Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. September 2026

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Thunderbolts* (2025)

Wenig bunt, wenig Situationscomic, ertragbar viele versucht witzige Sprüche und etwas mehr Anspruch als gewohnt lassen die „Thunderbolts“ zu einem der unterhaltsameren Marvel Filme der aktuellen Phase werden. Vor allem dass, das Thema Trauma und Depressionen in einem Film dieser Art halbwegs ernsthaft angegangen wird ist respektabel und dank Florence Pugh und Lewis Pullman bekommen die emotionalen Momente sogar etwas Gewicht. Der Rest ist aber nicht mehr als die vorherigen Marvel Filme. Adäquate Actionszenen, etwas leichter Humor mit Pathos und Gezanke.

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit (2026) [Plaion]

Spielberg muss mal wieder über den Erstkontakt mit Alien reden. Hier macht er leider nichts neues, die Aliens sind langweilig, der Film insgesamt auch technisch nur auf akzeptablen Niveau. Es passiert eigentlich nie etwas wirklich interessantes und wenn doch, dann kommt ein merkwürdig aussehendes CGI Tier und macht alles kaputt. Wäre es nicht Spielberg, hätte der Film es sicherlich nur auf direkten Weg zu den Streaming Anbieter*innen geschafft. Schnarchig.

Als Bonusmaterial bekommt ihr lediglich ein kleines Video über die Zusammenarbeit zwischen Spielberg und John Williams.

Der goldene Pfeil (1962) [Plaion]

Heute ist der italienische Regisseur Antonio Margheriti wohl vor allem für „Asphalt-Kannibalen“ bekannt. Umso erstaunter war ich als ich feststellte das der Sandalenfilm „Der goldene Pfeil“ ebenfalls unter seiner Regie entstanden ist. Dabei handelt es sich nämlich um einen Film den ich in meiner Kindheit oftmals im Fernsehen sah, natürlich ohne zu wissen wer Margheriti war und womit er sonst so die Moral junger Menschen korrumpierte. Bei diesem 60er Jahre Machwerk geht es allerdings noch recht brav zu. Ein Gauner mit einem Herz aus Gold, aber etwas zu viel Arroganz will die Prinzessin von Damaskus ehelichen und dabei zugleich den despotischen Wesir stürzen. Dazu brauch er aber den goldenen Pfeil. An diesen wiederum gelangt er nur wenn er einige körperliche, geistige und moralische Aufgaben bewältigen kann. Das ganze ist solide gefilmt, bietet einige nette Kulissen, viel stumpfen Humor und natürlich eine altbackene Liebesgeschichte. Wer aber für das Plastikkrokodil bleibt wird belohnt. Insgesamt ein ganz amüsantes Märchen.

28 Days Later (2002) [Plaion]

Tierbefreier*innen dringen in ein Versuchslabor in London ein, in dem gefährliche Experimente mit Viren an Schimpansen durchgeführt werden. Entgegen das betteln einer der Forscher, öffnen sie fälschlicherweise den Käfig und lassen somit eine schreckliche Plage auf die Menschheit los. Schon kurz darauf sind fast alle Bürger*innen Groß Britanniens, die sich nicht ins Ausland absetzen konnten, mit dem Tollwut ähnlichen Virus infiziert.

28 Tage später wacht Jim (Cillian Murphy) allein, verwirrt und orientierungslos aus einem Koma auf. Er ist ganz allein in einem Krankenhaus und das mitten in London. Er weiß nicht was geschehen ist, aber schon bei seinem ersten Treffen auf die Infizierten muss er alles geben um nicht zu sterben. Im letzten Moment wird er von Selena (Naomie Harris) und Mark (Noah Huntley) gerettet. Die beiden bringen ihn auf den neuesten Stand der Dinge und gemeinsam versuchen sie einen sicheren Ort zu finden.

„28 Days Later“ war lange Zeit ein Hassobjekt für mich, was daran lag das der Plot von Zombieähnlichen Monstern handelt die rennen können. Ein Frevel, so was würde ich nicht unterstützen. Als Teenager hielt ich es für unmöglich so einen Film gut zu finden. Durch einen Zufall sah ich dann irgendwann doch. Es kam wie es kommen musste und natürlich bin ich heute großer „28“ Fan. Ich finde soviel daran toll. Es fängt mit den Tierbefreier*innen an, diese Menschen wollen ein paar Affen aus der Hölle dieser Versuchsanstalt befreien und lösen damit diese Katastrophe aus. Zeigt uns das die Menschen selbst mit den edelsten Motiven nur in der Lage ist die Welt untergehen zu lassen. Danach geht es weiter mit Cillian Murphy (Inception), der mir auch als Scarecrow in den Nolan Batmen sehr gefällt. Diese Szenen in denen er ohne Dialog durch die verlassenen Straßen von London läuft haben soviel Atmosphäre, einfach toll. Und dann ist da noch Selena, gespielt von Naomie Harris (hat sie jemals wieder etwas gutes gedreht? Dinotopia und Ninja Assassin sind schöner trash aber doll ist das nu auch nicht.). Eine starke schwarze Frau, womit man wohl versucht hat noch einen draufzusetzen auf Duane Jones Figur aus „Night of the Living Dead“. Zumindest erinnert sie doch sehr stark an Ben.

Das die „Infizierten“ sich so schnell bewegen können sagt mir trotzdem nicht zu und zum Ende hin bricht die Atmosphäre immer wieder ein wenig ein. Insgesamt handelt es sich bei „28 Days Later“ aber um einen gelungenen und äußerst stimmigen Epidemie Film.

Die 4k Disc von Plaion bietet neben einem Audiokommentar auch deleted Scenes, auch diese wenn gewünscht mit Audiokommentar, Storyboards, eine Fotogalerie und mehr.

La Maison ensorcelée (1907)

Sechs minütiger Kurzfilm aus dem Jahre 1907. Eine französische Produktion des spanischen Regisseurs Segundo de Chomón (The Frog, 1908). Darin suchen drei Reisende Zuflucht in einer alten Hütte, in der sie sich dann aber mit Poltergeistern herumärgern müssen. Diese lassen Möbel verschwinden, drehen das Haus oder bereiten in einer putzigen Stop-Motion Sequenz auch das Frühstück vor. Charmanter kleiner Film, der vor allem durch tolle Set-Ideen, aber auch durch Stop-Motion, sowie Front- und Rückprojektionen Arbeitet. Ein tolles Beispiel für frühe Filmtricktechnik.

The Ape Man (1943)

Bela Lugosi spielt einen verrückten Wissenschaftler der sich zu viel Affensaft gespritzt hat. Jetzt hilft nur noch menschliches Rückenmark, aber woher nehmen wenn nicht stehlen? Freiwillig will sich jedenfalls niemand ins Rückenmark piksen lassen und so muss Affenmann Lugosi mit seinem treuen Begleiter, einem echten Gorilla (oder eher einem Menschen im Gorillavollkostüm) auf Menschenjagd gehen.

Mit nur 64 Minuten Spielzeit ist der Spuk zum Glück schnell vorbei. Allein das blöde 4th Wall breaking Ende und das Gorillakostüm sind somit eine Sichtung wert. Ansonsten hat Lugosi noch 1-2 starke Monologe in denen man erahnen kann wozu er eigentlich fähig ist. Der Rest verirrt sich leider in immer selben Szenen in den immer selben drei Räumen, ein Horrorthrillermysterykrimi mit vielen Charakteren die nichts zur Handlung beisteuern und am Ende ist es natürlich die Liebe die das Ungeheuer getötet hat.

Freitag, 4. September 2026

Kalenderwoche 36: Der Präsident wird rot vor Zorn, schwebende Schildkröten & hungrige Hummer!

Kalenderwoche 36: Der Präsident wird rot vor Zorn, schwebende Schildkröten & hungrige Hummer!

Captain America: Brave New World (2025)


Merkwürdiger Film der den Spagat sucht zwischen amerikanischer Power Fantasy und einer Kritik der aktuellen Sozialen Probleme des Landes. Am Ende schafft der Streifen aber beides nicht, sodass es egal ist was man selbst denkt, unzufrieden sind am Ende alle. Vor allem versucht man sich hier an einem politischen Gewissen ohne soziale oder geopolitische Konflikte anzusprechen. Alles komplett wischiwaschi ohne Rückgrat. Hinzukommt ein schrecklich unpassend gecasteter Harrison Ford, der sich müde durch den Film kämpft und Protagonist*innen sowie Schurken, die stets eindimensional bleiben und deren Dialoge jegliche Charakterentwicklungen behindern. Da helfen auch keine Gastauftritte von Liv Tyler und Sebastian Stan.

Gamera the Brave (2006)

Dieser, der bisher letzte abendfüllende Gamera Streifen, ist wieder deutlich kindgerechter als es die 90er Trilogie war. Etwas traurig darüber war ich schon, dafür bekommen wir hier auch einige Babygamera- und Teenagegameraaction geboten. Und da muss man zugeben: Knuffig ist das alles schon und selbst das CGI ist nicht so schlecht wie erwartet. Zudem sind die Monsterkostüme wieder richtig gut und ausdrucksstark geworden. Der Kampf zwischen Gamera und dem fiesen Varan hat es dann auch in sich und schafft es geschickt zwischen klamaukigen Momenten, viel Kitsch, aber auch bedrohlichen Szenen und einigen sehr guten Miniaturszenen zu balancieren. Insgesamt ist der Plot mit den Kindern etwas ermüdend, insgesamt fühlte ich mich aber gut unterhalten.

Teenagers from Outerspace (1959)

Aliens haben die Erde als Weideort für ihre gigantischen Monsterhummer auserkoren. Einer der Aliens entdeckt dann jedoch das Menschen auf dem Planeten leben und bekommt plötzlich doch Gewissensbisse und versucht gemeinsam mit einem Mädchen und ihrem Opa seine Kumpels von diesem Plan abzuhalten. Herrlich wirres Drive-in Kino für alle, die grottige Effekte und Acting lieben, das so hölzern ist, dass wir damit den Amazonas wieder aufforsten könnten. Toll. Fünf von Fünf buttrige Hummerscheren!

Sonntag, 30. August 2026

Carlsen Manga im September 2026!

Carlsen Manga im September 2026!

Dragon Hunt Tribe #2

Zweiter Band von Shiro Kurois Dark-Fantasy Reihe. Der Band handelt von der Trainingsprüfung unserer Protagonist*innen, bei der sie sich auf einer kleinen Insel einem ausgewachsenen Drachen stellen müssen. Der Kampf ist ziemlich episch aber bodenständiger als man es allgemein von einem Manga erwarten würde. Die Attacken haben Gewicht und Konsequenzen es sterben immer wieder liebgewonnene Charaktere und der sehr europäisch beeinflusste Zeichenstil verleiht dem ganzen seinen düsteren, dreckigen Anstrich. Während all der Action bleibt dennoch Zeit für etwas Philosophie und auch die sozialen Dynamiken in solch einer Welt werden gut ausgelotet. Auch der zweite Band ist also ziemlich stark und macht erneut Lust auf mehr. Ein interessante Mischung aus „Monster Hunter“ und „Attack on Titan“.

Once Upon a Dream – Der Manga

Und genau deshalb sollte ein Prinz nicht ohne Konsent eine schlafende Prinzessin küssen. Jetzt ist er auch eingeschlafen und muss sich gemeinsam mit Prinzessin Aurora durch die Träume der Prinzessin kämpfen. In dieser Manga Neuinterpretation von „Dornröschen“ in der die Prinzessin zum Glück etwas mehr Wirkmacht verliehen bekommen hat finden wir uns erneut im „Twisted Tale“ Universum wieder. Hier werden altbekannte Disneystoffe im Stile japanischer Manga neugegossen, wobei man sich hier dann eher an ein Teenage Publikum richtet. Das sieht dann eigentlich auch ganz nett aus ist flott geschrieben und könnte durchaus auch als verlorengegangener Fantasy / Magical Girl Manga der Neunziger durchgehen. Bisher jedenfalls meine liebste Neuinterpretation in diesem Stile.

Stitch reist in der Zeit #2 - … ins Italien der Renaissance

Diesmal hat es Stitch ins Italien der Renaissance verschlagen, wo er den Fiesling Van Hamsterdam aufhalten muss, damit dieser wiederum nicht die Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen kann. Gewohntermaßen gelingt das unserem putzigen Alienfreund natürlich nicht ohne das er selbst für ein mittelschweres Chaos sorgt. Action- und Temporeich geht Stitchs Reise durch die Epochen weiter. Lustig wie immer und nebenbei auch etwas lehrreich kommt er in so manche turbulente Situation. Das Artwork ist etwas einfach aber dennoch dynamisch und ausdrucksstark aufs Papier gebracht. Für Stitch Fans wieder eine sichere Wahl.

Und dann gab’s keines mehr #1

Aya Nikaido versucht sich an einer Mangaadaption einer von Agatha Christies bekanntesten Geschichten. Der erste der drei Bände braucht natürlich, wie die Vorlage auch, relativ lange um alle Protagonist*innen vorzustellen. Dabei wird aber ziemlich schnell deutlich, dass es sich hier eine relativ trockene und starr übernommene Adaption des Stoffes handelt. Es werden wenig eigene Ideen eingebunden, die sich das Medium Manga zu Nutze machen würden. So bleibt zwar ein solide gezeichneter und geschriebener Manga zurück, dem es aber an Charakter und Seele fehlt. Wen ihr also auf der Suche nach einem Cozy Krimi seit, dann könnt ihr ruhig zugreifen, aber diese Adaption bringt dieser Geschichte keine neue Facette hinzu.

Freitag, 28. August 2026

Kalenderwoche 35 2026: Bubble Buddies, blockige Buben & Schusssichere Tänzerinnen!

Kalenderwoche 35 2026: Bubble Buddies, blockige Buben & Schusssichere Tänzerinnen!

Der Astronaut - Project Hail Mary (2026) [Plaion]

Nach dem großen Erfolg von „Der Marsianer: Rettet Mark Watney“ (2015) nun also die nächste Verfilmung eines Science-Fiction Romans von Andy Weir. Gewohnt unverschämt charismatisch schlingelt sich Ryan Gosling (Blade Runner 2049, 2017) auch hier gekonnt durch den Film und kein seine spleenige Rolle publikumsfreundlich auf die Leinwand bringen. Dabei können seine Interaktionen mit seinem Alienfreund, wie aber auch mit der gewohnt großartigen Sandra Hüller (In den Gängen, 2018) ulkig, albern, herzlich aber auch herzzerreißend sein. Der Film schwankt dabei zwischen harter Science-Fiction, Drama, Komödie und ist dabei aber auch immer ein wenig wie ein 80er Jahre Science-Fiction für die ganze Familie. Kann durchaus verstehen wenn das für viele etwas zu sehr gezuckert oder gar kitschig erscheint. Ich fühlte mich aber oft daran erinnert das viele Science-Fiction Filme meiner Kindheit eine ähnliche Stimmung hatten, die bei mir Interesse an Wissenschaft und ebenso eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckten. Etwas das wir heute sicherlich dringend brauchen können, gerade wenn sogar unser Eskapismus von Sarkasmus und Nihilismus durchzogen ist. Auch schön ist hier, dass einige der Alieneffekte noch handgemachtes Puppenspiel sind und der Eridianer dadurch sehr viel mehr Persönlichkeit bekommt, als wenn es ein CGI Wesen wäre.

Im Bonusteil der Plaion Scheibe bekommt ihr ein paar entfallene Szenen, einen kurzen Blick hinter die Kulissen und einen recht interessanten Audiokommentar der Regisseure.

Ein Minecraft Film (2025)

Joa der Titel hat recht, dass ist ein Minecraft Film. Was Jack Black und Jason Momoa da machen weiß ich nicht so recht. Ich habe keine Ahnung vom Spiel, denke aber nicht, dass der Film mir bei meinem Verständnis geholfen hat. Teilweise ist das CGI schon ganz beeindruckend und ein paar Witze sind so doof, es ist dann doch ganz witzig. Glaube aber insgesamt war mir bisher wenig so egal wie dieser Streifen und ehrlich gesagt erinner ich mich auch an nichts mehr außer das da ein Schwein ist, das aussieht wie ein From Software Endgegner.

Lola Colt... sie spuckt dem Teufel ins Gesicht (1967)

„Lola Colt... sie spuckt dem Teufel ins Gesicht“ ist erstmal ein starker Titel und Lola, gespielt von der US-amerikanischen Tänzerin Lola Falana ist durchaus charismatisch genug ein paar der Szenen zu stemmen. Nur ein paar Jahre zuvor wurde Lola ein kleiner Star nachdem sie am Broadway als Tänzerin für Sammy Davis Jr. auftrat. Diese Bekanntheit führte sie schließlich nach Italien wo sie diesen kleinen, familientauglichen Italo-Western abdrehte. Es geht um eine Tanzmaus, die aber auch gut mit Colt und Pferd umgehen kann und schließlich nicht nur das Herz des ortsansässigen fast Arzt erobert, sondern auch eine kleine Stadt vor El Diablo und seiner Gang rettet. Das ist recht kurzweilig und meist ziemlich unaufgeregt. Die Action ist herrlich planlos und einen logisch nachvollziehbaren Handlungsablauf brauch man dann auch nicht. Am Ende ist jedenfalls alles gut, Lola findet Liebe. Sant’Anna ist gerettet. Wir verdrücken eine Träne für den kleinen irischen Jungen der sich im Kampf geopfert hat. Ordnung ist wieder hergestellt.

Freitag, 14. August 2026

Kalenderwoche 32 2026: Albtraumgrille, Geisterfische, chaotische Kopfgeldjäger*innen & Auferstehung!

Kalenderwoche 32 2026: Albtraumgrille, Geisterfische, chaotische Kopfgeldjäger*innen & Auferstehung!

Pinocchio: Unstrung (2026) [Plaion]

Wie auch bei den anderen Filmen des Jagged Edge Poohniverse handelt es sich auch bei dieser eher freien Adaption des „Pinocchio“ Stoffes um einen krassen, kruden und effektreichen Billighorrorfilm. Der Film lebt von seinen überbordend extremen Effekten, die oftmals an klassische Warner Brothers Cartoons mit Gore erinnern. Die Kinderdarsteller sind eigentlich ganz cool gecastet und haben sichtlich ihren Spaß. Auch die Handgemachten Puppeneffekte können gefallen und Robert Englund (Galaxy of Terror, 1981) als die Stimme der bösen Variante von Jimminy Cricket ist was nettes für Genrefreund*innen. Insgesamt kommt öfter mal Langeweile auf und zumindest bei mir haben sich diese Goreszenen meist recht schnell totgelaufen vor allem da ohne eben diese kein echter Film mehr übrig bliebe.

Die Blu-ray hat einiges an Extras zu bieten. Neben einem Audiokommentar auch noch Making-Ofs, Behind the Scenes, Interviews und entfallene Szenen. Schöne Veröffentlichung, die vor allem auch zeigt wie viel Spaß die Macher*innen hatten.

Angel’s Egg (1985)

Auch Heute noch eine unbeschreiblich schöne OVA des „Ghost in the Shell“ (1995) Regisseurs Mamoru Oshii. Es handelt sich dabei um einen höchst philosophischen und ruhigen Anime, der die meiste Zeit völlig ohne Worte auskommt. Die Handlung bleibt vage und lädt dazu ein sich selbst eine Meinung zu bilden. Visuell ist das Ganze atemberaubend schön. Ein Gedicht in Finsternis.

Trigun: Badlands Rumble (2010)

Ganz netter Film zur „Trigun“ Animeserie. Ein paar nette Actionsequenzen und beliebte Charaktere der Serie machen den Film für Fans ganz brauchbar. Insgesamt ist die Serie jedoch sowohl tiefsinniger, emotionaler und vor allem deutlich besser geschrieben. Einige Folgen haben deutlich komplexere Handlungsfäden und ein besseres emotionales payoff als dieser 90 minütige Film.

Wake Up Dead Man (2025)

Rian Johnsons dritter Teil der „Knives Out“ Krimis beweist vor allem wieder das Johnson unglaublich interessante und merkwürdige Figuren schreiben kann. Hier werden diese von einem tollen Ensemble zum Leben erweckt, dass es eine Freude ist. Zum Ende hin vielleicht etwas zu sehr gestreckt unterhält der Film dennoch besser als der zweite Teil und kombiniert Cozy Crime mit viel Humor und einigen bissigen gesellschaftlichen Spitzen.

Dienstag, 30. Juni 2026

Carlsen Manga im Juli 2026!


Carlsen Manga im Juli 2026!

Dead Rock #3

Yakuta steckt in einem gefährlichen Labyrinth fest, das nur kurz zuvor noch die Bibliothek der Dead Rock Schule war. Dort ist er auf der Suche nach einem geheimnisvollen Buch, dass Informationen über die Schwachstelle Gottes enthält. In diesem Labyrinth muss er sich Cougar stellen, dem unglaublich starken Schülerboss.

Standard Shonen Manga mit ein paar ganz netten Ideen. Das Artwork ist auch okay, ein paar der Charakterdesigns haben sogar Potential für etwas besseres. Insgesamt wirkt das Ganze aber stark nach Genre Fließbandarbeit. Nicht wirklich schlecht, aber auch so egal und identitätslos, das es wohl nur was für alle ist, die bereits den Rest des Genres abgefrühstückt haben.


Fukuneko – Die Glückskatzen #3

In einer kleinen Stadt in Japan bekommen Menschen, die einsam sind oder emotionale Unterstützung brauchen kleine Katzenmädchen mit magischen Kräften an ihre Seite. Sowie Yota der seine Mutter vermisst oder Midori das ihr Kind verloren hat.

Zuckersüße Mischung Ultracuteness und Slice of Life. Das Artwork ist Zweck mäßig, die Handlung meist leider auch. Ist zwar schon süß, aber wenn wir vom Cutenessfaktor absehen bleibt hier nicht viel. Vor allem da die hier angesprochenen Probleme leider nie ernsthaft thematisiert werden oder man hierbei mehr in die Tiefe geht. Am Ende bleiben nur niedliche Katzenmädchen die als Schlüsselanhänger wohl ihre Fans finden werden, aber ihre alltäglichen Abenteuer geben leider nur wenig her.


Shinobi Undercover #1

Auch in unserer modernen Zeit hüpfen Ninjas nachts von Dach zu Dach um geheime Missionen zu erfüllen. Nun soll Ninja Geheimagent Yodaka allerdings eine Mission im hellen Tageslicht ausführen. Er soll die Oberschülerin Aoi Mukai beschützen. Als Ninja zwar ein Ass, als Oberschüler aber eher awkward, wird der Schulalltag wohl seine bisher schwerste Aufgabe.

Ippon Takegushi und Santa Mitarashi, bekannt geworden durch „Candy Flurry“ das im Shonen Jump zu lesen war, präsentieren mit „Shinobi Undercover“ ihre neueste gemeinsame Serie. Genauso wie im Vorgänger bekommen wir auch hier eine rasante Mischung aus Action und Comedy, die mal mehr, mal weniger gut funktioniert und unterhält. Die Charakterdesigns, Action und vor allem das Seitenlayout sind wirklich sehr gut geraten. Einige Momente kommen sogar ein einige der besten Shonen Titel der aktuellen Zeit heran. Jedoch kann das alles nur durch eine sehr behelfsmäßige Handlung zusammen gehalten werden. Eine Story die Kapitel für Kapitel in einem Manga Magazin funktionieren kann, aber in Tankobon Form bietet der Manga nicht genug interessantes um die Aufmerksamkeit der Leser*innen lang genug halten zu können. Hat aber durchaus Potential.


Dr. Slump #4

Herzstück des vierten Sammelbands von Akira Toriyamas (Dragonball) Nonsense Comedy „Dr. Slump“ ist der mehrere Kapitel umfassende Epos über den großen Grand Prix von Pinguinhausen. Arale, Senbei, Parzan, Suppaman, Midori und viele andere liefern sich das wildeste Wettrennen seit „Speed Racer“. Da bleibt nichts heil und keine Hose trocken. Da helfen auch keine Ultraman und oder Samurai Parodien. Der Humor bleibt unglaublich blöde, aber dabei auch immer überraschend und unvorhersehbar. Die illustre Truppe aus schrulligen Charakteren ist immer ein fest und der stilsicher, stilfreie Stil von Toriyama bockt auf jeder Seite. Kann man nichts falsch machen wenn der Humor auch mal unterirdisch sein darf.

Montag, 22. Juni 2026

Kalenderwoche 25 2026: Marmelade & eine Schüssel Erdbeeren!

Kalenderwoche 25 2026: Marmelade & eine Schüssel Erdbeeren!

Paddington (2014)


Teils mühselige Familienkomödie mit vielen herzlichen, schönen Momenten. Großteils verläuft der Humor hier ins leere, dafür können aber ein paar Actionsequenzen und Ekelmomente wohl den Kleinsten Freude bereiten. Ich denke vor allem ohne Nicole Kidmans (Babygirl, 2024) Villain Part könnte der Film um einiges weniger anstrengend sein.


Das siebente Siegel (1957)

Mein liebster Ingmar Bergman (Wilde Erdbeeren, 1957) Film. Wunderschöne Bilder, gelenke Dialoge und ein großer Reigen interessanter Charaktere, angeführt von Max von Sydow (Der Exorzist, 1973) als Ritter Block. Der Film setzt sich auch Heute noch auf Interessante weise mit Religion, Tod, Krieg und Seuche auseinander. Dabei ist Manches besser als Anderes und wieder Anderes besser als geahnt gealtert. Ein manchmal schwerfälliges, aber auch leichteres Kunstwerk als man annehmen würde. Für mich ist der Film voller ergreifender Szenen und er enthält sogar eine meiner liebsten Filmszenen überhaupt.


Hellraiser (2022)

Komplett hassenswerte Charaktere machen nur dummes Zeug in einem Film der mit dem Cenobiten Mythos macht was er will. Stimmig ist das jedenfalls nicht. Die neuen Cenobiten Designs sind merkwürdig clean, ungruselig und ohne jegliche sexuelle Energie. Insgesamt ein super unaufregender und sauberer Film fürs Hellraiser Franchise. Fühlt sich nicht nach Hellraiser an, sieht auch nicht so aus. Technisch sicherlich besser als spätere Filme der Reihe, aber dennoch komplett uninteressanter und viel zu langer Hochglanzmüll.

Dienstag, 9. Juni 2026

Kalenderwoche 23 2026: Nur ein Mops, VERGEBUNG, Geier in teuren Roben & vom Tisch getretene Gläser!

Kalenderwoche 23 2026: Nur ein Mops, VERGEBUNG, Geier in teuren Roben & vom Tisch getretene Gläser!

Good Luck, Have Fun, Don’t Die (2025) [Leonine]

Ein Mann aus der Zukunft (Sam Rockwell) betritt zum 107 mal ein Diner in Los Angeles. Sein Ziel: Er muss in diesem Diner die perfekte Kombination aus Begleiter*innen auswählen mit denen er innerhalb einer Stunde die Entstehung einer KI verhindern muss, die in der Zukunft die gesamte Menschheit unterjochen wird.

Spaßig düsterer Science-Fiction Horror mit einer tollen Leistung von Sam Rockwell (Jojo Rabbit, 2019) in der Hauptrolle. In Nebenrollen gefielen mir vor allem Haley Lu Richardson (Split, 2016), Michael Peña (Der Marsianer, 2015) und Zazie Beetz (Atlanta, 2016-2022). Die Setdesigns sind auch toll und ihr bekommt einige, absichtlich, müllige Effekte, die dennoch sehr lustig sind. Der Plot arbeitet sich ordentlich an aktuellen gesellschaftlichen Problemen ab, dabei wird die Satire absurd genug um zu unterhalten, der mahnende Zeigefinger wird dabei oft genug zum verdienten Mittelfinger. Insgesamt hat Gore Verbinski (A Cure for Wellness, 2016) hiermit eine gelungene Techsatire geschaffen, auch wenn man manchmal den Eindruck nicht los wird man hätte einfach nur ein paar alte „Black Mirror“ Folgen durch den Mixer gejagt. Ansonsten stört eigentlich nur das Ende ein wenig, das sich durch ein paar klischeebeladene Momente und unnötige Erklärungen in die Länge gezogen wird.

Bonus der Collector’s Edition ist ein fünf minütige Featurette auf der Blu-ray und drei Postkarten die beiliegen. Da hätte es gerne etwas mehr sein dürfen.


Scarlet (2025) [Plaion]

„Dark Souls“ das Musical! Zu Beginn schafft Mamoru Hosoda (Ame & Yuki, 2012) es mit Leichtigkeit uns in eine interessante Version des Fegefeuers zu entführen. Menschen aller Kulturen, Religionen und Epochen treffen hier aufeinander und warten auf Himmel oder Hölle. Dabei sind sie ständig Gefahren ausgesetzt. Am Himmel lauern Drachen, größer als Städte. Am Boden rauben Diebe, andere Diebe aus, die zuvor noch schwächere Menschen beklaut haben. Doch dann stolpert unsere Heldin Scarlet in diese Welt, nachdem sie durch den Plot von „Hamlet“ ihren Vater hat sterben sehen und schließlich ebenfalls durch ihren Onkel ums Leben kam. Was folgt ist ein diffuses Märchen, das von Rache, Vergebung und scheinbar auch von der Frage handelt was eigentlich Liebe ist. Substanz hat das Ganze jedenfalls nicht. Alles wird unendlich oft wiedergekäut und die moralische Botschaft des Films kann nur solange überleben wie man sich nicht daran erinnert was noch vor fünf Minuten geschehen ist. Als jemand der nur wenig mit modernen 3D Animationen in Anime anfangen kann, muss ich sagen, dass einige Szenen wirklich toll aussehen. Animationen sind geschmeidig und ausdrucksstark, manche Szenen sind unheimlich schön. Dazwischen gibt es aber auch sehr viele hässliche Momente, die teils sogar nicht ganz fertig aussehen, als hätte man nur Platzhalter Texturen genutzt oder die Licht Shader vergessen oder einfach nur ein jpg Bild als Hintergrund eingefügt. Hat mir gar nicht gefallen, vor allem ist es noch ärgerlicher, weil hier im Kern etwas sehr gutes versteckt ist, das leider nie das geworden ist was es sein könnte.

Der Film sieht in 4k wirklich schön aus und die Disc hat sogar ein paar kleine Extras wie Skizzengalerien und Storyboard vergleiche.


Der dunkle Kristall (1982) [Plaion]

Jim Hensons (Die Reise ins Labyrinth, 1986) erstes große Projekt außerhalb von „Sesamstraße“ und „Muppets“ war ein ambitioniertes, eher überambitioniertes, fast schon größenwahnsinniges Projekt. Seine Idee einen epischen, düsteren Fantasyfilm nur mit Puppen zu erschaffen war zu dem Zeitpunkt noch undenkbar und wurde auf diesem Niveau bis Heute nicht mehr versucht. Die Sets sind unglaublich schön und haben teilweise gigantische Ausmaße angenommen, auch wenn zusätzlich noch viel Tricktechnik mit Matte Paintings und Miniaturen zum Einsatz kamen. Unzählige Puppen jeder nur vorstellbaren Art kommen zum Einsatz und alle Trickeffekte, damals natürlich noch alles ohne Computer, aber auch ohne Zeichentrickeffekte, vereinen sich zu einer schlüssigen Welt, die unsere Realität schnell vergessen macht. So ist es auch Heute noch möglich völlig in die Welt des dunklen Kristalls einzutauchen und mit seinen Bewohner*innen mit zu fiebern. Ein wirklich fantastischer Film, der auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Magie verloren hat und groß und klein weiterhin in seinen Bann ziehen kann.

Die 4k Version von Plaion kommt mit einem toll restaurierten Bild und einem Audiokommentar von Brian Froud. Auf der Bonus Disc gibt es mehrere Dokus über die Entstehung des Filmes, Deleted Scenes und eine Q&A Runde mit Linda Henson, sowie eine sehr umfangreiche Bildergalerie.


Das Schloss im Schatten (1955) [Plaion]

Späte US-amerikanische Fritz Lang (Vor dem neuen Tag, 1952) Produktion. Es handelt sich dabei um einen gediegenen Abenteuerfilm, in dem ein Waisenkind (Jon Whiteley) nach dem Diamantschatz seiner Urahnen sucht und dabei eine unkonventionelle Allianz mit einem Schmuggler (Stewart Granger) mit heimlichen Herz aus Gold eingeht. Der Film ist nach heutigen Maßstäben sicherlich nichts aufregendes mehr und auch erwartet man bei dem Namen Fritz Lang ein größeres Kunstwerk, aber „Moonfleet“ kann durchweg gut unterhalten und bietet mit Sets wie der unterfriedhöflichen Schmuggler Höhle oder dem Brunnenturm viel fürs Auge. Auch weinige aufwendige Kostümszenen zeigen, dass es sich hier nicht um einen günstigen Film handelte. Ein ruhiges, gut inszeniertes und insgesamt stark gespieltes Abenteuer. Vielleicht kein großer Klassiker aber genau die richtige Unterhaltung für einen faulen Nachmittag.

Plaion präsentiert den Film erstmals deutsch vertont auf DVD und Blu-ray. Das Bild könnte noch etwas knackiger sein. Sound und Synchro sind aber schön geworden. Als Bonus findet ihr auf der Disc noch einige Featurettes und eine Bildergalerie.

Montag, 8. Juni 2026

Attack on Titan – Die erste Staffel (2014) [Plaion]

Attack on Titan – Die erste Staffel (2014) [Plaion]

Die Menschheit war einst Herrscher über ihre eigene Welt. Niemand konnte ihnen etwas antun und sie lebten in Freiheit und Wohlstand. Über Nacht endete dies aber sehr abrupt und für alle Zeit. Aus dem Nichts tauchten plötzlich Titanen auf. Dabei handelt es sich um meist circa 15 Meter große, menschenähnliche Monstren. Ihr einziges Ziel scheint es zu sein Menschen zu fressen. Alle anderen Lebewesen lassen sie in Frieden und selbst ohne Nahrung kommen sie gut klar. Sie wollen also wirklich nur Menschen fressen, keinen anderen Sinn hat ihr Dasein. Es dauerte nicht lange bis die Menschheit fast vollkommen ausgerottet wurde. Seit über 100 Jahren haben sich die letzten Überlebenden in ihre letzte Stadt zurückgezogen. Dort lebten sie bis vor kurzem ziemlich sicher hinter einigen 50 Meter hohen Schutzmauern. Jedenfalls solange bis ein Titan auftauchte der selbst genauso groß war. Er trat die Mauer ein, wodurch die Titanen den äußersten Verteidigungsring vollkommen einnehmen konnten.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Kalenderwoche 22 2026: Glaskugeln, Basketball mit Ziegen und nicht näher geklärte Charaktermotivationen!

Kalenderwoche 22 2026: Glaskugeln, Basketball mit Ziegen und nicht näher geklärte Charaktermotivationen!


Die Reise ins Labyrinth (1986) [Plaion]

Teenager-Mädchen: Gerade noch hat Sarah (Jennifer Connelly) ihren Stiefbruder Toby (Toby Froud) an den Goblinkönig Jareth (David Bowie) verschenkt, da plagt sie das schlechte Gewissen. Vielleicht doch so keine gute Idee. Und so folgt sie ihm ins Labyrinth, denn nur wenn sie das Schloss des Königs in 13 Stunden erreicht kann sie Toby davor bewahren auch ein Goblin zu werden.

Wundervoll fantasievolles Coming-of-Ages Abenteuer von Jim Henson (Der dunkle Kristall, 1982). Jedes Set quillt über vor liebevoll kreierten Muppets, Puppen, Marionetten und Suitmation. Jede Kreatur lustiger und merkwürdiger als die zuvor. Zudem noch David Bowie in knappen Hosen und einigen tollen Musiknummern. Ein wirklich toller Film der in jeder Szene etwas neues aufregendes bieten kann, immer lustig, immer spannend und mitreißend.

Die 4K Version von Plaion bietet ein schönes Bild und guten Ton, als Bonus enthält die Disc einen Audiokommentar vom Produktionsdesigner Brian Froud und Trailer. Eigentlich ist noch eine weitere Bonus Disc enthalten, die mir jedoch nicht zugesandt wurde, daher kann ich nichts zum weiteren Bonusmaterial sagen.


GOAT (2026) [Plaion]

Eine Ziege soll als erstes kleine Tier in er Tierbasketball Liga antreten. Gegner*innen lachen ihn aus, sein Team ist genervt von ihm. So hat er sich das Profiballerleben nicht vorgestellt.

Mäßig unterhaltsame 3D-Animationskomödie, mit schablonenhaften Charakteren, Gags und Story. Einzig einige gute Charakterdesigns und der sehr schöne und einfallsreiche Animationsstil lassen zumindest die Zielgruppe ganz okay unterhalten zurück. In 4K macht das aber zumindest was her und die Disc von Plaion bietet wenigstens ein paar Promo Featuerettes als Bonus.


Thrash (2026)

Komplett planloser Haihorror von Netflix, der sehr stark an den anderen Hai Netflix Film „Im Wasser der Seine“ (2024) erinnert. Hier überflutet ein Hurricane einen kleinen US-Ort. Im Wasser lauern von nun an vor allem hungrige Bullenhaie, die alle Essen die dumm genug waren nicht zu evakuieren. Eines der schlimmsten Drehbücher der letzten Zeit, dessen Charaktere scheinbar nichts anderes im Sinn haben als gefressen zu werden. Mein Lieblingsmoment ist, wenn ein Teenager aus dem überfluteten Wohnzimmer, in dem schon Haie sind, in den Keller taucht um Steaks aus dem Kühlschrank zu besorgen. Mit diesen Steaks sollen dann die Haie abgelenkt werden. Ihr werdet nicht glauben wie überrascht ich war das dieser Plan nicht funktioniert hat. Genauso doof ist nur noch eine junge Frau, die lieber ertrinkt als einen Ast abzubrechen und später ihr Baby auf die Weltbringt während ein Hai unter ihr herumschwimmt. Ein Film der ohne die suizidalen Tendenzen seiner Charaktere nicht mal 15 Minuten lang wäre, denn für nichts was in diesem Film passiert gibt es einen Grund.

Dienstag, 2. Juni 2026

Carlsen Manga im Juni 2026!

Carlsen Manga im Juni 2026!

Dragon Hunt Tribe #1

Ein Drachenjäger findet in ein
em Drachennest ein von eben diesen Drachen aufgezogenes, wildes Mädchen. Er tötet die Drachenbrut und bringt sie mit in sein Dorf. Dort soll sie nun als Mensch aufwachsen, ihr Leben als Teil der Drachenhorde kann sie jedoch nur schwer ablegen.

Shiro Kuroi, ebenfalls der Erschaffer der Mangareihe „Leviathan“ überrascht mit einer epischen und düsteren Fantasygeschichte, die sich neben großen Kämpfen zwischen Menschen und Drachen, auch philosophischen und sozialen Fragen stellt. Dabei wirken viele Ideen etwas zu großzügig zusammen gesammelt. Einflüsse wie „Nausicaä“ oder „Attack on Titan“ oder auch „Herr der Ringe“ sind dabei nicht von der Hand zu weisen. Was ja aber auch nichts schlimmes sein muss. Denn zum Glück kann Kuroi den Manga auch mit einigen eigenen und Interessanten Ideen füllen. Vor allem der Drachenlore ist komplexer und vielschichtiger als man zuerst annehmen würde. Das Artwork ist sehr interessant, wobei hier besonders auffällt das Kuroi auf Rasterfolien verzichtet und vor allem bei den Texturen von Rüstungen und Drachenschuppen Details händisch zeichnet. Sehr aufwendig, bringt aber auch sehr schöne Ergebnisse. Der erste Band kann Interesse wecken und macht in jedem Fall Lust auf mehr. Bin gespannt wohin die Reise geht, Potential ist in jedem Fall vorhanden.
 

Hotel Inhumans #2

Verrückt geht es weiter im merkwürdigen Hotel für Auftragskiller. Wieder gibt es neue Besucher*innen mit neuen Wünschen. Diese werden natürlich gewissenhaft von Ikuro und Sara erfüllt. Unter anderem müssen sie für eine Kundin ein letztes Abendmahl kreieren, aber ihnen läuft die Zeit davon. Auch der zweite Band ist ganz unterhaltsam. Der Manga lebt von seinen merkwürdigen Figuren und absurden Situationen. Wenn diese Stärken voll ausgekostet werden, kann der Manga klar punkten. Dazwischen kommt es aber oft zu kleineren Durststrecken und die Erzählung kann das Niveau der guten Momente nur selten länger aufrecht erhalten. Das Artwork ist aber schön und hat einige nette Ideen.


Königin der 1000 Jahre #3

La-Metal kommt immer näher, droht die Erde zu zerstören und egal was er auch tut, Hajime gelingt es nicht die Wahrheit in die Öffentlichkeit zu tragen. Gleichzeitig muss Yayoi sich entscheiden auf wessen Seite sie steht. Hilft sie der Menschheit, der sie mittlerweile wohl mehr angehört oder überwiegt doch ihr Pflichtgefühl gegenüber La-Metal?

Leiji Matsumotos Meisterwerk geht in die Dritte Runde. Das Artwork ist fantastisch und hat viele traumhaft gute Ideen, die ständig zwischen klassischem Manga und westlichen Comicstil balancieren. Die Handlung ist komplex, vielschichtig und hat starke emotionale Höhepunkte ohne aber auch in manchen Momenten eine gewisse Leichtigkeit zu verlieren. Vollkommen zu Recht einer der großen Science-Fiction Manga Klassiker und gerade in dieser, von Carlsen toll aufbereiteten Hardcover Version eine pralle Empfehlung!


Ran und die graue Welt Doppelpack #1-#2

Ran ist eine freche Junghexe, die ihren Vater und großen Bruder pausenlos auf trab hält. Vor allem wenn sie ihre magischen Sneaker anzieht, durch die Sie sich in eine Teenagerin verwandeln kann. Das sorgt natürlich für allerlei Ärger und so manche unangenehme Situation. Aki Irie ist eine ganz besonders tolle Zeichnerin und mit diesem Doppelpack habt ihr die Möglichkeit günstig in die Serie um Ran einzusteigen. Geboten wird euch dabei eine rasante Fantasy-Komödie mit vielen Coming-of-Age Anteilen. Leider ist dieser auch recht vollgepackt mit einigen creepy Momenten, die so wirklich nicht sein müssten. Dafür ist aber wie gesagt das Artwork so dynamisch, flauschig und liebenswürdig. Iries Talent liegt dabei sowohl im Kreieren spannender Figuren, als auch darin modische Designs unglaublich cool und lässig auf die Seiten zu bringen. Allein fürs Artwork lohnt sich also zumindest mal ein Blick in die Bücher. Der zweite Band enthält als Bonus einen kleinen Artprint.


Stitch reist in der Zeit #1

Und dann zum Schluss noch was tolles für die kleineren Leser*innen. Diesmal reist Stitch durch die Zeit und es verschlägt ihn ins alte Ägypten wo er zwischen Pyramiden, Sphinx und Pharaonen so manches Chaos anrichtet. Knuffig bleibt das blaue Alien dabei aber dennoch. Lange böse kann man ihm jedenfalls nie sein, vor allem nicht bei einem so niedlichen Artwork. Rasant erzählt, mit vielen Gags und nebenbei lernt man auch noch ein wenig über die Epoche, auch wenn Stitch das eine oder andere vielleicht etwas verändert.

Sonntag, 1. März 2026

Tauchfahrt des Schreckens (1978) [Plaion]

Tauchfahrt des Schreckens (1978) [Plaion]

Ende des 19. Jahrhunderts ist Professor Aitken (Donald Bisset) auf der Suche nach dem versunkenen Atlantis. Dazu sucht er mit einer Schiffscrew und seinem Sohn Charles (Peter Gilmore) das Bermudadreieck auf. Dort angekommen steigen die beiden in eine Taucherglocke, kommen aber gar nicht dazu nach der versunkenen Stadt zu suchen, da die beiden genauso wie das Boot von einem riesigen Kraken versenkt werden. Als die Männer wieder zu sich kommen, werden sie von Menschen begrüßt, die wie sie behaupten von einem anderen Ort kommen und nicht an der Oberfläche existieren können. Zuerst scheinen die Fremden nicht feindlich zu sein, doch bald stellt sich heraus das sie schlimmes mit den versunkenen vorhaben. Ihre Flucht wird nicht nur durch die Wachen, sondern auch durch schreckliche Bestien erschwert, die zeitgleich die Stadt attackieren.

Sonntag, 15. Februar 2026

Ame & Yuki – Die Wolfskinder (2012) [Plaion]

Ame & Yuki – Die Wolfskinder (2012) [Plaion]

Yuki (Haru Kuroki) erzählt ihre Geschichte, denn sie ist eine ganz besondere junge Frau. Einst, als ihre Mutter Hana (Aoi Miyazaki) noch eine junge Studentin war, lernte sie in der Uni einen ruhigen und smarten Mann kennen. Was sie damals aber noch nicht wusste ist, dass er ein Wolfmann war. Die Beiden verliebten sich ineinander und bekamen bald ihr erstes Kind Yuki, benannt nach dem verschneiten Tag an dem sie zur Welt kam. Ein Jahr später wurde ihr kleiner Bruder Ame (Yukito Nishii) geboren, der wiederum nach dem verregneten Tag benannt wurde an dem er geboren wurde. Kurz danach verstarb ihr Vater und Hana musste alleine versuchen die Kinder groß zu ziehen. Nachdem das Leben für sie in der Stadt immer schwerer wurde, schließlich kann man zwei Wolfskinder nicht ewig verstecken, zogen sie aufs Land. Dort begann Hana Gemüse anzubauen und langsam Freundschaften mit den Dorfbewohner*innen zu schließen. Auch die Kinder konnten dort ihre animalische Seite ausleben, ohne angst zu haben sobald entdeckt zu werden. Doch während Yuki aufbrausend und wild war, war ihr kleiner Bruder Ame schüchtern und zurückhaltend. Über die Jahre kam es dann aber anders als man zuerst denken sollte. Immer mehr stellt sich heraus, dass Yuki ein Leben in der Menschenwelt anstrebt, während Ame sich immer mehr in den nahegelegenen Wald zurück zieht.

Dienstag, 13. Januar 2026

Carlsen Manga im Januar 2026!

Carlsen Manga im Januar 2026!

Dr. Slump Massiv #2

Das Jahr 2026 startet bei Carlsen Manga ziemlich stark mit drei, für mich ganz besonders erwähnenswerten Titeln. Den Anfang machte für mich und somit der erste Manga des Jahres der zweite Massiv Band von „Dr. Slump“. Darin enthalten sind die beiden Sammelbände 3 und 4 und somit viele lustige Abenteuer von Arale, dem Doktor und den anderen kuriosen Einwohner*innen von Pinguinhausen. Godzilla hat genauso einen Gastauftritt wie Gamera und Ultraman. Auch einige ulkige Aliens schauen vorbei und natürlich lässt unser liebstes Robomädchen keine Chance aus möglichst viel Chaos anzurichten. Natürlich ist Akira Toriyamas Gagfeuerwirk von 1980 nicht immer gut gealtert, einige Charakterdesigns wären heute sicherlich nicht mehr cool, aber insgesamt funktioniert der anarchische und völlige doofe Humor auch Heute noch gut. Die schiere Anzahl an grafischen Gags und blöden Wortspielen garantiert den einen oder anderen Lacher, auch wenn nie alle Gags zünden können. Sehr kurzweilige Unterhaltung, durch die selbst ein Massiv Band im Flug durchgelesen ist. Toriyamas Stil ist unverwechselbar und seine Charakterdesigns zurecht ikonisch und der alberne Humor hat seinen Charme nicht verloren.

Montag, 3. November 2025

Carlsen Manga im November 2025!

Carlsen
 Manga im November 2025!

Junji Ito - Soichi – Nägel mit Köpfen

Im neuesten Ito Sammelband bei Carlsen gebührt Soichi die Ehre im Mittelpunkt zu stehen. Alle seine 10 Kurzgeschichten findet ihr hier im Hardcoversammelband mit knapp über 400 Seiten Umfang. Bei Soichi handelt es sich um einen finsteren Teenager, der ständig an Eisennägeln kaut, damit auf Leute spuckt, Voodoopuppen an Wände nagelt oder sich die abstrusesten Flüche für seine Mitmenschen ausdenkt. Soichi ist sowohl einer der amüsantesten, aber auch nervigsten Erfindungen von Junji Ito. Hier wird Itos grotesker Humor auf die Spitze getrieben. Dabei bleibt der Grusel schon mal auf der Strecke, da es sehr albern werden kann, ein paar gute Horrormomente bietet der Band dennoch. Hier kommen aber vor allem alle auf ihre Kosten die es dunkelhumorig und absonderlich komisch mögen.

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Red Sonja, Teufelin mit einem Schwert #1 – Gesamtausgabe (All Verlag)

Red Sonja, Teufelin mit einem Schwert #1 – Gesamtausgabe (All Verlag)

Nach einigen Abenteuern mit Conan, dem Barbaren ist Red Sonja, die Teufelin mit dem Schwert wieder alleine unterwegs. In Pah-Dishah erledigt sie eine Queste für den dort herrschenden König, mit einer Belohnung, die ihr sicherlich nicht gefällt. Sie erkundet einen dunklen Tempel des schrecklichen Pan, erlegt den Bärengott, muss es mit Balek dem Behemoth aufnehmen und auch eine falsche Gorgone kreutz ihren Weg. Letztlich wird sie von einem fiesen Magier hereingelegt, der zugleich auch Falsches Spiel mit Conan spielt. Ein Wiedersehen, dass vor allem der aktuellen Begleiterin von Conan, Belit, nicht gefällt.

Dienstag, 29. Juli 2025

Nausicaä aus dem Tal der Winde: Doppelband-Edition #1 (Carlsen)

Nausicaä aus dem Tal der Winde: Doppelband-Edition #1 (Carlsen)

Nach dem weltverschlingenden Krieg der mit den „Sieben Tagen des Feuers“ endete, ist der Planet verbrannt, vergiftet und unfruchtbar. Nur riesige Meere und Wüsten aus tödlichen Pilzen, Sporen und Säuren existieren noch. Dazwischen wenige, letzte Überlebende, die weiterhin, nun aufgeteilt in kleine Stämme, um die letzten Ressourcen kämpfen. Unter den Überlebenden ist die Teenagerin Nausicaä, eine talentierte Windseglerin, interessierte Abenteuerin und bald auch Kämpferin in einem neuen Konflikt. Doch als sie lernt selbst mit den tödlichsten Insekten ihrer Welt zu kommunizieren kommt sie einem großen Geheimnis auf die Spur, das dabei helfen könnte die Welt wieder lebenswerter zu gestalten. Zuvor müssen allerdings die aufflammenden Konflikte unter Kontrolle gebracht werden. Bald schon steht die junge Frau zwischen den Parteien und sucht nach einem Weg in eine bessere Zukunft.

Donnerstag, 3. Juli 2025

Irem Collection Volume 3 (PS5) [ININ Games]


Irem Collection Volume 3 (PS5) [ININ Games]

Die Irem Collection geht in die dritte Runde. Wer Lust hat schaut rein und kann sich einmal mehr als Videospiel Archäolog*in verdingen und tief eintauchen in die Arcade Titel von Irem fernab von SNK, Konami und Capcom Klassikern. Schauen wir also mal was „Mr. Heli“, „Mystic Riders“ und „Dragon Breed“ heute noch reißen können.

Montag, 30. Juni 2025

Kalenderwoche 26: Fußfetisch, des Satans Sohn und ein böser Ultrman!

Kalenderwoche 26: Fußfetisch!

Jackie Brown (1997)


Die Flugbegleiterin Jackie Brown (Pam Grier) wird beim Schmuggeln von Geld und Drogen erwischt. Um dem Knast zu entgehen bietet sie sich der Polizei als Informantin an, doch auch hier spielt sie ein doppeltes Spiel, genauso wie aber auch alle weiteren Akteure dieses Verbrechens und schon bald betrügt hier jede*r jede*n. Quentin Tarantinos (Once Upon a Time In... Hollywood, 2019) Hommage ans Blaxploitation Kino der 70er ist zugleich ein überaus kompakt geschriebener Film, der trotz einer Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden keine Langeweile zulässt. Stilistisch vielleicht nicht so ikonisch wie andere seiner Werke und mit weniger ausartenden Dialogen versehen besticht doch der Plot mit hitchcockschen Krimiqualitäten. Es bringt Spaß zu sehen wie die verschiedenen Parteien sich gegenseitig immer wieder austricksen und alle versuchen ihre Schachfiguren fürs Matt in Position zu bringen ohne zu ahnen, dass die anderen auch das schon wieder geahnt haben oder ihnen einfach ihre eigene Doofheit im weg steht. Auch versucht Tarantino hier weder durch Brutalität oder krasse Dialoge auf kindliche Art Eindruck zu schinden, was ja auch mal schön ist. Und Sid Haig (Foxy Brown, 1974) als Richter ist ein perfekter Gastauftritt.

Montag, 23. Juni 2025

Kalenderwoche 25: Verstörende Telefonnachrichten, Pönker, Killer Sittiche und ein netter Familienhund!

Kalenderwoche 25: Verstörende Telefonnachrichten, Pönker, Killer Sittiche und ein netter 
Familienhund!

The Last Showgirl (2024) [Constantin Film]

Pamela Anderson (Barb Wire, 1996) spielt in diesem Drama von Gia Coppola ein in die Jahre gekommenes Showgirl dessen Las Vegas Revueshow nach 30 Jahren abgesetzt werden soll. Ein packendes Drama über Träume die sich nicht erfüllen, trügerische Nostalgie und der Moloch Las Vegas der alle verschluckt die sich nicht rechtzeitig vom Glitzer und Blinken der Stadt lösen können. Der Film brilliert durch das fantastische Casting von Pamela Anderson, Jamie Lee Curtis (Monster im Nachtexpress, 1980) und Dave Bautista (Blade Runner 2049, 2017) als die alte Las Vegas Garde, alle drei hat man so wohl nur selten und vielleicht nie so verletzbar wie hier gesehen. Wunderschön intim gefilmt entwickelt der Film eine sehr eigene melancholische Magie, vor allem weil der Film auch keine Lösungen für die Lebensprobleme der Protagonist*innen bieten will. Fast alles bleibt am Ende offen, viel Hoffnung bleibt nicht, aber vielleicht doch ein wenig. Empfehlenswert. Leider bietet die Blu-ray von Constantin keinerlei Bonusmaterial.