Montag, 25. Januar 2016

Es war einmal... der Weltraum (1982)

Es war einmal... der Weltraum (1982)

Die ferne Zukunft des Jahres 3000: De junge Raumpilot Pierrot und sein bester Freund Dickie haben gerade ihre Ausbildung bei der galaktischen Raumpolizei beendet. Pierrots Vater, seines Zeichens der Präsident der Weltraumpolizei, hat auch schon bald einen Auftrag für die Beiden. Es bewegt sich ein unidentifizierbares Flugobjekt auf den intergalaktischen Verbund zu. Diesen Vorfall sollen sie untersuchen und wenn möglich diplomatisch lösen. Der fiese General Dicknase, eisernern Herrscher über Cassiopeia, fordert hingegen eine kriegerische Lösung und will durch dieses Ereignis das ganze all ins Chaos stürzen, zu seinem Vorteil versteht sich.

Im Gegensatz zur ersten und im übrigen auch zu allen späteren „Es war einmal…“ Serien hat sich das französische Animationsteam von der dokumentarischen Erzählart verabschiedet und erzählt eine astreine Science-Fiction Story. Wissen wird zwar auch vermittelt, allerdings bekommen die Zuschauer*innen dabei nur sehr oberflächliches Wissen über das All vermittelt. Im Mittelpunkt der 26 Episoden steht ein galaktischer Kampf voll mit Abenteuer auf primitiven Planeten, politischen Intrigen und Raumschiff Action. Oftmals wird auch versucht reale Prognosen zu machen wie die Menschheit sich wohl entwickeln wird.

Der Wissensteil der Cartoon Serie ist diesmal völlig zu vernachlässigen und sicherlich kein Argument für sie. Daher ist es auch ganz klar meine unbeliebteste Staffel. Trotzdem ist die Science-Fiction Geschichte durchaus brauchbar, wenn auch teils zu kindisch, albern und damit auch schon mal sehr nervig. Gerade zum Finale hin werden die einzelnen Handlungsbögen immer stärker und am Ende sind wir irgendwo zwischen Flash Gordon, Star Wars und einer Kindgerechten Version des französischen Science-Fiction Comics.

Auch optisch setzt sich die Serie aus diesen Elementen zusammen. Die Charakterdesigns sind die altbekannten, gemeinsam mit ein paar neuen, die sich bestens ins Gesamtgefüge einbringen. Der kleine Roboter Metro kann als Antikörper noch in der dritten Staffel für Furore sorgen und mit Psi ist eine weitere Figur dazugekommen die in allen späteren Staffeln eine gewichtige Rolle einnehmen wird. Auch einige der Aliendesigns sind cool, wenn auch die Aliens und die Ideen der meisten fremden Planeten eher Standardelemente klassischer Science-Fiction darstellen und bis in plumpe Klischee abdriften.

Für mich die schwächste Staffel, trotzdem eine Seltenheit. Allein schon das es wenige ernstzunehmende Science-Fiction Cartoons für Kinder gibt. Dazu noch die abermals sehr starke deutsche Synchro, unter anderem mit Josef Meinrad als Erzähler. Nostalgiker und SF-Cartoon Fans sollten trotzdem reinschauen, für die Kids würde ich aber eher die anderen Staffeln empfehlen.

6,7 von 10 Reitechsen

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