Dienstag, 7. April 2026

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

DC Must-Have: Justice League: Tugend und Sünde (Panini)

Enthält die Graphic Novel: JLA/JSA: Virtue and Vice

Wie jedes Jahr treffen sich Batman, Superman, Wonder Woman und die anderen Heldinnen der JLA an Thanksgiving mit ihren Partner*innen aus der anderen Dimension. Also mit der JSA und ihren Mitgliedern Hawkman, Captain Marvel, Power Girl und Anderen. Was ein schönes Treffen auf dem Satelliten der Justice League werden sollte, nimmt schnell andere Züge an. Erst kommt es nur zu kleineren Unstimmigkeiten und Streits, aber plötzlich kippt die Stimmung völlig und die Held*innen gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Dabei bleibt es nicht, denn sieben der Held*innen sind vollkommen verändert und verkörpern von nun an die sieben Todsünden und könnten mit ihrem Tun die Erde in den Abgrund reißen. Bald wird klar, dass es sich bei dem Initiator dieser Verwandlung um Despero handelt, der Lex Luthor als Präsidenten der freien Welt ablösen möchte.

Montag, 6. April 2026

Marvel Events: House of M (Panini)

Marvel Events: House of M (Panini)

Dieser Sammelband enthält die gesamte Miniserie House of M #1-#8.

Wanda Maximoff, die Scarlet Witch ist unter dem etwas schädlichen Einfluss ihres Vaters Magnus, besser als Magneto bekannt, aufgewachsen. Gemeinsam kämpften sie mit terroristischen Mitteln gegen die Menschen um die Mutanten zu den Herrschenden werden zu lassen. Doch ihr Leben hat sich verändert. Sie änderte ihre Einstellung, kapselte sich von ihrem Vater ab und wurde gemeinsam mit ihrem Bruder eine Rächerin. Dort verliebte sie sich in den Androiden Vision, den sie einige Zeit später sogar heiratete. Da es den beiden unmöglich war auf üblichem Wege Nachwuchs zu zeugen, erschuf sie mit ihrer Chaosmagie zwei Kinder, die aber bald wieder verschwanden. Trotzdem lebte sie weiterhin in einer Traumwelt in der alles so war wie sie es wollte. Als die Realität endlich an sie herankam, zerbrach sie an ihrer Trauer, drehte durch und griff ihre Teamkollegen an, wobei sie unter anderem Hawkeye tötete. Zur Zeit wird sie von Professort Xavier und Magneto in den Ruinen, des durch die Menschen zerstörten Genoshas festgehalten. Allerdings kann nicht einmal ein so mächtiger Telepath wie Xavier in ihren Geist eindringen. Es muss aber etwas getan werden.

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Marvel Events: Marvel Super Heroes: Secret Wars (Panini)

Dieser Megaband enthält die komplette Miniserie “Secret Wars” #1-#12.

Hefte #1-#6: Von jetzt auf gleich werden Helden und Schurken der Erde plötzlich in ihre Bestandteile aufgelöst und an einem anderen Ort manifestieren sie sich dann wieder. Die Helden der Avengers: Captain America, Captain Marvel, Hawkeye, Iron Man, She-Hulk, Thor, Wasp; die X-Men: Colossus, Cyclops, Nightcrawler, Professor X, Rogue, Storm, Wolverine, sowie Lockheed der Drache; drei der fantastischen Vier: Thing, Reed und die Fackel sowie die Solohelden Spider-Man und Hulk, teilen sich ein Raumschiff mit dem vermeintlich immer bösen Mutanten Magneto. Auf eine andere Raumstation hat der neu entdeckte intergalaktische Schurke, der Beyonder, die Schurken Absorbing Man, Doctor Doom, Doctor Octopus, die asgardische Enchantress, Kang the Conqueror, Klaw, den Lizard, Molecule Man, Ultron und die Wrecking Crew gebeamt. Gemeinsam mit den anderen Schurken ist auch Galactus der Weltenfresser im Schiff eingesperrt worden, der allerdings genauso wie Magneto bei der anderen Truppe die Rolle des Außenseiters und Beobachters einnimmt.

Donnerstag, 2. April 2026

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

Kalenderwoche 13 2026: Sexuellebelästigungs Roboter und automatische Rollschuhe!

The Muppet Show (2026)

Auf der Theaterbühne wimmelt es nach Jahren wieder nur so von Fröschen, Hühnern, Schweinen und was auch immer Gonzo ist. Seth Rogen produziert ein neues Muppet Show TV-Special mit Gaststar Sabrina Carpenter und vielleicht kommt es ja so gut an, dass die Muppets regelmäßig zurück ins Fernsehen können. Schön wäre es jedenfalls, denn dieses kleine Revival funktioniert eigentlich ganz gut. Carpenter hat Spaß mit den Muppets, ein paar der Songs sind charmant und schmissig und die meisten Sketche funktionieren durchaus. Um einen richtigen Hype auszulösen, dafür ist dieses Special zwar nicht, wenn eine neue Muppet Show regelmäßig das Niveau halten könnte würde ich sie schauen.


Robot on the Road (2015)

Ein Sexpestroboter lässt sich von jungen Frauen per Anhalter mitnehmen und macht dabei gegen ihren willen sexualisierte Fotos von ihnen, um diese dann auf seinen Internetblog zu stellen… ähm ja… Das schlimmste ist aber das wir das wohl irgendwie charmant oder lustig finden soll, am Ende bekommt er nicht mal eine Strafe für seine Taten und macht sofort mit der nächsten Frau weiter. Als Horrorfilm würde der Plot um einen eigentlich harmlos wirkenden Roboter vielleicht sogar funktionieren so ist’s totaler Müll und schade um die sehr hochwertigen Animationen.


Der kleine Horrorladen (1986)

Herrlich überdrehtes Gruselmusical von Frank Oz und einem unfassbar guten Venusfliegenfallenmuppet. Rick Moranis spielt mal wieder den liebenswerten Nerdtrottel und hinzu gesellen sich in Cameos illustre Gäste wie Bill Murray, Steve Martin und John Candy. Großartig auch Levi Stubbs als Stimme der Killerpflanze Audrey II. Zwar können nicht alle Songs auf voller Länge ihren Charme halten, aber das macht das unglaublich gute Puppenspiel wieder wett. Teilweise kann ich gar nicht sagen wie Effekte realisiert wurden. Nicht zu glauben, dass alles hier ohne CGI erschaffen werden konnte. Top!


The Flying Luna Clipper (1987)

Einstündiger Kurzfilm. Animiert mit einem MSX Computer, vermutlich unter dem Einfluss lustiger Tabletten. In jedem Fall eine Sichtung wert. Bananenfetischist*innen kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fans von coolen Schneemenschen und pausbackigen Tomatendamen. Der Film ist eine Art Kreuzfahrt Doku, aber eben mit merkwürdigen Pixelartcharakteren und einem Wasserfrachtschiff, statt eines Ozeandampfers. Da kann man wenig falsch machen.


Picasso Trigger (1988)

Andy Sidaris ferkelt erneut auf Hawaii herum. Diesmal sorgt der fingierte Mord am Kartellboss „Picasso Trigger“ für ordentlich Trubel auf der Insel. Wie immer bei den Sidaris Streifen könnt ihr viele Playboy Bunnys und Muskel Machos erwarten, die in abstrusen Actionseqzuenzen überall in der Welt rumballern und der fleischlichen Lust frönen. Sidaris hat ein Talent dafür seine billigen Filmchen sehr viel teurer aussehen zu lassen als sie eigentlich waren, für Schauwerte wird hier immer gesorgt. Nur diesmal fehlt es dem Ganzen leider etwas an verrückten Ideen und der Plot zieht sich zusehends während zu viele Nebenhandlungen das ganze völlig Sinnlos in die Länge ziehen. Nur was für alle die, die Sidaris Klassiker schon gesehen haben.


Der Regenschirmmörder (1980)

Sexistisch, homofeindlich und rassistisch. Sogar inklusive Minstrelshow und Blackfacing. Es gibt keinen einzigen Gag in der seichten Klamaukkomödie der nicht beleidigend oder völlig daneben ist. Keine Ahnung warum Arte genau so was bringen muss...

Mittwoch, 25. März 2026

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Gruselkabinett – 197 – Das Grauen von Dunwich (Titania Medien)

Im kleinen Ort Dunwich im amerikanischen Massachusetts, reden zur Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts alle nur unter vorgehaltener Hand über die Familie Whateley. Vater Whateley (Axel Lutter) hat den Gerüchten zufolge etwas mit dunklen Kräften zu tun und seine Tochter Lavinia (Marie Bierstedt) erwartet ein Kind von einem Unbekannten. Kurz nach seiner Geburt beginnt der kleine Wilbur (Julian Tennstedt) sehr schnell zu wachsen und auch ansonsten werden die Aktivitäten im Hause Whateley immer verdächtiger, und schon bald ist klar, dass bei der Entstehung des Kindes dämonische Kräfte im Spiel waren.

Nachdem in den letzten Folgen für meinen Geschmack eher schwächere Stoffe vertont wurden, versucht sich Regisseur Marc Gruppe in der Folge Nummer 197 des Gruselkabinetts erneut an einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. Diesmal handelt es sich um „The Dunwich Horror“ aus dem Jahre 1929, eine Geschichte die ich gefühlt schon lange im Reigen der Gruselkabinette vermutet hätte. Lovecraft-Fans können die vom Autor gewohnt Tropen, natürlich auch die problematischen, erwarten. Was die Geschichte für mich aber zu etwas Besonderem macht, sind ihre kleineren parodistischen Anteile, in denen Lovecraft durchaus ein wenig Humor beweist und sich sogar ein wenig über das Gruselgenre lustig macht. Ein paar dieser Momente haben es auch unbeschadet in die Hörspielbearbeitung geschafft, was dieser Episode etwas Eigenständiges verleiht.

Die meisten Lovecraft-Fans werden sich aber natürlich vor allem über Anspielungen aufs Necronomicon und einige altbekannte Wesen freuen, die natürlich auch nicht fehlen dürfen. Mit Yog-Sothoth bekommt hier einer der äußeren Götter des Mythos die Ehre im Rampenlicht stehen zu dürfen. Und während ich in vergangenen Folgen kritisierte, dass die Adaptionen etwas gleichförmig und zu wenig dynamisch geraten sind, fand ich diese Folge auch in diesen Punkten wieder deutlich besser, und so wurde Yog-Sothoth Auftritt auch klanglich unheimlich und vor allem wuchtig inszeniert.

Auf gewohnt hohen Niveau agieren hier wieder altbekannte Sprecher*innen der Serie. Gewohnt gut und herrlich verschroben spielt Axel Lutter den alten Whateley, während Marie Bierstedt verletzlich und ordentlich durch den Wind spielt. Kleinere aber auch durchaus hörenswerte Parts kommen zudem von Uschi Hugo und Bodo Primus. Immer schön, die Beiden zu hören. Nach einiger Zeit wieder eine Folge für Freund*innen von deftigerem Grusel. Die Folge ist wieder dynamischer und durchgängig unterhaltsam, was nicht nur an dem guten Stoff liegt, der vertont wurde, sondern auch daran, dass die Umsetzung wieder motivierter und überlegter klingt als einige der letzten Folgen.

Montag, 23. März 2026

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Kalenderwoche 12 2026: Oh no, our Table! It’s broken!

Wonder Man (2026)

Nach sehr langer Marvel Abstinenz (abgesehen von Sonys Trashperlen „Morbius“, „Kraven“ und „Madame Web“) traue ich mich mal wieder in den Disney Teil von Marvel und wurde dafür mit einer charmant cleveren Dramedy Serie rund um Wonder Man (Yahya Abdul-Mateen II) und den Ex-Mandarin (Ben Kingsley) belohnt. Die knackigen Folgen vergehen wie im Flug und sind neben einer der niedlichsten Bromance mit vielen Metagags rund um Hollywood, die Schauspielkunst und der Welt von Superhelden gefüllt. Wer sich etwas mehr mit Marvel Comics auseinander gesetzt hat, wird ein paar Details mehr mitschneiden, insgesamt ist es aber nicht mal notwendig andere Filme oder Serien aus dem Universum gesehen zu haben. Dann funktioniert die Serie immer noch als Komödie mit leichten Superhelden Elementen. Neben einigen Menschen aus dem Showbiz die sich selbst spielen, lebt die Serie vor allem von dem Zusammenspiel von Abdul-Mateen und Kingsley, die hier Beide eine wirklich tolle Leistung abgelegt haben. Durch die beiden wirkt der Rest des Casts leider etwas blass, was vor allem zu einem etwas zu simplen Finale führt, das auch an Spannung vermissen lässt. Ansonsten aber vor allem ein kurzweiliger und dabei nicht völlig anspruchsloser Spaß.


The Details (2011)

Tobey Maguire vs. Waschbären. Ein Film in dem sehr viele Charaktere, sehr viele falsche Entscheidungen treffen. So richtig begründet ist ihr verhalten nicht. Weder wirklich dramatisch, noch komisch genug um als düstere Komödie durchzugehen. Was bleibt sind einige merkwürdige Momente die mich dazu gebracht haben dabei zu bleiben. Ansonsten ist es höchstens interessant zu Rätseln wer als nächstes welche unsinnige Aktion bringt. Im Kern ist hier sicherlich ein guter Film versteckt, leider wird nicht genug aus den merkwürdigen Situationen gemacht und am Ende verläuft sich sowieso alles im Sand ohne ein dringend benötigtes Crescendo.


Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)

Mal besser, mal weniger gut gealtertes (vor allem in der deutschen Synchro) Melodrama, das vor allem durch einige unvergessen gute Schauspielleistungen brilliert. Spencer Tracy gibt in seiner letzten Rolle alles und noch stärker ist einmal mehr Katherine Hepburn. Niemanden im alten Hollywood kullerten die Tränen glaubhafter aus den Augen. Sidney Poitier ist ebenfalls toll, auch wenn man wie so oft Ecken und Kanten an ihm vermisst. Denn gerade in den ambivalenten Charaktermomenten kann man erkennen wie gut sein Spiel wahrlich ist, wozu er hier nur sporadisch die Chance bekommt. Wie so viele andere Kramer Filme ist auch dieser hier ein wichtiges Zeitstück das soziale Konflikte und Errungenschaften der Zeit, ebenso wie damalige und oftmals auch Heute noch aktuelle Missstände gut vermittelt. Manchmal wirkt der Umgang mit Rassismus und der Bürger*innenrechtsbewegung etwas platt und natürlich liegt hier der Fokus auch auf einigen sehr priviligierten Menschen, Kramer scheint sich dem aber durchaus bewusst gewesen zu sein und so verfügt der Film keine einfachen Lösungen und für alle die genau hinsehen ebenso sehr viele spannende Beobachtungen. Sicherlich auch Heute noch ein lohnender Film.


Flucht in Ketten (1958)

Tony Curtis und Sidney Poitier als entflohene Sträflinge in einem Sozialdrama / Thriller von Stanley Kramer. Wunderschön, realistisch, hoffnungsvoll und melancholisch zugleich gefilmt, handelt der Film offensichtlich von Rassismus, in den Zwischentönen und das ist hier viel interessanter, auch davon wie nicht nur Hautfarbe, sondern vor allem auch Klasse und Geschlecht Menschen in vorbestimmte Bahnen steckt aus denen es nur schwer möglich ist auszubrechen. Umso schöner sind die kleinen Momente der Freiheit, sowie Funken der Solidarität. Poitier spielt hier unfassbar gut, wohl besser als in fast allen seiner Rollen, aber auch Tony Curtis spielt sehr eindringlich einen hoffnungslos wütenden Mann, der immer wieder Facetten seines besseren Ichs, aber auch eine sehr viel bösere Version von sich selbst zum Vorschein kommen lässt.

Mittwoch, 18. März 2026

Carlsen Manga im März 2026!

Carlsen Manga im März 2026!

Die Reise des Mondbären

Im neuesten Manga von Ho werden eine Krähe und ein japanischer Mondbär zu unzertrennlichen Freund*innen. In wunderschönen Naturzeichnungen reisen die Beiden durch Japan auf der Suche nach den letzten anderen Bären der Insel. Dabei treffen sie auf andere Tiere, Menschen und entdecken Berge, Täler und sogar Vulkane. Dieses Abenteuer für Tierfans jeden Alters ist wundervoll einfühlsam, in einem angenehmen, entspannten Tempo erzählt. Es bleibt viel Raum für Staunen und Emotionen und für ein herzzereißendes Ende. Der Zeichenstil mischt realistische Naturelemente mit ausdrucksstarken Cartoonmimiken und überzeichneten Gagmomenten. Ein wundervoller Manga zum zusammen mit den Kindern oder selbst bei einer gemütlichen Tasse Tee lesen.


Dr. Slump Massiv #3

Band 5 und 6 von Akira Toriyamas abgefahrenen Gagmanga bringt nicht nur Arale, den Dr. und all ihre Freunde zurück, sondern natürlich auch viele Gastauftritte von Gamera und Konsorten. Eine wilde Mischung aus abstrusen Gags, Infantilitäten, Albernheiten, popkulturellen Referenzen. Selbst eine gewisse Figur aus Star Trek macht einen Abstecher nach Pinguinhausen. Am besten gefällt mir aber das Abenteuer mit all den alten Universal Monstern. Vom Wolfmann bis zum Unsichtbaren tauchen dort alle in einem gewohnt albernen Stil auf. Alles großer Quatsch, aber wundervoll einfallsreich und kurzweilig.


Phantom Busters #1

„Phantom Busters“ handelt von normalen Teenagern, einer ganz normalen Schule. Natürlich glaubt unser Protagonist nicht an Geister oder ähnliches, aber ihr werdet nicht glauben was als nächstes passiert. Der Manga versucht inhaltlich, mit seinen Desings, seinen Konzepten und den Charakteren etwas vom „Dandadan“ abzubekommen. Dabei schafft man es aber nicht in Irgendeinen dieser Punkte die Klasse und den Charme zu erreichen. Gleichzeitig fehlen der Geschichte jegliche Alleinstellungsmerkmale und so bleibt nur ein, in allen Punkten mittelmäßiger Manga zurück. Für Genrefans vielleicht noch ganz passabel ansonsten gibt es aber in diese Richtung viele stärkere Titel.

Dienstag, 17. März 2026

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Kalenderwoche 11 2026: Crazy Ralph im Vorratsraum, brennende Omas & eine Dame Namens Puff!

Freitag, der 13. (1980)

Als Freund der schlechten Unterhaltung bleibt „Jason X“ (2001) mein liebster „Freitag“ Film. Diesmal sollte es aber mal wieder der Erste sein. Dieser bringt zwar meist Laune hat aber auch so manches Problem. Zu den Höhepunkten des Films gehört weiterhin der Auftritt von Betsy Palmer (Keine Zeit für Heldentum, 1955), sowie die Sterbeszene von Kevin Beacon (Tremors - Im Land der Raketenwürmer, 1990) und die kurzen Hosen von Peter Brouwer. Auch Crazy Ralph (Walt Gorney) muss natürlich erwähnt werden. Ingesamt ist der Film handwerklich ausreichend, darstellerisch meist voll in Ordnung und die zweite Hälfte schafft es die spannende Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Leider müssen wir bis dahin auch einigen Quatsch ertragen. Vor allem die Tiersnuff Szene in der eine Schlange getötet wird ist völlig Planlos und unentschuldbar. Aber selbst ohne ein getötetes echtes Tier würde diese Szene noch nerven und keinen Sinn im Drehbuch ergeben. Schwieriger Slasher der weiterhin seine Momente hat, aber nur durch die interessante Killerin und als Grundstein des Franchise die Jahrzehnte überdauert hat.


Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs (1970)

Nach „In der Hitze der Nacht“ (1967) kehrte Sidney Poitier (Rat mal, wer zum Essen kommt, 1967) zu seiner Rolle als erfolgreicher Polizist Virgil Tibbs zurück. Während der Erstling aber politisch zu seiner Zeit höchst brisant war und Poitier mit Rod Steiger (Die Faust im Nacken, 1954) einen famosen Gegenpart mit an Bord hatte, fehlt es der Fortsetzung nicht nur an frischen Ideen, sondern auch an einem starken Skript. Großartig sind die Momente in denen Sidney auf den Verdächtigen Pfarrer, gespielt von Martin Landau (Ed Wood, 1994), trifft. Denn den restlichen Film spielt Poitier leider ins leere und muss daher den Film fast gänzlich allein tragen. Mit Landaus Charakter kommen auch endlich Risse in die perfekte Fassade von Tibbs, der uns sonst als perfekter Ermittler dargestellt wird. Anstatt mehr starker Momente wie das durchaus starke und subversive Ende bekommen wir stattdessen ein paar blutleere und wenig überzeugender Action Momente kredenzt. Somit kann der Film auf keiner Ebene die Qualität des ersten Teils halten, auch die spannenden sozialen Fragen die sich aus diesem Fall ergeben und die melodramatischen, wenn auch nicht immer funktionierenden Familienszenen mit Tibbs werden nicht so sehr ausgenutzt wie der Film es bräuchte. So bleibt zwar ein solider 70er Krimi übrig, der sich aber nicht mit seinem Vorgänger messen sollte.


Ginger Snaps II: Entfesselt (2004)

Der erste „Ginger Snaps“ Film ist ohne Frage einer der besten Werwolffilme nach der Jahrtausendwende und völlig zurecht zum Kultfilm avanciert. Meine Erinnerungen an die Fortsetzung waren jedoch nur noch sehr schwach, weshalb der Streifen mal wieder zum Zug kommen sollte. Und ich muss sagen, dass er doch unterhaltsamer war als ich dachte. Vor allem gibt es zwei Szenen mit der Psychotherapeutin, die absolute Knaller sind. Aber auch Ghost (Tatiana Maslany) ist zwar eine sehr nervige, aber auch total spaßige neue Figur und eine schöne Chance für Brigitte (Emily Perkins) mal die große Schwester zu spielen. Selbst Katharine Isabelle, darf für ein paar Momente als Gingergeist zurückkommen. Solide, düster humoriger Werwolffilm mit einigen offensichtlichen Anspielungen auf Querness, Drogenkonsum und toxische Dudes.


Cyberpunk: Edgerunners (2022) [Plaion]

10 Episoden umfassende Animeserie zum Cyberpunk Videogame. Die Serie steht aber für sich alleine und lässt eigene Charaktere durch Night City stromern. Mein erster Eindruck war jedoch sehr gedämpft, weil ich die Serie zuerst dummerweise mit deutscher Synchro gestartet habe. Die Synchronsprecher*ìnnen machen ihren Job zwar gut, aber das Dialogbuch ist der letzte Rotz und fügt in jedem Gespräch möglichst viele infantile Witze & Pippi, Kacka, Pillemann Zoten hinzu. Außerdem klingt es fast durchgängig als würde die Tagesschau über das Jugendwort des Jahres reden (sus). Im O-Ton ist es dann viel besser auszuhalten und auch die deutschen Untertitel machen dann einen sehr viel besseren und korrekteren Eindruck (jedenfalls soweit meine japanisch Kenntnisse reichen). Die Serie selbst schafft es erstaunlich schnell das Gefühl und die Atmosphäre von „Cyberpunk“ zu vermitteln, auch werden wir schnell mit der Politik, den Sozialen Problemen und den verschiedenen Runner*innen bekannt gemacht. Das World Building ist so stark wie die Charaktere und schnell ist man gerne in den dreckigen Ecken von Night City und hat angst um seine Lieblingspunks. Die Animationen sind überaus effektiv und lebendig, genauso wie die Designs knallig und quirky daherkommen. Die Welt ist bunt und düster zugleich, eine Freude für die Augen. Die Ohren werden von Akira Yamaoka (Silent Hill) malträtiert, der neben digitalen Klängen auch nicht vor Black Metal, Death Metal, Grindcore oder Pop Rock zurückschreckt. Merkwürdige Mischung, aber es funktioniert und eigentlich ist jeder Needle Drop ein Gewinner. Als einzigen großen Makel würde ich das Pacing ansehen. Die meisten Folgen rasen an uns vorbei und besonders emotionale Momente bräuchten oftmals mehr Zeit um sich zu entfalten, man merkt jedenfalls das es nur sehr schwer möglich war die gesamte Geschichte in 10x20 Minuten zu quetschen. Trotzdem eine klare Empfehlung und auch wenn ihr weder das Pen & Paper Rollenspiel „Cyberpunk 2020“ oder das Videogame „Cyberpunk 2077“ kennt, könnt ihr getrost mit der Anime Serie eure ersten Abenteuer in Night City erleben.


Blair Witch Project (1999)

Drei Filmstudent*innen suchen der Blair Hexe und dabei mehr als sie erhofft hatten. Kulturelles Phänomen, Speerspitze des modernen Found Footage Trends und vermutlich der meist parodierte Horrofilm ever. Das „Blair Witch Project“ hat ein interessantes und vor allem schwieriges Dasein zu fristen. Man mag von dem Ganzen halten was man will, ich persönlich finde einige Momente des Films auch heute noch verblüffend effektiv und die Schauspielleistung in einigen Momenten für solch unerfahrene Darsteller*innen sehr stark. Vor allem ist es jedes mal wieder sehr erfrischend zu sehen wie dieser extrem simple Film ohne Budget es geschafft hat solch einen Erfolg zu haben.