Donnerstag, 12. Oktober 2017

Die drei Fragezeichen - Special - und das kalte Auge (Europa)

Die drei Fragezeichen - Special - und das kalte Auge (Europa) 

„Croatoan“, „CRO-A-TO-AN“ - dieses seltsam anmutende Wort mit seiner eigenwilligen Phonetik ist der Beginn des letzten Abenteuers der drei Detektive in der ersten Planetariums-Staffel. Das Wort, indianischen Ursprungs, steht im Zusammenhang mit diversen Diebstählen die sich in der ganzen Stadt von Rocky Beach verteilen. Doch der eigentliche Fall hinter diesen Ereignissen ergibt sich erst nach der Recherche des Ursprungs von Croatoan.

Einer alten Indianer-Legende nach handelt es sich hier um einen mystischen Todesdämon, der einst sämtliche Lebewesen einer kleinen Insel einfach so verschwinden lies. Das erzählt jedenfalls Mr. Collister ein Anhänger des Mystizismus und Sammler seltener Raritäten esoterischer Natur. Der gute Mann ist grade in der Nähe von Rocky Beach, um aus Mangel an Barem einige Teile seiner „wertvollen“ Sammlung zu veräußern und beauftragt die drei Fragezeichen, nach dem angeblichen Diebstahl eines seiner Objekte, mit den Ermittlungen.
Das bringt den Detektive nicht nur einige schlaflose Nächte, sondern auch ein unwillkommenes wiedersehen mit ihrem ältesten Erzfeind Skinner E. Noris alias Skinny Noris ein.
Die Ermittlungen führen von einer Sackgasse in die Nächste und irgendwie will sich dieser Fall nicht lösen lassen, auch eine direkte Begegnung mit dem Todesdämon, die selbst dem gestanden ersten Detektiv in die Glieder fährt bringt wenig ein. Der Einzigen, dem der ganze Rummel zu nutzen scheint ist ihr Auftraggeber Zachary Collister, denn immer mehr „Gläubige“ Mystiker interessieren sich, angelockt durch den Croatoan-Mythos, für dessen Sammlerstücke. Ein einfacher Zufall oder steckt mehr dahinter?

Die Planetariums-Staffel ist eine Spezialauflage der drei Fragezeichen die ursprünglich für die Aufführung in Planetarien ausgelegt wurde. Hierbei wird die spezielle 3D-Audio Technik verwendet die dem Publikum ein besonders räumliches Erlebnis bieten soll. Da aber nicht jede die Möglichkeit hatte an diesen Vorführungen teilzunehmen und vermutlich die meisten nicht über eine eigene 3D-Musikanlage verfügen dürften, wurde das Material hier auf die zwei Stereokanäle reduziert und veröffentlicht. In den vergangenen zwei Folgen „Das Grab der Inka-Mumie“ und „Der Tornadojäger“ war das Feature bereits relativ bemüht für kleine Spielereien eingesetzt worden, brachte dem Erlebnis an sich aber keinen merklichen Gewinn.
Dieses Mal in „Das kalte Auge“ war der Einsatz dieser Effekte noch etwas verhaltener, allerdings litt die ganze Audioqualität dieses Mal etwas. Die Stimmen wirkten teilweise weit entfernt oder verhallt und auch ein leichtes Rauschen war zu vernehmen (wobei letzteres auch an der verwendeten Hi-Fi Anlage gelegen haben kann).
Die Erzählung enthält zwar viel Fan-Service, mit kleinen Referenzen an alte Fälle oder altbekannte Wortschöpfungen. Im Kern kann sie aber nicht überzeugen, dafür wirken Elemente wie der Gastauftritt von Skinny Noris oder das recht unspektakuläre Auftauchen des Phantoms einfach zu bemüht und fügen sich nicht im Rahmen einen konsistenten Handlung zusammen.

Präsentiert wird diese Special-Folge in einem schicken Digi-Pak aus Pappe das sich zweifach ausklappen lässt und Platz für das zwei CDs umfassende Hörspiel bietet.


6.4 von 10 mutigen 3D(etektiven)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen