Dienstag, 11. November 2014

Der Puma-Man (1980)

Der Puma-Man (1980)

Einst bekam der etwas leichtgläubige, junge Professor Tony Farms (Walter George Alton) von einem aztekischen Schamanen eine alte Medaille geschenkt. Durch die göttliche Kraft dieses Gegenstandes wurde er zum Puma-Man. Ein klassischer Superheld der fliege kann und auch viele andere typische Puma Fähigkeiten besitzt, wie zum Beispiel durch Wände gehen zu können. Ganz in Ruhe mittelschwere Ganoven zu bekämpfen, ist ihm allerdings nicht gegönnt. Stattdessen muss er sich dem bösen Dr. Kobras (Donald Pleasence) in den Weg stellen. Dieser hat nämlich eine alte, goldene Maske aztekischer Herkunft ergaunert, mit der sich die Gedanken anderer Menschen kontrollieren lassen. So möchte er die Führer der freien Welt für seine Sache gewinnen. Angefangen mit dem niederländischen Botschafter und dessen Tochter Jane Dobson (Sydne Rome) beginnt er seine Versuche die Welt zu unterjochen. Aufhalten kann ihn nur noch der Pumamann. Auf der Suche nach ihm raubt er vielen verdächtigen das Leben, doch den wirklichen Puma konnte er bisher nicht erwischen.

Wahrscheinlich kennen nicht wirklich viele Leute die italienische Produktion “L'uomo puma”, die allerdings in englisch gedreht wurde. Alberto De Martinos (Der Antichrist) südamerikanischer Held ist trotzdem zu einer kleinen Berühmtheit geworden. Jedenfalls werden auch viele, die nie von Puma-Man gehört haben, die Szenen kennen in denen Walter George Alton durch die Luft fliegt. So schlecht hat man selten einen Greenscreen genutzt. Eine wahre Wonne!

Vielleicht ist der Puma aber wirklich ein verkannter Superheld. Schließlich hat er einen bunten Strauß an Superkräften. Er kann nämlich nicht nur fliegen, sondern verfügt auch über katzengleiche Agilität, er landet wie eine Katze immer auf den Füßen, kann auch in der Dunkelheit sehen und Peter Parkers Spinnensinn hat man ihm aus irgendeinem Grund auch verpasst. Zudem haben seine außerirdischen Erschaffer ihm ebenso einen magischen Gürtel verpasst. Der verleiht ihm unendliche Kräfte, lässt ihn teleportieren und sogar seinen eigenen Tod kann er vortäuschen. Wenn das mal nichts ist.

So langsam habt ihr wohl schon gemerkt, dass der Puma nicht nur ein unfassbarer Held ist, sondern auch die Hauptrolle eines eher mäßig qualitativen Filmchens inne hat. Trash Fans bekommen eine totale Granate vor die Füße gerollt, wer aber nichts mit der unfeiwilligen Komik anfangen kann, wird sich nur wenig beäugeln können. Neben dem unendlich guten Superhelden wartet dieses Werk mit Donald Pleasence auf, der sich hier noch mehr zum Idioten machen muss als in “Halloween V”. Armer Mann. Doch selbst hier kann er seine Würde behalten und trotzdem bringt es irgendwie auch Spaß ihn hier zu sehen.

Handwerklich ist das Teil der totale abfukk. Die Actionszenen sind dabei besonders freche Frechheiten. Hinter jedem Objekt stehen Trampoline für unseren Helden und die Bösewichte sind so inkompetent, dass sie den Helden nicht mal mit einem Maschinengewehr treffen können, selbst wenn sie nur einen Meter von ihm entfernt sind. Dazu dann noch der tolle Casio-Keyboard Soundtrack. Ich soll es nicht gut finden, aber es macht doch alles so viel Freude. Hätte man den Plot nur etwas straffer erzählt und zwischendrin nicht so extrem gelangweilt, würde ich Pyuma wirklich empfehlen wollen. So handelt es sich um eine ziemlich dicke Kröte. Wer aber mutig ist, wird sich vermutlich ganz gut amüsieren. Lohnender mist.

4 von 10 alberne Masken, die albern gucken *DÜDELDÜDEL*

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