Montag, 16. Februar 2026

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Kalenderwoche 7 2026: Ein guter Junge, Haie in Tokyo und ein tödlicher Einfluss!

Good Boy (2025)

Horror mit Hund in der Hauptrolle. Zieht sich leider teilweise etwas langatmig, der Hund in der Hauptrolle, ist allerdings unglaublich ausdrucksstark und natürlich auch niedlich. Interessante Idee Traumabewältigung aus der Sichtweise eines Hundes zu zeigen, ebenso wie die Idee den Film so zu filmen als wäre die Zielgruppe Hunde und somit nicht den Human-Gaze anzuwenden. Ist putzig und einmalig, daher eine Sichtung wert.

Gyo – Der Tod aus dem Meer (2012)

Gyo“ ist ohnehin eine von Mangaka Junji Ito, aus meiner Sicht eher weniger gelungenen Geschichten, jedenfalls im direkten Vergleich zum Rest seines Schaffens. Es geht um Fische die einer Krankheit verfallen, viel Gas entwickeln und dann in Maschinen gesteckt werden mit denen sie per Gasantrieb auf dem Trockenen umherlaufen können. Dadurch überrennen sie dann bald die Menschheit und erobern auch den Rest des Planeten. Was zwar auch im Manga teilweise sehr albern ist, aber durch die, an Lovecraft erinnernde Atmosphäre dennoch gut funktioniert, wird in diesem Anime zur totalen Shitshow. Wir bekommen gerade noch akzeptable Animationen, kombiniert mit einigen der schlechtesten Dialogen des Genres. Aus sumpfig, gasigen Horror, garniert mit einer Warnung vor Faschismus, Militarismus und Koloniallismus wird in diesem Fernsehfilmchen ein billiger Tierhorror Film, der es zudem auch noch fertig bringt sexuelle Übergriffe zu fetischisieren. Generell ist das Drehbuch eine Beleidigung für alle weiblichen Figuren. Schäbisch!


Influencer 2 (2025) [Plaion]

Der erste „Influencer“ war für mich ein Überraschungshit. Ein moderner Slasher / Psychothriller der mit filmischen und sozialen Klischees unserer Zeit spielt und sich daraus seine eigene dunkel humorige Genresuppe kocht. Ein Film der deutlich besser war, als alles was man sich bei einem Social Media Slasher hätte vorstellen können. Auch der zweite Teil macht wenig falsch und geht die Richtung gekonnt weiter. Man spielt mit den Erwartungen an ein Sequel/Prequel und lässt die charismatische Cassandra Naud als CW diesmal auch auf transfreundliche Ragebait Streamer*innen und die Manosphere antreten. Natürlich kommen wir diesmal auch nicht ohne neue AI Spielchen herum. Spannung und Humor halten sich die Waage, nur die Kills des ersten Teils waren etwas spaßiger. Ansonsten ein sehr zu empfehlender Streifen, schon allein wegen der schönen Drehorte (Frankreich, Singapur, Thailand) und der fabelhaften Cassandra Naud.

Die Blu-ray von Plaion bietet einige kleine Featurettes und die obligatorischen Trailer.