Samstag, 6. August 2016

My Little Pony: Feinschaft ist Magie (Panini)

My Little Pony: Feinschaft ist Magie (Panini)

Dieses Mal stehen nicht unsere tapferen Heldinnen im Mittelpunkt des Geschehens, sondern die ewig Dunklen, die Bösen, die Gemeinen - die Schattenponies. Fünf von ihnen lernen wir in diesem Sammelband näher kennen und erfahren mehr über ihre Herkunft und die Beweggründe für ihre finsteren Pläne.

Sombra

Als Waisenkind zwischen den Kristallponys hatte es Sombra in seiner Kindheit nicht immer leicht. Die kleinen Ponies ärgerten und hänselten ihn wegen seines fehlenden Schönheitsflecks. Nur seine einzige Freundin Hope scheint wirklich an ihn zu glauben, doch jedes Jahr zum Kristallfest scheinen dunkle Kräfte an Sombra zu zerren, bis er schließlich seine wahres Wesen erkennt.

Tirek

Im Reich der Zentauren trachtet der junge Sohn des Königs Tirek, der als einziger über eine magische Veranlagung verfügt, nach der Macht seines Vaters. Um diese zu erlagen nutzt Tirek die Hilfe eines alten Zauberers, der versucht die Magie eines aus Equestria entführten Pegasusponys für ihre Zwecke nutzbar zu machen.

Die Sirenen

Auf der Suche nach neuen Opfern für ihre gedankenmanipulierende Musik, suchen sich die drei Sirenenschwestern ein besonders großes Ziel aus - Canterlot. In der Hauptstadt und dem Sitz von Prinzessin Celestia, versuchen sie bei einem Gesangswettbewerb die nichts ahnenden Bürger zu versklaven aber Starswirl durchschaut diesen Trick.

Nightmare Moon

Kurz nach ihrer Verbannung auf den Mond begegnet Nightmare Moon den dort lebenden Nynx, die seit Generationen dafür sorgen das die Ponys in Equestria die süßesten aller Träume haben. Getrieben von Rache versucht Moon die kleinen Bewohner so zu manipulieren, dass diese die Träume der Ponys für immer in Albträume verwandeln und sich gegen ihre Feindin Prinzessin Celestia erhaben.

Chrysalis

In einem Hochsicherheitsgefängnis etwas außerhalb von Canterlot sitzt das Schattenpony Chrysalis ihre 1000-jährige Strafe wegen Verbrechen gegen die freien Völker von Equestria ab, als sie Besuch von den sechs FreundInnen aus Ponyville bekommt. Gegenseitig erzählen sie sich Geschichten über die früheren Raubzüge von Chrysalis und ihren dämonischen Helferlein, als diese durch eine Unvorsichtigkeit entfliehen und erneut die Welt bedrohen kann.


Als ich den Comicband zum ersten Mal in der Hand hielt dachte ich bei dem ganz nett gestalteten Cover mit durchgestrichenem Freundschaft-Schriftzug, dass es dieses Mal düsterer zugehen wird als wir es von den bisherigen Pony-Sammelbänden gewohnt sind. Das stimmt auch zum Teil. Die fünf finsteren GesellInnen bieten mit ihren unterschiedlichen Geschichten einen interessanten Einblick in ihren Werdegang und fallen sich gegenseitig in Heimtücke und Böshaftigkeit überbietend über die Ponies in Equestria her. Was hieran nicht so gut funktioniert ist die häufige Wiederholung eines bestimmten Motivs, dass alle Geschichten gemeinsam haben um die finsteren, fiesen Charaktere des jeweiligen Antagonisten besonders herauszustellen. Abgesehen von dieser repetitiven Natur gefielen mir die einzelnen Handlungen aber wegen ihrer Abwechslung (abgesehen vom angesprochenen Schwarz-Weiß Motiv) gut und manches Mal geben sie sogar einen tieferen Blick in die tragische Hintergrundgeschichte der Bösen. Stilistisch wurde in diesem Band kein großes Risiko eingegangen die Franchise-Zeichnungen sind solide und erhalten das Aussehen der Figuren aus der TV-Sendung, mutige künstlerische Abwechslung wie sie in den bisherigen Bänden oft sehr ansehnlich umgesetzt wurde fehlt aber leider.


7.1 von 10 gruselige Gruftstuten

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