Dienstag, 26. August 2014

Crossed #7: Wish you were here 2 (Panini)

Crossed #7: Wish you were here 2 (Panini)

Dieser Sammelband von Panini enthält das zweite Volume des Webcomics “Crossed: Wish you were here”.

Bevor die Menschheit untergegangen ist und die gefirmten jeden und alles töteten, war Shaky Comic und Krimi Autor. Mittlerweile lebt er mit einigen anderen unglücklichen Überlebenden auf einer kleinen abgeschotteten Insel Schottlands. Da Proviant und andere Vorräte langsam zur Neige gehen, wird ein Ausfalltrupp zusammengestellt der Batterien, Kondome, Essen, Benzin und nützliche neue Mitglieder besorgen soll. Um endlich mal wieder etwas zu erleben, über das er schreiben kann, schummelt er sich in den Trupp. Draußen will die Truppe sich eine Yacht stehlen, doch da kommt es schon zu den ersten Problemen mit den Kreuzgesichtern. Sie scheinen immer schlauer zu werden und stellen den gesunden Menschen immer ausgefallenere und perversere Fallen. So erledigt sich die Boot Idee recht schnell und es kommen immer dickere Probleme auf sie zu. Aber sie finden auch neue Mitstreiter und durch sie bekommen sie neue Geschichten über das Leben innerhalb der Apokalypse zu hören.

In diesem Trade wird die Geschichte aus dem fünften Panini Trade der Crossed Reihe weitergeführt. Federführend ist erneut Shaky, der als konstanter Hauptcharakter durch die Kapitel führt. In diesem Band werden seine ellenlangen Monologe leider zusehend öde. Vieles wiederholt sich dabei leider und verkommt zu nervigen Floskeln. Unterhaltsam sind leider nur wenige dieser Monologe und auch die Handlung selbst kommt nur schwerlich voran. Die meiste Zeit lässt Simon Spurrier die verschiedenen Figuren durch Shakys Monologe in Rücklenenden, deren Vergangenheit erzählen. Der Großteil der Story wird also von der dritten Person in inneren Monologen erzählt. Wahnsinnig öde. Die neuen Charaktere sind eigentlich auch nur Archetypen, von denen es in der Reihe schon einige gab, die sich nur wenig von ihnen unterschieden haben.

Leider kann auch das Artwork von Fernando Melek nichts hinzufügen, was den Comic aus dem gewöhnlichen Mittelmaß heraushelfen könnte. Wie bei allen Titeln von Avatar Press, hindert allein schon das sehr plumpe digitale Coloring dafür, das alle Details und Feinheiten geschluckt werden. Wenn Melek dann auch nur genau das macht was er muss kann nichts tolles dabei herauskommen. Für die Splatter erprobten Leser der Serie wird dieser Band vermutlich auch zu zahm geraten sein, vor allem da es nicht nur am nötigen Splatter, sondern auch an Drama und überraschenden Wendungen fehlt.

Leider ein sehr mittelmäßiger Comic, der nicht mal mehr versucht an die starken Anfangszeiten heranzuragen.

5 von 10 schuldige Nonnen

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