Mittwoch, 21. März 2018

Xenon Valkyrie+ (Diabolical Mind) [PS4]

Xenon Valkyrie+ (Diabolical Mind) [PS4]


Auf dem Mond versteckt sich eine Hexe, die eine Bedrohung für den ganzen Planeten darstellt. Nur ihr, in Form von Mädchen 1 oder Mädchen 2 oder auch dem ominösen Heuschreckenjungen könnt das Ende der Welt noch aufhalten. Dazu steigt ihr immer Tiefer in dunkle Höhlen hinab und bekämpft auf dem Weg Scharen von fiesen Monstern.

Xenon Valkyrie+“ wirkt stark wie eine Mischung aus einer Roguelite Variante von Cavestory und Spelunky. Ihr kämpft euch in dunklen Höhlen, die allesamt Zufallsgeneriert sind von Oben bis zu dem Teleporter auf dem Grund herab. Auf dem Weg dorthin trachten euch Monster und Mutationen nach dem Leben und natürlich versuchen Fallen euch den Weg zu erschweren. Jede der Spielbaren Figuren verfügt über eine einzigartige Fähigkeit. Die Mädchen können Bomben legen, beziehungsweise haben einen Sonar, der euch besonders starke Monster anzeigt deren Tötung euch mit Schlüsseln für Schatztruhen belohnt, die wiederum stärkere Waffen für euch bereithalten. Der Heuschreckenjunge hingegen hat einen Superjump, der sich bisher als die beste Fähigkeit herausgestellt hat. Zudem kann jede Figur Feinde mit ihrem Schwer oder ihrer Feuerwaffe vernichten. Auch eine begrenzte Anzahl an Granaten steht allen zur Verfügung.

Das Spiel ist auf den ersten Blick sehr schwer, doch sehr schnell werdet ihr die verschiedenen Techniken um Walljumps und Nah- wie Fernkampf meistern. Problematisch fand ich daran allerdings, dass ich schnell feststellen musste wie viel leichter das Spiel ist wenn ihr euch viel Zeit lasst und sehr vorsichtig spielt. Das Problem daran ist nämlich, dass das Spiel nur dann richtig Laune macht, wenn ihr rasant durch die Levels rast und nicht zu sehr acht gebt. Dabei stolpert ihr aber in jedem Fall bald auf eine Falle und habt ihr erst mal einen Großteil eurer Energie verloren ist es schwer sich davon zu erholen.

Zwischen den Leveln gibt es Ruhezonen in denen ihr Items kaufen und die durch Level Ups ergatterten Skillpunkte verteilen könnt. Am Ende jeder Welt wartet einer von mehreren Bossen auf euch. Gerade bei den Bosskämpfen zeigt sich eine der schwächen des Kampfsystems. Die Nahkampfwaffen sind nämlich sehr kurz weshalb bei den meisten Kämpfen nur die Schusswaffe ohne große Gefahr eingesetzt werden kann. Dadurch verlieren die eh schon etwas zu starren Kämpfe noch mehr an Dynamik.

Wie es bei Rougelites nun mal meistens so ist, verliert ihr nach einem Tod jeglichen Fortschritt. Lediglich die ergatterten Klumpen Teamerite dürft ihr behalten. Damit können neue, stärkere Waffen gekauft werden, die ab dann in Schatztruhen gefunden werden können und Teleporter werden damit errichtet. Die Teleporter dienen als Abkürzung um schon bestandene Welten zu überspringen, was sich allerdings nicht als wirklich hilfreich herausstellt. Zwar bekommt ihr bei der Teleportation ein paar Skillpunkte geschenkt, aber ohne bessere Ausrüstung seid ihr in späteren Leveln ziemlich verloren.

Diese kleinen Kritikpunkte summieren sich und gemeinsam mit der eigentlich ganz ansehnlichen Pixelgrafik, die aber leider auf die Entfernung etwas matschig erscheint ergibt sich ein guter aber leider nicht herausragender Gesamteindruck. So kann „Xenon Valkyrie+“ zwar unterhalten, entwickelt aber leider nie das Suchtpotential mit dem andere Genrevertreter*innen aufwarten können.


6,7 von 10 explodierende Teddys

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