Dienstag, 24. Mai 2011

So finster die Nacht (2008) [Ascot Elite]

So finster die Nacht (2008) [Ascot Elite]

Der 12 jährige Oskar lebt nach der Trennung seiner Eltern bei seiner Mutter. Diese hat allerdings Besseres zu tun als sich um ihren Sohn zu kümmern. So bemerkt sie auch nicht, dass er ein Außenseiter ist der in der Schule auf ziemlich miese Art gemobt wird. Eines Tages als er abends zum Spielen auf den Hof geht, lernt er Eli kennen. Sie ist das neue Mädchen von nebenan, die vor kurzem erst mit ihrem Vater hier eingezogen ist.
Nachdem sich die beiden angefreundet haben, erzählt Oskar Eli von den Übergriffen seiner Mitschüler, und sie sagt ihm dass er sich wehren und fest zurückschlagen soll. Zeitgleich treibt in der Gegend ein Unbekannter sein Unwesen, welcher mehrere Blutleere Leichen zurücklässt. Und während sich Eli und Oskar immer näher kommen auf der Suche nach ein bisschen Nähe und Geborgenheit, dämmert es Oskar das Eli ein paar Geheimnissen mit sich herumträgt. Wird es ihre Beziehung zerstören oder macht es sie am ende zu Verbündeten? ...

Wer einen Bluttriefenden Vampirstreifen mit jeder Menge Sexappeal sucht, den muss ich enttäuschen. Aber denen die Lust haben sich auf einen Film einzulassen, in der eine wunderschöne und sehr berührende Liebesgeschichte zwischen zwei verwirrten, verängstigten und einsamen Kindern die Hauptrolle spielt, der wird nicht enttäuscht werden. Mir jedenfalls hat der Film sehr gut gefallen. ich finde es schön zu sehen wie zwei sehr unterschiedliche Wesen sich durch ihre Liebe zueinander so sehr verändern. Eli das taffe Mädchen, das im Inneren doch sehr verletzlich ist, erfährt durch Oskar was es heißt füreinander da zu sein und den anderen beschützen zu wollen. Und Oskar schafft es durch Elis Gefühle zu ihm und ihr gutes Zureden sich endlich gegen seine Peiniger zu wehren. Weil zum ersten Mal jemand an ihn glaubt schafft auch er es an sich zu glauben. Als seine Gegenwehr aber hohe Wellen schlägt und er droht an der Racheaktion zu ertrinken, kommt Eli ihm zur Hilfe. Die beiden lieben sich bedingungslos. Und auch ihre Unterschiede können nichts daran ändern. Selbst als Oskar herrausfindet, dass Eli ein Vampir ist ändert das nichts für ihn. Leider habe ich das Buch auf dem der Film basiert nicht gelesen, sodass mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Dazu kann dann aber El Tofu noch was sagen, da er beide Versionen kennt. Abschließend kann ich nur sagen, dass dieser Film eine sehr gelungene antispeziistische Liebesgeschichte ist die ich euch sehr empfehlen kann.

Die DVD enthält neben dem Film auch noch einige entfallene Szenen, einen sehr interessanten Audiokommentar von Regisseur Timas Alfredson und des Autoren des Buches John Ajvide Lindqvist und natürlich dem Original Trailer. Nur echt mit Wendecover. 

8 von 10 Überraschungen aus dem Eis

Kommentare:

  1. Ein wirklich toller Film!
    Das Buch wird wirklich gut getroffen obwohl die Stimmung im Buch düsterer ist und hier mehr melancholisch. Natürlich werden viele Details der Vorlage hier nur angedeutet was aber ganz gut ist weil es innerhalb der Hauptstory die Zuschauer nur verwirrt hätte wenn sie das Buch nicht gelesen haben. Außerdem finde ich schön wie diese details im Film trotzdem angedeutet werden wodurch Anteiz geschafft wird sich mit dem Buch auseinander zu setzen. Was mir nicht so gefallen hat ist das Oskar im gegensatz zu seiner Buch Verkörperung hier kein Nerd ist was schade ist weil so einige anspielungen verloren gegangen sind.

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  2. Jetzt hab' ich ihn endlich auch mal gesehen und muss sagen, dass es ein wahrhaft famoser Film ist. Die Atmosphäre ist unheimlich intensiv und surreal. Die Effekte sind subtil, so dass man immer zwei mal hinschauen muss - meistens ist es dann aber schon zu spät - man erhascht vieles nur aus dem Augenwinkel.
    Die Geschichte zwischen Oskar und Eli kann einen über die gesamte Länge des Films bei Laune halten. Groß.

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  3. Freu mich das er dir auch so gut gefallen hat wie uns =) Den werd ich mir sicher irgendwann auch noch ein zweites Mal ansehen.

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  4. Ich empfand die Filmadaption besser als das Buch, welches mir stellenweise zu splattrig war - Nicht, dass ich etwas gegen Splatter habe, aber die melancholische Grundstimmung sagt mir mehr zu. Das US-Remake in Form von "Let me In" finde ich auch ganz gut, auch wenn man natürlich über den Sinn oder Unsinn solcher Remakes streiten kann.

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