Sonntag, 3. November 2019

Pokémon 3 – Im Bann der Icognito (2000) [Polyband]


Pokémon 3 – Im Bann der Icognito (2000) [Polyband]

Ash, Misty und Rocko sind wie immer auf Reisen. Mittlerweile sind die in der Johto-Region angekommen. In dem kleinen Örtchen Greenfield wollen sie halt machen und ihre Pokémon verarzten lassen. Doch die Stadt scheint völlig von einer mysteriösen Kristallschicht überwuchert zu sein. Im Zentrum dieser Wucherung lebt die kleine Molly. Mollys Vater war Pokémonforscher, doch die Icognitos mach denen er suchte nahmen ihn gefangen. Nun kontrolliert Molly mit ihren Wünschen diese magischen Pokémon und hat so das legendäre Pokémon Entei wahr werden lassen. Als sie sich auch eine Mutter wünscht, entführt Entei kurzerhand Ashs Mutti. Natürlich versucht Ash sie zu befreien. Leicht wird das jedoch nicht, denn alles was Molly sich vorstellen kann wird Realität und somit ist sie natürlich nicht ohne Weiteres zu besiegen. Aber auch die Icognitos werden nicht einfach aufgeben.

Das dritte Kinoabenteuer aus dem Pokémon Universum präsentiert sich erneut eher als aufgeblasene Version eines Mehrteilers der Anime TV-Serie. Nur wenig zeichnet „Im Bann der Icognito“ als würdiges Kinoerlebnis aus. Im Grunde unterscheidet sich der Film lediglich in seiner Laufzeit von einer normalen Folge der Animeserie. Die Handlung würde auch problemlos in eine Doppelfolge passen und auch das Produktionsniveau ist nicht weit über dem Standard einer zufällig ausgewählten Folge.

In einem Punkt übertrifft dieser Film jedoch die Serie. Es kommen hier neben klassischer 2D-Animation auch einige computergenerierte Elemente vor. Diese Animationsart, die ich eigentlich in fast allen Fällen bei Animes eher als störend empfinde, wird hier gekonnt eingesetzt. So werden in diesem Fall die Icognitos auf diese Art animiert, genauso einige der Kampfeffekte und Kamerafahrten. Trotz des Alters des Films ist er in diesen Punkten immer noch ansehnlich. Auch ansonsten sind die Animationen in den actionreichen Momenten gut geraten. Der Film sieht also insgesamt auch 19 Jahre später gut aus.

Leider bringt eine schöne Optik nicht viel wenn die Story nur wenig begeistern kann. Zwar ist die Geschichte um Molly zuerst noch ganz interessant, die zweite Hälfte des Films besteht dann jedoch nur noch aus wenig spannenden Kämpfen und ausgedehnten Actionsequenzen. Was schade ist, schließlich hätte die Handlung ihre Chancen gehabt interessante Wege zu gehen. Im Ansatz ist es nämlich gar nicht schlecht wie sich hier Themen wie Einsamkeit und Trauer behandelt werden. Molly ist im Grunde eine der vielschichtigen Pokèmon Charaktere. Nur wird aus der Grundlage nur wenig herausgeholt und der Rest ist laute Action.

Die Blu-ray von Polyband ist leider sowohl vom Bild, als auch vom Ton her nur wenig besser als eine ordentliche DVD Veröffentlichung. Ebenso schade ist es, dass erneut nur der deutsche und englische Ton anwählbar sind. Auf den japanischen Originalton muss wieder verzichtet werden.

5 von 10 ausgedachte Hunde