Mittwoch, 29. April 2026

Sherlock Holmes – 71 – Blaubarts Erbe (Titania Medien)

Sherlock Holmes – 71 – Blaubarts Erbe (Titania Medien)

Gelb mit unbekannten Inhalt: Ein von ihm nicht bestellter Koffer wird eines Morgens dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Joachim Tennstedt) in die Baker Street 221b geliefert. Schockiert stellen er, sowie sein Chronist Dr. Watson (Detlef Bierstedt) und ihre Haushälterin Mrs. Hudson (Regina Lemnitz) fest, dass der mysteriöse Koffer gefüllt ist mit Damenunterwäsche, die zudem noch Blut verkrustet ist. Der Koffer führt Holmes und Watson auf einen alten Landsitz in Schottland. Dort versucht Holmes, verkleidet als Maler, der Frau des Hausherren das Leben zu retten.

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Hamnet (2025) [Plaion]

Chloé Zhao (Nomadland, 2010) verfilmt Maggie O'Farrell Roman „Hamnet“ in der es um die Entstehung des Theaterstücks „Hamlet“ geht. Nachdem Agnes (Jessie Buckley) und ihr Ehemann William Shakespeare (Paul Mescal) ihren Sohn Hamnet (Jacobi Jupe) verlieren droht die Familie auseinander zu brechen. Shakespeare arbeitet in London weiter am Theater während sich seine Frau um die verbleibenden Kinder kümmert und an ihrem Kummer zugrunde geht. Zhao schafft es erneut, einen Film durchgehend mit starken Bildern zu filmen. Keine Kameraeinstellung wird verschwendet, jeder Moment kann Emotionen vermitteln oder durch seine Schönheit verblüffen. Herausragend ist aber vor allem die Chemie zwischen den Darsteller*innen der Familie und vor allem das Acting des noch sehr jungen Jacobi Jupe, der wirklich allen anderen jede Szene stehlen kann. Obwohl dieser Film eine technisch zweifellose und stark geschriebene Abhandlung über Trauerbewältigung und die Kraft der Kunst ist, ist auch dieser Film von Zhao mitunter etwas zu trocken und auch wenn ich es selbst nicht so empfinde, kann ich jede*n verstehen die*der den Film etwas langweilig findet. Aber allein für das ungeahnt starke Finale sollten alle Cineast*innen den Film einmal gesehen haben.

Die Blu-ray von Plaion bietet neben dem Film noch ein paar Extras mit Blicken hinter die Kulissen und Interviews.


Longlegs (2024)

Nicolas Cage (Pig, 2021) als Serienmörder, der gar nicht so lange Beine hat wie viele behaupten. Hier treffen „Sieben“ (1995) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) auf Nicolas Cage typische Momente und eine gehörige Menge Satanismus. Objektiv müsste ich zugeben, dass der Film wahrscheinlich nicht so gut ist, wie ich ihn persönlich empfunden habe. Für mich stimmt hier aber eigentlich alles. Wie für Regisseur Osgood Perkins (The Monkey, 2025) typisch, ein sehr stylischer Film, der von Beginn an die Spannung halten kann, ohne sich dabei jemals in einer gehetzten Erzählform zu verlieren, gepaart mit sehr solidem Acting, vor allem Maika Monroe (It Follows, 2014) und Blair Underwood (Gattaca, 1997), Nicolas Cage selbst ist für den Film letztlich gar nicht so wichtig, wie man zuerst annehmen sollte. Verliebt man sich stilistisch allerdings nicht so wie ich augenblicklich in den Film, fallen schnell kleine Macken auf, Cage bekommt nur wenige Chancen, einen spannenden Bösewicht abzugeben, auch wenn es ihm trotzdem manchmal gelingt. Vor allem ist der Plot aber relativ simpel und lässt sich ziemlich schnell voraussehen. Davon abgesehen bekommt ihr aber einen knackigen FBI-Thriller mit einigen gruseligen okkulten Momenten. Mir hat’s sehr gefallen.


28 Years Later: The Bone Temple (2026) [Plaion]

Spike hat seine Insel verlassen, doch nur kurz muss er das Zombie verseuchte England alleine durchqueren. Denn schon bald lernt er Sir Jimmy Crystal (Jack O'Connell) und seine Jimmies kennen. Die verrückte Satanssekte nimmt ihn auf, nachdem er einen von ihnen getötet hat, aber leichter wird sein Leben dadurch nicht…

Nur mäßig konnte mir der dritte „28“ Film gefallen, aber da ich Spaß mit Nia DaCostas Remake von „Candyman“ (2021) hatte wollte ich auch dem Knochentempel eine Chance geben. Der erste Akt ähnelt leider stark dem vorherigen Film, wobei mich die Figuren am meisten stören. Vor allem die Jimmies sind zu Beginn so derartig drüber, dass es schwer ist, sich auf das Gesehene einzulassen. Dieses Problem legt sich aber immer mehr und vor allem wenn wir uns stattdessen mit dem von Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel, 2014) gespielten Doktor befassen, entwickelt der Film sich zu etwas größeren. Auch wenn Fiennes den Film über große Strecke tragen muss, scheint das für ihn kein Problem zu sein, zugleich hilft er seinen Kollegen in gemeinsamen Szenen zu besseren Leistungen. So haben sowohl Chi Lewis-Parry (Kraven: The Hunter, 2024) als Oberzombie Samson und auch Jack O'Connell (Blood & Sinners, 2025) mit ihm zusammen ihre ausdrucksstärksten Momente. Außerdem bekommen wir dank ihm auch den wohl besten „Iron Maiden“ Moment der Filmgeschichte.

Schwach angefangen mausert sich Bone Temple in seiner Laufzeit zum interessantesten und wohl vielschichtigsten Teil des Franchise, viele kleine Ideen und ungeahnte Momente halten die Spannung aufrecht und machen sogar Lust auf einen weiteren Titel.

Die Blu-ray von Plaion kommt mit einigen kleinen Blicken hinter die Kulissen.

Mittwoch, 22. April 2026

Carlsen Manga im April 2026!

Carlsen Manga im April 2026!

Revolt #1

Deutscher Cyberpunk Manga von Dominik Jell. Spielt in einer retro-futuristischen Dystopie in der Geld jedes Problem lösen und jedes körperliche Upgrade möglich ist. Wer aber arm ist oder sich dem Megakonzern entgegenstellt kann nicht auf ein gutes Leben hoffen. Offensichtlich wird hier das Genre nicht neu erfunden, die Floppy Disk Ästhetik hat jedoch Charme und die Charaktere werden einem schnell sympathisch. Optisch muss sich dieser Titel auch nicht hinter vielen der Genrekolleg*innen der Zeit verstecken und überzeugt mit einem weichen lebendigen und aufgeräumten Stil.


Hotel Inhumans #1

Das „Hotel Inhumans“ ist ein verschwiegener Rückzugsort für die besten Auftragskiller der Welt. Hier kann entspannt werden, Dinge können Diskret verschwinden und neue Ausrüstung erworben werden. Und der Concierge erfüllt jeden Wunsch. Nette Mischung aus „John Wick“ und den Auftragskiller Elementen aus „Spy x Family“ konnte mich wegen des zu überdrehten Erzählstils, der in jede Richtung immer etwas zu sehr drüber ist, nicht so richtig abholen. Einzelne Momente sind aber nett und komisch. Die Action ist dank des soliden Artworks auch voll okay. Wird einigen sicherlich besser gefallen als mir.


Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft – Der Manga #1

Am 26. April 2026 jährt sich zum 40. mal der verheerende Atomunfall im Atomkraftwerk von Tschernobyl und um gegen das Vergessen und für die Stimmen der Opfer zu kämpfen reiste Swetlana Alexijewitsch jahrelang durch Weißrussland und die Ukraine um dort mit Opfern der Katastrophe und deren Angehörigen Interviews zu führen. Daraus entstand letztlich das Sachbuch „Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft“. Nun wurde dieses Buch von Yuta Kumagai auch als Manga veröffentlicht. Band 2 kommt im Sommer, Band 3 dann voraussichtlich Anfang nächsten Jahres bei Carlsen heraus. Die Kapitel beschäftigen sich mit verschiedenen Arten der Betroffenheit. Einmal geht es um die Frau eines Feuerwehrmanns, der an den Folgen der Strahlung nach dem Einsatz am Kraftwerk verstirbt. Ein Soldat erzählt vom Einsatz im Gebiet, wo er und andere ohne Schutzausrüstung die verstrahlte Erde abtragen mussten. Auch das Schicksal der aus Prypjat Geflüchteten und andere sehr private Auswirkungen werden hier besprochen. Die Schicksale sind sehr bewegend und passend dazu stark und emotional ins Bild gesetzt. Dabei bleibt sehr viel Raum für leise Momente, für die besonderen Details die den Betroffenen aus der Zeit in Erinnerung geblieben sind. Letztlich schafft der Manga es auch wunderbar die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen hervorzuheben, ihre Stärke mit der sie überlebten oder eben nicht und auch ihre Hoffnung wurde eingefangen. Dadurch wird hier zwar nichts geschönt, aber es wird dennoch herausgearbeitet wie in all diesem Leid menschliche Momente dafür sorgen dass, das Leben selbst nach solchen Unglücken weitergehen kann und soll. Ohne Zweifel der beste Manga des Monats.


Kleine Katze Chi in Frankreich

Die kleine Süße Katze Chi ist am Ende des letzten Manga mit ihrer Familie von Japan nach Frankreich gezogen. Jetzt wohnt sie in einem Vorort von Paris und hat sogar schon einmal den Eiffelturm gesehen. Jetzt warten neue Abenteuer auf sie und schnell stellt sie fest, dass es dort nicht nur ganz anders riecht, man kann mit den Katzen vor Ort auch einigen Schabernack treiben. Konami Kanata und Zeichnerin Catherine Bouvier haben wieder einen sehr niedlichen und leichtfüßigen Katzenmanga abgeliefert. In westlicher Leserichtung und komplett in Farbe darf Chis erneut viel erleben, was meistens in kleinen, sehr niedlichen Gags gipfelt. Sehr leichte Unterhaltung, auch für die ganz Kleinen geeignet. Katzenfans können hier wie immer bei Chi wenig verkehrt machen.


Die Gesellschaft der Tiere #3

Eigentlich sollten sich Chika und Murph hassen und versuchen sich gegenseitig umzubringen, vor allem nachdem was kurz zuvor passiert ist. Doch jetzt wo Beide niemanden mehr haben außer die Andere beginnen sie zusammen zu überleben. Sie finden sogar neue Freunde im Wald. Eine Gruppe von genetischen Mischwesen, auf Frankensteins Weise zusammengeflickte Tiermenschen, nimmt sie bei sich auf. Kurz Leben sie fast schon idyllisch als Familie in ihrem Versteck. In einer Welt, in der es aber nur Beute oder Jäger*innen gibt, hat der Frieden nur eine kurze Chance.

Der dritte Band macht einiges besser, was ich in den vorherigen Bänden kritisiert hatte. Der übertrieben forcierte Splatter und Gore Anteil wird etwas heruntergeschraubt, wodurch diesmal mehr Raum für die Charaktere und eine Handlung bleibt. Das tut der Serie sehr gut und zum ersten Mal interessiere ich mich wirklich für die Figuren. Umso effektiver also, wenn der Horror zurück kommt. Leider fühlt es sich an als würde auch der nächste Band wieder so ziemlich von vorne beginnen und die Charaktere bekommen nicht so richtig die Chance sich zu entwickeln. Wir sind aber insgesamt mit diesem Manga mehr auf dem richtigen Weg als zuvor.

Dienstag, 21. April 2026

Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!


Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!

DeepStar Six: Das Grauen in der Tiefe (1989) [Plaion]

Unterwasser Horror von „Freitag, der 13.“ (1980) Regisseur Sean S. Cunningham. Solide gefilmter Wasserasselhorror, der meist aber eher U-Bootkoller Grusel bietet. Stark von Ridley Scotts „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) inspiriert, widmen wir auch hier unsere Aufmerksamkeit genervten Arbeiter*innen die für zu wenig Geld, zu schlechte Arbeit leisten und mehr fluchen als dass sie ihre Pflichten erfüllen. Allen voran Miguel Ferrer (RoboCop, 1987), der nun wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und dann noch so manche moralische fragwürdige Entscheidung trifft. Er spielt einen Charakter, den man wirklich gerne hasst. Die Effekte für das Asselmonster sind richtig klasse, wenn auch manchmal etwas unfreiwillig komisch. Generell schafft man es aber ziemlich gut, das Tier nur dann zum Einsatz zu bringen, wenn es auch seinen Schockeffekt nicht verfehlt. Genauso gut sind die retrofuturistischen Sets und Modellspielereien mit Unterwasserstationen und niedlichen U-Booten. Diese Trickeffekte lassen diesen kleinen Grusler durchaus deutlich teurer erscheinen als er eigentlich ist. Trotz allem handelt es sich hier nicht wirklich um einen total zu unrecht vergessenen Titel. Leider zieht sich der Film teilweise doch sehr in die Länge, was unter anderem wohl an der Gleichförmigkeit des Films und den vielen Streitereien innerhalb der Crew liegt. So richtig nervt der Film zwar nie, aber ein knackigeres Skript hätte nicht geschadet. Vor allem für Unterwasserfans bietet der Film aber einige nette Effekte und wie gesagt ist das Monster auch nicht schlecht geraten.

Bild und Ton der Plaion Blu-ray sind gut geraten. Vor allem bekommt ihr hier aber endlich eine ungeschnittene Version des Films. In der deutschen Fassung fehlen nämlich sonst einige Minuten an Dialogen, die nicht immer unwichtig sind. Als Bonus sind neben gleich drei Audiokommentaren und anderen kleinen Extras auch die deutsche Schnittfassung enthalten, für alle die schneller zum Horrorteil kommen wollen.


Verdammt, die Zombies kommen (1985)

Zurecht immer noch kultiger Punkrock Zombie Spaß mit Scream Queen Linnea Quigley (Stille Nacht – Horror Nacht, 1984), Miguel A. Núñez Jr. (Freitag, der 13. Teil V - Ein neuer Anfang, 1985) und Thom Mathews (Freitag, der 13. Teil 6 - Jason lebt, 1986). Der Soundtrack ist voll mit coolen frühen Punk und Psychobilly Bands und die Effekte bis heute großartig. Allem voran natürlich Tarman, an dessen Entstehung auch Leute von Jim Henson beteiligt waren. Der Humor funktioniert super in dem Setting, lässt aber auch stets Raum für gruselige und eklige Momente. Herz der ganzen Angelegenheit ist eine Gruppe von befreundeten Punks die gemeinsam versuchen die Auferstehung der Toten zu überleben, dank der guten Chemie zwischen den Darsteller*innen wirkt die Clique glaubwürdig und die Figuren wachsen einen schnell ans Herz.


Toll treiben es die wilden Zombies (1988)

Der zweite Teil der „Return of the Living Dead“ Reihe, ist ein ungelenker und ungewolltes Sequel ohne Ideen oder Ambitionen. Regisseur Ken Wiederhorn wollte raus aus dem Horrorgenre und man merkt dem Film durchweg an, das hier ein Regisseur gegen den Film kämpft, Witze gegen über ihn und nicht mit ihm macht. Teilweise wirkt es so als hasse er alle Figuren und auch die Beteiligten attestieren, die Dreharbeiten wären alles andere als spaßig gewesen. Teilweise wiederholt der Film einfach Gags aus dem Erstling, sogar James Karen und Thom Mathews sind wieder mit dabei, allerdings in anderen Rollen. Dann bekommen wir noch eine Bootleg Version des Tarmans, sowie einen völlig albern, doofen Humor, der sich eher an Zehnjährige als an ein Horrorpublikum richtet. Wären da nicht ein paar wenige solide Effekte, die sich jedoch sehr schnell abnutzen oder von klamaukigen Einlagen zerstört werden, hätte der Film gar keine Schauwerte.


Return of the Living Dead III (1993)

„Return of the Living Dead III“ ist der erste Teil der Reihe, dem man keinen ulkigen deutschen Titel verpasst hat. Vermutlich gut so, denn Brian Yuznas (Welcome to Hell, 1980) Beitrag zum Franchise ist deutlich düsterer, hat zwar einen leicht satirischen Ansatz kann aber auch mit ziemlich deftigen Horror dienen. Diese Abwandlung von Romeo & Julia mit Zombies bietet einige skurrile Momente, eine Menge Body Horror und kultige Zombies in Kinky Dresses. Kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mit dem mystischen Obdachlosen „Riverman“ gespielt von Basil Wallace lernen wir auch einen der Besten Charaktere des Franchise kennen. Sehr spaßig und verdreht, tolle Zombies, sympathische und interessante Charaktere, stimmungsvoll inszeniert. Klasse. Spart euch also wirklich den zweiten Teil und macht einfach hier weiter.

Donnerstag, 9. April 2026

Marvel Events: World War Hulk (Panini)

Marvel Events: World War Hulk (Panini)

Dieser Sammelband von Panini enthält World War Hulk Prologue: World Breaker und die gesamte Miniserie World War Hulk #1-#5

Vor geraumer Zeit sandten die Illuminati, bestehend aus Reed Richards, Dr. Strange, Iron Man und Black Bolt den Hulk ins All (siehe: Planet Hulk). Somit sollte die Gefahr, die vom jadegrünen Giganten ausgeht endgültig gebannt sein. Die Rakete in der er sich befand kam allerdings vom Kurs ab und landete so nicht auf einem friedlichen unbewohnten Planeten, sondern auf einer von Monstern bevölkerten Welt, über die der rote König grausam herrschte. Hulk wurde von dessen Soldat*innen gefangen und gezwungen in der Arena gegen Bestien anzutreten. Gemeinsam mit anderen Gladiator*innen wie Korg, Miek, Elloe, der Brood und Hiroim, mittlerweile seine Kriegsbrüder und Schwestern, konnte Bruce Banner die Gefangenschaft beenden. In Caiera fand er bald nicht nur eine starke Verbündete im Kampf, sondern auch eine Liebevolle Gattin. Gemeinsam wurden sie zu König und Königin über Sakaar.

Mittwoch, 8. April 2026

Marvel Events: Secret Invasion (Panini)

Marvel Events: Secret Invasion (Panini)

Enthält die komplette Miniserie Secret Invasion #1-#8 + Prolog.

Die Illuminati machten sich einst auf, um auf der Welt der Krulls, selbige darum zu bitten endlich mal Frieden zu halten. Die ständigen Angriffe auf die Menschheit waren seit langen nämlich nur noch lästig. Aber anstatt sich einschüchtern zu lassen Namen sie Dr. Strange, Mr. Fantastic und die anderen gefangen und nahmen Proben von ihnen. Merken! Wird noch wichtig. Einige Zeit später dann, töten die New Avengers Elektra, die Anführerin der Hand. Allerdings nur um herauszufinden, dass es sich dabei nicht wirklich um Elektra, sondern um die Skrull Pagon handelte. Als Spider-Woman Tony Stark darauf aufmerksam macht, wird relativ schnell deutlich, dass nun die Wahrscheinlichkeit besteht, jeder könnte nicht wirklich ein*e Held*in sein, sondern vielleicht nur ein*e getarnte*r Skrull. Als dann noch Duplikate aller gängiger Held*innen im wilden Land auftauchen und Vibranium abbauen wollen wird klar, wie groß die Verschwörung wirklich ist. Die Skrulls scheinen alle Superheld*innenteams schon vor langer Zeit infiltriert zu haben. Niemandem kann man mehr trauen und jede*r Freund*in könnte eine*r deiner schlimmsten Feind*innen sein.

Dienstag, 7. April 2026

Marvel Events: Civil War (Panini)

Marvel Events: Civil War (Panini)

Dieser Sammelband enthält die US-Hefte Civil War #1-#7

Die letzten Wochen waren für die Superheld*innen der Erde nur schwer zu verdauen. Manhattan wurde Opfer einiger Racheangriffe, die auf Nick Furys geheime Aktionen während des Secret War zurückzuführen sind. An anderer Stelle, nämlich in Las Vegas, starben bei einem erneuten Amoklauf des Hulks über zwanzig Menschen und der Hass auf die Mutant*innen ist so groß wie schon lange nicht mehr. Dies wiederum hat zur Folge das die letzten, nur knapp 200 überlebenden Mutant*innen, einen unausgesprochenem Hausarrest unterliegen und pausenlos von Sentinels bewacht werden. Hinzu kommt noch, dass Thor die Erde verlassen hat und noch Niemand kann ahnend, was der Grund dafür ist. Derartig geschwächt könnte die Superheld*innengemeinschaft viel Glück und vor allem Zusammenhalt gebrauchen. Doch dann tritt ein unerfahrenes und übermütiges Superheld*innenteam auf den Plan. Um zu Reality-TV Stars zu werden versuchen sie mit einem Filmteam im Schlepptau, ein für sie viel zu starkes Schurk*innenteam zu bekämpfen. Dabei kommen durch einen dummen Unfall viele Kinder ums Leben, was die Regierung endgültig dazu bringt sich ernsthaft mit Gesetzen bezüglich Superheld*innenaktivitäten zu beschäftigen.

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

Enthält die Graphic Novel: JLA/JSA: Virtue and Vice

Wie jedes Jahr treffen sich Batman, Superman, Wonder Woman und die anderen Heldinnen der JLA an Thanksgiving mit ihren Partner*innen aus der anderen Dimension. Also mit der JSA und ihren Mitgliedern Hawkman, Captain Marvel, Power Girl und Anderen. Was ein schönes Treffen auf dem Satelliten der Justice League werden sollte, nimmt schnell andere Züge an. Erst kommt es nur zu kleineren Unstimmigkeiten und Streits, aber plötzlich kippt die Stimmung völlig und die Held*innen gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Dabei bleibt es nicht, denn sieben der Held*innen sind vollkommen verändert und verkörpern von nun an die sieben Todsünden und könnten mit ihrem Tun die Erde in den Abgrund reißen. Bald wird klar, dass es sich bei dem Initiator dieser Verwandlung um Despero handelt, der Lex Luthor als Präsidenten der freien Welt ablösen möchte.

Montag, 6. April 2026

Marvel Events: House of M (Panini)

Marvel Events: House of M (Panini)

Dieser Sammelband enthält die gesamte Miniserie House of M #1-#8.

Wanda Maximoff, die Scarlet Witch ist unter dem etwas schädlichen Einfluss ihres Vaters Magnus, besser als Magneto bekannt, aufgewachsen. Gemeinsam kämpften sie mit terroristischen Mitteln gegen die Menschen um die Mutanten zu den Herrschenden werden zu lassen. Doch ihr Leben hat sich verändert. Sie änderte ihre Einstellung, kapselte sich von ihrem Vater ab und wurde gemeinsam mit ihrem Bruder eine Rächerin. Dort verliebte sie sich in den Androiden Vision, den sie einige Zeit später sogar heiratete. Da es den beiden unmöglich war auf üblichem Wege Nachwuchs zu zeugen, erschuf sie mit ihrer Chaosmagie zwei Kinder, die aber bald wieder verschwanden. Trotzdem lebte sie weiterhin in einer Traumwelt in der alles so war wie sie es wollte. Als die Realität endlich an sie herankam, zerbrach sie an ihrer Trauer, drehte durch und griff ihre Teamkollegen an, wobei sie unter anderem Hawkeye tötete. Zur Zeit wird sie von Professort Xavier und Magneto in den Ruinen, des durch die Menschen zerstörten Genoshas festgehalten. Allerdings kann nicht einmal ein so mächtiger Telepath wie Xavier in ihren Geist eindringen. Es muss aber etwas getan werden.

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Dieser Megaband enthält die komplette Miniserie “Secret Wars” #1-#12.

Hefte #1-#6: Von jetzt auf gleich werden Helden und Schurken der Erde plötzlich in ihre Bestandteile aufgelöst und an einem anderen Ort manifestieren sie sich dann wieder. Die Helden der Avengers: Captain America, Captain Marvel, Hawkeye, Iron Man, She-Hulk, Thor, Wasp; die X-Men: Colossus, Cyclops, Nightcrawler, Professor X, Rogue, Storm, Wolverine, sowie Lockheed der Drache; drei der fantastischen Vier: Thing, Reed und die Fackel sowie die Solohelden Spider-Man und Hulk, teilen sich ein Raumschiff mit dem vermeintlich immer bösen Mutanten Magneto. Auf eine andere Raumstation hat der neu entdeckte intergalaktische Schurke, der Beyonder, die Schurken Absorbing Man, Doctor Doom, Doctor Octopus, die asgardische Enchantress, Kang the Conqueror, Klaw, den Lizard, Molecule Man, Ultron und die Wrecking Crew gebeamt. Gemeinsam mit den anderen Schurken ist auch Galactus der Weltenfresser im Schiff eingesperrt worden, der allerdings genauso wie Magneto bei der anderen Truppe die Rolle des Außenseiters und Beobachters einnimmt.

Donnerstag, 2. April 2026

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

The Muppet Show (2026)

Auf der Theaterbühne wimmelt es nach Jahren wieder nur so von Fröschen, Hühnern, Schweinen und was auch immer Gonzo ist. Seth Rogen produziert ein neues Muppet Show TV-Special mit Gaststar Sabrina Carpenter und vielleicht kommt es ja so gut an, dass die Muppets regelmäßig zurück ins Fernsehen können. Schön wäre es jedenfalls, denn dieses kleine Revival funktioniert eigentlich ganz gut. Carpenter hat Spaß mit den Muppets, ein paar der Songs sind charmant und schmissig und die meisten Sketche funktionieren durchaus. Um einen richtigen Hype auszulösen, dafür ist dieses Special zwar nicht, wenn eine neue Muppet Show regelmäßig das Niveau halten könnte würde ich sie schauen.


Robot on the Road (2015)

Ein Sexpestroboter lässt sich von jungen Frauen per Anhalter mitnehmen und macht dabei gegen ihren willen sexualisierte Fotos von ihnen, um diese dann auf seinen Internetblog zu stellen… ähm ja… Das schlimmste ist aber das wir das wohl irgendwie charmant oder lustig finden soll, am Ende bekommt er nicht mal eine Strafe für seine Taten und macht sofort mit der nächsten Frau weiter. Als Horrorfilm würde der Plot um einen eigentlich harmlos wirkenden Roboter vielleicht sogar funktionieren so ist’s totaler Müll und schade um die sehr hochwertigen Animationen.


Der kleine Horrorladen (1986)

Herrlich überdrehtes Gruselmusical von Frank Oz und einem unfassbar guten Venusfliegenfallenmuppet. Rick Moranis spielt mal wieder den liebenswerten Nerdtrottel und hinzu gesellen sich in Cameos illustre Gäste wie Bill Murray, Steve Martin und John Candy. Großartig auch Levi Stubbs als Stimme der Killerpflanze Audrey II. Zwar können nicht alle Songs auf voller Länge ihren Charme halten, aber das macht das unglaublich gute Puppenspiel wieder wett. Teilweise kann ich gar nicht sagen wie Effekte realisiert wurden. Nicht zu glauben, dass alles hier ohne CGI erschaffen werden konnte. Top!


The Flying Luna Clipper (1987)

Einstündiger Kurzfilm. Animiert mit einem MSX Computer, vermutlich unter dem Einfluss lustiger Tabletten. In jedem Fall eine Sichtung wert. Bananenfetischist*innen kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fans von coolen Schneemenschen und pausbackigen Tomatendamen. Der Film ist eine Art Kreuzfahrt Doku, aber eben mit merkwürdigen Pixelartcharakteren und einem Wasserfrachtschiff, statt eines Ozeandampfers. Da kann man wenig falsch machen.


Picasso Trigger (1988)

Andy Sidaris ferkelt erneut auf Hawaii herum. Diesmal sorgt der fingierte Mord am Kartellboss „Picasso Trigger“ für ordentlich Trubel auf der Insel. Wie immer bei den Sidaris Streifen könnt ihr viele Playboy Bunnys und Muskel Machos erwarten, die in abstrusen Actionseqzuenzen überall in der Welt rumballern und der fleischlichen Lust frönen. Sidaris hat ein Talent dafür seine billigen Filmchen sehr viel teurer aussehen zu lassen als sie eigentlich waren, für Schauwerte wird hier immer gesorgt. Nur diesmal fehlt es dem Ganzen leider etwas an verrückten Ideen und der Plot zieht sich zusehends während zu viele Nebenhandlungen das ganze völlig Sinnlos in die Länge ziehen. Nur was für alle die, die Sidaris Klassiker schon gesehen haben.


Der Regenschirmmörder (1980)

Sexistisch, homofeindlich und rassistisch. Sogar inklusive Minstrelshow und Blackfacing. Es gibt keinen einzigen Gag in der seichten Klamaukkomödie der nicht beleidigend oder völlig daneben ist. Keine Ahnung warum Arte genau so was bringen muss...

Mittwoch, 25. März 2026

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Im kleinen Ort Dunwich im amerikanischen Massachusetts, reden zur Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts alle nur unter vorgehaltener Hand über die Familie Whateley. Vater Whateley (Axel Lutter) hat den Gerüchten zufolge etwas mit dunklen Kräften zu tun und seine Tochter Lavinia (Marie Bierstedt) erwartet ein Kind von einem Unbekannten. Kurz nach seiner Geburt beginnt der kleine Wilbur (Julian Tennstedt) sehr schnell zu wachsen und auch ansonsten werden die Aktivitäten im Hause Whateley immer verdächtiger, und schon bald ist klar, dass bei der Entstehung des Kindes dämonische Kräfte im Spiel waren.

Nachdem in den letzten Folgen für meinen Geschmack eher schwächere Stoffe vertont wurden, versucht sich Regisseur Marc Gruppe in der Folge Nummer 197 des Gruselkabinetts erneut an einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. Diesmal handelt es sich um „The Dunwich Horror“ aus dem Jahre 1929, eine Geschichte die ich gefühlt schon lange im Reigen der Gruselkabinette vermutet hätte. Lovecraft-Fans können die vom Autor gewohnt Tropen, natürlich auch die problematischen, erwarten. Was die Geschichte für mich aber zu etwas Besonderem macht, sind ihre kleineren parodistischen Anteile, in denen Lovecraft durchaus ein wenig Humor beweist und sich sogar ein wenig über das Gruselgenre lustig macht. Ein paar dieser Momente haben es auch unbeschadet in die Hörspielbearbeitung geschafft, was dieser Episode etwas Eigenständiges verleiht.

Die meisten Lovecraft-Fans werden sich aber natürlich vor allem über Anspielungen aufs Necronomicon und einige altbekannte Wesen freuen, die natürlich auch nicht fehlen dürfen. Mit Yog-Sothoth bekommt hier einer der äußeren Götter des Mythos die Ehre im Rampenlicht stehen zu dürfen. Und während ich in vergangenen Folgen kritisierte, dass die Adaptionen etwas gleichförmig und zu wenig dynamisch geraten sind, fand ich diese Folge auch in diesen Punkten wieder deutlich besser, und so wurde Yog-Sothoth Auftritt auch klanglich unheimlich und vor allem wuchtig inszeniert.

Auf gewohnt hohen Niveau agieren hier wieder altbekannte Sprecher*innen der Serie. Gewohnt gut und herrlich verschroben spielt Axel Lutter den alten Whateley, während Marie Bierstedt verletzlich und ordentlich durch den Wind spielt. Kleinere aber auch durchaus hörenswerte Parts kommen zudem von Uschi Hugo und Bodo Primus. Immer schön, die Beiden zu hören. Nach einiger Zeit wieder eine Folge für Freund*innen von deftigerem Grusel. Die Folge ist wieder dynamischer und durchgängig unterhaltsam, was nicht nur an dem guten Stoff liegt, der vertont wurde, sondern auch daran, dass die Umsetzung wieder motivierter und überlegter klingt als einige der letzten Folgen.

Montag, 23. März 2026

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Wonder Man (2026)

Nach sehr langer Marvel Abstinenz (abgesehen von Sonys Trashperlen „Morbius“, „Kraven“ und „Madame Web“) traue ich mich mal wieder in den Disney Teil von Marvel und wurde dafür mit einer charmant cleveren Dramedy Serie rund um Wonder Man (Yahya Abdul-Mateen II) und den Ex-Mandarin (Ben Kingsley) belohnt. Die knackigen Folgen vergehen wie im Flug und sind neben einer der niedlichsten Bromance mit vielen Metagags rund um Hollywood, die Schauspielkunst und der Welt von Superhelden gefüllt. Wer sich etwas mehr mit Marvel Comics auseinander gesetzt hat, wird ein paar Details mehr mitschneiden, insgesamt ist es aber nicht mal notwendig andere Filme oder Serien aus dem Universum gesehen zu haben. Dann funktioniert die Serie immer noch als Komödie mit leichten Superhelden Elementen. Neben einigen Menschen aus dem Showbiz die sich selbst spielen, lebt die Serie vor allem von dem Zusammenspiel von Abdul-Mateen und Kingsley, die hier Beide eine wirklich tolle Leistung abgelegt haben. Durch die beiden wirkt der Rest des Casts leider etwas blass, was vor allem zu einem etwas zu simplen Finale führt, das auch an Spannung vermissen lässt. Ansonsten aber vor allem ein kurzweiliger und dabei nicht völlig anspruchsloser Spaß.


The Details (2011)

Tobey Maguire vs. Waschbären. Ein Film in dem sehr viele Charaktere, sehr viele falsche Entscheidungen treffen. So richtig begründet ist ihr verhalten nicht. Weder wirklich dramatisch, noch komisch genug um als düstere Komödie durchzugehen. Was bleibt sind einige merkwürdige Momente die mich dazu gebracht haben dabei zu bleiben. Ansonsten ist es höchstens interessant zu Rätseln wer als nächstes welche unsinnige Aktion bringt. Im Kern ist hier sicherlich ein guter Film versteckt, leider wird nicht genug aus den merkwürdigen Situationen gemacht und am Ende verläuft sich sowieso alles im Sand ohne ein dringend benötigtes Crescendo.


Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)

Mal besser, mal weniger gut gealtertes (vor allem in der deutschen Synchro) Melodrama, das vor allem durch einige unvergessen gute Schauspielleistungen brilliert. Spencer Tracy gibt in seiner letzten Rolle alles und noch stärker ist einmal mehr Katherine Hepburn. Niemanden im alten Hollywood kullerten die Tränen glaubhafter aus den Augen. Sidney Poitier ist ebenfalls toll, auch wenn man wie so oft Ecken und Kanten an ihm vermisst. Denn gerade in den ambivalenten Charaktermomenten kann man erkennen wie gut sein Spiel wahrlich ist, wozu er hier nur sporadisch die Chance bekommt. Wie so viele andere Kramer Filme ist auch dieser hier ein wichtiges Zeitstück das soziale Konflikte und Errungenschaften der Zeit, ebenso wie damalige und oftmals auch Heute noch aktuelle Missstände gut vermittelt. Manchmal wirkt der Umgang mit Rassismus und der Bürger*innenrechtsbewegung etwas platt und natürlich liegt hier der Fokus auch auf einigen sehr priviligierten Menschen, Kramer scheint sich dem aber durchaus bewusst gewesen zu sein und so verfügt der Film keine einfachen Lösungen und für alle die genau hinsehen ebenso sehr viele spannende Beobachtungen. Sicherlich auch Heute noch ein lohnender Film.


Flucht in Ketten (1958)

Tony Curtis und Sidney Poitier als entflohene Sträflinge in einem Sozialdrama / Thriller von Stanley Kramer. Wunderschön, realistisch, hoffnungsvoll und melancholisch zugleich gefilmt, handelt der Film offensichtlich von Rassismus, in den Zwischentönen und das ist hier viel interessanter, auch davon wie nicht nur Hautfarbe, sondern vor allem auch Klasse und Geschlecht Menschen in vorbestimmte Bahnen steckt aus denen es nur schwer möglich ist auszubrechen. Umso schöner sind die kleinen Momente der Freiheit, sowie Funken der Solidarität. Poitier spielt hier unfassbar gut, wohl besser als in fast allen seiner Rollen, aber auch Tony Curtis spielt sehr eindringlich einen hoffnungslos wütenden Mann, der immer wieder Facetten seines besseren Ichs, aber auch eine sehr viel bösere Version von sich selbst zum Vorschein kommen lässt.

Mittwoch, 18. März 2026

Carlsen Manga im März 2026!

Carlsen Manga im März 2026!

Die Reise des Mondbären

Im neuesten Manga von Ho werden eine Krähe und ein japanischer Mondbär zu unzertrennlichen Freund*innen. In wunderschönen Naturzeichnungen reisen die Beiden durch Japan auf der Suche nach den letzten anderen Bären der Insel. Dabei treffen sie auf andere Tiere, Menschen und entdecken Berge, Täler und sogar Vulkane. Dieses Abenteuer für Tierfans jeden Alters ist wundervoll einfühlsam, in einem angenehmen, entspannten Tempo erzählt. Es bleibt viel Raum für Staunen und Emotionen und für ein herzzereißendes Ende. Der Zeichenstil mischt realistische Naturelemente mit ausdrucksstarken Cartoonmimiken und überzeichneten Gagmomenten. Ein wundervoller Manga zum zusammen mit den Kindern oder selbst bei einer gemütlichen Tasse Tee lesen.


Dr. Slump Massiv #3

Band 5 und 6 von Akira Toriyamas abgefahrenen Gagmanga bringt nicht nur Arale, den Dr. und all ihre Freunde zurück, sondern natürlich auch viele Gastauftritte von Gamera und Konsorten. Eine wilde Mischung aus abstrusen Gags, Infantilitäten, Albernheiten, popkulturellen Referenzen. Selbst eine gewisse Figur aus Star Trek macht einen Abstecher nach Pinguinhausen. Am besten gefällt mir aber das Abenteuer mit all den alten Universal Monstern. Vom Wolfmann bis zum Unsichtbaren tauchen dort alle in einem gewohnt albernen Stil auf. Alles großer Quatsch, aber wundervoll einfallsreich und kurzweilig.


Phantom Busters #1

„Phantom Busters“ handelt von normalen Teenagern, einer ganz normalen Schule. Natürlich glaubt unser Protagonist nicht an Geister oder ähnliches, aber ihr werdet nicht glauben was als nächstes passiert. Der Manga versucht inhaltlich, mit seinen Desings, seinen Konzepten und den Charakteren etwas vom „Dandadan“ abzubekommen. Dabei schafft man es aber nicht in Irgendeinen dieser Punkte die Klasse und den Charme zu erreichen. Gleichzeitig fehlen der Geschichte jegliche Alleinstellungsmerkmale und so bleibt nur ein, in allen Punkten mittelmäßiger Manga zurück. Für Genrefans vielleicht noch ganz passabel ansonsten gibt es aber in diese Richtung viele stärkere Titel.

Dienstag, 17. März 2026

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Freitag, der 13. (1980)

Als Freund der schlechten Unterhaltung bleibt „Jason X“ (2001) mein liebster „Freitag“ Film. Diesmal sollte es aber mal wieder der Erste sein. Dieser bringt zwar meist Laune hat aber auch so manches Problem. Zu den Höhepunkten des Films gehört weiterhin der Auftritt von Betsy Palmer (Keine Zeit für Heldentum, 1955), sowie die Sterbeszene von Kevin Beacon (Tremors - Im Land der Raketenwürmer, 1990) und die kurzen Hosen von Peter Brouwer. Auch Crazy Ralph (Walt Gorney) muss natürlich erwähnt werden. Ingesamt ist der Film handwerklich ausreichend, darstellerisch meist voll in Ordnung und die zweite Hälfte schafft es die spannende Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Leider müssen wir bis dahin auch einigen Quatsch ertragen. Vor allem die Tiersnuff Szene in der eine Schlange getötet wird ist völlig Planlos und unentschuldbar. Aber selbst ohne ein getötetes echtes Tier würde diese Szene noch nerven und keinen Sinn im Drehbuch ergeben. Schwieriger Slasher der weiterhin seine Momente hat, aber nur durch die interessante Killerin und als Grundstein des Franchise die Jahrzehnte überdauert hat.


Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs (1970)

Nach „In der Hitze der Nacht“ (1967) kehrte Sidney Poitier (Rat mal, wer zum Essen kommt, 1967) zu seiner Rolle als erfolgreicher Polizist Virgil Tibbs zurück. Während der Erstling aber politisch zu seiner Zeit höchst brisant war und Poitier mit Rod Steiger (Die Faust im Nacken, 1954) einen famosen Gegenpart mit an Bord hatte, fehlt es der Fortsetzung nicht nur an frischen Ideen, sondern auch an einem starken Skript. Großartig sind die Momente in denen Sidney auf den Verdächtigen Pfarrer, gespielt von Martin Landau (Ed Wood, 1994), trifft. Denn den restlichen Film spielt Poitier leider ins leere und muss daher den Film fast gänzlich allein tragen. Mit Landaus Charakter kommen auch endlich Risse in die perfekte Fassade von Tibbs, der uns sonst als perfekter Ermittler dargestellt wird. Anstatt mehr starker Momente wie das durchaus starke und subversive Ende bekommen wir stattdessen ein paar blutleere und wenig überzeugender Action Momente kredenzt. Somit kann der Film auf keiner Ebene die Qualität des ersten Teils halten, auch die spannenden sozialen Fragen die sich aus diesem Fall ergeben und die melodramatischen, wenn auch nicht immer funktionierenden Familienszenen mit Tibbs werden nicht so sehr ausgenutzt wie der Film es bräuchte. So bleibt zwar ein solider 70er Krimi übrig, der sich aber nicht mit seinem Vorgänger messen sollte.


Ginger Snaps II: Entfesselt (2004)

Der erste „Ginger Snaps“ Film ist ohne Frage einer der besten Werwolffilme nach der Jahrtausendwende und völlig zurecht zum Kultfilm avanciert. Meine Erinnerungen an die Fortsetzung waren jedoch nur noch sehr schwach, weshalb der Streifen mal wieder zum Zug kommen sollte. Und ich muss sagen, dass er doch unterhaltsamer war als ich dachte. Vor allem gibt es zwei Szenen mit der Psychotherapeutin, die absolute Knaller sind. Aber auch Ghost (Tatiana Maslany) ist zwar eine sehr nervige, aber auch total spaßige neue Figur und eine schöne Chance für Brigitte (Emily Perkins) mal die große Schwester zu spielen. Selbst Katharine Isabelle, darf für ein paar Momente als Gingergeist zurückkommen. Solide, düster humoriger Werwolffilm mit einigen offensichtlichen Anspielungen auf Querness, Drogenkonsum und toxische Dudes.


Cyberpunk: Edgerunners (2022) [Plaion]

10 Episoden umfassende Animeserie zum Cyberpunk Videogame. Die Serie steht aber für sich alleine und lässt eigene Charaktere durch Night City stromern. Mein erster Eindruck war jedoch sehr gedämpft, weil ich die Serie zuerst dummerweise mit deutscher Synchro gestartet habe. Die Synchronsprecher*ìnnen machen ihren Job zwar gut, aber das Dialogbuch ist der letzte Rotz und fügt in jedem Gespräch möglichst viele infantile Witze & Pippi, Kacka, Pillemann Zoten hinzu. Außerdem klingt es fast durchgängig als würde die Tagesschau über das Jugendwort des Jahres reden (sus). Im O-Ton ist es dann viel besser auszuhalten und auch die deutschen Untertitel machen dann einen sehr viel besseren und korrekteren Eindruck (jedenfalls soweit meine japanisch Kenntnisse reichen). Die Serie selbst schafft es erstaunlich schnell das Gefühl und die Atmosphäre von „Cyberpunk“ zu vermitteln, auch werden wir schnell mit der Politik, den Sozialen Problemen und den verschiedenen Runner*innen bekannt gemacht. Das World Building ist so stark wie die Charaktere und schnell ist man gerne in den dreckigen Ecken von Night City und hat angst um seine Lieblingspunks. Die Animationen sind überaus effektiv und lebendig, genauso wie die Designs knallig und quirky daherkommen. Die Welt ist bunt und düster zugleich, eine Freude für die Augen. Die Ohren werden von Akira Yamaoka (Silent Hill) malträtiert, der neben digitalen Klängen auch nicht vor Black Metal, Death Metal, Grindcore oder Pop Rock zurückschreckt. Merkwürdige Mischung, aber es funktioniert und eigentlich ist jeder Needle Drop ein Gewinner. Als einzigen großen Makel würde ich das Pacing ansehen. Die meisten Folgen rasen an uns vorbei und besonders emotionale Momente bräuchten oftmals mehr Zeit um sich zu entfalten, man merkt jedenfalls das es nur sehr schwer möglich war die gesamte Geschichte in 10x20 Minuten zu quetschen. Trotzdem eine klare Empfehlung und auch wenn ihr weder das Pen & Paper Rollenspiel „Cyberpunk 2020“ oder das Videogame „Cyberpunk 2077“ kennt, könnt ihr getrost mit der Anime Serie eure ersten Abenteuer in Night City erleben.


Blair Witch Project (1999)

Drei Filmstudent*innen suchen der Blair Hexe und dabei mehr als sie erhofft hatten. Kulturelles Phänomen, Speerspitze des modernen Found Footage Trends und vermutlich der meist parodierte Horrofilm ever. Das „Blair Witch Project“ hat ein interessantes und vor allem schwieriges Dasein zu fristen. Man mag von dem Ganzen halten was man will, ich persönlich finde einige Momente des Films auch heute noch verblüffend effektiv und die Schauspielleistung in einigen Momenten für solch unerfahrene Darsteller*innen sehr stark. Vor allem ist es jedes mal wieder sehr erfrischend zu sehen wie dieser extrem simple Film ohne Budget es geschafft hat solch einen Erfolg zu haben.

Sonntag, 8. März 2026

Carlsen Manga im Februar 2026!

Carlsen Manga im Februar 2026!

Haruko – Ein Leben für die Tiere #1

Haruko stellt sich immer ziemlich doof an, will allen gefallen und schnüffelt dann auch noch komisch an Leuten. Letzte Chance: Tierpflegerin in einem Zoo, der scheinbar jede*n einstellt. Die Bezahlung ist schlecht, den Tieren geht es nicht besser, aber dafür ist die Stimmung bei der Arbeit schlimm. Und am ersten Tag lässt sie einen Löwen frei. Was kann schon schiefgehen. Was entweder nach einem sehr deprimierenden Drama oder einem Gag Manga klingt ist in Wahrheit ein seichter Comedy Manga mit wenigen bis gar keinen zündenden Gags. Jedenfalls glaube ich Comedy ist das Genre. Jedenfalls steht es auf dem Buchrücken. Lustig ist das aber alles nicht wirklich. Eher traurig. Es geht allen Tieren im Zoo und den Menschen die dort arbeiten schlecht und Harukos geniale Ideen sind immer: „Last uns aufhören die Tiere zu quälen.“ Und dann geht es den Tieren wie durch ein Wunder sofort besser. In jedem Fall wird auch versucht die Diskrepanz zwischen Tierwohl und besseren Profit des Zoos angesprochen und irgendwie auch kritisiert. So richtig stimmig ist das alles aber nicht. Einige der Tierzeichnungen sind aber gelungen und bieten daher optisch schöne Momente.


Magic Knight Rayearth #1

Drei japanische Schülerinnen werden vom Tokyo Tower in eine magische Welt verfrachtet und zu magischen Ritterinnen auserkoren. Von nun an kämpfen sie gegen den fiesen Priester Zagato und versuchen Prinzessin Emeraude aus seinen Fängen zu befreien. „Magic Knight Rayearth“ ist eine der großen Magical Girl Mangas aus den frühen 90ern. Auch Heute kann der Manga des CLAMP Kollektivs noch begeistern, was vor allem an den super schön nostalgischen Artwork liegt, das überraschend gut gealtert ist. Das gleich kann man von der Story nicht wirklich behaupten, auch wenn man dem Manga zu Gute halten kann, dass auch schon damals das Magical Girl Genre hier mit einem großen Augenzwinkern präsentiert wurde und man sich unterdessen selbst hier und da über typische Genre Tropen lustig macht. Spaßig und kurzweilig, aber vor allem was für die Nostalgiker*innen, die sich über diese schöne Neufauflage im größeren Format freuen. Und wenn ich mich richtig erinnere ist diese Auflage auch das erste mal hierzulande das wir MKR in der Originalleserichtung bekommen.


Von der Natur des Menschen

Jiro Taniguchi zeichnet acht Kurzgeschichten von Ryuichiro Utsumi. Das tut er in seiner gewohnt entschleunigenden Art, mit einem wunderbaren Blick für Details, sehr oft mit dem Fokus auf Kleinigkeiten, die andere Künstler*innen übergehen oder weglassen würden. Diese Kleinigkeiten sind es, die Seine Manga so emotional packend machen, warum wir solch eine tiefe Verbindung zu den Figuren empfinden die er zeichnet. Hier wird es emotional wenn es um Jahreszeiten geht, um Bäume oder auch darum etwas nicht zu tun obwohl man denkt es wäre das richtige, aber in Wahrheit würde man es nicht für die andere Person, sondern für sich selbst machen. Meist sind es kleine Dinge die diese Geschichten antreiben, aber oft steckt dahinter viel größeres. Dinge die nie vergessen werden, nicht mehr gut gemacht werden oder Zeit die vergangen ist, ungenutzt. Der Blick auf oftmals als unwichtig angesehene Details gibt uns die Chance Schleier und vorgeschobene Emotionen von Situationen zu entfernen und endlich das zu sehen was wirklich wichtig ist. In diesen Geschichten wird nicht wieder alles gut, das ist in einigen Fällen unmöglich. Taniguchi macht aber deutlich, es geht weiter und allein das bedeutet es kann Hoffnung auf etwas besseres geben.


Black Paradox

Etwas weniger Hoffnung und sicherlich auch weniger schönes findet ihr im neuesten Hardcoversammelband von Junji Ito. „Black Paradox“ erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen mit dem Wunsch danach ihr eigenes Leben zu beenden. Doch sind sie nicht was sie vorgeben zu sein und das ist nur der Anfang. Ein makabres Abenteuer mit Edelsteinen, Geistern, Body Horror und Robotern. Das ganze ist dann noch eine Parabel auf unseren Umgang mit fossilen Brennstoffen. Als Bonus gibt es noch eine schleckende Dame dazu. Ito ist mal wieder bester Laune und die gesamte „Black Paradox“ Geschichte wirkt mal wieder als hätte er Schlagworte gewürfelt. Es sollte nicht funktionieren, aber irgendwie tut es das. Insgesamt ist der wilde Mix aus Horror, Comedy, Science-Fiction, Drama und Umweltmärchen seinem früheren Werk „Gyo“ nicht ganz unähnlich, nur das der Mix hier deutlich besser funktioniert und nicht so sehr ins grotesk alberne abrutscht. Das alles funktioniert nicht nur wegen des gewohnt abgefahrenen Artwork des Horroraltmeisters, sondern auch weil wir einmal etwas komplexere Figuren bekommen als in vielen anderen seiner Geschichten. Letztlich sind nämlich alle Figuren hier auf ihre Art interessant und wenig platt. Jedenfalls bis zu dem Punkt an dem der Plot genau das benötigt um voran zu kommen.

Montag, 2. März 2026

Kalenderwoche 9 2026: Bootspiele, Monsterrummel & Sektfreuden!

Kalenderwoche 9 2026: Bootspiele, Monsterrummel & Sektfreuden!

Sheila (1973)

Cleveres und letztlich in seinem Menschenbild nihilistischer Whodunnit-Krimi unter der Regie von Herbert Ross (Kein Koks für Sherlock Holmes, 1976). Das Drehbuch von Stephen Sondheim (Into the Woods, 2014) und „Psycho“ (1960) Star Anthony Perkins bietet viele Wendungen und schlaue Kniffe, sodass auch Genreexpert*innen mehrmals auf die falsche Fährte gelockt werden sollten. Das Ensamble um Richard Benjamin (Westworld, 1973) und Raquel Welch (Eine Million Jahre vor unserer Zeit, 1966) macht seine Sache durchweg überzeugend und alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise unausstehlich. Die Bildsprache ist wohl der schwächste Teil dieses gelungenen Filmchens, was aber immer noch heißt das der Film gut aussieht, aber auch nicht durch besonders starke Kameraarbeit heraussticht. Getragen wird der Film eher von den Darsteller*innen und einem vielschichtigen, durchdachten und wunderbar kondensierten Drehbuch.

Die Blu-ray von Plaion bietet euch einen Audiokommentar zum Film, sowie eine Kurzdoku und die „Sheila“ Folge der „Trailer from Hell“ Reihe. Außerdem natürlich die obligatorischen Teaser, Trailer und Bildergalerie.


Gamera gegen Gaos - Frankensteins Kampf der Ungeheuer (1967)

Mit dem dritten Teil läutet Gamera mehr oder weniger seine kinderfreundliche Zeit ein. Unpassend in diesem Kontext sind daher die merkwürdig splattrigen Momente in denen Flederechse Gaos Gamera beinahe ein Bein absäbelt oder Gamera ihm sogar einen Fuß abreist. Ansonsten verabschiedet sich die Riesenkröte nun ganz ins reich des Cartoonhumors. So wird Gaos vom japanischen Militär zuerst mit Kunstblut angelockt und dann auf einer Riesenscheibe so lange gedreht bis dem fiesen Beißer kotzig wird, was aber nicht so richtig klappt. Auch toll wenn Gamera erst den Todesstrahlen gekonnt wie ein Kung-Fu-Kämpfer ausweicht und anschließend Gaos einen dicken Stein gekonnt in den Schnabel wirft. Ansonsten eher uninspiriert bis nerviges Kaiju Getümmel. Für Genrefans dank einiger kultiger Momente dennoch kein Totalausfall.


Dreißig Jahre an der Peitsche (2024)

Rosa von Praunheims vorletzte Regiearbeit vor seinem Tod 2025 ist zu einem Teil Dokumentation und zu zwei Teilen Biopic über Tina, eher bekannt als die Berliner Domina Lady MacLaine. Praunheim lebte viele Jahre im selben Haus in dem Tina arbeitete und so ergab sich die ganze Geschichte. Der dokumentarische Teil ist eigentlich ganz interessant, auch wenn ich das Gefühl habe das wir in vielen Momenten tiefer in Tinas Erinnerungen hätten gehen müssen um mehr substantielles zu erfahren. Das liegt wohl vor allem an dem sehr großen Biopic Anteil des Films. Vieles wird uns nämlich nicht von Tina erzählt sondern von Praunheim in sehr einfachen, eher bühnenartigen Sets, mit sehr durchwachsenen schauspielerischen Einlagen inszeniert. Das funktioniert manchmal in den absurderen Momenten der Geschichte, aber vor allem in dramatischen Begebenheiten geht das gezeigte so überhaupt nicht. Letztlich ziemlich schade, schließlich wäre hier ein spannenderer Film möglich gewesen mit viel einfacheren Mitteln und zugleich wäre man der Lebensgeschichte von Tina so auch gerechter geworden.

Sonntag, 1. März 2026

Tauchfahrt des Schreckens (1978) [Plaion]

Tauchfahrt des Schreckens (1978) [Plaion]

Ende des 19. Jahrhunderts ist Professor Aitken (Donald Bisset) auf der Suche nach dem versunkenen Atlantis. Dazu sucht er mit einer Schiffscrew und seinem Sohn Charles (Peter Gilmore) das Bermudadreieck auf. Dort angekommen steigen die beiden in eine Taucherglocke, kommen aber gar nicht dazu nach der versunkenen Stadt zu suchen, da die beiden genauso wie das Boot von einem riesigen Kraken versenkt werden. Als die Männer wieder zu sich kommen, werden sie von Menschen begrüßt, die wie sie behaupten von einem anderen Ort kommen und nicht an der Oberfläche existieren können. Zuerst scheinen die Fremden nicht feindlich zu sein, doch bald stellt sich heraus das sie schlimmes mit den versunkenen vorhaben. Ihre Flucht wird nicht nur durch die Wachen, sondern auch durch schreckliche Bestien erschwert, die zeitgleich die Stadt attackieren.

Dienstag, 24. Februar 2026

Kalenderwoche 8 2026: Fiese Opas, angeklebte Schweine!

Kalenderwoche 8 2026: Fiese Opas, angeklebte Schweine!

The Rule of Jenny Pen (2024) [Plaion]

Der griesgrämige Richter Stefan Mortensen (Geoffrey Rush) muss nach einem Schlaganfall in ein Senior*innenheim. Allerdings wird er nicht, wie er selbst denkt schon bald wieder in sein eigenes Haus zurück können, sondern noch einige, vermutlich seine gesamte verbleibende Zeit dort verbringen. Was auch so zu einer Tortur werden könnte, wird ein absoluter Albtraum durch Dave Crealy (John Lithgow). Ein Mitbewohner der alle anderen Senior*innen mit seiner Handpuppe Jenny Pen Terrorisiert.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Super Bomberman Collection (Konami) [PS5]

Super Bomberman Collection (Konami) [PS5]

Als Konami letztes Jahr endlich wieder damit begann echte Spiele auf den Markt zu bringen und nicht mehr nur die Pachinkohallen zum kochen zu bringen war meine Freude groß. Nach langer Abstinenz bekommen wir nicht nur solide Fortsetzungen von „Contra“, „Silent Hill“ und bald hoffentlich auch „Castlevania“, sondern auch einige Remasters und Compilations einiger Retroklassiker. Überraschend meldete sich so Anfang dieses Monats ein alter, lieber Bekannter von mir zurück. Bomberman! Und der graue Bomber hat gleich all seine NES und SNES Abenteuer in ein dickes Päckchen geschnürt.

Montag, 16. Februar 2026

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Good Boy (2025)

Horror mit Hund in der Hauptrolle. Zieht sich leider teilweise etwas langatmig, der Hund in der Hauptrolle, ist allerdings unglaublich ausdrucksstark und natürlich auch niedlich. Interessante Idee Traumabewältigung aus der Sichtweise eines Hundes zu zeigen, ebenso wie die Idee den Film so zu filmen als wäre die Zielgruppe Hunde und somit nicht den Human-Gaze anzuwenden. Ist putzig und einmalig, daher eine Sichtung wert.

Sonntag, 15. Februar 2026

Ame & Yuki – Die Wolfskinder (2012) [Plaion]

Ame & Yuki – Die Wolfskinder (2012) [Plaion]

Yuki (Haru Kuroki) erzählt ihre Geschichte, denn sie ist eine ganz besondere junge Frau. Einst, als ihre Mutter Hana (Aoi Miyazaki) noch eine junge Studentin war, lernte sie in der Uni einen ruhigen und smarten Mann kennen. Was sie damals aber noch nicht wusste ist, dass er ein Wolfmann war. Die Beiden verliebten sich ineinander und bekamen bald ihr erstes Kind Yuki, benannt nach dem verschneiten Tag an dem sie zur Welt kam. Ein Jahr später wurde ihr kleiner Bruder Ame (Yukito Nishii) geboren, der wiederum nach dem verregneten Tag benannt wurde an dem er geboren wurde. Kurz danach verstarb ihr Vater und Hana musste alleine versuchen die Kinder groß zu ziehen. Nachdem das Leben für sie in der Stadt immer schwerer wurde, schließlich kann man zwei Wolfskinder nicht ewig verstecken, zogen sie aufs Land. Dort begann Hana Gemüse anzubauen und langsam Freundschaften mit den Dorfbewohner*innen zu schließen. Auch die Kinder konnten dort ihre animalische Seite ausleben, ohne angst zu haben sobald entdeckt zu werden. Doch während Yuki aufbrausend und wild war, war ihr kleiner Bruder Ame schüchtern und zurückhaltend. Über die Jahre kam es dann aber anders als man zuerst denken sollte. Immer mehr stellt sich heraus, dass Yuki ein Leben in der Menschenwelt anstrebt, während Ame sich immer mehr in den nahegelegenen Wald zurück zieht.