Freitag, 29. Juli 2016

Star Wars: Darth Vader: Vader (Panini)

Star Wars: Darth Vader: Vader (Panini)

Der Todesstern wurde von den Rebellen zerstört und zum ersten mal hat Darth Vader seinen Meister, den Imperator enttäuscht. Fürs erste hat nun Großgeneral Tagge seine Aufgaben übernommen. Vader selbst begibt sich nun auf eine Reise quer durch die Galaxien. Dabei ist er auf der Suche nach dem Rebellenpiloten, der den Todesstern zerstört hat. Dazu engagiert er unter anderem den Kopfgeldjäger Boba Fett und bekommt Unterstützung durch den Protokoll/Folterdroiden 000 und den zerstörerischen Astromech BT-1. Seine Reise führt ihn nicht nur zu einigen mysteriösen Geheimexperimenten, sondern auch zu Orten seiner eigenen Vergangenheit.

Diese Vader Story steht ganz im Zeichen der Droiden 000 und BT-1, die dem ollen Vader ganz und gar die Show stehlen können. Ganz finstere Gesellen. Vader selbst beweist aber auch selbst erneut, warum man sich besser nicht mit ihm anlegen sollte. Letztendlich wirkt das aber weniger wie eine coole düstere Star Wars Story. Stattdessen punktet der Comic mit einer gehörigen Portion Trash Charme. Vermutlich ist der aber wohl gar nicht so sehr beabsichtigt worden, funktioniert für mich aber trotzdem. Jedenfalls wirken einige Kapitel eher albern überzogen, aber allein die beiden mörderischen Droiden haben sich meine Aufmerksamkeit verdient. Der Rest verkommt zu Beiwerk und vor allem Vader selbst ist relativ oft der uninteressanteste Part seines eigenen Comictitels.

Die Zeichnungen sind ziemlich gut und schaffen es meistens die Action lebendig erscheinen zu lassen und können fast alle Charaktere cool in Szene setzen. Leider trifft das oftmals ausgerechnet auf Vader nicht zu. Vaders Maske vermittelt oftmals den Eindruck von Trauer und Hilfosigkeit, er wirkt oft unbeholfen tapsig, man möchte ihn knuddeln. Dafür bekommt ihr aber auch einige coole Aliens, eklige Mutanten und sogar Lichtschwertkämpfe mit neuen Charakteren. Falls euch ein etwas weinerlicher Vader und das B-Movie Feeling nicht abschrecken kann dieses Trade durchaus ein lohnender Kauf sein.

7 von 10 unfreiwillig gerettete Leben

Kommentare:

  1. Ziemlich gute Review. Finde auch die Zeichnungen punkten in dem Band am meisten. Inhaltlich ist Vader (auch über die Story hinaus) für mich leider ein Totalschaden. Die Storys sind nicht wirklich interessant und die Charaktere, so lustig sie als Trashfigur sein mögen, wirken doch wie eine schlechte Kopie.

    Vader ist böse und ganz in schwarz, also braucht er R2 und C3PO... aber auch in böse und ganz schwarz.

    Das mag lustig gedacht sein, wirkt auf mich aber eher einfallslos. Da hat Marvel wesentlich bessere Star Wars-Comics geliefert als die zum dunklen Lord.

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    1. Das mit den schwarzen Droiden wirkt zwar lustig, aber ich bin mir beinahe sicher, dass das wirklich sehr ernst gemeint ist und eigentlich cool wirken soll. Ernsthaft betrachtet ist die Story auf jeden Fall an einigen stellen ziemlich desaströs. Unterhaltsam wars trotzdem, was den Comic aber objektiv gesehen keinesfalls besser macht.

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