Kalenderwoche 4 2026: Flotte Bienen, flotte Bälle und flotte Finnen!
Bugonia (2025) [Plaion]
Biene Maja mal ganz anders!
Yorgos Lanthimos (Dogtooth, 2009) versucht sich in seinem jüngsten Streich an einem Remake des koreanischen Kultfilms „Save the Green Planet“ (2003) von Jang Joon-hwan. Dabei macht er daraus so sehr sein eigenes Ding mit kleinen Merkwürdigkeiten, dass mir erst spät auffiel diese Geschichte, vor einigen Jahren, schon einmal gesehen zu haben. Einmal mehr engagierte er Emma Stone (The Curse, 2023-2024) für die Hauptrolle und einmal mehr macht sie ihre Sache sehr gut ständig zwischen verängstigtem Opfer zweier Verschwörungsideologen und voller Kontrolle über die Situation. Entweder wirklich Girlboss oder Alieninvasorin. Ihr Spiel lässt beide Möglichkeiten offen. Optisch ebenfalls ein schöner Film, der mitunter in schrecklichen Zwischentönen stecken bleibt, sich durch Gewaltausbrüche wieder befreit um regelmäßig in humoristische Absurdität zu driften. Sicherlich nicht etwas das allen gefallen wird, meinen Nerv trifft es aber sehr genau.
Him - Der Größte aller Zeiten (2025) [Plaion]
Cam (Tyriq Withers) ist ein junger Footballprofi, kurz davor als Quarterback in die NFL zu wechseln. Kurz vor dem großen Vertrag wird er jedoch attackiert und verliert seine Chance. Eine Trainingswoche mit dem besten Quarterback der Liga, Isaiah (Marlon Wayans), der kurz vor dem Ruhestand steht. Doch schnell wird klar, dass in diesem Trainingslager etwas oder auch absolut nichts stimmt.
Justin Tipping, mir bis dato nur als Regisseur einer einzigen Folge „Dear White People“ bekannt, kann mit seinem, von Jordan Peele (Nope, 2022) produzierten, Football-Horrorfilm zwar nicht auf voller Linie überzeugen, der Film hat aber einiges das für ihn spricht. Highlight für mich ist Marlon Wayans als unberechenbarer Antagonist. Strenge Vaterfigur, Psychopath und netter Kumpel in einer Person. Nie habe ich Wayans derartig gut erlebt, vor allem wie er es schafft übergangslos zwischen verschiedenen manischen Momenten zu wechseln ist fantastisch, vor allem da es ihm hier gelingt in dramatischen Momenten sein gekonntes komödiantisches Timing einzusetzen. Peak Performance.
Optisch gelingt es dem Film durchweg einen coolen lockeren Stil zu pflegen. Stilistisch liegt er dabei irgendwo zwischen Peele und Lanthimos, aber auch etwas Lynch ist auszumachen. Inhaltlich passieren hier auch viele Interessante Dinge. Es geht darum wie Profisportler*innen die Autonomie über ihren eigenen Körper verlieren, auch die Vermarktung und Objektivizierung nicht weißer Körper im Sport wird thematisiert. Ebenso werden parallelen zwischen heutiger Fanverehrung und den paganistischen Wurzeln des modernen Sports gezogen, was natürlich unweigerlich zu düsteren Ritualen und satanischen Riten führen muss. Dennoch hat der Film so einige Längen und das Finale eskaliert etwas zu ziellos und drüber, das Positive überwiegt jedoch.
Die Plaion Blu-ray hat für einen aktuellen Film vorbildlich viele Extras. Neben einem Audiokommentar des Regisseurs gibt es ein alternatives Ende, deleted Scenes und einige Making-of Featurettes.
Doris ist ein junge Frau, die ebenso wie ihr Vater versucht miese Monster in einer dystopischen Zukunft zu jagen. Eines Nachts wird sie dabei jedoch vom fiesen Vampirlord Magnus Lee gebissen. Um ihrem Schicksal als Bettgesellin des Grafen zu entkommen engagiert sie den Vampirjäger D, der selbst ein Dhampir ist. Los geht das Geschnetzel.
D's erster Filmauftritt ist mittlerweile eher in Vergessenheit geraten, doch auch nach Jahrzehnten ist der Einfluss von D's Konzeptartist Yoshitake Amano nicht anzuzweifeln. Schließlich hat sein Artwork zum Film bis Heute Videospiele wie Castlevania oder Bloodborne maßgeblich beeinflusst.
Der Film selbst ist zwar sicherlich nicht gut gealtert, die Animationen sind teils krude, die übertriebenen Ultraviolence Einlagen grenzen ans alberne und die Dialoge sind strunz doof. Dennoch hat der Film sehr viel Atmosphäre und einen sehr simplen aber überzeugenden Charme. Außerdem rauscht der Film mit nur knapp 80 Minuten Laufzeit nur so an einem vorbei. Fans von merkwürdigen Vampirgeschichten kommen hier jedenfalls auf ihre kosten.
Sisu: Road to Revenge (2025) [Plaion]
Der finnische Rächer ist zurück. Nachdem im ersten Teil die Nazis die Hucke voll bekommen haben sind nun die Sowjets dran. Die haben nämlich seine Familie umgebracht und den Osten Finnlands annektiert. Nun will er sein Haus aus der besetzten Zone abholen, doch da kommen ihm die Soldaten in die Quere. Zum Glück hat er einen hüpfenden Panzer und Hauttaschen für alle Fälle.
Sisu ist für Männer mit Bock auf Krieg, dass was klimpernde Schlüssel für Babys sind. Meins ist das irgendwie nicht, obwohl ich den ersten Teil sehr unterhaltsam fand, vor allem weil er mich sehr an Drive-In Action der Siebziger erinnerte. Der zweite Teil wiederum fühlt sich eher an wie solch ein Film, aber von jemandem gedreht der diese Filme nur aus Erzählungen kennt, auch wenn Jalmari Helander beide Filme geschrieben und gedreht hat. Letztlich sind die Highlights des Sequels einige derartig alberne Momente, die sich so anfühlen als wären sie nur hier um in irgendwelchen Short Video Mediaplatformen viral zu gehen. Und dafür das alle Figuren hier so krasse Typen sind, hätte man den Film nach wenigen Minuten beenden können wenn sich nicht alle so derartig dumm verhalten würden. Da kommt bei mir auch keine Spannung auf, wenn alles zu jederzeit mit einem Schuss hätte erledigt sein können, wir aber noch ne Stunde rumgurken müssen. Auch war der erste Teil teilweise sehr düster und beklemmend, während dieser Teil nur noch bunte Popcornaction bietet. Lediglich die Endsequenz fand ich irgendwie berührend und ein versöhnliches Ende für unseren Soldaten, der im Übrigen auch wieder von Jorma Tommila gespielt wurde, der einen guten Job macht.
Sisu: Road to Revenge (2025) [Plaion]
Der finnische Rächer ist zurück. Nachdem im ersten Teil die Nazis die Hucke voll bekommen haben sind nun die Sowjets dran. Die haben nämlich seine Familie umgebracht und den Osten Finnlands annektiert. Nun will er sein Haus aus der besetzten Zone abholen, doch da kommen ihm die Soldaten in die Quere. Zum Glück hat er einen hüpfenden Panzer und Hauttaschen für alle Fälle.
Sisu ist für Männer mit Bock auf Krieg, dass was klimpernde Schlüssel für Babys sind. Meins ist das irgendwie nicht, obwohl ich den ersten Teil sehr unterhaltsam fand, vor allem weil er mich sehr an Drive-In Action der Siebziger erinnerte. Der zweite Teil wiederum fühlt sich eher an wie solch ein Film, aber von jemandem gedreht der diese Filme nur aus Erzählungen kennt, auch wenn Jalmari Helander beide Filme geschrieben und gedreht hat. Letztlich sind die Highlights des Sequels einige derartig alberne Momente, die sich so anfühlen als wären sie nur hier um in irgendwelchen Short Video Mediaplatformen viral zu gehen. Und dafür das alle Figuren hier so krasse Typen sind, hätte man den Film nach wenigen Minuten beenden können wenn sich nicht alle so derartig dumm verhalten würden. Da kommt bei mir auch keine Spannung auf, wenn alles zu jederzeit mit einem Schuss hätte erledigt sein können, wir aber noch ne Stunde rumgurken müssen. Auch war der erste Teil teilweise sehr düster und beklemmend, während dieser Teil nur noch bunte Popcornaction bietet. Lediglich die Endsequenz fand ich irgendwie berührend und ein versöhnliches Ende für unseren Soldaten, der im Übrigen auch wieder von Jorma Tommila gespielt wurde, der einen guten Job macht.
Die Blu-ray von Plaion hat ein paar Extra Featurettes zu bieten. Cool war dabei das alternative Ende.
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