Dienstag, 16. Juni 2026

Kalenderwoche 24 2026: Knackige Zackenbarsche & Minen im Feld!

Kalenderwoche 24 2026: Knackige Zackenbarsche & Minen im Feld!

Das Stendhal Syndrom (1996) [Plaion]


Durchschnittlicher 90er Jahre Dario Argento (Die neunschwänzige Katze, 1971) Psycho-Thriller, der vor allem durch eine solide Leistung von Asia Argento (Das Phantom der Oper, 1998) in Erinnerung bleibt. Ansonsten ist vor allem die Eröffnungsszene in Florenz unheimlich stark gefilmt und entwickelt dank des Soundtracks von Ennio Morricone (Black Angel, 2002) eine sehr dichte, fast hypnotische Atmosphäre. Überdies hinaus ist der Film wohl vor allem dafür bekannt, dass es der erste italienische Film mit CGI Effekten ist. Diese sind natürlich nicht sonderlich gut gealtert, aber ein interessantes Zeitstück. Ganz im Gegensatz zu dem mechatronischen Zackenbarsch mit dem Asia eine kurze Liebesszene hat, der ist natürlich top. Insgesamt krankt der Film vor allem an sehr schwachen Performances der Nebenfiguren, einem Twist der Niemanden erstaunen wird und Szenen sexueller Gewalt die eher voyeuristisch als schockierend gefilmt wurden. Auch bekommt das Titelgebende Syndrom zu wenig Aufmerksamkeit und wird ab der Hälfte der Spielzeit auch einfach zur Seite geräumt.

Für Argento Sammler*innen lohnt sich der neue 4K Release des Films von Plaion dennoch. Neben dem Film in schön restaurierten 4K bekommt ihr neben einem Audiokommentar, Trailern und internationalen Titelsequenzen auch noch eine zweite Schnittfassung des Films. Auf einer Bonus Blu-ray kommen noch eine ganze Reihe neuer, für diesen Release geführte Interviews mit Cast und Crew, sowie ein paar Interviews aus den Archiven, die auch schon auf der DVD zu finden waren.


JSA - Joint Security Area (2000) [Plaion]

Auf ungeklärte Weise sterben zwei Nord Koreanische Grenzwachen an der entmilitarisierten Zone. Eine unparteiische Person soll die Lage untersuchen, doch die Aussagen widersprechen sich. Park Chan-Wooks (Oldboy, 2003) Debütfilm-Meisterwerk zeigt schon zu Beginn seiner Karriere was wir von ihm erwarten können. Zwar ist der Film handwerklich nicht so ausgereift wie seine späteren Werke, jedoch beweist er schon hier eine extrem sichere Hand für Zwischentöne und raue, ungefilterte Emotionen. Die Mischung aus Drama und Thriller hat einen unheimlich herzigen Mittelteil, durch den das Ende umso trauriger wird und uns ratlos zurücklässt. Dennoch hat der Film auch viele menschliche, hoffnungsvolle Momente. Darstellerisch machen hier alle mindestens einen sehr guten, teilweise auch einmaligen Job. Vor allem Song Kang-ho (Durst – Thirst, 2009) sticht dabei schon damals als Ausnahmetalent heraus. Auch nach 26 Jahren noch eine klare Empfehlung wert, ein Drama, das sich nicht hinter den späteren, bekannteren, Werken des Regisseurs verstecken muss.

Die 4K Restauration ist sehr schön geworden. Außerdem enthält die UHD von Plaion auch noch zwei Audiokommentare. Zur Bonus Disc kann ich leider nichts sagen, das mir diese nicht vorliegt.


Snowbeast (1977)

Bigfoot TV-Film aus den 70ern. Beginnt erst relativ vielversprechend. Einige der Außenaufnahmen zeigen schöne Berglandschaften und nette Skifahrmontagen. Der Bigfoot schleicht sich dabei oftmals in POV Shots an nichts ahnende Damen heran. Selbst der Bigfootanzug sieht für einen TV-Film eigentlich ganz passabel aus, wird allerdings nur wenig befriedigend Eingesetzt. Im Verlauf wird immer deutlicher das alle Figuren sich konstant gegenseitig den Plot, ihre Gefühle und vor allem ihre Verwandtschaftsverhältnisse erklären müssen. Außerdem handelt es sich hierbei um einen dreisten Abklatsch von „Jaws“ (1975), denn auch hier will man die Piste nicht schließen und sagt die Feierlichkeiten nicht ab. Am Ende wird es dann noch höchstgradig melodramatisch und wir verlieren mehr Laufzeit ans wieder aufflammen einer lieblosen Ehe als wir das verdammte Vieh jagen. Dann wird noch recht lange und noch planloser nach dem Schneemenschen gejagt, oder geflohen (so richtig weiß man das nie) und dann endet das Ganze ziemlich abrupt und vor allem egal. Na ja zumindest ist es schön Sylvia Sidney (Fury, 1936) mal wieder zu sehen und Bo Svenson (Butcher, Baker, Nightmare Maker, 1981) ist für Exploitation Fans natürlich auch immer eine Freude.


Naked Vengeance (1985)

Von Roger Corman (Dementia 13, 1963) produzierter und vom legendären philippinischen Regisseur Cirio H. Santiago (Vampire Hookers, 1978) realisierter Rape and Revenge Thriller. Alles beginnt mit einer epischen Rockballade und einem sehr traurigen Hochzeitstag. Denn nicht nur das Carla (Deborah Tranelli) Abends mit ansehen muss wie er Mann von einem Vergewaltiger erschossen wird, nein auch vorher war der Tag schon echt doof. Ihr Mann hatte den Tag nämlich vergessen, musste dann ohne mit ihr zu Frühstücken auf die Arbeit und kam dann noch zu spät nach Hause. Nach dem Intro das uns sehr an „Death Wish“ (1974) erinnert, wechseln wir danach zu einer Kopie von „I Spit on Your Grave“ (1978). Carla besucht danach nämlich ihre Eltern in einem kleinen Örtchen in dem alle Männer zumindest Machos, Spanner und Grabscher, die meisten von ihnen aber schlimmeres sind. Jedenfalls habe ich noch nie gesehen das alle männlichen Figuren derart platt, eklig geschrieben wurden. Gefällt mir. Das größte Problem des Films ist ohne Frage die Vergewaltigungsszene, die auf vielen Ebenen geschmacklos, albern, inkompetent und äußerst fragwürdig inszeniert wurde. Danach bekommt der Film aber etwas Tempo zurück und entwickelt sich im Verlauf etwas vom klassischen Rachefilm weg und nimmt einige Anleihen bei „Rambo“ (1982) auf. Merkwürdiger Mix. Funktioniert auch alles nicht so richtig. Dafür sind die Typen aber genauso drüber eklig, wie Carlas Rache an ihnen zufriedenstellend ist. Am Ende bleiben aber alle etwas ratlos zurück, ein insgesamt völlig undurchdachter Rachethriller, der durchaus seine guten Exploitation Momente hat, aber wohl dennoch nur was für die hartgesottenen Santiago Fans ist.

Dienstag, 9. Juni 2026

Kalenderwoche 23 2026: Nur ein Mops, VERGEBUNG, Geier in teuren Roben & vom Tisch getretene Gläser!

Kalenderwoche 23 2026: Nur ein Mops, VERGEBUNG, Geier in teuren Roben & vom Tisch getretene Gläser!

Good Luck, Have Fun, Don’t Die (2025) [Leonine]

Ein Mann aus der Zukunft (Sam Rockwell) betritt zum 107 mal ein Diner in Los Angeles. Sein Ziel: Er muss in diesem Diner die perfekte Kombination aus Begleiter*innen auswählen mit denen er innerhalb einer Stunde die Entstehung einer KI verhindern muss, die in der Zukunft die gesamte Menschheit unterjochen wird.

Spaßig düsterer Science-Fiction Horror mit einer tollen Leistung von Sam Rockwell (Jojo Rabbit, 2019) in der Hauptrolle. In Nebenrollen gefielen mir vor allem Haley Lu Richardson (Split, 2016), Michael Peña (Der Marsianer, 2015) und Zazie Beetz (Atlanta, 2016-2022). Die Setdesigns sind auch toll und ihr bekommt einige, absichtlich, müllige Effekte, die dennoch sehr lustig sind. Der Plot arbeitet sich ordentlich an aktuellen gesellschaftlichen Problemen ab, dabei wird die Satire absurd genug um zu unterhalten, der mahnende Zeigefinger wird dabei oft genug zum verdienten Mittelfinger. Insgesamt hat Gore Verbinski (A Cure for Wellness, 2016) hiermit eine gelungene Techsatire geschaffen, auch wenn man manchmal den Eindruck nicht los wird man hätte einfach nur ein paar alte „Black Mirror“ Folgen durch den Mixer gejagt. Ansonsten stört eigentlich nur das Ende ein wenig, das sich durch ein paar klischeebeladene Momente und unnötige Erklärungen in die Länge gezogen wird.

Bonus der Collector’s Edition ist ein fünf minütige Featurette auf der Blu-ray und drei Postkarten die beiliegen. Da hätte es gerne etwas mehr sein dürfen.


Scarlet (2025) [Plaion]

„Dark Souls“ das Musical! Zu Beginn schafft Mamoru Hosoda (Ame & Yuki, 2012) es mit Leichtigkeit uns in eine interessante Version des Fegefeuers zu entführen. Menschen aller Kulturen, Religionen und Epochen treffen hier aufeinander und warten auf Himmel oder Hölle. Dabei sind sie ständig Gefahren ausgesetzt. Am Himmel lauern Drachen, größer als Städte. Am Boden rauben Diebe, andere Diebe aus, die zuvor noch schwächere Menschen beklaut haben. Doch dann stolpert unsere Heldin Scarlet in diese Welt, nachdem sie durch den Plot von „Hamlet“ ihren Vater hat sterben sehen und schließlich ebenfalls durch ihren Onkel ums Leben kam. Was folgt ist ein diffuses Märchen, das von Rache, Vergebung und scheinbar auch von der Frage handelt was eigentlich Liebe ist. Substanz hat das Ganze jedenfalls nicht. Alles wird unendlich oft wiedergekäut und die moralische Botschaft des Films kann nur solange überleben wie man sich nicht daran erinnert was noch vor fünf Minuten geschehen ist. Als jemand der nur wenig mit modernen 3D Animationen in Anime anfangen kann, muss ich sagen, dass einige Szenen wirklich toll aussehen. Animationen sind geschmeidig und ausdrucksstark, manche Szenen sind unheimlich schön. Dazwischen gibt es aber auch sehr viele hässliche Momente, die teils sogar nicht ganz fertig aussehen, als hätte man nur Platzhalter Texturen genutzt oder die Licht Shader vergessen oder einfach nur ein jpg Bild als Hintergrund eingefügt. Hat mir gar nicht gefallen, vor allem ist es noch ärgerlicher, weil hier im Kern etwas sehr gutes versteckt ist, das leider nie das geworden ist was es sein könnte.

Der Film sieht in 4k wirklich schön aus und die Disc hat sogar ein paar kleine Extras wie Skizzengalerien und Storyboard vergleiche.


Der dunkle Kristall (1982) [Plaion]

Jim Hensons (Die Reise ins Labyrinth, 1986) erstes große Projekt außerhalb von „Sesamstraße“ und „Muppets“ war ein ambitioniertes, eher überambitioniertes, fast schon größenwahnsinniges Projekt. Seine Idee einen epischen, düsteren Fantasyfilm nur mit Puppen zu erschaffen war zu dem Zeitpunkt noch undenkbar und wurde auf diesem Niveau bis Heute nicht mehr versucht. Die Sets sind unglaublich schön und haben teilweise gigantische Ausmaße angenommen, auch wenn zusätzlich noch viel Tricktechnik mit Matte Paintings und Miniaturen zum Einsatz kamen. Unzählige Puppen jeder nur vorstellbaren Art kommen zum Einsatz und alle Trickeffekte, damals natürlich noch alles ohne Computer, aber auch ohne Zeichentrickeffekte, vereinen sich zu einer schlüssigen Welt, die unsere Realität schnell vergessen macht. So ist es auch Heute noch möglich völlig in die Welt des dunklen Kristalls einzutauchen und mit seinen Bewohner*innen mit zu fiebern. Ein wirklich fantastischer Film, der auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Magie verloren hat und groß und klein weiterhin in seinen Bann ziehen kann.

Die 4k Version von Plaion kommt mit einem toll restaurierten Bild und einem Audiokommentar von Brian Froud. Auf der Bonus Disc gibt es mehrere Dokus über die Entstehung des Filmes, Deleted Scenes und eine Q&A Runde mit Linda Henson, sowie eine sehr umfangreiche Bildergalerie.


Das Schloss im Schatten (1955) [Plaion]

Späte US-amerikanische Fritz Lang (Vor dem neuen Tag, 1952) Produktion. Es handelt sich dabei um einen gediegenen Abenteuerfilm, in dem ein Waisenkind (Jon Whiteley) nach dem Diamantschatz seiner Urahnen sucht und dabei eine unkonventionelle Allianz mit einem Schmuggler (Stewart Granger) mit heimlichen Herz aus Gold eingeht. Der Film ist nach heutigen Maßstäben sicherlich nichts aufregendes mehr und auch erwartet man bei dem Namen Fritz Lang ein größeres Kunstwerk, aber „Moonfleet“ kann durchweg gut unterhalten und bietet mit Sets wie der unterfriedhöflichen Schmuggler Höhle oder dem Brunnenturm viel fürs Auge. Auch weinige aufwendige Kostümszenen zeigen, dass es sich hier nicht um einen günstigen Film handelte. Ein ruhiges, gut inszeniertes und insgesamt stark gespieltes Abenteuer. Vielleicht kein großer Klassiker aber genau die richtige Unterhaltung für einen faulen Nachmittag.

Plaion präsentiert den Film erstmals deutsch vertont auf DVD und Blu-ray. Das Bild könnte noch etwas knackiger sein. Sound und Synchro sind aber schön geworden. Als Bonus findet ihr auf der Disc noch einige Featurettes und eine Bildergalerie.

Montag, 8. Juni 2026

Attack on Titan – Die erste Staffel (2014) [Plaion]

Attack on Titan – Die erste Staffel (2014) [Plaion]

Die Menschheit war einst Herrscher über ihre eigene Welt. Niemand konnte ihnen etwas antun und sie lebten in Freiheit und Wohlstand. Über Nacht endete dies aber sehr abrupt und für alle Zeit. Aus dem Nichts tauchten plötzlich Titanen auf. Dabei handelt es sich um meist circa 15 Meter große, menschenähnliche Monstren. Ihr einziges Ziel scheint es zu sein Menschen zu fressen. Alle anderen Lebewesen lassen sie in Frieden und selbst ohne Nahrung kommen sie gut klar. Sie wollen also wirklich nur Menschen fressen, keinen anderen Sinn hat ihr Dasein. Es dauerte nicht lange bis die Menschheit fast vollkommen ausgerottet wurde. Seit über 100 Jahren haben sich die letzten Überlebenden in ihre letzte Stadt zurückgezogen. Dort lebten sie bis vor kurzem ziemlich sicher hinter einigen 50 Meter hohen Schutzmauern. Jedenfalls solange bis ein Titan auftauchte der selbst genauso groß war. Er trat die Mauer ein, wodurch die Titanen den äußersten Verteidigungsring vollkommen einnehmen konnten.

Sonntag, 7. Juni 2026

Sherlock Holmes – 72 – Der Aluminiumdolch (Titania Medien)

Sherlock Holmes – 72 – Der Aluminiumdolch (Titania Medien)

Nach dem Mord an einem jungen Mann gerät dessen Verlobte in Verdacht. Um ihre Unschuld zu beweisen, reist ihr Vater, Henry Curtis (Lutz Mackensy), nach London, um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Joachim Tennstedt) um Unterstützung zu bitten. Gemeinsam begutachten er und sein Assistent Dr. Watson (Detlef Bierstedt), gemeinsam mit Inspektor Lestrade (Lutz Reichert), den Tatort. Dabei gibt den Männern neben der Tatwaffe vor allem der verschlossene Raum ein Rätsel auf.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Kalenderwoche 22 2026: Glaskugeln, Basketball mit Ziegen und nicht näher geklärte Charaktermotivationen!

Kalenderwoche 22 2026: Glaskugeln, Basketball mit Ziegen und nicht näher geklärte Charaktermotivationen!


Die Reise ins Labyrinth (1986) [Plaion]

Teenager-Mädchen: Gerade noch hat Sarah (Jennifer Connelly) ihren Stiefbruder Toby (Toby Froud) an den Goblinkönig Jareth (David Bowie) verschenkt, da plagt sie das schlechte Gewissen. Vielleicht doch so keine gute Idee. Und so folgt sie ihm ins Labyrinth, denn nur wenn sie das Schloss des Königs in 13 Stunden erreicht kann sie Toby davor bewahren auch ein Goblin zu werden.

Wundervoll fantasievolles Coming-of-Ages Abenteuer von Jim Henson (Der dunkle Kristall, 1982). Jedes Set quillt über vor liebevoll kreierten Muppets, Puppen, Marionetten und Suitmation. Jede Kreatur lustiger und merkwürdiger als die zuvor. Zudem noch David Bowie in knappen Hosen und einigen tollen Musiknummern. Ein wirklich toller Film der in jeder Szene etwas neues aufregendes bieten kann, immer lustig, immer spannend und mitreißend.

Die 4K Version von Plaion bietet ein schönes Bild und guten Ton, als Bonus enthält die Disc einen Audiokommentar vom Produktionsdesigner Brian Froud und Trailer. Eigentlich ist noch eine weitere Bonus Disc enthalten, die mir jedoch nicht zugesandt wurde, daher kann ich nichts zum weiteren Bonusmaterial sagen.


GOAT (2026) [Plaion]

Eine Ziege soll als erstes kleine Tier in er Tierbasketball Liga antreten. Gegner*innen lachen ihn aus, sein Team ist genervt von ihm. So hat er sich das Profiballerleben nicht vorgestellt.

Mäßig unterhaltsame 3D-Animationskomödie, mit schablonenhaften Charakteren, Gags und Story. Einzig einige gute Charakterdesigns und der sehr schöne und einfallsreiche Animationsstil lassen zumindest die Zielgruppe ganz okay unterhalten zurück. In 4K macht das aber zumindest was her und die Disc von Plaion bietet wenigstens ein paar Promo Featuerettes als Bonus.


Thrash (2026)

Komplett planloser Haihorror von Netflix, der sehr stark an den anderen Hai Netflix Film „Im Wasser der Seine“ (2024) erinnert. Hier überflutet ein Hurricane einen kleinen US-Ort. Im Wasser lauern von nun an vor allem hungrige Bullenhaie, die alle Essen die dumm genug waren nicht zu evakuieren. Eines der schlimmsten Drehbücher der letzten Zeit, dessen Charaktere scheinbar nichts anderes im Sinn haben als gefressen zu werden. Mein Lieblingsmoment ist, wenn ein Teenager aus dem überfluteten Wohnzimmer, in dem schon Haie sind, in den Keller taucht um Steaks aus dem Kühlschrank zu besorgen. Mit diesen Steaks sollen dann die Haie abgelenkt werden. Ihr werdet nicht glauben wie überrascht ich war das dieser Plan nicht funktioniert hat. Genauso doof ist nur noch eine junge Frau, die lieber ertrinkt als einen Ast abzubrechen und später ihr Baby auf die Weltbringt während ein Hai unter ihr herumschwimmt. Ein Film der ohne die suizidalen Tendenzen seiner Charaktere nicht mal 15 Minuten lang wäre, denn für nichts was in diesem Film passiert gibt es einen Grund.

Dienstag, 2. Juni 2026

Carlsen Manga im Juni 2026!

Carlsen Manga im Juni 2026!

Dragon Hunt Tribe #1

Ein Drachenjäger findet in ein
em Drachennest ein von eben diesen Drachen aufgezogenes, wildes Mädchen. Er tötet die Drachenbrut und bringt sie mit in sein Dorf. Dort soll sie nun als Mensch aufwachsen, ihr Leben als Teil der Drachenhorde kann sie jedoch nur schwer ablegen.

Shiro Kuroi, ebenfalls der Erschaffer der Mangareihe „Leviathan“ überrascht mit einer epischen und düsteren Fantasygeschichte, die sich neben großen Kämpfen zwischen Menschen und Drachen, auch philosophischen und sozialen Fragen stellt. Dabei wirken viele Ideen etwas zu großzügig zusammen gesammelt. Einflüsse wie „Nausicaä“ oder „Attack on Titan“ oder auch „Herr der Ringe“ sind dabei nicht von der Hand zu weisen. Was ja aber auch nichts schlimmes sein muss. Denn zum Glück kann Kuroi den Manga auch mit einigen eigenen und Interessanten Ideen füllen. Vor allem der Drachenlore ist komplexer und vielschichtiger als man zuerst annehmen würde. Das Artwork ist sehr interessant, wobei hier besonders auffällt das Kuroi auf Rasterfolien verzichtet und vor allem bei den Texturen von Rüstungen und Drachenschuppen Details händisch zeichnet. Sehr aufwendig, bringt aber auch sehr schöne Ergebnisse. Der erste Band kann Interesse wecken und macht in jedem Fall Lust auf mehr. Bin gespannt wohin die Reise geht, Potential ist in jedem Fall vorhanden.
 

Hotel Inhumans #2

Verrückt geht es weiter im merkwürdigen Hotel für Auftragskiller. Wieder gibt es neue Besucher*innen mit neuen Wünschen. Diese werden natürlich gewissenhaft von Ikuro und Sara erfüllt. Unter anderem müssen sie für eine Kundin ein letztes Abendmahl kreieren, aber ihnen läuft die Zeit davon. Auch der zweite Band ist ganz unterhaltsam. Der Manga lebt von seinen merkwürdigen Figuren und absurden Situationen. Wenn diese Stärken voll ausgekostet werden, kann der Manga klar punkten. Dazwischen kommt es aber oft zu kleineren Durststrecken und die Erzählung kann das Niveau der guten Momente nur selten länger aufrecht erhalten. Das Artwork ist aber schön und hat einige nette Ideen.


Königin der 1000 Jahre #3

La-Metal kommt immer näher, droht die Erde zu zerstören und egal was er auch tut, Hajime gelingt es nicht die Wahrheit in die Öffentlichkeit zu tragen. Gleichzeitig muss Yayoi sich entscheiden auf wessen Seite sie steht. Hilft sie der Menschheit, der sie mittlerweile wohl mehr angehört oder überwiegt doch ihr Pflichtgefühl gegenüber La-Metal?

Leiji Matsumotos Meisterwerk geht in die Dritte Runde. Das Artwork ist fantastisch und hat viele traumhaft gute Ideen, die ständig zwischen klassischem Manga und westlichen Comicstil balancieren. Die Handlung ist komplex, vielschichtig und hat starke emotionale Höhepunkte ohne aber auch in manchen Momenten eine gewisse Leichtigkeit zu verlieren. Vollkommen zu Recht einer der großen Science-Fiction Manga Klassiker und gerade in dieser, von Carlsen toll aufbereiteten Hardcover Version eine pralle Empfehlung!


Ran und die graue Welt Doppelpack #1-#2

Ran ist eine freche Junghexe, die ihren Vater und großen Bruder pausenlos auf trab hält. Vor allem wenn sie ihre magischen Sneaker anzieht, durch die Sie sich in eine Teenagerin verwandeln kann. Das sorgt natürlich für allerlei Ärger und so manche unangenehme Situation. Aki Irie ist eine ganz besonders tolle Zeichnerin und mit diesem Doppelpack habt ihr die Möglichkeit günstig in die Serie um Ran einzusteigen. Geboten wird euch dabei eine rasante Fantasy-Komödie mit vielen Coming-of-Age Anteilen. Leider ist dieser auch recht vollgepackt mit einigen creepy Momenten, die so wirklich nicht sein müssten. Dafür ist aber wie gesagt das Artwork so dynamisch, flauschig und liebenswürdig. Iries Talent liegt dabei sowohl im Kreieren spannender Figuren, als auch darin modische Designs unglaublich cool und lässig auf die Seiten zu bringen. Allein fürs Artwork lohnt sich also zumindest mal ein Blick in die Bücher. Der zweite Band enthält als Bonus einen kleinen Artprint.


Stitch reist in der Zeit #1

Und dann zum Schluss noch was tolles für die kleineren Leser*innen. Diesmal reist Stitch durch die Zeit und es verschlägt ihn ins alte Ägypten wo er zwischen Pyramiden, Sphinx und Pharaonen so manches Chaos anrichtet. Knuffig bleibt das blaue Alien dabei aber dennoch. Lange böse kann man ihm jedenfalls nie sein, vor allem nicht bei einem so niedlichen Artwork. Rasant erzählt, mit vielen Gags und nebenbei lernt man auch noch ein wenig über die Epoche, auch wenn Stitch das eine oder andere vielleicht etwas verändert.

Montag, 11. Mai 2026

Carlsen Manga im Mai 2026!


Carlsen Manga im Mai 2026!

Haruko − Ein Leben für die Tiere #2

Heilige Salmonellen Batman! Gleich auf dem Cover steckt Haruko ihre Füße ins Pinguin becken. Meine Güte diese Person hat wirklich keine Ahnung vom Umgang mit Tieren und Mangaka Saku Yamaura wohl genauso wenig. Die Idee hinter dem Manga bleibt ganz nett, Harukos Fähigkeit Emotionen zu erschnuppern bleibt, spielt aber keine allzu große Rolle. Hätte man sich am Ende also auch sparen können. Auch hier wird ein wenig versucht über die Zustände und den Umgang mit Tieren im Zoo zu sprechen. Aber selbst für einen locker leichten Manga bleibt die Beschäftigung auch in Betracht mit der Zielgruppe des Manga extrem vereinfacht und oberflächlich betrachtet. Ein paar Momente sind ganz gelungen, wie zum Beispiel die Aufzucht des Wolfnachwuchs. Ansonsten aber ein nur wenig unterhaltsamer Manga, der zugleich seiner Botschaft nicht gerecht wird.


Junji Ito - Alley – Das Grauen in der Gasse

Der aktuelle Juni Ito Hardcover Sammelband bietet elf weitere Kurzgeschichten des Mangahorror Altmeisters. Aus vorherigen Sammlungen kennt ihr Itos Klassiker „Das Model“ und „Stadt ohne Straßen“ bereits. Unter den weiten Storys gibt es einige Highlights wie die Titelgebende Geschichte „Alley – Die Gasse“ in der Geister ihrer Mörderin in einer abgeschotteten Gasse auflauern. Eine einfache Geschichte die aber mit einem sehr effektiven Ende aufwarten kann. Unter den Anderen Geschichten gehören noch „Mehrbettzimmer“ und „Sie fallen“ und „Die Herberge“ zu meinen Lieblingen. In der Herberge buddelt ein Vater ein Loch im Haus um eine heiße Quelle anzuzapfen, buddelt sich dabei aber direkt in die Hölle, was zu einem sehr an Lovecraft erinnerndes Ende führt. „Mehrbettzimmer“ handelt vor der Angst, die Individualität zu verlieren, Krankenhaus Horror mit etwas „Body Snatchers“ beigemengt. Und in „Sie fallen“ bekommen wir sehr typischen Ito Horror mit kosmischen Anstrich. Nichts wird erklärt, es passieren einfach von Heute auf Morgen unerklärliche Dinge, niemand kann was dagegen tun. Effektiv und unheimlich. Gleichzeitig sind aber Kapitel wie „Schimmel“, „Der Raucherclub“ oder „Vaters Segen“ sehr Ito typische Geschichten, die im Grunde nur wenig abgewandelte Variationen anderer ähnlich gelagerter Storys sind. Sie sind alle nicht schlecht, wenn man aber ein paar Details im Setting austauscht wie Zum Beispiel den Tabak mit Honig oder den Schimmel mit Fett, dann bekommt man eine andere existierende Geschichte des Autoren. Insgesamt ein Starker Band, auch wenn nicht alle Geschichten neues bieten. Atmosphärisch intelligent Erzählt sind sie dennoch alle und es fehlt diesem Band nicht an effektiven Schockmomenten. Für Horrorfans also weiterhin eine deutliche Empfehlung.


Search And Destroy Komplettpack #1-#3

Nach dem großen Krieg, für den die meisten der Roboter, die sogenannten Kreaturen, gebaut wurden, verloren die Maschinen ihre Bedeutung für die Menschen, von den Robotern Sapos genannt. Die Maschinen leben nun entweder auf der Straße oder haben sich zu Yakuza Familien zusammengefunden. Andere werden von Menschen für einfache Arbeiten ausgenutzt. In dieser Welt lebt Doro. Ein junges Waisenmädchen, das sich als Taschendiebin durchkämpft. Als sie eines Tages von den örtlichen Yakuza fasst exekutiert wird, ist eine junge Frau, fast eine Maschine gehüllt in stinkendem Pelz und mit tödlichen Scherenhänden ausgestattet ihre letzte Chance fürs Überleben. Doch anstatt mit ihr herumzuziehen, hat die mysteriöse Frau eigene Pläne, denn insgesamt 48 Roboter haben Körperteile von ihr geraubt, die sie nun zurückfordern möchte um wieder ein vollwertiger Mensch zu werden.

Osamu Tezuka, einer der Grundsteine der Anime und Manga Welt erschuf die Serie „Dororo“ Ende der 1960er Jahre. Auf die Mangareihe folgte die Animeserie und bis Heute mehrere Reboots der Geschichte. Die neueste Reinkarnation dieses Stoffes kommt von Atsushi Kaneko (Wet Moon) und versetzt die Geschichte aus dem Samurai Setting in eine leicht retro angehauchte Cyberpunk Zukunft. Die Handlung erscheint zwar in neuem Gewand, an dem Plot selbst wurde aber nicht zu viel geändert bisher. Was allerdings bei Tezuka vor 50 Jahren noch bahnbrechend neu und aufregend war erscheint hier eher wie der Plot eines mittelmäßigen Shounen Manga. Das Konzept von „du musst eine bestimmte Anzahl an Feinden besiegen um dein Ziel zu erreichen und um das Rätsel deiner Vergangenheit zu lösen“ ist heute doch stark überstrapaziert und eher einfallslosem schreiben zu zuordnen. So bietet die Handlung auch im ersten der drei Bände wenig besonderes. Die Charaktere sind jedoch gut geschrieben, so dass man mit den Protagonist*innen gut mitfühlen kann und die Bösewichte sind so eklig das man ihnen schnell gönnt was auf sie zu kommt.

Wo dieser Mangaband aber durchaus glänzen kann ist das tolle Artwork. Sofort fallen die vielen interessanten und teils sehr ungewöhnlichen Charakteredesigns auf. Während Hyaku noch sehr starke Ähnlichkeit zu Battle Angel Alita aufweist sind alle anderen Figuren ziemlich aufregend und cool gestaltet. Ebenfalls sehr positiv aufgefallen sind mir die einfallsreichen Verwundungsmöglichkeiten von Rasterfolien. Zudem muss das spannende Spiel mit negativem Raum gelobt werden, das teils an die Comics von Daniel Clowes erinnert. Auch in Punkto düsterer Atmosphäre und mildem, aber dennoch effektivem Body Horror haben beide Autoren Ähnlichkeiten zueinander.

Optisch ein totaler Hit. Inhaltlich gelingt es mir nicht sehr begeistert zu sein. Ich fühle mich ganz gut unterhalten, aber insgesamt habe ich mir von einer modernen Neuauflage solch einer Geschichte mehr erwartet.

Bei Carlsen gibt es nun auch alle drei Bände als günstiges Komplettpaket.

Mittwoch, 29. April 2026

Sherlock Holmes – 71 – Blaubarts Erbe (Titania Medien)

Sherlock Holmes – 71 – Blaubarts Erbe (Titania Medien)

Gelb mit unbekannten Inhalt: Ein von ihm nicht bestellter Koffer wird eines Morgens dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Joachim Tennstedt) in die Baker Street 221b geliefert. Schockiert stellen er, sowie sein Chronist Dr. Watson (Detlef Bierstedt) und ihre Haushälterin Mrs. Hudson (Regina Lemnitz) fest, dass der mysteriöse Koffer gefüllt ist mit Damenunterwäsche, die zudem noch Blut verkrustet ist. Der Koffer führt Holmes und Watson auf einen alten Landsitz in Schottland. Dort versucht Holmes, verkleidet als Maler, der Frau des Hausherren das Leben zu retten.

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Kalenderwoche 17 2026: Falkenherzen, lange Beinchen & ein Jimmy für jeden Fall!

Hamnet (2025) [Plaion]

Chloé Zhao (Nomadland, 2010) verfilmt Maggie O'Farrell Roman „Hamnet“ in der es um die Entstehung des Theaterstücks „Hamlet“ geht. Nachdem Agnes (Jessie Buckley) und ihr Ehemann William Shakespeare (Paul Mescal) ihren Sohn Hamnet (Jacobi Jupe) verlieren droht die Familie auseinander zu brechen. Shakespeare arbeitet in London weiter am Theater während sich seine Frau um die verbleibenden Kinder kümmert und an ihrem Kummer zugrunde geht. Zhao schafft es erneut, einen Film durchgehend mit starken Bildern zu filmen. Keine Kameraeinstellung wird verschwendet, jeder Moment kann Emotionen vermitteln oder durch seine Schönheit verblüffen. Herausragend ist aber vor allem die Chemie zwischen den Darsteller*innen der Familie und vor allem das Acting des noch sehr jungen Jacobi Jupe, der wirklich allen anderen jede Szene stehlen kann. Obwohl dieser Film eine technisch zweifellose und stark geschriebene Abhandlung über Trauerbewältigung und die Kraft der Kunst ist, ist auch dieser Film von Zhao mitunter etwas zu trocken und auch wenn ich es selbst nicht so empfinde, kann ich jede*n verstehen die*der den Film etwas langweilig findet. Aber allein für das ungeahnt starke Finale sollten alle Cineast*innen den Film einmal gesehen haben.

Die Blu-ray von Plaion bietet neben dem Film noch ein paar Extras mit Blicken hinter die Kulissen und Interviews.


Longlegs (2024)

Nicolas Cage (Pig, 2021) als Serienmörder, der gar nicht so lange Beine hat wie viele behaupten. Hier treffen „Sieben“ (1995) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) auf Nicolas Cage typische Momente und eine gehörige Menge Satanismus. Objektiv müsste ich zugeben, dass der Film wahrscheinlich nicht so gut ist, wie ich ihn persönlich empfunden habe. Für mich stimmt hier aber eigentlich alles. Wie für Regisseur Osgood Perkins (The Monkey, 2025) typisch, ein sehr stylischer Film, der von Beginn an die Spannung halten kann, ohne sich dabei jemals in einer gehetzten Erzählform zu verlieren, gepaart mit sehr solidem Acting, vor allem Maika Monroe (It Follows, 2014) und Blair Underwood (Gattaca, 1997), Nicolas Cage selbst ist für den Film letztlich gar nicht so wichtig, wie man zuerst annehmen sollte. Verliebt man sich stilistisch allerdings nicht so wie ich augenblicklich in den Film, fallen schnell kleine Macken auf, Cage bekommt nur wenige Chancen, einen spannenden Bösewicht abzugeben, auch wenn es ihm trotzdem manchmal gelingt. Vor allem ist der Plot aber relativ simpel und lässt sich ziemlich schnell voraussehen. Davon abgesehen bekommt ihr aber einen knackigen FBI-Thriller mit einigen gruseligen okkulten Momenten. Mir hat’s sehr gefallen.


28 Years Later: The Bone Temple (2026) [Plaion]

Spike hat seine Insel verlassen, doch nur kurz muss er das Zombie verseuchte England alleine durchqueren. Denn schon bald lernt er Sir Jimmy Crystal (Jack O'Connell) und seine Jimmies kennen. Die verrückte Satanssekte nimmt ihn auf, nachdem er einen von ihnen getötet hat, aber leichter wird sein Leben dadurch nicht…

Nur mäßig konnte mir der dritte „28“ Film gefallen, aber da ich Spaß mit Nia DaCostas Remake von „Candyman“ (2021) hatte wollte ich auch dem Knochentempel eine Chance geben. Der erste Akt ähnelt leider stark dem vorherigen Film, wobei mich die Figuren am meisten stören. Vor allem die Jimmies sind zu Beginn so derartig drüber, dass es schwer ist, sich auf das Gesehene einzulassen. Dieses Problem legt sich aber immer mehr und vor allem wenn wir uns stattdessen mit dem von Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel, 2014) gespielten Doktor befassen, entwickelt der Film sich zu etwas größeren. Auch wenn Fiennes den Film über große Strecke tragen muss, scheint das für ihn kein Problem zu sein, zugleich hilft er seinen Kollegen in gemeinsamen Szenen zu besseren Leistungen. So haben sowohl Chi Lewis-Parry (Kraven: The Hunter, 2024) als Oberzombie Samson und auch Jack O'Connell (Blood & Sinners, 2025) mit ihm zusammen ihre ausdrucksstärksten Momente. Außerdem bekommen wir dank ihm auch den wohl besten „Iron Maiden“ Moment der Filmgeschichte.

Schwach angefangen mausert sich Bone Temple in seiner Laufzeit zum interessantesten und wohl vielschichtigsten Teil des Franchise, viele kleine Ideen und ungeahnte Momente halten die Spannung aufrecht und machen sogar Lust auf einen weiteren Titel.

Die Blu-ray von Plaion kommt mit einigen kleinen Blicken hinter die Kulissen.

Mittwoch, 22. April 2026

Carlsen Manga im April 2026!

Carlsen Manga im April 2026!

Revolt #1

Deutscher Cyberpunk Manga von Dominik Jell. Spielt in einer retro-futuristischen Dystopie in der Geld jedes Problem lösen und jedes körperliche Upgrade möglich ist. Wer aber arm ist oder sich dem Megakonzern entgegenstellt kann nicht auf ein gutes Leben hoffen. Offensichtlich wird hier das Genre nicht neu erfunden, die Floppy Disk Ästhetik hat jedoch Charme und die Charaktere werden einem schnell sympathisch. Optisch muss sich dieser Titel auch nicht hinter vielen der Genrekolleg*innen der Zeit verstecken und überzeugt mit einem weichen lebendigen und aufgeräumten Stil.


Hotel Inhumans #1

Das „Hotel Inhumans“ ist ein verschwiegener Rückzugsort für die besten Auftragskiller der Welt. Hier kann entspannt werden, Dinge können Diskret verschwinden und neue Ausrüstung erworben werden. Und der Concierge erfüllt jeden Wunsch. Nette Mischung aus „John Wick“ und den Auftragskiller Elementen aus „Spy x Family“ konnte mich wegen des zu überdrehten Erzählstils, der in jede Richtung immer etwas zu sehr drüber ist, nicht so richtig abholen. Einzelne Momente sind aber nett und komisch. Die Action ist dank des soliden Artworks auch voll okay. Wird einigen sicherlich besser gefallen als mir.


Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft – Der Manga #1

Am 26. April 2026 jährt sich zum 40. mal der verheerende Atomunfall im Atomkraftwerk von Tschernobyl und um gegen das Vergessen und für die Stimmen der Opfer zu kämpfen reiste Swetlana Alexijewitsch jahrelang durch Weißrussland und die Ukraine um dort mit Opfern der Katastrophe und deren Angehörigen Interviews zu führen. Daraus entstand letztlich das Sachbuch „Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft“. Nun wurde dieses Buch von Yuta Kumagai auch als Manga veröffentlicht. Band 2 kommt im Sommer, Band 3 dann voraussichtlich Anfang nächsten Jahres bei Carlsen heraus. Die Kapitel beschäftigen sich mit verschiedenen Arten der Betroffenheit. Einmal geht es um die Frau eines Feuerwehrmanns, der an den Folgen der Strahlung nach dem Einsatz am Kraftwerk verstirbt. Ein Soldat erzählt vom Einsatz im Gebiet, wo er und andere ohne Schutzausrüstung die verstrahlte Erde abtragen mussten. Auch das Schicksal der aus Prypjat Geflüchteten und andere sehr private Auswirkungen werden hier besprochen. Die Schicksale sind sehr bewegend und passend dazu stark und emotional ins Bild gesetzt. Dabei bleibt sehr viel Raum für leise Momente, für die besonderen Details die den Betroffenen aus der Zeit in Erinnerung geblieben sind. Letztlich schafft der Manga es auch wunderbar die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen hervorzuheben, ihre Stärke mit der sie überlebten oder eben nicht und auch ihre Hoffnung wurde eingefangen. Dadurch wird hier zwar nichts geschönt, aber es wird dennoch herausgearbeitet wie in all diesem Leid menschliche Momente dafür sorgen dass, das Leben selbst nach solchen Unglücken weitergehen kann und soll. Ohne Zweifel der beste Manga des Monats.


Kleine Katze Chi in Frankreich

Die kleine Süße Katze Chi ist am Ende des letzten Manga mit ihrer Familie von Japan nach Frankreich gezogen. Jetzt wohnt sie in einem Vorort von Paris und hat sogar schon einmal den Eiffelturm gesehen. Jetzt warten neue Abenteuer auf sie und schnell stellt sie fest, dass es dort nicht nur ganz anders riecht, man kann mit den Katzen vor Ort auch einigen Schabernack treiben. Konami Kanata und Zeichnerin Catherine Bouvier haben wieder einen sehr niedlichen und leichtfüßigen Katzenmanga abgeliefert. In westlicher Leserichtung und komplett in Farbe darf Chis erneut viel erleben, was meistens in kleinen, sehr niedlichen Gags gipfelt. Sehr leichte Unterhaltung, auch für die ganz Kleinen geeignet. Katzenfans können hier wie immer bei Chi wenig verkehrt machen.


Die Gesellschaft der Tiere #3

Eigentlich sollten sich Chika und Murph hassen und versuchen sich gegenseitig umzubringen, vor allem nachdem was kurz zuvor passiert ist. Doch jetzt wo Beide niemanden mehr haben außer die Andere beginnen sie zusammen zu überleben. Sie finden sogar neue Freunde im Wald. Eine Gruppe von genetischen Mischwesen, auf Frankensteins Weise zusammengeflickte Tiermenschen, nimmt sie bei sich auf. Kurz Leben sie fast schon idyllisch als Familie in ihrem Versteck. In einer Welt, in der es aber nur Beute oder Jäger*innen gibt, hat der Frieden nur eine kurze Chance.

Der dritte Band macht einiges besser, was ich in den vorherigen Bänden kritisiert hatte. Der übertrieben forcierte Splatter und Gore Anteil wird etwas heruntergeschraubt, wodurch diesmal mehr Raum für die Charaktere und eine Handlung bleibt. Das tut der Serie sehr gut und zum ersten Mal interessiere ich mich wirklich für die Figuren. Umso effektiver also, wenn der Horror zurück kommt. Leider fühlt es sich an als würde auch der nächste Band wieder so ziemlich von vorne beginnen und die Charaktere bekommen nicht so richtig die Chance sich zu entwickeln. Wir sind aber insgesamt mit diesem Manga mehr auf dem richtigen Weg als zuvor.

Dienstag, 21. April 2026

Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!


Kalenderwoche 16 2026: In der Tiefe hört dich Niemand blubbern, Zombies, mehr Zombies & noch mehr Zombies!

DeepStar Six: Das Grauen in der Tiefe (1989) [Plaion]

Unterwasser Horror von „Freitag, der 13.“ (1980) Regisseur Sean S. Cunningham. Solide gefilmter Wasserasselhorror, der meist aber eher U-Bootkoller Grusel bietet. Stark von Ridley Scotts „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) inspiriert, widmen wir auch hier unsere Aufmerksamkeit genervten Arbeiter*innen die für zu wenig Geld, zu schlechte Arbeit leisten und mehr fluchen als dass sie ihre Pflichten erfüllen. Allen voran Miguel Ferrer (RoboCop, 1987), der nun wirklich alles falsch macht, was man falsch machen kann und dann noch so manche moralische fragwürdige Entscheidung trifft. Er spielt einen Charakter, den man wirklich gerne hasst. Die Effekte für das Asselmonster sind richtig klasse, wenn auch manchmal etwas unfreiwillig komisch. Generell schafft man es aber ziemlich gut, das Tier nur dann zum Einsatz zu bringen, wenn es auch seinen Schockeffekt nicht verfehlt. Genauso gut sind die retrofuturistischen Sets und Modellspielereien mit Unterwasserstationen und niedlichen U-Booten. Diese Trickeffekte lassen diesen kleinen Grusler durchaus deutlich teurer erscheinen als er eigentlich ist. Trotz allem handelt es sich hier nicht wirklich um einen total zu unrecht vergessenen Titel. Leider zieht sich der Film teilweise doch sehr in die Länge, was unter anderem wohl an der Gleichförmigkeit des Films und den vielen Streitereien innerhalb der Crew liegt. So richtig nervt der Film zwar nie, aber ein knackigeres Skript hätte nicht geschadet. Vor allem für Unterwasserfans bietet der Film aber einige nette Effekte und wie gesagt ist das Monster auch nicht schlecht geraten.

Bild und Ton der Plaion Blu-ray sind gut geraten. Vor allem bekommt ihr hier aber endlich eine ungeschnittene Version des Films. In der deutschen Fassung fehlen nämlich sonst einige Minuten an Dialogen, die nicht immer unwichtig sind. Als Bonus sind neben gleich drei Audiokommentaren und anderen kleinen Extras auch die deutsche Schnittfassung enthalten, für alle die schneller zum Horrorteil kommen wollen.


Verdammt, die Zombies kommen (1985)

Zurecht immer noch kultiger Punkrock Zombie Spaß mit Scream Queen Linnea Quigley (Stille Nacht – Horror Nacht, 1984), Miguel A. Núñez Jr. (Freitag, der 13. Teil V - Ein neuer Anfang, 1985) und Thom Mathews (Freitag, der 13. Teil 6 - Jason lebt, 1986). Der Soundtrack ist voll mit coolen frühen Punk und Psychobilly Bands und die Effekte bis heute großartig. Allem voran natürlich Tarman, an dessen Entstehung auch Leute von Jim Henson beteiligt waren. Der Humor funktioniert super in dem Setting, lässt aber auch stets Raum für gruselige und eklige Momente. Herz der ganzen Angelegenheit ist eine Gruppe von befreundeten Punks die gemeinsam versuchen die Auferstehung der Toten zu überleben, dank der guten Chemie zwischen den Darsteller*innen wirkt die Clique glaubwürdig und die Figuren wachsen einen schnell ans Herz.


Toll treiben es die wilden Zombies (1988)

Der zweite Teil der „Return of the Living Dead“ Reihe, ist ein ungelenker und ungewolltes Sequel ohne Ideen oder Ambitionen. Regisseur Ken Wiederhorn wollte raus aus dem Horrorgenre und man merkt dem Film durchweg an, das hier ein Regisseur gegen den Film kämpft, Witze gegen über ihn und nicht mit ihm macht. Teilweise wirkt es so als hasse er alle Figuren und auch die Beteiligten attestieren, die Dreharbeiten wären alles andere als spaßig gewesen. Teilweise wiederholt der Film einfach Gags aus dem Erstling, sogar James Karen und Thom Mathews sind wieder mit dabei, allerdings in anderen Rollen. Dann bekommen wir noch eine Bootleg Version des Tarmans, sowie einen völlig albern, doofen Humor, der sich eher an Zehnjährige als an ein Horrorpublikum richtet. Wären da nicht ein paar wenige solide Effekte, die sich jedoch sehr schnell abnutzen oder von klamaukigen Einlagen zerstört werden, hätte der Film gar keine Schauwerte.


Return of the Living Dead III (1993)

„Return of the Living Dead III“ ist der erste Teil der Reihe, dem man keinen ulkigen deutschen Titel verpasst hat. Vermutlich gut so, denn Brian Yuznas (Welcome to Hell, 1980) Beitrag zum Franchise ist deutlich düsterer, hat zwar einen leicht satirischen Ansatz kann aber auch mit ziemlich deftigen Horror dienen. Diese Abwandlung von Romeo & Julia mit Zombies bietet einige skurrile Momente, eine Menge Body Horror und kultige Zombies in Kinky Dresses. Kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mit dem mystischen Obdachlosen „Riverman“ gespielt von Basil Wallace lernen wir auch einen der Besten Charaktere des Franchise kennen. Sehr spaßig und verdreht, tolle Zombies, sympathische und interessante Charaktere, stimmungsvoll inszeniert. Klasse. Spart euch also wirklich den zweiten Teil und macht einfach hier weiter.

Donnerstag, 9. April 2026

Marvel Events: World War Hulk (Panini)

Marvel Events: World War Hulk (Panini)

Dieser Sammelband von Panini enthält World War Hulk Prologue: World Breaker und die gesamte Miniserie World War Hulk #1-#5

Vor geraumer Zeit sandten die Illuminati, bestehend aus Reed Richards, Dr. Strange, Iron Man und Black Bolt den Hulk ins All (siehe: Planet Hulk). Somit sollte die Gefahr, die vom jadegrünen Giganten ausgeht endgültig gebannt sein. Die Rakete in der er sich befand kam allerdings vom Kurs ab und landete so nicht auf einem friedlichen unbewohnten Planeten, sondern auf einer von Monstern bevölkerten Welt, über die der rote König grausam herrschte. Hulk wurde von dessen Soldat*innen gefangen und gezwungen in der Arena gegen Bestien anzutreten. Gemeinsam mit anderen Gladiator*innen wie Korg, Miek, Elloe, der Brood und Hiroim, mittlerweile seine Kriegsbrüder und Schwestern, konnte Bruce Banner die Gefangenschaft beenden. In Caiera fand er bald nicht nur eine starke Verbündete im Kampf, sondern auch eine Liebevolle Gattin. Gemeinsam wurden sie zu König und Königin über Sakaar.

Mittwoch, 8. April 2026

Marvel Events: Secret Invasion (Panini)

Marvel Events: Secret Invasion (Panini)

Enthält die komplette Miniserie Secret Invasion #1-#8 + Prolog.

Die Illuminati machten sich einst auf, um auf der Welt der Krulls, selbige darum zu bitten endlich mal Frieden zu halten. Die ständigen Angriffe auf die Menschheit waren seit langen nämlich nur noch lästig. Aber anstatt sich einschüchtern zu lassen Namen sie Dr. Strange, Mr. Fantastic und die anderen gefangen und nahmen Proben von ihnen. Merken! Wird noch wichtig. Einige Zeit später dann, töten die New Avengers Elektra, die Anführerin der Hand. Allerdings nur um herauszufinden, dass es sich dabei nicht wirklich um Elektra, sondern um die Skrull Pagon handelte. Als Spider-Woman Tony Stark darauf aufmerksam macht, wird relativ schnell deutlich, dass nun die Wahrscheinlichkeit besteht, jeder könnte nicht wirklich ein*e Held*in sein, sondern vielleicht nur ein*e getarnte*r Skrull. Als dann noch Duplikate aller gängiger Held*innen im wilden Land auftauchen und Vibranium abbauen wollen wird klar, wie groß die Verschwörung wirklich ist. Die Skrulls scheinen alle Superheld*innenteams schon vor langer Zeit infiltriert zu haben. Niemandem kann man mehr trauen und jede*r Freund*in könnte eine*r deiner schlimmsten Feind*innen sein.

Dienstag, 7. April 2026

Marvel Events: Civil War (Panini)

Marvel Events: Civil War (Panini)

Dieser Sammelband enthält die US-Hefte Civil War #1-#7

Die letzten Wochen waren für die Superheld*innen der Erde nur schwer zu verdauen. Manhattan wurde Opfer einiger Racheangriffe, die auf Nick Furys geheime Aktionen während des Secret War zurückzuführen sind. An anderer Stelle, nämlich in Las Vegas, starben bei einem erneuten Amoklauf des Hulks über zwanzig Menschen und der Hass auf die Mutant*innen ist so groß wie schon lange nicht mehr. Dies wiederum hat zur Folge das die letzten, nur knapp 200 überlebenden Mutant*innen, einen unausgesprochenem Hausarrest unterliegen und pausenlos von Sentinels bewacht werden. Hinzu kommt noch, dass Thor die Erde verlassen hat und noch Niemand kann ahnend, was der Grund dafür ist. Derartig geschwächt könnte die Superheld*innengemeinschaft viel Glück und vor allem Zusammenhalt gebrauchen. Doch dann tritt ein unerfahrenes und übermütiges Superheld*innenteam auf den Plan. Um zu Reality-TV Stars zu werden versuchen sie mit einem Filmteam im Schlepptau, ein für sie viel zu starkes Schurk*innenteam zu bekämpfen. Dabei kommen durch einen dummen Unfall viele Kinder ums Leben, was die Regierung endgültig dazu bringt sich ernsthaft mit Gesetzen bezüglich Superheld*innenaktivitäten zu beschäftigen.

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

Enthält die Graphic Novel: JLA/JSA: Virtue and Vice

Wie jedes Jahr treffen sich Batman, Superman, Wonder Woman und die anderen Heldinnen der JLA an Thanksgiving mit ihren Partner*innen aus der anderen Dimension. Also mit der JSA und ihren Mitgliedern Hawkman, Captain Marvel, Power Girl und Anderen. Was ein schönes Treffen auf dem Satelliten der Justice League werden sollte, nimmt schnell andere Züge an. Erst kommt es nur zu kleineren Unstimmigkeiten und Streits, aber plötzlich kippt die Stimmung völlig und die Held*innen gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Dabei bleibt es nicht, denn sieben der Held*innen sind vollkommen verändert und verkörpern von nun an die sieben Todsünden und könnten mit ihrem Tun die Erde in den Abgrund reißen. Bald wird klar, dass es sich bei dem Initiator dieser Verwandlung um Despero handelt, der Lex Luthor als Präsidenten der freien Welt ablösen möchte.

Montag, 6. April 2026

Marvel Events: House of M (Panini)

Marvel Events: House of M (Panini)

Dieser Sammelband enthält die gesamte Miniserie House of M #1-#8.

Wanda Maximoff, die Scarlet Witch ist unter dem etwas schädlichen Einfluss ihres Vaters Magnus, besser als Magneto bekannt, aufgewachsen. Gemeinsam kämpften sie mit terroristischen Mitteln gegen die Menschen um die Mutanten zu den Herrschenden werden zu lassen. Doch ihr Leben hat sich verändert. Sie änderte ihre Einstellung, kapselte sich von ihrem Vater ab und wurde gemeinsam mit ihrem Bruder eine Rächerin. Dort verliebte sie sich in den Androiden Vision, den sie einige Zeit später sogar heiratete. Da es den beiden unmöglich war auf üblichem Wege Nachwuchs zu zeugen, erschuf sie mit ihrer Chaosmagie zwei Kinder, die aber bald wieder verschwanden. Trotzdem lebte sie weiterhin in einer Traumwelt in der alles so war wie sie es wollte. Als die Realität endlich an sie herankam, zerbrach sie an ihrer Trauer, drehte durch und griff ihre Teamkollegen an, wobei sie unter anderem Hawkeye tötete. Zur Zeit wird sie von Professort Xavier und Magneto in den Ruinen, des durch die Menschen zerstörten Genoshas festgehalten. Allerdings kann nicht einmal ein so mächtiger Telepath wie Xavier in ihren Geist eindringen. Es muss aber etwas getan werden.

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Dieser Megaband enthält die komplette Miniserie “Secret Wars” #1-#12.

Hefte #1-#6: Von jetzt auf gleich werden Helden und Schurken der Erde plötzlich in ihre Bestandteile aufgelöst und an einem anderen Ort manifestieren sie sich dann wieder. Die Helden der Avengers: Captain America, Captain Marvel, Hawkeye, Iron Man, She-Hulk, Thor, Wasp; die X-Men: Colossus, Cyclops, Nightcrawler, Professor X, Rogue, Storm, Wolverine, sowie Lockheed der Drache; drei der fantastischen Vier: Thing, Reed und die Fackel sowie die Solohelden Spider-Man und Hulk, teilen sich ein Raumschiff mit dem vermeintlich immer bösen Mutanten Magneto. Auf eine andere Raumstation hat der neu entdeckte intergalaktische Schurke, der Beyonder, die Schurken Absorbing Man, Doctor Doom, Doctor Octopus, die asgardische Enchantress, Kang the Conqueror, Klaw, den Lizard, Molecule Man, Ultron und die Wrecking Crew gebeamt. Gemeinsam mit den anderen Schurken ist auch Galactus der Weltenfresser im Schiff eingesperrt worden, der allerdings genauso wie Magneto bei der anderen Truppe die Rolle des Außenseiters und Beobachters einnimmt.

Donnerstag, 2. April 2026

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

The Muppet Show (2026)

Auf der Theaterbühne wimmelt es nach Jahren wieder nur so von Fröschen, Hühnern, Schweinen und was auch immer Gonzo ist. Seth Rogen produziert ein neues Muppet Show TV-Special mit Gaststar Sabrina Carpenter und vielleicht kommt es ja so gut an, dass die Muppets regelmäßig zurück ins Fernsehen können. Schön wäre es jedenfalls, denn dieses kleine Revival funktioniert eigentlich ganz gut. Carpenter hat Spaß mit den Muppets, ein paar der Songs sind charmant und schmissig und die meisten Sketche funktionieren durchaus. Um einen richtigen Hype auszulösen, dafür ist dieses Special zwar nicht, wenn eine neue Muppet Show regelmäßig das Niveau halten könnte würde ich sie schauen.


Robot on the Road (2015)

Ein Sexpestroboter lässt sich von jungen Frauen per Anhalter mitnehmen und macht dabei gegen ihren willen sexualisierte Fotos von ihnen, um diese dann auf seinen Internetblog zu stellen… ähm ja… Das schlimmste ist aber das wir das wohl irgendwie charmant oder lustig finden soll, am Ende bekommt er nicht mal eine Strafe für seine Taten und macht sofort mit der nächsten Frau weiter. Als Horrorfilm würde der Plot um einen eigentlich harmlos wirkenden Roboter vielleicht sogar funktionieren so ist’s totaler Müll und schade um die sehr hochwertigen Animationen.


Der kleine Horrorladen (1986)

Herrlich überdrehtes Gruselmusical von Frank Oz und einem unfassbar guten Venusfliegenfallenmuppet. Rick Moranis spielt mal wieder den liebenswerten Nerdtrottel und hinzu gesellen sich in Cameos illustre Gäste wie Bill Murray, Steve Martin und John Candy. Großartig auch Levi Stubbs als Stimme der Killerpflanze Audrey II. Zwar können nicht alle Songs auf voller Länge ihren Charme halten, aber das macht das unglaublich gute Puppenspiel wieder wett. Teilweise kann ich gar nicht sagen wie Effekte realisiert wurden. Nicht zu glauben, dass alles hier ohne CGI erschaffen werden konnte. Top!


The Flying Luna Clipper (1987)

Einstündiger Kurzfilm. Animiert mit einem MSX Computer, vermutlich unter dem Einfluss lustiger Tabletten. In jedem Fall eine Sichtung wert. Bananenfetischist*innen kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fans von coolen Schneemenschen und pausbackigen Tomatendamen. Der Film ist eine Art Kreuzfahrt Doku, aber eben mit merkwürdigen Pixelartcharakteren und einem Wasserfrachtschiff, statt eines Ozeandampfers. Da kann man wenig falsch machen.


Picasso Trigger (1988)

Andy Sidaris ferkelt erneut auf Hawaii herum. Diesmal sorgt der fingierte Mord am Kartellboss „Picasso Trigger“ für ordentlich Trubel auf der Insel. Wie immer bei den Sidaris Streifen könnt ihr viele Playboy Bunnys und Muskel Machos erwarten, die in abstrusen Actionseqzuenzen überall in der Welt rumballern und der fleischlichen Lust frönen. Sidaris hat ein Talent dafür seine billigen Filmchen sehr viel teurer aussehen zu lassen als sie eigentlich waren, für Schauwerte wird hier immer gesorgt. Nur diesmal fehlt es dem Ganzen leider etwas an verrückten Ideen und der Plot zieht sich zusehends während zu viele Nebenhandlungen das ganze völlig Sinnlos in die Länge ziehen. Nur was für alle die, die Sidaris Klassiker schon gesehen haben.


Der Regenschirmmörder (1980)

Sexistisch, homofeindlich und rassistisch. Sogar inklusive Minstrelshow und Blackfacing. Es gibt keinen einzigen Gag in der seichten Klamaukkomödie der nicht beleidigend oder völlig daneben ist. Keine Ahnung warum Arte genau so was bringen muss...

Mittwoch, 25. März 2026

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Im kleinen Ort Dunwich im amerikanischen Massachusetts, reden zur Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts alle nur unter vorgehaltener Hand über die Familie Whateley. Vater Whateley (Axel Lutter) hat den Gerüchten zufolge etwas mit dunklen Kräften zu tun und seine Tochter Lavinia (Marie Bierstedt) erwartet ein Kind von einem Unbekannten. Kurz nach seiner Geburt beginnt der kleine Wilbur (Julian Tennstedt) sehr schnell zu wachsen und auch ansonsten werden die Aktivitäten im Hause Whateley immer verdächtiger, und schon bald ist klar, dass bei der Entstehung des Kindes dämonische Kräfte im Spiel waren.

Nachdem in den letzten Folgen für meinen Geschmack eher schwächere Stoffe vertont wurden, versucht sich Regisseur Marc Gruppe in der Folge Nummer 197 des Gruselkabinetts erneut an einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. Diesmal handelt es sich um „The Dunwich Horror“ aus dem Jahre 1929, eine Geschichte die ich gefühlt schon lange im Reigen der Gruselkabinette vermutet hätte. Lovecraft-Fans können die vom Autor gewohnt Tropen, natürlich auch die problematischen, erwarten. Was die Geschichte für mich aber zu etwas Besonderem macht, sind ihre kleineren parodistischen Anteile, in denen Lovecraft durchaus ein wenig Humor beweist und sich sogar ein wenig über das Gruselgenre lustig macht. Ein paar dieser Momente haben es auch unbeschadet in die Hörspielbearbeitung geschafft, was dieser Episode etwas Eigenständiges verleiht.

Die meisten Lovecraft-Fans werden sich aber natürlich vor allem über Anspielungen aufs Necronomicon und einige altbekannte Wesen freuen, die natürlich auch nicht fehlen dürfen. Mit Yog-Sothoth bekommt hier einer der äußeren Götter des Mythos die Ehre im Rampenlicht stehen zu dürfen. Und während ich in vergangenen Folgen kritisierte, dass die Adaptionen etwas gleichförmig und zu wenig dynamisch geraten sind, fand ich diese Folge auch in diesen Punkten wieder deutlich besser, und so wurde Yog-Sothoth Auftritt auch klanglich unheimlich und vor allem wuchtig inszeniert.

Auf gewohnt hohen Niveau agieren hier wieder altbekannte Sprecher*innen der Serie. Gewohnt gut und herrlich verschroben spielt Axel Lutter den alten Whateley, während Marie Bierstedt verletzlich und ordentlich durch den Wind spielt. Kleinere aber auch durchaus hörenswerte Parts kommen zudem von Uschi Hugo und Bodo Primus. Immer schön, die Beiden zu hören. Nach einiger Zeit wieder eine Folge für Freund*innen von deftigerem Grusel. Die Folge ist wieder dynamischer und durchgängig unterhaltsam, was nicht nur an dem guten Stoff liegt, der vertont wurde, sondern auch daran, dass die Umsetzung wieder motivierter und überlegter klingt als einige der letzten Folgen.

Montag, 23. März 2026

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Wonder Man (2026)

Nach sehr langer Marvel Abstinenz (abgesehen von Sonys Trashperlen „Morbius“, „Kraven“ und „Madame Web“) traue ich mich mal wieder in den Disney Teil von Marvel und wurde dafür mit einer charmant cleveren Dramedy Serie rund um Wonder Man (Yahya Abdul-Mateen II) und den Ex-Mandarin (Ben Kingsley) belohnt. Die knackigen Folgen vergehen wie im Flug und sind neben einer der niedlichsten Bromance mit vielen Metagags rund um Hollywood, die Schauspielkunst und der Welt von Superhelden gefüllt. Wer sich etwas mehr mit Marvel Comics auseinander gesetzt hat, wird ein paar Details mehr mitschneiden, insgesamt ist es aber nicht mal notwendig andere Filme oder Serien aus dem Universum gesehen zu haben. Dann funktioniert die Serie immer noch als Komödie mit leichten Superhelden Elementen. Neben einigen Menschen aus dem Showbiz die sich selbst spielen, lebt die Serie vor allem von dem Zusammenspiel von Abdul-Mateen und Kingsley, die hier Beide eine wirklich tolle Leistung abgelegt haben. Durch die beiden wirkt der Rest des Casts leider etwas blass, was vor allem zu einem etwas zu simplen Finale führt, das auch an Spannung vermissen lässt. Ansonsten aber vor allem ein kurzweiliger und dabei nicht völlig anspruchsloser Spaß.


The Details (2011)

Tobey Maguire vs. Waschbären. Ein Film in dem sehr viele Charaktere, sehr viele falsche Entscheidungen treffen. So richtig begründet ist ihr verhalten nicht. Weder wirklich dramatisch, noch komisch genug um als düstere Komödie durchzugehen. Was bleibt sind einige merkwürdige Momente die mich dazu gebracht haben dabei zu bleiben. Ansonsten ist es höchstens interessant zu Rätseln wer als nächstes welche unsinnige Aktion bringt. Im Kern ist hier sicherlich ein guter Film versteckt, leider wird nicht genug aus den merkwürdigen Situationen gemacht und am Ende verläuft sich sowieso alles im Sand ohne ein dringend benötigtes Crescendo.


Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)

Mal besser, mal weniger gut gealtertes (vor allem in der deutschen Synchro) Melodrama, das vor allem durch einige unvergessen gute Schauspielleistungen brilliert. Spencer Tracy gibt in seiner letzten Rolle alles und noch stärker ist einmal mehr Katherine Hepburn. Niemanden im alten Hollywood kullerten die Tränen glaubhafter aus den Augen. Sidney Poitier ist ebenfalls toll, auch wenn man wie so oft Ecken und Kanten an ihm vermisst. Denn gerade in den ambivalenten Charaktermomenten kann man erkennen wie gut sein Spiel wahrlich ist, wozu er hier nur sporadisch die Chance bekommt. Wie so viele andere Kramer Filme ist auch dieser hier ein wichtiges Zeitstück das soziale Konflikte und Errungenschaften der Zeit, ebenso wie damalige und oftmals auch Heute noch aktuelle Missstände gut vermittelt. Manchmal wirkt der Umgang mit Rassismus und der Bürger*innenrechtsbewegung etwas platt und natürlich liegt hier der Fokus auch auf einigen sehr priviligierten Menschen, Kramer scheint sich dem aber durchaus bewusst gewesen zu sein und so verfügt der Film keine einfachen Lösungen und für alle die genau hinsehen ebenso sehr viele spannende Beobachtungen. Sicherlich auch Heute noch ein lohnender Film.


Flucht in Ketten (1958)

Tony Curtis und Sidney Poitier als entflohene Sträflinge in einem Sozialdrama / Thriller von Stanley Kramer. Wunderschön, realistisch, hoffnungsvoll und melancholisch zugleich gefilmt, handelt der Film offensichtlich von Rassismus, in den Zwischentönen und das ist hier viel interessanter, auch davon wie nicht nur Hautfarbe, sondern vor allem auch Klasse und Geschlecht Menschen in vorbestimmte Bahnen steckt aus denen es nur schwer möglich ist auszubrechen. Umso schöner sind die kleinen Momente der Freiheit, sowie Funken der Solidarität. Poitier spielt hier unfassbar gut, wohl besser als in fast allen seiner Rollen, aber auch Tony Curtis spielt sehr eindringlich einen hoffnungslos wütenden Mann, der immer wieder Facetten seines besseren Ichs, aber auch eine sehr viel bösere Version von sich selbst zum Vorschein kommen lässt.