Backrooms (2026) [Leonine]
Backrooms macht einiges richtig. Die Setdesigns sind toll. Einige der bekannteren Liminal Spaces Fotos werden detailgetreu nachgestellt und gerade in den Found Footage Momenten funktioniert auch der Horror ziemlich gut. Ein paar Dialoge schaffen es zudem relativ gut persönliche Traumata in den Symbolismus der Backrooms einzuweben. Am Ende interessierten mich die Charaktere aber nicht so richtig. Die Backrooms dafür umso mehr und es war schön dieses Konzept derart ausgearbeitet in einem Film zu sehen. Am Ende wird dann der Monsteranteil etwas zu groß. Ich mag meine Spaces eher ohne monströse Bedrohung, weil ich das Konzept auch ohne Monster gruselig und auch gruseliger finde. Außerdem fühlt sich der dritte Akt an, als hätte man einen dritten Akt vergessen.
Die Blu-ray von Leonine kommt mit ein paar kleineren Extras, sowie einem sehr interessanten Audiokommentar von Regisseur Kane Parsons.
Obsession – Du sollst mich lieben (2025) [Plaion]
Curry Barker holt alles aus der Prämisse raus was sie her gibt. Dabei entstand ein Psychohorrorfilm ohne der in jedem Moment unterhalten kann. Jump Scares werden effektiv und meist klischeefrei benutzt. Der Film spricht schwere Themen an ohne das der Horroranteil darunter leidet, die Figuren sind toll geschrieben und vor allem profitiert der Film von Inde Navarrette, die wirklich unglaublich fesselnd und losgelöst spielt. Selten eine solch beeindruckende Leistung einer noch eher unerfahrenen Schauspielerin gesehen. Sehr zu empfehlen und nicht ohne Grund der gehypteste Horrortitel des Jahres.
Die DVD kommt mit einem kleinen Making Of und einem Audiokommentar mit Regisseur.
Blade (1998)
„Blade“ war die erste und bis heute eine der wenigen edgy Comicverfilmungen die funktioniert haben. Wo „Spawn“ zum Cringefest verkommen ist, schafft Stephen Norrington mit „Blade“ stylishe Kämpfe, coole One-Liner und Gore Effekte zu einem rundum befriedigenden Film zu formen. Zu verdanken ist das wohl vor allem Wesley Snipes, der sichtlich Spaß hat und es vor allem auch physisch beherrscht die Rolle eines coolen Vampirantihelden einzunehmen. Eine physische Präsenz, die man nur sehr wenigen der MCU Darsteller*innen akkreditieren kann. Natürlich ist der Film nicht unbedingt gut gealtert, die Eröffnungsszene allein ist aber immer noch Grund genug ihn zu sehen. Ansonsten muss man aber sagen, das CGI hat sehr unter der Zeit gelitten und das Finale ist recht stark in die länge gezogen und würde mit etwas mehr Tempo sicherlich besser funktionieren.
Ein Toter spielt Klavier (1961)
Mystery-Thriller mit unheimlichen Momenten aus dem Hause Hammer. Christopher Lee ist hier nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen, die Hauptrolle übernimmt dafür Susan Strasberg, die hier eine verängstigte junge Frau im Rollstuhl spielt. Sie verkörpert ihre Rolle sehr überzeugend und findet einen glaubwürdigen zwischen Angst und einer recht rebellischen jungen Frau. Es ist ein langsamer Film, der die Spannung dennoch sehr gut halten und bis zum Ende steigern kann. Zudem bekommen wir ein paar Twists geboten, die ich in einem Film aus der Zeit nicht erwartet hätte. Schade das „Taste of Fear“ nicht die selbe Bekanntheit erreichen konnte wie andere, teilweise deutlich weniger ambitionierte Titel aus den Hammer Studios.
Die Uhr des Grauens (1989)
Einbrecher*innen Trio gegen altes Ehepaar mit Zeitreiseuhren! Dieses späte TV-Werk von Lucio Fulci hat zwar ein paar Qualitätsmale des Altmeisters, ist insgesamt aber eher langweilig. Wie gewohnt bekommt ihr ein paar schöne Aufnahmen, die durchaus Atmosphärisch sind. Die Gore Effekte sind durch die Restriktionen des Fernsehens natürlich etwas braver als von Fulci gewohnt, aber dennoch sind darunter ein paar eklige, wenn auch alberne Momente. Das Acting hingegen ist grausig und der Plot zwar eigentlich ganz interessant letztlich aber doof und repetitiv. Ein Film mit netten Momenten und Ideen, insgesamt aber absolut anstrengend und öde.
Das Omen (1976)
Immer noch guter okkulter Horror, klar angesiedelt im Fahrwasser von Friedkins „Der Exorzist“, dennoch eigenständig genug um nicht langweilig zu sein. Insgesamt auch gut gespielt, handwerklich ordentlich gefilmt, aber in meiner Erinnerung war das alles spannender und aufregender. Der Anfang bleibt sehr atmosphärisch, auch wenn schon da das Drehbuch seine ungelenken Züge zeigt. Aber ab der Mitte fühlt der Film sich streckenweise sehr schleppend an und verliert dadurch stark an Punkten. Die starken Momente bleiben in Erinnerung, dazwischen ist aber auch viel albernes, peinliche Dialoge und Ungereimtheiten.
Backrooms macht einiges richtig. Die Setdesigns sind toll. Einige der bekannteren Liminal Spaces Fotos werden detailgetreu nachgestellt und gerade in den Found Footage Momenten funktioniert auch der Horror ziemlich gut. Ein paar Dialoge schaffen es zudem relativ gut persönliche Traumata in den Symbolismus der Backrooms einzuweben. Am Ende interessierten mich die Charaktere aber nicht so richtig. Die Backrooms dafür umso mehr und es war schön dieses Konzept derart ausgearbeitet in einem Film zu sehen. Am Ende wird dann der Monsteranteil etwas zu groß. Ich mag meine Spaces eher ohne monströse Bedrohung, weil ich das Konzept auch ohne Monster gruselig und auch gruseliger finde. Außerdem fühlt sich der dritte Akt an, als hätte man einen dritten Akt vergessen.
Die Blu-ray von Leonine kommt mit ein paar kleineren Extras, sowie einem sehr interessanten Audiokommentar von Regisseur Kane Parsons.
Obsession – Du sollst mich lieben (2025) [Plaion]
Curry Barker holt alles aus der Prämisse raus was sie her gibt. Dabei entstand ein Psychohorrorfilm ohne der in jedem Moment unterhalten kann. Jump Scares werden effektiv und meist klischeefrei benutzt. Der Film spricht schwere Themen an ohne das der Horroranteil darunter leidet, die Figuren sind toll geschrieben und vor allem profitiert der Film von Inde Navarrette, die wirklich unglaublich fesselnd und losgelöst spielt. Selten eine solch beeindruckende Leistung einer noch eher unerfahrenen Schauspielerin gesehen. Sehr zu empfehlen und nicht ohne Grund der gehypteste Horrortitel des Jahres.
Die DVD kommt mit einem kleinen Making Of und einem Audiokommentar mit Regisseur.
„Blade“ war die erste und bis heute eine der wenigen edgy Comicverfilmungen die funktioniert haben. Wo „Spawn“ zum Cringefest verkommen ist, schafft Stephen Norrington mit „Blade“ stylishe Kämpfe, coole One-Liner und Gore Effekte zu einem rundum befriedigenden Film zu formen. Zu verdanken ist das wohl vor allem Wesley Snipes, der sichtlich Spaß hat und es vor allem auch physisch beherrscht die Rolle eines coolen Vampirantihelden einzunehmen. Eine physische Präsenz, die man nur sehr wenigen der MCU Darsteller*innen akkreditieren kann. Natürlich ist der Film nicht unbedingt gut gealtert, die Eröffnungsszene allein ist aber immer noch Grund genug ihn zu sehen. Ansonsten muss man aber sagen, das CGI hat sehr unter der Zeit gelitten und das Finale ist recht stark in die länge gezogen und würde mit etwas mehr Tempo sicherlich besser funktionieren.
Ein Toter spielt Klavier (1961)
Mystery-Thriller mit unheimlichen Momenten aus dem Hause Hammer. Christopher Lee ist hier nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen, die Hauptrolle übernimmt dafür Susan Strasberg, die hier eine verängstigte junge Frau im Rollstuhl spielt. Sie verkörpert ihre Rolle sehr überzeugend und findet einen glaubwürdigen zwischen Angst und einer recht rebellischen jungen Frau. Es ist ein langsamer Film, der die Spannung dennoch sehr gut halten und bis zum Ende steigern kann. Zudem bekommen wir ein paar Twists geboten, die ich in einem Film aus der Zeit nicht erwartet hätte. Schade das „Taste of Fear“ nicht die selbe Bekanntheit erreichen konnte wie andere, teilweise deutlich weniger ambitionierte Titel aus den Hammer Studios.
Die Uhr des Grauens (1989)
Einbrecher*innen Trio gegen altes Ehepaar mit Zeitreiseuhren! Dieses späte TV-Werk von Lucio Fulci hat zwar ein paar Qualitätsmale des Altmeisters, ist insgesamt aber eher langweilig. Wie gewohnt bekommt ihr ein paar schöne Aufnahmen, die durchaus Atmosphärisch sind. Die Gore Effekte sind durch die Restriktionen des Fernsehens natürlich etwas braver als von Fulci gewohnt, aber dennoch sind darunter ein paar eklige, wenn auch alberne Momente. Das Acting hingegen ist grausig und der Plot zwar eigentlich ganz interessant letztlich aber doof und repetitiv. Ein Film mit netten Momenten und Ideen, insgesamt aber absolut anstrengend und öde.
Das Omen (1976)
Immer noch guter okkulter Horror, klar angesiedelt im Fahrwasser von Friedkins „Der Exorzist“, dennoch eigenständig genug um nicht langweilig zu sein. Insgesamt auch gut gespielt, handwerklich ordentlich gefilmt, aber in meiner Erinnerung war das alles spannender und aufregender. Der Anfang bleibt sehr atmosphärisch, auch wenn schon da das Drehbuch seine ungelenken Züge zeigt. Aber ab der Mitte fühlt der Film sich streckenweise sehr schleppend an und verliert dadurch stark an Punkten. Die starken Momente bleiben in Erinnerung, dazwischen ist aber auch viel albernes, peinliche Dialoge und Ungereimtheiten.

%20%5BPlaion%5D.jpg)



