Donnerstag, 10. September 2026

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Kalenderwoche 37: Arme in der Spülmaschine, Wettervorhersage, geschenkte Rosen, Doctor Who beim Militär, Geisterwurst & Affensaft!

Thunderbolts* (2025)

Wenig bunt, wenig Situationscomic, ertragbar viele versucht witzige Sprüche und etwas mehr Anspruch als gewohnt lassen die „Thunderbolts“ zu einem der unterhaltsameren Marvel Filme der aktuellen Phase werden. Vor allem dass, das Thema Trauma und Depressionen in einem Film dieser Art halbwegs ernsthaft angegangen wird ist respektabel und dank Florence Pugh und Lewis Pullman bekommen die emotionalen Momente sogar etwas Gewicht. Der Rest ist aber nicht mehr als die vorherigen Marvel Filme. Adäquate Actionszenen, etwas leichter Humor mit Pathos und Gezanke.

Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit (2026) [Plaion]

Spielberg muss mal wieder über den Erstkontakt mit Alien reden. Hier macht er leider nichts neues, die Aliens sind langweilig, der Film insgesamt auch technisch nur auf akzeptablen Niveau. Es passiert eigentlich nie etwas wirklich interessantes und wenn doch, dann kommt ein merkwürdig aussehendes CGI Tier und macht alles kaputt. Wäre es nicht Spielberg, hätte der Film es sicherlich nur auf direkten Weg zu den Streaming Anbieter*innen geschafft. Schnarchig.

Als Bonusmaterial bekommt ihr lediglich ein kleines Video über die Zusammenarbeit zwischen Spielberg und John Williams.

Der goldene Pfeil (1962) [Plaion]

Heute ist der italienische Regisseur Antonio Margheriti wohl vor allem für „Asphalt-Kannibalen“ bekannt. Umso erstaunter war ich als ich feststellte das der Sandalenfilm „Der goldene Pfeil“ ebenfalls unter seiner Regie entstanden ist. Dabei handelt es sich nämlich um einen Film den ich in meiner Kindheit oftmals im Fernsehen sah, natürlich ohne zu wissen wer Margheriti war und womit er sonst so die Moral junger Menschen korrumpierte. Bei diesem 60er Jahre Machwerk geht es allerdings noch recht brav zu. Ein Gauner mit einem Herz aus Gold, aber etwas zu viel Arroganz will die Prinzessin von Damaskus ehelichen und dabei zugleich den despotischen Wesir stürzen. Dazu brauch er aber den goldenen Pfeil. An diesen wiederum gelangt er nur wenn er einige körperliche, geistige und moralische Aufgaben bewältigen kann. Das ganze ist solide gefilmt, bietet einige nette Kulissen, viel stumpfen Humor und natürlich eine altbackene Liebesgeschichte. Wer aber für das Plastikkrokodil bleibt wird belohnt. Insgesamt ein ganz amüsantes Märchen.

28 Days Later (2002) [Plaion]

Tierbefreier*innen dringen in ein Versuchslabor in London ein, in dem gefährliche Experimente mit Viren an Schimpansen durchgeführt werden. Entgegen das betteln einer der Forscher, öffnen sie fälschlicherweise den Käfig und lassen somit eine schreckliche Plage auf die Menschheit los. Schon kurz darauf sind fast alle Bürger*innen Groß Britanniens, die sich nicht ins Ausland absetzen konnten, mit dem Tollwut ähnlichen Virus infiziert.

28 Tage später wacht Jim (Cillian Murphy) allein, verwirrt und orientierungslos aus einem Koma auf. Er ist ganz allein in einem Krankenhaus und das mitten in London. Er weiß nicht was geschehen ist, aber schon bei seinem ersten Treffen auf die Infizierten muss er alles geben um nicht zu sterben. Im letzten Moment wird er von Selena (Naomie Harris) und Mark (Noah Huntley) gerettet. Die beiden bringen ihn auf den neuesten Stand der Dinge und gemeinsam versuchen sie einen sicheren Ort zu finden.

„28 Days Later“ war lange Zeit ein Hassobjekt für mich, was daran lag das der Plot von Zombieähnlichen Monstern handelt die rennen können. Ein Frevel, so was würde ich nicht unterstützen. Als Teenager hielt ich es für unmöglich so einen Film gut zu finden. Durch einen Zufall sah ich dann irgendwann doch. Es kam wie es kommen musste und natürlich bin ich heute großer „28“ Fan. Ich finde soviel daran toll. Es fängt mit den Tierbefreier*innen an, diese Menschen wollen ein paar Affen aus der Hölle dieser Versuchsanstalt befreien und lösen damit diese Katastrophe aus. Zeigt uns das die Menschen selbst mit den edelsten Motiven nur in der Lage ist die Welt untergehen zu lassen. Danach geht es weiter mit Cillian Murphy (Inception), der mir auch als Scarecrow in den Nolan Batmen sehr gefällt. Diese Szenen in denen er ohne Dialog durch die verlassenen Straßen von London läuft haben soviel Atmosphäre, einfach toll. Und dann ist da noch Selena, gespielt von Naomie Harris (hat sie jemals wieder etwas gutes gedreht? Dinotopia und Ninja Assassin sind schöner trash aber doll ist das nu auch nicht.). Eine starke schwarze Frau, womit man wohl versucht hat noch einen draufzusetzen auf Duane Jones Figur aus „Night of the Living Dead“. Zumindest erinnert sie doch sehr stark an Ben.

Das die „Infizierten“ sich so schnell bewegen können sagt mir trotzdem nicht zu und zum Ende hin bricht die Atmosphäre immer wieder ein wenig ein. Insgesamt handelt es sich bei „28 Days Later“ aber um einen gelungenen und äußerst stimmigen Epidemie Film.

Die 4k Disc von Plaion bietet neben einem Audiokommentar auch deleted Scenes, auch diese wenn gewünscht mit Audiokommentar, Storyboards, eine Fotogalerie und mehr.

La Maison ensorcelée (1907)

Sechs minütiger Kurzfilm aus dem Jahre 1907. Eine französische Produktion des spanischen Regisseurs Segundo de Chomón (The Frog, 1908). Darin suchen drei Reisende Zuflucht in einer alten Hütte, in der sie sich dann aber mit Poltergeistern herumärgern müssen. Diese lassen Möbel verschwinden, drehen das Haus oder bereiten in einer putzigen Stop-Motion Sequenz auch das Frühstück vor. Charmanter kleiner Film, der vor allem durch tolle Set-Ideen, aber auch durch Stop-Motion, sowie Front- und Rückprojektionen Arbeitet. Ein tolles Beispiel für frühe Filmtricktechnik.

The Ape Man (1943)

Bela Lugosi spielt einen verrückten Wissenschaftler der sich zu viel Affensaft gespritzt hat. Jetzt hilft nur noch menschliches Rückenmark, aber woher nehmen wenn nicht stehlen? Freiwillig will sich jedenfalls niemand ins Rückenmark piksen lassen und so muss Affenmann Lugosi mit seinem treuen Begleiter, einem echten Gorilla (oder eher einem Menschen im Gorillavollkostüm) auf Menschenjagd gehen.

Mit nur 64 Minuten Spielzeit ist der Spuk zum Glück schnell vorbei. Allein das blöde 4th Wall breaking Ende und das Gorillakostüm sind somit eine Sichtung wert. Ansonsten hat Lugosi noch 1-2 starke Monologe in denen man erahnen kann wozu er eigentlich fähig ist. Der Rest verirrt sich leider in immer selben Szenen in den immer selben drei Räumen, ein Horrorthrillermysterykrimi mit vielen Charakteren die nichts zur Handlung beisteuern und am Ende ist es natürlich die Liebe die das Ungeheuer getötet hat.

Freitag, 4. September 2026

Kalenderwoche 36: Der Präsident wird rot vor Zorn, schwebende Schildkröten & hungrige Hummer!

Kalenderwoche 36: Der Präsident wird rot vor Zorn, schwebende Schildkröten & hungrige Hummer!

Captain America: Brave New World (2025)


Merkwürdiger Film der den Spagat sucht zwischen amerikanischer Power Fantasy und einer Kritik der aktuellen Sozialen Probleme des Landes. Am Ende schafft der Streifen aber beides nicht, sodass es egal ist was man selbst denkt, unzufrieden sind am Ende alle. Vor allem versucht man sich hier an einem politischen Gewissen ohne soziale oder geopolitische Konflikte anzusprechen. Alles komplett wischiwaschi ohne Rückgrat. Hinzukommt ein schrecklich unpassend gecasteter Harrison Ford, der sich müde durch den Film kämpft und Protagonist*innen sowie Schurken, die stets eindimensional bleiben und deren Dialoge jegliche Charakterentwicklungen behindern. Da helfen auch keine Gastauftritte von Liv Tyler und Sebastian Stan.

Gamera the Brave (2006)

Dieser, der bisher letzte abendfüllende Gamera Streifen, ist wieder deutlich kindgerechter als es die 90er Trilogie war. Etwas traurig darüber war ich schon, dafür bekommen wir hier auch einige Babygamera- und Teenagegameraaction geboten. Und da muss man zugeben: Knuffig ist das alles schon und selbst das CGI ist nicht so schlecht wie erwartet. Zudem sind die Monsterkostüme wieder richtig gut und ausdrucksstark geworden. Der Kampf zwischen Gamera und dem fiesen Varan hat es dann auch in sich und schafft es geschickt zwischen klamaukigen Momenten, viel Kitsch, aber auch bedrohlichen Szenen und einigen sehr guten Miniaturszenen zu balancieren. Insgesamt ist der Plot mit den Kindern etwas ermüdend, insgesamt fühlte ich mich aber gut unterhalten.

Teenagers from Outerspace (1959)

Aliens haben die Erde als Weideort für ihre gigantischen Monsterhummer auserkoren. Einer der Aliens entdeckt dann jedoch das Menschen auf dem Planeten leben und bekommt plötzlich doch Gewissensbisse und versucht gemeinsam mit einem Mädchen und ihrem Opa seine Kumpels von diesem Plan abzuhalten. Herrlich wirres Drive-in Kino für alle, die grottige Effekte und Acting lieben, das so hölzern ist, dass wir damit den Amazonas wieder aufforsten könnten. Toll. Fünf von Fünf buttrige Hummerscheren!

Sonntag, 30. August 2026

Carlsen Manga im September 2026!

Carlsen Manga im September 2026!

Dragon Hunt Tribe #2

Zweiter Band von Shiro Kurois Dark-Fantasy Reihe. Der Band handelt von der Trainingsprüfung unserer Protagonist*innen, bei der sie sich auf einer kleinen Insel einem ausgewachsenen Drachen stellen müssen. Der Kampf ist ziemlich episch aber bodenständiger als man es allgemein von einem Manga erwarten würde. Die Attacken haben Gewicht und Konsequenzen es sterben immer wieder liebgewonnene Charaktere und der sehr europäisch beeinflusste Zeichenstil verleiht dem ganzen seinen düsteren, dreckigen Anstrich. Während all der Action bleibt dennoch Zeit für etwas Philosophie und auch die sozialen Dynamiken in solch einer Welt werden gut ausgelotet. Auch der zweite Band ist also ziemlich stark und macht erneut Lust auf mehr. Ein interessante Mischung aus „Monster Hunter“ und „Attack on Titan“.

Once Upon a Dream – Der Manga

Und genau deshalb sollte ein Prinz nicht ohne Konsent eine schlafende Prinzessin küssen. Jetzt ist er auch eingeschlafen und muss sich gemeinsam mit Prinzessin Aurora durch die Träume der Prinzessin kämpfen. In dieser Manga Neuinterpretation von „Dornröschen“ in der die Prinzessin zum Glück etwas mehr Wirkmacht verliehen bekommen hat finden wir uns erneut im „Twisted Tale“ Universum wieder. Hier werden altbekannte Disneystoffe im Stile japanischer Manga neugegossen, wobei man sich hier dann eher an ein Teenage Publikum richtet. Das sieht dann eigentlich auch ganz nett aus ist flott geschrieben und könnte durchaus auch als verlorengegangener Fantasy / Magical Girl Manga der Neunziger durchgehen. Bisher jedenfalls meine liebste Neuinterpretation in diesem Stile.

Stitch reist in der Zeit #2 - … ins Italien der Renaissance

Diesmal hat es Stitch ins Italien der Renaissance verschlagen, wo er den Fiesling Van Hamsterdam aufhalten muss, damit dieser wiederum nicht die Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen kann. Gewohntermaßen gelingt das unserem putzigen Alienfreund natürlich nicht ohne das er selbst für ein mittelschweres Chaos sorgt. Action- und Temporeich geht Stitchs Reise durch die Epochen weiter. Lustig wie immer und nebenbei auch etwas lehrreich kommt er in so manche turbulente Situation. Das Artwork ist etwas einfach aber dennoch dynamisch und ausdrucksstark aufs Papier gebracht. Für Stitch Fans wieder eine sichere Wahl.

Und dann gab’s keines mehr #1

Aya Nikaido versucht sich an einer Mangaadaption einer von Agatha Christies bekanntesten Geschichten. Der erste der drei Bände braucht natürlich, wie die Vorlage auch, relativ lange um alle Protagonist*innen vorzustellen. Dabei wird aber ziemlich schnell deutlich, dass es sich hier eine relativ trockene und starr übernommene Adaption des Stoffes handelt. Es werden wenig eigene Ideen eingebunden, die sich das Medium Manga zu Nutze machen würden. So bleibt zwar ein solide gezeichneter und geschriebener Manga zurück, dem es aber an Charakter und Seele fehlt. Wen ihr also auf der Suche nach einem Cozy Krimi seit, dann könnt ihr ruhig zugreifen, aber diese Adaption bringt dieser Geschichte keine neue Facette hinzu.

Freitag, 28. August 2026

Kalenderwoche 35 2026: Bubble Buddies, blockige Buben & Schusssichere Tänzerinnen!

Kalenderwoche 35 2026: Bubble Buddies, blockige Buben & Schusssichere Tänzerinnen!

Der Astronaut - Project Hail Mary (2026) [Plaion]

Nach dem großen Erfolg von „Der Marsianer: Rettet Mark Watney“ (2015) nun also die nächste Verfilmung eines Science-Fiction Romans von Andy Weir. Gewohnt unverschämt charismatisch schlingelt sich Ryan Gosling (Blade Runner 2049, 2017) auch hier gekonnt durch den Film und kein seine spleenige Rolle publikumsfreundlich auf die Leinwand bringen. Dabei können seine Interaktionen mit seinem Alienfreund, wie aber auch mit der gewohnt großartigen Sandra Hüller (In den Gängen, 2018) ulkig, albern, herzlich aber auch herzzerreißend sein. Der Film schwankt dabei zwischen harter Science-Fiction, Drama, Komödie und ist dabei aber auch immer ein wenig wie ein 80er Jahre Science-Fiction für die ganze Familie. Kann durchaus verstehen wenn das für viele etwas zu sehr gezuckert oder gar kitschig erscheint. Ich fühlte mich aber oft daran erinnert das viele Science-Fiction Filme meiner Kindheit eine ähnliche Stimmung hatten, die bei mir Interesse an Wissenschaft und ebenso eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckten. Etwas das wir heute sicherlich dringend brauchen können, gerade wenn sogar unser Eskapismus von Sarkasmus und Nihilismus durchzogen ist. Auch schön ist hier, dass einige der Alieneffekte noch handgemachtes Puppenspiel sind und der Eridianer dadurch sehr viel mehr Persönlichkeit bekommt, als wenn es ein CGI Wesen wäre.

Im Bonusteil der Plaion Scheibe bekommt ihr ein paar entfallene Szenen, einen kurzen Blick hinter die Kulissen und einen recht interessanten Audiokommentar der Regisseure.

Ein Minecraft Film (2025)

Joa der Titel hat recht, dass ist ein Minecraft Film. Was Jack Black und Jason Momoa da machen weiß ich nicht so recht. Ich habe keine Ahnung vom Spiel, denke aber nicht, dass der Film mir bei meinem Verständnis geholfen hat. Teilweise ist das CGI schon ganz beeindruckend und ein paar Witze sind so doof, es ist dann doch ganz witzig. Glaube aber insgesamt war mir bisher wenig so egal wie dieser Streifen und ehrlich gesagt erinner ich mich auch an nichts mehr außer das da ein Schwein ist, das aussieht wie ein From Software Endgegner.

Lola Colt... sie spuckt dem Teufel ins Gesicht (1967)

„Lola Colt... sie spuckt dem Teufel ins Gesicht“ ist erstmal ein starker Titel und Lola, gespielt von der US-amerikanischen Tänzerin Lola Falana ist durchaus charismatisch genug ein paar der Szenen zu stemmen. Nur ein paar Jahre zuvor wurde Lola ein kleiner Star nachdem sie am Broadway als Tänzerin für Sammy Davis Jr. auftrat. Diese Bekanntheit führte sie schließlich nach Italien wo sie diesen kleinen, familientauglichen Italo-Western abdrehte. Es geht um eine Tanzmaus, die aber auch gut mit Colt und Pferd umgehen kann und schließlich nicht nur das Herz des ortsansässigen fast Arzt erobert, sondern auch eine kleine Stadt vor El Diablo und seiner Gang rettet. Das ist recht kurzweilig und meist ziemlich unaufgeregt. Die Action ist herrlich planlos und einen logisch nachvollziehbaren Handlungsablauf brauch man dann auch nicht. Am Ende ist jedenfalls alles gut, Lola findet Liebe. Sant’Anna ist gerettet. Wir verdrücken eine Träne für den kleinen irischen Jungen der sich im Kampf geopfert hat. Ordnung ist wieder hergestellt.

Sonntag, 23. August 2026

Kalenderwoche 34 2026: Weltraummonser, ein Tag im Museum & Katzenrettung!

Kalenderwoche 34 2026: Weltraummonster, ein Tag im Museum & Katzenrettung!

Gamera Super Monster (1980)

Nach neun Jahren Abstinenz kehrt Superkröte Gamera zurück. Und wie! Der Film liefert uns ungefähr ein drittel der Laufzeit neuen Stoff und der hat sich gewaschen… Aber nur im negativen Sinne. Geboten werden drei Aliendamen im Supermandress und ein ordentlich los orgelnder Junge. Nervig, aber irgendwie noch infantil unterhaltsam. Der Rest des Films ist dann ein Stock Footage Best of aus Gameras glücklicheren Tagen. Einzige neue Gamera Szenen sind hier zusammenkopiert mit Sequenzen aus den Anime Serien „Spaceship Yamoto“ & „Galaxy Express 999“. Schmerzlich langweilig und blöde.

Junge Dornen (1967)

Lächerlich schlecht gealtertes Drama aus dem „How can I reach these Kids“ Subgenre. Sidney Poitier (The Defiant Ones, 1958) kann durch seinen Charme jedoch den Film auch durch so manche Durststrecke bringen. Er tanzt ungelenk und macht einen Frucht / Gemüsesalat und das ist schon viel Wert. Das vertröstet auch ein wenig bei den überflüssigen Bild-Montagen und den steinzeitlichen Geschlechtervorstellungen. Aber im ernst: „To Sir, with Love“ hatte damals sicherlich sehr gute Absichten und konnte damals wohl auch für etwas mehr Verständnis für rebellische Teens werben. Heute aber nur noch für Sidney und als Zeitdokument zu gebrauchen.

The Marvels (2023)

Kurzweiliger Marvelspaß. Höhepunkte sind natürlich Goose und Iman Vellani die in ihrer Rolle als Kamala offensichtlich viel Spaß hat, was man dem Film auch anmerkt. Die Teleportationsfähigkeiten der drei Marvels fügt einigen Kampfszenen etwas benötigtes Chaos hinzu. Sicherlich kein Meisterwerk, aber wer würde das schon ernsthaft über die anderen MCU Streifen sagen? Ich fands nett.

Montag, 17. August 2026

Kalenderwoche 33 2026: Inselmonster, Untergrundmonster, Mannmonster & Sonnenstrahlen für alle!

Kalenderwoche 33 2026: Inselmonster, Untergrundmonster, Mannmonster & Sonnenstrahlen für alle!

Das Geheimnis der Monsterinsel (1981)


Der Millionär Kolderup (Peter Cushing) erwirbt aus einer Laune heraus eine Insel. Kurz darauf lässt er ein paar seiner Leute auf eine Expedition zur Insel los. Unter den Männern ist auch sein Neffe Morgan (Ian Sera), der mit dieser Reise etwas erzogen werden soll und dessen kauziger Hauslehrer (David Hatton). Allerdings verläuft die Fahrt mit dem Schiff nicht sonderlich gut und schon bald werden sie von Tang behangenen Seemonstern attackiert. Mit ihren letzten Kräften können die beiden Männer sich auf die Insel retten, aber auch dort warten einige Monstren auf die beiden.

Schon beim ersten Blick auf das Cover war klar, das diese mehr als lose Jules Verne Adaption ulkig werden sollte. Was mich dann aber erwartete konnte ich nicht ahnen. Die Monster sehen im Film nämlich noch knuffiger aus als ihr es ahnen könntet. Euch werden Seetangmonster, ein Gummidino, Blaseraupen und ein schießwütiger Affe geboten. Hinzu kommt noch ein Peter Cushing (Shock Waves, 1977), der überhaupt nicht weiß wie ihm geschieht und eine deutsch Synchro die sich gewaschen hat. Alles völlig scheiße, einiges macht dann durch den widersinnigen Twist irgendwie doch Sinn, aber unterhalten kann dieses Monstrum von Film auf voller Linie.

Richtig gut ist an diesem Stück Filmgeschichte aus den Händen von Juan Piquer Simon (Slugs, 1988) eigentlich nichts. Es sieht aber auch nie danach aus als hätte Jemand mehr von diesem Film erwartet. Alle haben aber augenscheinlich ihre Freude an dem Schabernack den sie da treiben, außer vielleicht Cushing. Der Humor ist schön daneben und die drei Hauptfiguren gespielt von David Hatton (Vaterland, 1994), Gasphar Ipua (Sea Devils, 1982) und Ian Sera (Pod People, 1983) haben eine tolle Chemie und spielen schön locker und so wie es sich für solch einen Film gehört. Klare Trash Empfehlung.


Phantastische Reise zum Mittelpunkt der Erde (1977)

In einer Buchhandlung wird dem Professor Otto Lindenbrock (Kenneth More) ein alter Reisebericht des Wissenschaftlers Saknussem zugespielt. Darin ist die Rede von einer phantastischen Reise unter die Erde, bis tief nach unten zum Mittelpunkt der Erde. Das Interesse des Forschers ist geweckt. Sofort plant er eine Expedition, bei der er von seiner Tochter Glauben (Ivonne Sentis) und ihrem Verlobten Axel (Pep Munné) begleitet wird. Sie reisen nach Island wo der Abstieg bis zum Mittelpunkt der Erde möglich sein soll. Dort heuern sie den isländischen Schäfer Hans (Frank Braña) an, der mit ihnen in einen Vulkankrater hinabsteigt. Bald entdecken sie eine fremde Welt voll mit prähistorischen Monstern.

Diese spanische Verfilmung des Abenteuer Klassikers von Jules Verne, ist im Grunde nichts anderes als eine aufgewärmte Variante der Version von 1959. Beide Verfilmungen sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich abgesehen von einem der Nebenhandlungen beinahe gar nicht. Leider ist der Humor hier nicht ganz so gelungen, dafür funktioniert der Film im Abenteuer Teil ganz gut. Die Dinosaurier sehen richtig schön schäbig aus und sind ein Fest für die Augen. Gummieidechsen auf Rädern, ganz großes Kino. Nur die Menschenfressenden Schildkröten sehen ganz cool aus, aber auch der Kampf der Plesiosaurier ist nicht total verkehrt.

Aber nicht nur in Sachen Monstereffekte und Kulissen ist diese Verfilmung schwächer, sondern auch bei der Besetzung. Frank Braña (Pod People, 1983) hat eine ungehörige Badass Trash Attitüde, die restlichen Darsteller*innen, die viel wichtiger für den Film sind, haben aber keine besondere Ausstrahlung und spielen nie besser als nur okay. Für Verne Fans also durchaus ein gelungenes Werk, wer aber nur mal Interesse an der Geschichte hat hält sich an die Verfilmung von 1959.


Das Monster von Tokio (1959)

Der amerikanische Journalist Larry Stanford (Peter Dyneley) reist nach Japan, um dort den exzentrischen Wissenschaftler Dr. Robert Suzuki (Tetsu Nakamura) zu interviewen. Als der unvorsichtige Reporter im Berglabor des Doktors ankommt, merkt dieser zugleich wie unaufmerksam er ist. Damit erweist er sich als perfektes Versuchskaninchen für die nächsten Experimente. Er betäubt ihn und injiziert ihm darauf ein mysteriöses Mittel, das immer mehr seine animalischen Triebe stärkt. Schon kurz darauf hat er sich ganz verändert, betrügt seine Frau Linda (Jane Hylton) mit Geishas und man könnte beinahe denken, ihm wächst da was komisches auf der Schulter.

“The Manster” ist eine US-amerikanisch, japanische Co-Produktion aus den späten Fünfzigern. Veröffentlicht werde der Film 1960 als Double Feature mit “Eyes Without a Face”. George P. Breakstons (Golden Ivory) Geschichte erzählt von einem US-Reporter, der an einen leicht wahnsinnigen Wissenschaftler aus Nippon gerät, der ihn dann auch gleich zu einer Bestie machen möchte. Relativ grafisch wird schon im Intro klar gemacht, dass mit Dr. Suzuki nicht gut Kirschen essen ist. Der gewissenlose Wissenschaftler, gespielt von dem aus Titeln wie “U 2000 - Tauchfahrt des Grauens” (1963) und “Das Grauen schleicht durch Tokio” (1958) wohlbekannten Tetsu Nakamura (hier jedoch unter dem Namen Satoshi Nakamura kreditiert), hat nämlich schon einige andere Kreationen hervorgebracht. So sehen wir schon in den ersten Minuten wie ein intelligenter Gorilla einige Geishas beim Baden abmurkst und dann ist da noch seine Ehefrau, die zu einer widerlichen Mutation verkommen ist und von ihm gefangen gehalten wird.

Auch wenn die Effekte des Mansters eher lächerlich wirken, ist gerade dieser nüchterne, aber für damals sehr harte kalte Anfang sehr effektiv. Besonders das Make-Up und die Prothesen seiner Frau kommen durch die gelungene Beleuchtung etwas sehr unheimliches. Außerdem wird dadurch schnell klar, wie wenig man sich an damalige Restriktionen halten wollte. Für die Entstehungszeit zweifellos einer der härteren und ernsteren Drive-In Movies. Nach dem Intro wird es aber doch erst einmal sehr zeitgemäß wie in allen Filmen der damaligen Zeit und besonders in billigen Horror und Sci-Fi Flicks, geht es darstellerisch sehr hölzern zu, Anderes wie im Theater sehr übertrieben und dick aufgetragen und natürlich wird es auch äußerst melodramatisch. Die schlechtesten, aber auch ungeteilt lustigsten Momente haben immer etwas mit dramatischen Ereignissen zwischen Larry und Linda zu tun. Man erkennt die Dramatik an einem starken Kamerazoom und dem unheilvollen Geräusch: “Döödüüm”. Wie beim Zonk.

Trotz all des Trashs handelt es sich hierbei doch um einen der frühen Genreergüssen, mit durchaus subversiven Inhalt. Sexualität wird oft angedeutet und erwähnt. Die Hauptfigur betrügt seine Frau, verlässt sie und macht mit Geishas rum. Und das alles zu einer Zeit, während der man im Mainstream nicht mal zeigen durfte, wie Ehepaare sich ein Bett teilten. Die körperliche Transformation sieht etwas albern aus (auch wenn Sam Raimi bei “Army of Darkness“ klar darauf anspielt), die psychische packt dafür umso mehr. Anspielungen auf Alkohol- und Drogensucht sind sicherlich kein Zufall und gerade der damit einhergehende sittliche Zerfall unseres einstigen Helden zeigt Parallelen zu “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde” und geht ähnliche Wege, nur eben mit dem etwas exotischeren Background Japans.

Das menschliche Monster hat jedenfalls einiges zu bieten: Trash, unfreiwillige Komik, schlechte Effekte, gute Effekte, lustiges versuchtes Drama, einen mitreißenden Plot und ulkig vorgetragene Dialoge, die dennoch ein wenig gewagt sind. Für Trash Liebhaber, die trotzdem noch etwas Anspruch verlangen genau das Richtige.

Ein Fleck in der Sonne (1961)

Filmische Adaption des gleichnamigen Theaterstücks, über das Unglück das eine schwarze Familie zu zerreißen droht: Eine große Versicherungssumme. Mit wenigen kleinen Änderungen könnte dies auch einfach eine Aufzeichnung einer Theatervorstellung sein, der Cast des Films, allen voran die großartigen Claudia McNeil (Moon of the Wolf, 1972) und Sydney Poitier (The Defiant Ones, 1958). Bis in jede Nebenrolle toll besetztes Sozialdrama, das Heute vielleicht teilweise etwas hölzern und verstaubt erscheint, doch gerade in der Frage um Klassismus noch aktuelle Lehren vermitteln kann. Ansonsten ein tolles Zeitstück mit vielen mitreißenden Szenen.

Freitag, 14. August 2026

Kalenderwoche 32 2026: Albtraumgrille, Geisterfische, chaotische Kopfgeldjäger*innen & Auferstehung!

Kalenderwoche 32 2026: Albtraumgrille, Geisterfische, chaotische Kopfgeldjäger*innen & Auferstehung!

Pinocchio: Unstrung (2026) [Plaion]

Wie auch bei den anderen Filmen des Jagged Edge Poohniverse handelt es sich auch bei dieser eher freien Adaption des „Pinocchio“ Stoffes um einen krassen, kruden und effektreichen Billighorrorfilm. Der Film lebt von seinen überbordend extremen Effekten, die oftmals an klassische Warner Brothers Cartoons mit Gore erinnern. Die Kinderdarsteller sind eigentlich ganz cool gecastet und haben sichtlich ihren Spaß. Auch die Handgemachten Puppeneffekte können gefallen und Robert Englund (Galaxy of Terror, 1981) als die Stimme der bösen Variante von Jimminy Cricket ist was nettes für Genrefreund*innen. Insgesamt kommt öfter mal Langeweile auf und zumindest bei mir haben sich diese Goreszenen meist recht schnell totgelaufen vor allem da ohne eben diese kein echter Film mehr übrig bliebe.

Die Blu-ray hat einiges an Extras zu bieten. Neben einem Audiokommentar auch noch Making-Ofs, Behind the Scenes, Interviews und entfallene Szenen. Schöne Veröffentlichung, die vor allem auch zeigt wie viel Spaß die Macher*innen hatten.

Angel’s Egg (1985)

Auch Heute noch eine unbeschreiblich schöne OVA des „Ghost in the Shell“ (1995) Regisseurs Mamoru Oshii. Es handelt sich dabei um einen höchst philosophischen und ruhigen Anime, der die meiste Zeit völlig ohne Worte auskommt. Die Handlung bleibt vage und lädt dazu ein sich selbst eine Meinung zu bilden. Visuell ist das Ganze atemberaubend schön. Ein Gedicht in Finsternis.

Trigun: Badlands Rumble (2010)

Ganz netter Film zur „Trigun“ Animeserie. Ein paar nette Actionsequenzen und beliebte Charaktere der Serie machen den Film für Fans ganz brauchbar. Insgesamt ist die Serie jedoch sowohl tiefsinniger, emotionaler und vor allem deutlich besser geschrieben. Einige Folgen haben deutlich komplexere Handlungsfäden und ein besseres emotionales payoff als dieser 90 minütige Film.

Wake Up Dead Man (2025)

Rian Johnsons dritter Teil der „Knives Out“ Krimis beweist vor allem wieder das Johnson unglaublich interessante und merkwürdige Figuren schreiben kann. Hier werden diese von einem tollen Ensemble zum Leben erweckt, dass es eine Freude ist. Zum Ende hin vielleicht etwas zu sehr gestreckt unterhält der Film dennoch besser als der zweite Teil und kombiniert Cozy Crime mit viel Humor und einigen bissigen gesellschaftlichen Spitzen.

Mittwoch, 12. August 2026

Web of Heroes Collection - Spider-Man & Fantastic Four (Panini)

Web of Heroes Collection - Spider-Man & Fantastic Four (Panini)

Schon immer hatten die Fantastic Four ein besonderes Verhältnis zu Spider-Man. Peter Parker verlor früh seine Eltern und wurde sehr jung zu einem Superhelden genauso wie die Fantastic Four noch jung waren als sie ihre Fähigkeiten bekommen haben. Außerdem sieht Peter in Reed Richards eine Vaterfigur die ihm in vielerlei Hinsicht ein Vorbild ist. So haben sie schon kurz nach entstehen des Marvel Universums die ersten Crossover bestritten. Doch es wurden noch lange nicht alle Geschichten erzählt um vier neue geht es in diesem Trade, das die gesamte Mini Spider-Man and the Fantastic Four #1-4 vereint.