Kalenderwoche 41: Pizza, Milch, Bub, Tentakel, Dingos, mehr Tentakel, mächtige Schwerter & Murmeltiere!
A Quiet Place: Day One (2024)
Emotional überraschend packend mit einer, wie gewohnt tollen Lupita Nyong'o in der Hauptrolle. Außerdem eine Katze die in echt Schnitzel heißt. Der Film erzählt vom Beginn der Alieninvasion, doch anstatt hier groß den Untergang der Menschheit zu Inszenieren, erzählt Michael Sarnoski hier eine sehr intime Geschichte einer Krebskranken jungen Frau, auf der Suche nach einer Pizza. Das funktioniert insgesamt sehr gut, vor allem wenn man sich nicht zu sehr auf Lücken in der Logik konzentriert. Statt eines Katastrophen-Thrillers mit viel Krachbumm, bekommt ihr dann aber einen eher leisen Film über Verlust, Tod und die Selbstermächtigung sich seinen Tod so zu gestalten wie man es möchte. Überraschend.
Milk & Serial (2024)
Ultra Low Budget Film von Curry Barker, der euch zuletzt „Obsession“ (2025) gebracht hat. Hier filmte der junge Regisseur noch im WG-Appartment mit einigen Freunden und sich selbst in der Hauptrolle einen kleinen 64 Minüter. Es handelt von Bros. die einen Prank Youtube Kanal haben und die sich dabei immer mehr überbieten wollen. Bis einer von den Beiden deutlich zu weit geht. Sehr kurzweilig und unterhaltsam, zeigt der Film, dass es nichts diabolischeres gibt als ein Freundeskreis von Influencern. Hier wird mit extrem wenigen Mitteln ein sehr kompetenter Psychothriller im Found Footage Stil kreiert, dem man sein Budget nur in manchmal deutlich anmerkt. Der Rest ist gut gelungen und muss sich vor alle, vom Fun Faktor nicht hinter größeren Produktionen verstecken.
Day of the Dead (1984)
Meine Güte wie gut zerlegt Romero eigentlich in diesem Film aus dem Jahre 1984 toxische Männlichkeit und militärischen Machismo? Er war echt immer einer von den Guten. Lori Cardilles Figur muss sich mit den dümmsten, sexistischen Schlägertypen aller Zeiten rumärgern und macht nebenbei trotzdem ihren Job. Bewundernswerte Frau. Unglaublich gut gealtert, mit einigen von Savinis besten Effekten seiner Karriere. Eine starke politische Botschaft und zeitgleich schafft es Romero dennoch seinen eigenen Zombiemythos auszubauen und verliert dabei niemals die Spannung aus den Augen. Zwar für mich der schwächste der originalen Romero Trilogie, aber immer noch einer der besten Zombiefilme überhaupt.
Das Grauen aus der Tiefe (1955)
Abseits von Ray Harryhausens Effekten gibt es hier nur wenig erwähnenswertes. Die Stop Motion Tricks sind natürlich beeindruckend. Gerade wenn Live Action Soldaten mit Flammenwerfern auf Knetgummi Tentakel treffen und das ganze auch heute noch plausibel wirkt, weiß man das Altmeister Harryhausen seinen Job gut macht. Der Rest ist viel Gerede auf einen U-Boot und militärische Männer, die sich mit dem Schrecken moderner Frauen rumplagen müssen. Diese wollen jetzt nämlich auch Arbeiten, Wissenschaftler*innen sein und Hosen anziehen. Wenn diese aber zum Love Interest werden, werden sie erst etwas beleidigt und später zum Hummeressen eingeladen. Dann verlieben die sich natürlich und ihnen vergehen die Flausen. Trailer gucken reicht.
Roadgames (1981)
Richard Franklin (Psycho II, 1983) hat mit „Roadgames“ einen packenden Roadthriller im Stile Hitchcocks erschaffen. Da der Film im Zuge der Slasher Welle, aber als eben solcher vermarktet wurde ging dieser interessante Roadmovie leider viel zu sehr unter. Stacy Keach spielt einen redseligen, gutmütigen, vegetarischen Trucker, der Schweinehälften durch Australien kutschiert.
An seiner Seite sitzt stets sein getreuer Dingo. Während seiner Tour sucht die Polizei einen Serienmörder, dem schließlich Keach und die Anhalterin, gespielt von Jamie Lee Curtis, auf die Spur kommen. Obwohl der Film lange Zeit ohne Action auskommt und fast komplett in der Sonne Australiens gefilmt wurde, kann der Streifen eine dichte und spannende Atmosphäre aufrecht erhalten. Der Film verfügt über eine illustre Riege von merkwürdigen Nebenfiguren und ebenso viele ungeahnte Twists. Das ganze kulminiert dann in der wohl langsamsten Verfolgungsjagd die jemals ernst gemeint war. Überraschungshit mit vielen liebenswerten Eigenschaften.
Der Leuchtturm (2019)
Ein unglaublicher Kraftakt in schwarz, weiß, Dreck, Pisse, Wichse, Scheiße und Alkohol. Robert Eggers, Willem Dafoe und Robert Pattinson schließen sich zusammen um einen Gewaltmarsch von Film zu absolvieren. Von Beginn an ist alles trostlos, einsam, anstrengend und nass und der Komfort sinkt mit jeder Minute. Ein absolut mächtiger Psychothriller halb lovecraftscher Horror, halb queeres Ehedrama. Irgendwo zwischen homoerotischen Arbeiter*innen Drama und klassenbewusster Prometheus Nacherzählung liegt einer der besten nautischen Horrorfilme und ganz sicher einer meiner liebsten Filme des vergangenen Jahrzehnts.
Masters of the Universe (2026) [Plaion]
Moderne Neuinterpretation des 80er Kults. Insgesamt zu wenig Battlecat und zu wenig Orko, ansonsten aber gut geraten für das was es ist. Die überholten Designs ser alten Charaktere funktionieren ziemlich gut. Vor allem Figuren wie Trapjaw, Spikor und Man-At-Arms funktionieren toll. Und auch wenn es weh tut zu sagen, dass er etwas richtig macht, Jared Leto ist eine gute Wahl für einen armseligen und lächerlichen Skeletor. Für alle alten Fans des Franchise gibt es viele Inside Jokes und selbst obskurste Figuren kommen vor. Selbst aus den Minicomics haben es Charaktere in den Film geschafft. Für Fans in jedem Fall empfehlenswert, jedenfalls wenn euch der postironische Ton zusagt. Ich fands unterhaltsam, denke aber nicht, das jemand der*die vorher nichts mit He-Man anfangen konnte durch diesen Film zum Fan werden könnte.
Die Blu-ray von Plaion kommt mit ein paar Promo Videos und als weiteres Extra könnt ihr euch die MOTU Drohnenshow ansehen.
All You Need Is Kill (2025) [KSM Anime]
Light Novel wird zum Manga, der wird zum Realfilm mit Tom Cruise und der wird zu 3D Animation. Und das lustige ist, weiterhin ist jede Reinkarnation dieser Geschichte gut gelungen. Hier liegt das vor allem an den wunderbaren 3D Animationen und tollen Monsterdesigns. Eigentlich kann ich nicht viel mit 3D CG Movies Anfangen, hier ist der Artstyle aber sehr auf die Technik angepasst und nutzt die Möglichkeiten der Kunstform bestens aus. Gerade in den Actionsequenzen zeigt sich die volle Schönheit des Films. Nach der ersten sehr starken Hälfte verliert der Film im Verlauf des letzten Aktes deutlich an Tempo und kohärenten Erzählfluss. Zurück bleibt ein sehr unterhaltsamer Film, der dennoch seine Probleme hat. Unterhalten war ich dennoch fast durchgängig ziemlich gut. Durchaus empfehlenswert für Freund*innen von CG Movies.
Für einen Anime hat man dieser Blu-ray verblüffend viele Extras spendiert. So bekommt ihr Storyboards und einzelne Szenen mit Audiokommentar des Regisseurs, sowie Interviews, Promovideos und eine extrem umfangreiche Bildergalerie. Ein sehr löblicher Release.
A Quiet Place: Day One (2024)
Emotional überraschend packend mit einer, wie gewohnt tollen Lupita Nyong'o in der Hauptrolle. Außerdem eine Katze die in echt Schnitzel heißt. Der Film erzählt vom Beginn der Alieninvasion, doch anstatt hier groß den Untergang der Menschheit zu Inszenieren, erzählt Michael Sarnoski hier eine sehr intime Geschichte einer Krebskranken jungen Frau, auf der Suche nach einer Pizza. Das funktioniert insgesamt sehr gut, vor allem wenn man sich nicht zu sehr auf Lücken in der Logik konzentriert. Statt eines Katastrophen-Thrillers mit viel Krachbumm, bekommt ihr dann aber einen eher leisen Film über Verlust, Tod und die Selbstermächtigung sich seinen Tod so zu gestalten wie man es möchte. Überraschend.
Milk & Serial (2024)
Ultra Low Budget Film von Curry Barker, der euch zuletzt „Obsession“ (2025) gebracht hat. Hier filmte der junge Regisseur noch im WG-Appartment mit einigen Freunden und sich selbst in der Hauptrolle einen kleinen 64 Minüter. Es handelt von Bros. die einen Prank Youtube Kanal haben und die sich dabei immer mehr überbieten wollen. Bis einer von den Beiden deutlich zu weit geht. Sehr kurzweilig und unterhaltsam, zeigt der Film, dass es nichts diabolischeres gibt als ein Freundeskreis von Influencern. Hier wird mit extrem wenigen Mitteln ein sehr kompetenter Psychothriller im Found Footage Stil kreiert, dem man sein Budget nur in manchmal deutlich anmerkt. Der Rest ist gut gelungen und muss sich vor alle, vom Fun Faktor nicht hinter größeren Produktionen verstecken.
Day of the Dead (1984)
Meine Güte wie gut zerlegt Romero eigentlich in diesem Film aus dem Jahre 1984 toxische Männlichkeit und militärischen Machismo? Er war echt immer einer von den Guten. Lori Cardilles Figur muss sich mit den dümmsten, sexistischen Schlägertypen aller Zeiten rumärgern und macht nebenbei trotzdem ihren Job. Bewundernswerte Frau. Unglaublich gut gealtert, mit einigen von Savinis besten Effekten seiner Karriere. Eine starke politische Botschaft und zeitgleich schafft es Romero dennoch seinen eigenen Zombiemythos auszubauen und verliert dabei niemals die Spannung aus den Augen. Zwar für mich der schwächste der originalen Romero Trilogie, aber immer noch einer der besten Zombiefilme überhaupt.
Das Grauen aus der Tiefe (1955)
Abseits von Ray Harryhausens Effekten gibt es hier nur wenig erwähnenswertes. Die Stop Motion Tricks sind natürlich beeindruckend. Gerade wenn Live Action Soldaten mit Flammenwerfern auf Knetgummi Tentakel treffen und das ganze auch heute noch plausibel wirkt, weiß man das Altmeister Harryhausen seinen Job gut macht. Der Rest ist viel Gerede auf einen U-Boot und militärische Männer, die sich mit dem Schrecken moderner Frauen rumplagen müssen. Diese wollen jetzt nämlich auch Arbeiten, Wissenschaftler*innen sein und Hosen anziehen. Wenn diese aber zum Love Interest werden, werden sie erst etwas beleidigt und später zum Hummeressen eingeladen. Dann verlieben die sich natürlich und ihnen vergehen die Flausen. Trailer gucken reicht.
Roadgames (1981)
Richard Franklin (Psycho II, 1983) hat mit „Roadgames“ einen packenden Roadthriller im Stile Hitchcocks erschaffen. Da der Film im Zuge der Slasher Welle, aber als eben solcher vermarktet wurde ging dieser interessante Roadmovie leider viel zu sehr unter. Stacy Keach spielt einen redseligen, gutmütigen, vegetarischen Trucker, der Schweinehälften durch Australien kutschiert.
An seiner Seite sitzt stets sein getreuer Dingo. Während seiner Tour sucht die Polizei einen Serienmörder, dem schließlich Keach und die Anhalterin, gespielt von Jamie Lee Curtis, auf die Spur kommen. Obwohl der Film lange Zeit ohne Action auskommt und fast komplett in der Sonne Australiens gefilmt wurde, kann der Streifen eine dichte und spannende Atmosphäre aufrecht erhalten. Der Film verfügt über eine illustre Riege von merkwürdigen Nebenfiguren und ebenso viele ungeahnte Twists. Das ganze kulminiert dann in der wohl langsamsten Verfolgungsjagd die jemals ernst gemeint war. Überraschungshit mit vielen liebenswerten Eigenschaften.
Der Leuchtturm (2019)
Ein unglaublicher Kraftakt in schwarz, weiß, Dreck, Pisse, Wichse, Scheiße und Alkohol. Robert Eggers, Willem Dafoe und Robert Pattinson schließen sich zusammen um einen Gewaltmarsch von Film zu absolvieren. Von Beginn an ist alles trostlos, einsam, anstrengend und nass und der Komfort sinkt mit jeder Minute. Ein absolut mächtiger Psychothriller halb lovecraftscher Horror, halb queeres Ehedrama. Irgendwo zwischen homoerotischen Arbeiter*innen Drama und klassenbewusster Prometheus Nacherzählung liegt einer der besten nautischen Horrorfilme und ganz sicher einer meiner liebsten Filme des vergangenen Jahrzehnts.
Masters of the Universe (2026) [Plaion]
Moderne Neuinterpretation des 80er Kults. Insgesamt zu wenig Battlecat und zu wenig Orko, ansonsten aber gut geraten für das was es ist. Die überholten Designs ser alten Charaktere funktionieren ziemlich gut. Vor allem Figuren wie Trapjaw, Spikor und Man-At-Arms funktionieren toll. Und auch wenn es weh tut zu sagen, dass er etwas richtig macht, Jared Leto ist eine gute Wahl für einen armseligen und lächerlichen Skeletor. Für alle alten Fans des Franchise gibt es viele Inside Jokes und selbst obskurste Figuren kommen vor. Selbst aus den Minicomics haben es Charaktere in den Film geschafft. Für Fans in jedem Fall empfehlenswert, jedenfalls wenn euch der postironische Ton zusagt. Ich fands unterhaltsam, denke aber nicht, das jemand der*die vorher nichts mit He-Man anfangen konnte durch diesen Film zum Fan werden könnte.
Die Blu-ray von Plaion kommt mit ein paar Promo Videos und als weiteres Extra könnt ihr euch die MOTU Drohnenshow ansehen.
All You Need Is Kill (2025) [KSM Anime]
Light Novel wird zum Manga, der wird zum Realfilm mit Tom Cruise und der wird zu 3D Animation. Und das lustige ist, weiterhin ist jede Reinkarnation dieser Geschichte gut gelungen. Hier liegt das vor allem an den wunderbaren 3D Animationen und tollen Monsterdesigns. Eigentlich kann ich nicht viel mit 3D CG Movies Anfangen, hier ist der Artstyle aber sehr auf die Technik angepasst und nutzt die Möglichkeiten der Kunstform bestens aus. Gerade in den Actionsequenzen zeigt sich die volle Schönheit des Films. Nach der ersten sehr starken Hälfte verliert der Film im Verlauf des letzten Aktes deutlich an Tempo und kohärenten Erzählfluss. Zurück bleibt ein sehr unterhaltsamer Film, der dennoch seine Probleme hat. Unterhalten war ich dennoch fast durchgängig ziemlich gut. Durchaus empfehlenswert für Freund*innen von CG Movies.
Für einen Anime hat man dieser Blu-ray verblüffend viele Extras spendiert. So bekommt ihr Storyboards und einzelne Szenen mit Audiokommentar des Regisseurs, sowie Interviews, Promovideos und eine extrem umfangreiche Bildergalerie. Ein sehr löblicher Release.









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Kalenderwochde 39: Zu heiß geduscht, skeptische Pflanzen, Schuppige Haare, eine heitere Seance & eine fliegende Schildkröte Namens Rupert!

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