Freitag, 22. August 2014

Airwolf - Der Kinofilm (1984) [Koch Media]

Airwolf - Der Kinofilm (1984) [Koch Media]

Der mit 14 Waffensystemen und Schallgeschwindigkeit ausgestattete Helikopter mit dem Codenamen „Airwolf“ ist das Prestige-Projekt seiner Entwickler.
Einer dieser Entwickler, Dr. Charles Moffat (David Hemmings), denkt aber nicht daran, seine Erfindung dem Wohle der Menschheit zur Verfügung zu stellen und entführt den Vogel nach Libyen, von wo aus er nun Terroranschläge mit Airwolf verübt.
Nur einem Mann wird zugetraut die Wunderwaffe zurück zu holen: Stringfellow (Oder Huckleberry, je nachdem, welche Version des Films man schaut) Hawke (Jan-Michael Vincent). Der ist allerdings nicht ganz so leicht zu überzeugen. Nach einigem Hin und Her, entschließt er sich aber dann doch dazu, den Auftrag anzunehmen und wagt sich zusammen mit seinem Ziehvater Dominic Santini auf die gefährliche Mission.

„Airwolf“ war immer eine dieser Serien, von der ich als Kind immer überzeugt war, dass sie ganz toll sein muss und dann meist doch recht gelangweilt war, wenn ich dann mal eine Folge gesehen hab.
Woran es genau lag, weiß ich auch nicht. Dafür ist das alles viel zu lange her. Nur die Titelmelodie finde ich bis heute äußerst catchy.
Aber in meiner kindlichen Phantasie war eine Serie mit einem Super-Hubschrauber viel spannender, als sie es dann in der Realität war. Oder ich hab einfach nur die falschen Folgen erwischt.
Ich muss leider auch zu Beginn des Reviews erwähnen, dass mir „Airwolf – Der Kinofilm“ die Serie auch nicht gerade wieder schmackhafter gemacht hat.
Das Problem dürfte genau dasselbe sein, wie schon damals in meiner Kindheit. Die allumfassende Langeweile, die sich bereits nach wenigen Momenten breit macht.
Nun kann man natürlich auch sagen: „Fabi, du hast dich seit deiner Kindheit kein Stück weiterentwickelt“ und so traurig und wahr das auch sein mag, ist das sicher nicht der Grund dafür, dass mir ein wohlwollender Blick auf dieses Werk verwehrt bleibt.
Die Geschichte, die hier erzählt wird ist leider viel zu austauschbar und Elemente, die dem Ganzen einen interessanteren Anstrich verleihen könnten (Vietnam, Kalter Krieg) werden oft nur angekratzt oder bleiben sehr vage.
Gleiches gilt auch für die Charaktere. Man merkt zwar, wie sehr die Macher versucht haben aus Hawke einen interessanten Charakter mit Tiefgang zu formen, aber dazu reicht es dann irgendwie doch nicht zu erwähnen, dass alle, die er geliebt hat, tot sind und er deshalb gerne am Wasser sitzt und für die Seeadler Cello spielt (Kein Scheiß!). Irgendwie wirkt es uninspiriert und überzogen zugleich, was eine ganz seltsame Mischung ergibt.
Sämtliche anderen Charaktere sind kaum der Rede wert, da auch sie nur Blaupausen sind.
Und die Action. Naja, die geht schon für eine 80er Jahre TV-Produktion schon klar, haut jetzt aber auch niemanden aus dem Schleudersitz.

Koch Media hat den Film, der zunächst nur als TV Produktion geplant war, bevor er in Serie ging und in Deutschland sogar eine Kinoauswertung erhielt, nun veröffentlicht.
Das Bild der DVD geht voll in Ordnung, ebenso der Ton, der mit zwei verschiedenen deutschen Synchros aufwartet. Zum einen die TV Synchro und zum anderen die für die Kinoversion angefertigte.
Von beiden gefiel mir die Kinoversion am besten, ganz einfach, weil ich die Stimmen passender fand. Aber auch die TV Version kann sich hören lassen.
Neben dem obligatorischen Trailer gibt es noch 15 Minuten entfallende Szenen, die für die Kinofassung weichen mussten.
Nicht spektakuläres, aber ein nettes Gimmick für Fans.

Dieses Fazit gilt wohl auch für den gesamten Film. Ich kann mir vorstellen, dass Fans der Serie sich freuen dürften über die DVD Auswertung. Allen anderen sei zur Vorsicht geraten, bietet „Airwolf“ doch nichts, was ihn zu etwas Besonderem machen dürfte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen