Curse of Chucky (2013)
Chucky kehrt nach langer Abwesenheit zurück und sieht frischer aus denn je. Diesmal terrorisiert er eine Junge Frau im Rollstuhl, gespielt von Fiona Dourif, der Tochter von Brad Dourif, den wir ja vor allem als die Stimme von Chucky kennen. Der Look der Puppe gefällt mir etwas weniger als in den vorhergegangenen Filmen, dafür mag ich aber, dass der Fokus nicht mehr so sehr auf Comedy liegt und Chucky wieder etwas weniger redet und flucht. Macht es dann umso effektiver wenn er endlich wieder anfängt zu reden. Die Kills sind unterhaltsam und ideenreich, die Effekte für das Budget auch voll in Ordnung und die Figuren sind auch interessant genug um dran zu bleiben. „Child’s Play“ (1988) und „Bride of Chucky“ bleiben meine Lieblingsfilme des Franchise, aber „Curse of Chucky“ ist nicht viel schlechter und gleichauf mit Teil 2.
Eaten Alive (1976)
In den Sümpfen von Ost Texas führt der geistig nicht ganz fitte Judd (Neville Brand) ein schäbiges Motel. Bei seinem angeschlagenen Gemüt, kann es schon mal passieren, dass er einen Gast tötet. Besonders wenn es sich dabei um leichte Mädchen handelt, damit kann er nämlich nicht unbedingt umgehen. Um es einfacher zu machen, die Leichen los zu werden, hat er ein afrikanisches Krokodil im Tümpel hinter dem Motel, dass seine Opfer gerne mit Haut, Haar und Beinkleid verputzt. Langsam wird die Luft allerdings dünner für Judd, da er allmählich etwas zu auffällig agiert und einige Hinweise offensichtlich auf ihn zeigen.
Ich weiß ja nicht wie ich es geschafft habe diesen Film nie gesehen zu haben. Tobe Hoopers „Texas Chainsaw Massacre“, war eine meiner gruseligsten Jugend Filmerfahrungen. Auch „Poltergeist“ hat bleibenden Eindruck auf mich gemacht. Ich würde also schon sagen ein kleiner Hooper Fan zu sein. Dann noch Robert Englund (Jack Brooks) in einer Rolle die einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird, plus verrücktem Redneck mit Alligator. Was kann man da falsch machen?
Schon nach einigen Minuten wird klar warum der Film nicht so bekannt ist wie TCM. Die Atmosphäre ist zwar auch bedrückend, aber nicht annähernd so dicht wie in dem Vorhergegangenen Werk Hoopers. Insgesamt ist der Look auch ziemlich trashy und besonders der Alligator ist wohl eines der schlechtesten Animatronics überhaupt. Nach ein paar Drehtagen hat sich das Ding wohl völlig mit dem brackigen Wasser vollgesogen und konnte weder im Wasser hin und her bewegt werden, noch irgendwie bedrohlich wirken. Nicht mal der Kiefer lies sich mehr richtig öffnen und schließen. Selbst als man in den Zoo fuhr um dort Alligatoren zu Filmen, damit man wenigsten ein paar Bilder hat in dem sich das Reptil bewegt, konnten die Tiere nicht dazu motiviert werden irgendwas zu machen.
Alles wirkt also irgendwie sehr billig und improvisiert. Zudem wurde der ganze Streifen im Studio gedreht, was einerseits durch sehr gelungene Beleuchtung ein ganz eigenartiges Feeling erzeugt, andererseits aber sofort erkenntlich ist und den Film noch billiger wirken lässt. Insgesamt ist der Film aber so dreckig und sleazy, die meisten Figuren so absurd und schrecklich das man den Film einfach mögen muss. Allein Englunds und Neville Brands Leistungen sind eine Sichtung wert. Erschreckender ist noch, dass man bei den Interviews und dem Kommentar immer wieder hört, dass Brand teilweise gar nicht wirklich spielt und am Set zu jeder Zeit eher unangenehm war. Es war wohl ein recht angespanntes und intensives Erlebnis für alle Beteiligten, was sich auf die Zuschauer*innen schnell überträgt.
Gore technisch hat der Film nicht viel zu bieten, wenn dann aber recht deftig und ungehalten. Alles zusammen gibt einen zwar eher räudigen Film ab, trotzdem kann man sich dem unangenehmen, dreckigen Gefühl nicht entziehen, das der Film versprüht. Ich fühlte mich echt gut unterhalten und empfehle „Eaten Alive“ allen Fans von Sleazy 70‘s Flicks.
The Blob (1958)
Steve McQueen, in der Rolle des ältesten Teenagers der Welt, im Kampf gegen einen nur wenig bedrohlichen Weltraumschleims. Natürlich ist der Blob ein Kultfilm, aber bis auf die ulkige Prämisse hat der Film heute nicht mehr sonderlich viel zu bieten. Dabei fängt es so gut an, nämlich mit einem schmissigen Surfrocksong, der uns vor dem Titel gebenden Monster und seinen Gefahren warnt. Toll! Dann erst mal lange nichts, außer Schauspieler*innen Anfang 30 die Teens spielen sollen. Immer gut so was. Dann der erste Blob Angriff, der schon etwas unheimlich, eklig aber auch albern ist. Danach mäandert der Film noch einige Zeit dahin. Stimmig finde ich dann nur noch den blobbigen Angriff aufs Kino. Der Rest unterhält dann nur mäßig. Insgesamt zwar schon ein sympathisches Filmchen, wüsste aber nicht warum man bei Blob Bock nicht besser auf das Remake ausweichen sollte.
Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) [Plaion]
Ein Schafskrimi angesiedelt, irgendwo zwischen Agatha Christie und „Knives Out“. Hugh Jackman ist ein liebevoller Schäfer in einem kleinen englischen Örtchen. Als er überraschend ermordet wird, kommen gleich mehrere Verdächtige in Frage, denn so mancher im Ort würde durch seinen Tod profitieren. Da die örtliche Polizei aber vollkommen nutzlos ist, ist es die Aufgabe seiner treuen Schafherde den oder die wahre Mörder*in zu ermitteln. Ein insgesamt sehr liebenswerter Cozy-Krimi mit niedlichen CG Schafen. Die Animationen sind leider nicht so gut wie man sich das wünschen würde, man gewöhnt sich aber recht schnell daran und dann geht’s. Sowohl im O-Ton als auch in der deutschen Synchro sind einige Schafe toll besetzt. Zum Beispiel mit Patrick Stewart oder Bastian Pastewka. Der Humor kann dabei manchmal etwas stumpf werden, ist insgesamt aber auch einen Schmunzler wert. Kein herausragender Film, aber gerade als Krimi für die ganze Familie sehr gut geeignet.
Die Blu-ray von Plaion kommt leider gänzlich ohne Extras.
Exit 8 (2025) [Plaion]
Extrem akkurate Verfilmung des gleichnamigen Indiegames. Ein junger Mann verirrt sich in den Gängen einer japanischen U-Bahnstation. Nur wenn er alle Anomalien in dem Gang rechtzeitig erkennt kann er dem echten Ausgang finden. Effektiver und minimalistischer Backrooms / Subliminal Space Horror, der die meiste Zeit ohne große Schockmomente auskommt und fast gänzlich von seiner Backrooms Atmosphäre zehren kann. Hauptdarsteller Kazunari Ninomiya macht seine Sache ziemlich gut und auch die wenigen Nebenfiguren wurden gut besetzt. Falls euch das Backrooms Thema interessiert ein sehr guter Film, andernfalls ist es vielleicht etwas schwer sich auf das sehr spielerische Konzept einzulassen. Einen Blick ist er aber wert finde ich.
Leider wieder ohne Extras.
Crazy for You (2025) [Plaion]
Regiedebüt von Jimmy Warden, dem Autor von „Cocaine Bear“. Handelt von einem Popstar gespielt von Samara Weaving (Ready or Not), die von einem Stalker, der von Ray Nicholson (Smile 2) gespielt wird, bedroht und entführt wird. Das Ganze ist solide gefilmt und auch fast durchweg gut gespielt, das Drehbuch allerdings funktioniert nur an wenigen Stellen wirklich gut. Am launigsten wird der Film wenn er völlig einsteigt in die Absurdität des Stalkers, Verlassen wir aber seine Fantasiewelt und müssen uns mit den realen Konsequenzen seiner Taten auseinander setzen zerfleddert der Film. Vor allem wird dabei das Stalking-Thema zu sehr für billige Gags genutzt und somit verharmlost. Dies würde vielleicht funktionieren wenn es einen Stilbruch gäbe zwischen der Wahrnehmung des Stalkers und der Realität, den gibt es jedoch nur bedingt im Punkt der Inszenierung. Tonal tut sich das leider wenig, wodurch teilweise die Reale Ebene noch mehr nach billiger Slapstick anfühlt. Insgesamt aber sehr schade, da der durchaus interessante Momente bietet, daraus dann aber nichts macht.
Die Blu-ray bietet noch ein Making-Of als Extra.
Chucky kehrt nach langer Abwesenheit zurück und sieht frischer aus denn je. Diesmal terrorisiert er eine Junge Frau im Rollstuhl, gespielt von Fiona Dourif, der Tochter von Brad Dourif, den wir ja vor allem als die Stimme von Chucky kennen. Der Look der Puppe gefällt mir etwas weniger als in den vorhergegangenen Filmen, dafür mag ich aber, dass der Fokus nicht mehr so sehr auf Comedy liegt und Chucky wieder etwas weniger redet und flucht. Macht es dann umso effektiver wenn er endlich wieder anfängt zu reden. Die Kills sind unterhaltsam und ideenreich, die Effekte für das Budget auch voll in Ordnung und die Figuren sind auch interessant genug um dran zu bleiben. „Child’s Play“ (1988) und „Bride of Chucky“ bleiben meine Lieblingsfilme des Franchise, aber „Curse of Chucky“ ist nicht viel schlechter und gleichauf mit Teil 2.
Eaten Alive (1976)
In den Sümpfen von Ost Texas führt der geistig nicht ganz fitte Judd (Neville Brand) ein schäbiges Motel. Bei seinem angeschlagenen Gemüt, kann es schon mal passieren, dass er einen Gast tötet. Besonders wenn es sich dabei um leichte Mädchen handelt, damit kann er nämlich nicht unbedingt umgehen. Um es einfacher zu machen, die Leichen los zu werden, hat er ein afrikanisches Krokodil im Tümpel hinter dem Motel, dass seine Opfer gerne mit Haut, Haar und Beinkleid verputzt. Langsam wird die Luft allerdings dünner für Judd, da er allmählich etwas zu auffällig agiert und einige Hinweise offensichtlich auf ihn zeigen.
Ich weiß ja nicht wie ich es geschafft habe diesen Film nie gesehen zu haben. Tobe Hoopers „Texas Chainsaw Massacre“, war eine meiner gruseligsten Jugend Filmerfahrungen. Auch „Poltergeist“ hat bleibenden Eindruck auf mich gemacht. Ich würde also schon sagen ein kleiner Hooper Fan zu sein. Dann noch Robert Englund (Jack Brooks) in einer Rolle die einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird, plus verrücktem Redneck mit Alligator. Was kann man da falsch machen?
Schon nach einigen Minuten wird klar warum der Film nicht so bekannt ist wie TCM. Die Atmosphäre ist zwar auch bedrückend, aber nicht annähernd so dicht wie in dem Vorhergegangenen Werk Hoopers. Insgesamt ist der Look auch ziemlich trashy und besonders der Alligator ist wohl eines der schlechtesten Animatronics überhaupt. Nach ein paar Drehtagen hat sich das Ding wohl völlig mit dem brackigen Wasser vollgesogen und konnte weder im Wasser hin und her bewegt werden, noch irgendwie bedrohlich wirken. Nicht mal der Kiefer lies sich mehr richtig öffnen und schließen. Selbst als man in den Zoo fuhr um dort Alligatoren zu Filmen, damit man wenigsten ein paar Bilder hat in dem sich das Reptil bewegt, konnten die Tiere nicht dazu motiviert werden irgendwas zu machen.
Alles wirkt also irgendwie sehr billig und improvisiert. Zudem wurde der ganze Streifen im Studio gedreht, was einerseits durch sehr gelungene Beleuchtung ein ganz eigenartiges Feeling erzeugt, andererseits aber sofort erkenntlich ist und den Film noch billiger wirken lässt. Insgesamt ist der Film aber so dreckig und sleazy, die meisten Figuren so absurd und schrecklich das man den Film einfach mögen muss. Allein Englunds und Neville Brands Leistungen sind eine Sichtung wert. Erschreckender ist noch, dass man bei den Interviews und dem Kommentar immer wieder hört, dass Brand teilweise gar nicht wirklich spielt und am Set zu jeder Zeit eher unangenehm war. Es war wohl ein recht angespanntes und intensives Erlebnis für alle Beteiligten, was sich auf die Zuschauer*innen schnell überträgt.
Gore technisch hat der Film nicht viel zu bieten, wenn dann aber recht deftig und ungehalten. Alles zusammen gibt einen zwar eher räudigen Film ab, trotzdem kann man sich dem unangenehmen, dreckigen Gefühl nicht entziehen, das der Film versprüht. Ich fühlte mich echt gut unterhalten und empfehle „Eaten Alive“ allen Fans von Sleazy 70‘s Flicks.
The Blob (1958)
Steve McQueen, in der Rolle des ältesten Teenagers der Welt, im Kampf gegen einen nur wenig bedrohlichen Weltraumschleims. Natürlich ist der Blob ein Kultfilm, aber bis auf die ulkige Prämisse hat der Film heute nicht mehr sonderlich viel zu bieten. Dabei fängt es so gut an, nämlich mit einem schmissigen Surfrocksong, der uns vor dem Titel gebenden Monster und seinen Gefahren warnt. Toll! Dann erst mal lange nichts, außer Schauspieler*innen Anfang 30 die Teens spielen sollen. Immer gut so was. Dann der erste Blob Angriff, der schon etwas unheimlich, eklig aber auch albern ist. Danach mäandert der Film noch einige Zeit dahin. Stimmig finde ich dann nur noch den blobbigen Angriff aufs Kino. Der Rest unterhält dann nur mäßig. Insgesamt zwar schon ein sympathisches Filmchen, wüsste aber nicht warum man bei Blob Bock nicht besser auf das Remake ausweichen sollte.
Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) [Plaion]
Ein Schafskrimi angesiedelt, irgendwo zwischen Agatha Christie und „Knives Out“. Hugh Jackman ist ein liebevoller Schäfer in einem kleinen englischen Örtchen. Als er überraschend ermordet wird, kommen gleich mehrere Verdächtige in Frage, denn so mancher im Ort würde durch seinen Tod profitieren. Da die örtliche Polizei aber vollkommen nutzlos ist, ist es die Aufgabe seiner treuen Schafherde den oder die wahre Mörder*in zu ermitteln. Ein insgesamt sehr liebenswerter Cozy-Krimi mit niedlichen CG Schafen. Die Animationen sind leider nicht so gut wie man sich das wünschen würde, man gewöhnt sich aber recht schnell daran und dann geht’s. Sowohl im O-Ton als auch in der deutschen Synchro sind einige Schafe toll besetzt. Zum Beispiel mit Patrick Stewart oder Bastian Pastewka. Der Humor kann dabei manchmal etwas stumpf werden, ist insgesamt aber auch einen Schmunzler wert. Kein herausragender Film, aber gerade als Krimi für die ganze Familie sehr gut geeignet.
Die Blu-ray von Plaion kommt leider gänzlich ohne Extras.
Exit 8 (2025) [Plaion]
Extrem akkurate Verfilmung des gleichnamigen Indiegames. Ein junger Mann verirrt sich in den Gängen einer japanischen U-Bahnstation. Nur wenn er alle Anomalien in dem Gang rechtzeitig erkennt kann er dem echten Ausgang finden. Effektiver und minimalistischer Backrooms / Subliminal Space Horror, der die meiste Zeit ohne große Schockmomente auskommt und fast gänzlich von seiner Backrooms Atmosphäre zehren kann. Hauptdarsteller Kazunari Ninomiya macht seine Sache ziemlich gut und auch die wenigen Nebenfiguren wurden gut besetzt. Falls euch das Backrooms Thema interessiert ein sehr guter Film, andernfalls ist es vielleicht etwas schwer sich auf das sehr spielerische Konzept einzulassen. Einen Blick ist er aber wert finde ich.
Leider wieder ohne Extras.
Crazy for You (2025) [Plaion]
Regiedebüt von Jimmy Warden, dem Autor von „Cocaine Bear“. Handelt von einem Popstar gespielt von Samara Weaving (Ready or Not), die von einem Stalker, der von Ray Nicholson (Smile 2) gespielt wird, bedroht und entführt wird. Das Ganze ist solide gefilmt und auch fast durchweg gut gespielt, das Drehbuch allerdings funktioniert nur an wenigen Stellen wirklich gut. Am launigsten wird der Film wenn er völlig einsteigt in die Absurdität des Stalkers, Verlassen wir aber seine Fantasiewelt und müssen uns mit den realen Konsequenzen seiner Taten auseinander setzen zerfleddert der Film. Vor allem wird dabei das Stalking-Thema zu sehr für billige Gags genutzt und somit verharmlost. Dies würde vielleicht funktionieren wenn es einen Stilbruch gäbe zwischen der Wahrnehmung des Stalkers und der Realität, den gibt es jedoch nur bedingt im Punkt der Inszenierung. Tonal tut sich das leider wenig, wodurch teilweise die Reale Ebene noch mehr nach billiger Slapstick anfühlt. Insgesamt aber sehr schade, da der durchaus interessante Momente bietet, daraus dann aber nichts macht.
Die Blu-ray bietet noch ein Making-Of als Extra.



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Kalenderwochde 39: Zu heiß geduscht, skeptische Pflanzen, Schuppige Haare, eine heitere Seance & eine fliegende Schildkröte Namens Rupert!

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