Sherlock Holmes – 73 – Die trügerische Spur (Titania Medien)
Wieder einmal herrscht großer Trubel im Haus von Ms. Hudson. Denn ein wegen Mord gesuchter Mann, bittet ausgerechnet Sherlock Holmes darum, seine Unschuld zu beweisen. Und noch kurioser: Es handelt sich bei dem Mann um einen alten Bekannten, den Holmes einst als Täter in einem frühen Fall ausgemacht hatte. Diesen Mord schwört er allerdings nicht begangen zu haben. Ein paar verdächtige Kamelhaare später finden Holmes und Dr. Watson sich im Zoo wieder, wo sie dem wahren Täter schon deutlich näher kommen.
Also die Kamelhaare und das Kamelblut am falschen Beweisstück haben mich irgendwie schon abgeholt und auch der Zoobesuch ist ganz amüsant. Ansonsten gibt dieser Fall aber leider absolut nicht eine Spielzeit von 80 Minuten her. Dadurch kommt es dann zu einigen Punkten die öfter und vor allem ausgiebiger Durchgekaut werden als nötig wäre. Zudem ist die Auflösung sehr simpel und ebenso leicht vorhersehbar. Ein paar der Erklärungen sind recht hanebüchen, vor allem in Bezug aufs Kamelblut.
Technisch ist alles beim Alten, da kann man Titania wie immer ausgiebig loben, auch wenn das Klangbild meist etwas zu starr ist und man natürlich als alter Fan alle Titania Melodien und Geräusche zu genüge kennt. Etwas frisches Blut würde hier sicherlich gut tun. Das größte Problem ist eigentlich wie immer die Spielzeit. Ich verstehe auch nicht warum man wirklich jedes Mal die CD so voll machen muss wie möglich, selbst wenn der Fall dies nicht hergibt. Die Sprecher*innen machen ihre Sache gewohnt gut und vor allem das Duo Tennstedt und Bierstedt als Holmes und Watson hört man ja immer gerne. Insgesamt also eine solide, aber eher mittelmäßige Folge, die dennoch ihre netten Momente hat.
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