Carlsen Manga im Januar 2026!
Dr. Slump Massiv #2
Das Jahr 2026 startet bei Carlsen Manga ziemlich stark mit drei, für mich ganz besonders erwähnenswerten Titeln. Den Anfang machte für mich und somit der erste Manga des Jahres der zweite Massiv Band von „Dr. Slump“. Darin enthalten sind die beiden Sammelbände 3 und 4 und somit viele lustige Abenteuer von Arale, dem Doktor und den anderen kuriosen Einwohner*innen von Pinguinhausen. Godzilla hat genauso einen Gastauftritt wie Gamera und Ultraman. Auch einige ulkige Aliens schauen vorbei und natürlich lässt unser liebstes Robomädchen keine Chance aus möglichst viel Chaos anzurichten. Natürlich ist Akira Toriyamas Gagfeuerwirk von 1980 nicht immer gut gealtert, einige Charakterdesigns wären heute sicherlich nicht mehr cool, aber insgesamt funktioniert der anarchische und völlige doofe Humor auch Heute noch gut. Die schiere Anzahl an grafischen Gags und blöden Wortspielen garantiert den einen oder anderen Lacher, auch wenn nie alle Gags zünden können. Sehr kurzweilige Unterhaltung, durch die selbst ein Massiv Band im Flug durchgelesen ist. Toriyamas Stil ist unverwechselbar und seine Charakterdesigns zurecht ikonisch und der alberne Humor hat seinen Charme nicht verloren.
H. P. Lovecrafts – Das Unsagbare und andere Geschichten
Diesmal hat sich Gou Tanabe gleich acht lovecraftsche Kurzgeschichten vorgenommen und ins Medium Manga gehievt. Hier zeigt sich erneut, dass Tanabe vor allem kurze Geschichten, mit nur wenig Dialogen sehr viel besser als die umfangreicheren Lovecraft Storys umsetzen kann. Jedenfalls gelingt es ihm hier ziemlich gut, vor allem wenn seinem unfasslichen Artwork viel Wirkraum gelassen wird. Hier gelingt es ihm wunderbar den Lovecrafts kosmischen Horror Gestalt zu verleihen und macht so das unerklärliche Sichtbar, dabei aber nicht weniger erschreckend. Bisher eine meiner liebsten Lovecraft Adaptionen von Tanabe.
Königin der 1000 Jahre #1
Hajime ist vierzehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in Tokyo. Als er einer Straßenkatze das Leben rettet lernt er dabei die schöne Yukino kennen. Kurz darauf tötet eine mysteriöse Explosion seine Eltern und der Junge muss zu seinem Onkel, den Professor Amamori, in dessen Sternenwarte ziehen. Dort trifft er auch wieder auf die mysteriöse Yukino und erfährt davon, dass wohl ein zehnter Planet auf dem Weg ist die Erde zu zerstören. So findet sich der Junge plötzlich inmitten des Kampfes um die Zukunft der Erde wieder.
Mangaka Leiji Matsumoto ist unbestreitbar der König der Space Operas. Neben „Captain Harloch“ und „Space Battleship Yamoto“ gehört sicherlich auch die „Königin der 1000 Jahre“ zu seinen einflussreichsten Arbeiten, bei denen sich nicht zuletzt George Lucas gerne mal bedient hat. In Deutschland hat die Serie vor allem bei älteren Animefans einen Kultstatus inne, da es sich um eine der wenigen Anime Serien der frühen Achtziger war, die man auch hierzulande zu Gesicht bekam. Die Königin war nämlich Teil des „Bim Bam Bino“ Programms bei Tele 5.
Matsumoto orientiert sich optisch an seinem alten Freund Tezuka, also einen sehr klassischen Mangastil der frühen Jahre, kombiniert dies aber sehr gerne mit westlichen Einflüssen. Seine Charaktere sind stets ausdrucksstark, dabei oft bestechend simpel designt und dennoch elegant und detailliert. Sofort wird man hier in eine fantastische Welt geworfen die zum träumen und mitfiebern anregt. Problemlos kann man sich in der einfachen und dennoch komplexen Handlung verlieren, eine aufregende Reise beginnen, tolle Orte entdecken. Ein zeitloses Science-Fiction Abenteuer, dass auch nach all den Jahren ihren Reiz nicht verloren hat.
Wunderschöner Hardcover Band im Großformat, mit vielen Farbseiten und einigen Hintergrundinformationen.
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