenten einen Werwolf, Killerefeu, tödliche Voodooklänge, eiskalte Händchen & Vampire geboten. Da ist für alle was dabei und bis auf das Voodoo Segment, das nicht nur schlecht gealtert, sondern auch einfach uninteressant ist hat jeder Kurzfilm seine guten Momente.
Ich mag hier vor allem das es keinen doppelten Boden gibt, keine Metaebenen, nichts subversives. Alles ist immer genau das, was ihr seht. Das wirkt zwar zuerst platt und unintelligent, versprüht aber zugleich einen gewissen kindlichen Charme. Cushing und Lee haben sichtlich Spaß an ihten albernen Streitereien und zu allem Überfluss wird Lee auch noch von einem Schimpansen gedemütigt. Ich liebe es. Zusätzlich bekommt ihr auch noch Donald Sutherland als fiesen Vampirarzt. Alles toll.
Wie die meisten Amicus Filme sind auch hier einige schön dekorierte Studiosets zu sehen. Das wirkt zwar alles recht billig und manchmal auch wenig durchdacht, gleichzeitig ist alles liebevoll arrangiert. Ein typischer Film für einen faulen Sonntag.
Die brennenden Augen von Schloss Bartimore (1964)
Zuerst einmal etwas sehr peinliches: Ich habe Christopher Lee (Rasputin – Der wahnsinnige Mönch, 1966) nicht erkannt… naja aber er hat hier auch einen komischen Schnäuzer und ein komisches Gebiss und komische Haare und spielt einen komischen Professor aus Leipzig. Auf der anderen Seite haben wir Peter Cushing (Die Bande des Captain Clegg, 1962), der hier zwar nur wenig mit den Machenschaften der Gorgonin zu tun hat, am Ende ist er aber irgendwie doch mehr der Bösewicht als das Schlangenweib selbst. Insgesamt ein handwerklich, wie gewohnt, gekonnter Hammer Streifen von Terrence Fisher (Frankensteins Höllenmonster, 1974). Die Schauspieler*innen machen ihre Sache ebenfalls gut, dennoch kann der Film nicht die Qualität der 1. Liga aus den Hammer Studios erreichen. Vor allem liegt das allerdings an dem Drehbuch, das besonders im Mittelteil länger auf der Stelle tritt. Außerdem hüpfen wie zu Beginn recht lange von einer Hauptperson zur anderen bis der Film in die Puschen kommt. Ansonsten alle wie gewohnt. Wundervolle Details, super Sets und eine überaus getragene Stimmung machen diesen Film zu einem kleinen Horrorklassiker, der leider an eingien Stellen etwas Potential verschenkt.
The Thirteenth Chair (1929)
Tod Browning (Dracula, 1931) und Bela Lugosi (The Ape Man, 1943) sind natürlich immer eine gute Kombo, zu viel dürft ihr hier allerdings nicht erwarten. Es handelt sich bei „The Thirteenth Chair“ um Brownings erste Tonfilmarbeit, was man hier an jeder Ecke deutlich merkt. Alle Darsteller spielen sehr hölzern und jede Szene ist sehr statisch angelegt, was wohl beides an der damals noch sehr schwierigen Tontechnik zu tun hat. Insgesamt wirkt der Film also eher wie ein Theater Mitschnitt. Leider ist der recht schnörkellose Krimi mit leichten übernatürlichen Elementen nicht gerade voller Überraschungen oder unvorhergesehenen Wendungen. Filmhistorisch durchaus ein wichtiger Film, Heute aber leider nur noch wenig unterhaltsam.
Schloss des Schreckens (1961)
Fantastisch gut gealterter Gothic/Social Horror von Regisseur Jack Clayton (Der Große Gatsby, 1974), basierend auf dem Roman „The turn of the screw“ von Henry James. Die Sets sind unheimlich stimmungsvoll, jede Szene ist toll ausgeleuchtet und auch die Schauspieler*innen, inklusive der Kinderdarsteller*innen, machen einen tollen Job. Die Handlung ist durchweg spannend und zugleich bleibt genug Raum für Charakterentwicklung. Eben diese Machen den Film letztlich auch so stark, sehr interessant was für gute Analysen solch ein alter Roman und fast so alter Film zu Themen wie toxischer Männlichkeit haben kann. Die Geschichte wurde bis Heute dutzende Male verfilmt, so perfekt wie hier wurde der Stoff danach aber nie wieder auf die Leinwand gebracht. Große Empfehlung für alle die auf der Sache nach schwarzweiß Geisterhäuserfilmen sind.


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