Montag, 18. August 2014

Teenage Mutant Ninja Turtles #4: Die Schatten der Vergangenheit (Panini)

Teenage Mutant Ninja Turtles #4: Die Schatten der Vergangenheit (Panini)

Enthält die US-Hefte Teenage Mutant Ninja Turtles #9-#12.

Nachdem das Versteck der Turtles entdeckt, attackiert und verwüstet wurde sind unsere vier krötigen Brüder nicht nur obdachlos, sondern auch ihr Vater Splinter wurde ihnen geraubt. Die Spuren führen zur mutierten Katze Old Hob und dem manischen Wissenschaftler Baxter Stockman. Doch als die vier zusammen mit Casey Jones und April in das Labor eindringen ist weit und breit nichts von einer mutierten Ratte zu sehen. Stattdessen scheint der Foot Clan ihren Meister zur Zeit bei sich zu beherbergen, wo Shredder ihn dazu zwingt gegen seine Anhänger zu kämpfen. Dabei trifft er nicht nur auf Shredders Enkelin sondern erfährt, dass Shredder hinter seiner Maske ein alter Feind ist.

Während die ganz mutigen der Nerdgilde Kinos in ihrer Umgebung aufsuchen um den neuesten Turtles Film zu sehen, was ich niemals tun werde, will ich mir lieber nicht den Tag versauen und lese einfach den neuesten deutschen Turtles Sammelband von Panini. Geschrieben wurde die Handlung erneut von Tom Waltz, der sich von Turtles Miterfinder Kevin Eastman unterstützen lies. Zusammen bringen sie die Handlung temporeich nach vorne. Ein Kampf folgt auf den nächsten und dazwischen kommt es zu ersten Treffen mit Shredder, Karai und auch die Purpurnen Drachen haben ihren ersten coolen Auftritt. Zugleich werden auch die anderen bisher etablierten Mutanten untergebracht und auch Baxter und einige Mouser tauchen auf. Jedenfalls sind all die beliebten Helden und Schurken auf diesen Seiten zu finden. Das Tempo ist die meiste Zeit über ziemlich hoch, die Dialoge sind gelenkig und pointiert und spannend ist es auch durchgängig. Turtles Fans der ersten Stunde könnte das ganze vielleicht zu wenig zynisch und dreckig sein, insgesamt finde ich aber, dass man die Waage zwischen moderner Jugendunterhaltung und Fanservice für die älteren Leser durchaus halten kann.

Eben dieser selbe Balanceakt wird auch beim Artwork vollzogen. Dave Duncans Zeichnungen fangen einen Stil ein, der irgendwo zwischen den Originalcomics, der Cartoonserie und der neuen Animationsserie einzuordnen ist. Jedenfalls werden genug Stilmitttel all dieser Turtleinkarnationen in der Optik dieser Comics vereint. Dadurch sollten sich eigentlich die meisten Turtlefans angesprochen fühlen, solange es sich nicht um Puristen irgendeiner Turtles Serie handelt. Gleichzeitig kann das Artwork aber auch eine eigene Identität entwickeln, die nicht nur aus Versatzstücken vergangener Tage besteht. Für meinen Geschmack könnte es aber ruhig noch etwas mehr nach der alten Schule der Turtles aussehen und etwas weniger modern. Gerade bei den Mutantendesigns wäre mehr Schmutz und kantigere Profile sicherlich nicht schaden. Bringt aber trotzdem Spaß.

Außer den vier Heften enthält dieser Sammelband noch eine Covergalerie, inklusive der Variantcover. Darunter auch sehr hübsche von Eastman selbst. Nett!

7 von 10 bunte Drachen

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