Mittwoch, 15. April 2015

My Little Pony: Freundschaft ist Magie #4 (Panini)

My Little Pony: Freundschaft ist Magie #4 (Panini)

Im vierten Trade der My Little Pony Comics geht es abenteuerlich zu. In zwei aufregenden Geschichten begeben sich unsere treuen Freundinnen aus Ponyville zuerst als plündernde Piratinnen auf die Jagd nach einem unerwarteten Schatz und anschließend auf eine Reise ins Land der Fantasie.

Der Piratkapitän Hoofbeard sucht eine ebenso verwegene, wie loyale Besatzung um einen ihm liebgewordenen Schatz zurück zu erbeuten. Die Fünf Pony-Freundinnen heuern mehr zufällig auf seinem Schiff der „Salzigen Seemähre“ an, doch irgendwas scheint der Freibeuter zu verbergen. Jedenfalls spricht jeder Pirat auf den Galoppageist-Inseln davon, wie böse und hinterhältig Hoofbeard ist. Das einzige was den rauen Hengst interessiert ist sein Schatz – sein geliebtes Juwelchen.
Lesen bildet, so sagt der Volksmund. Doch davon, dass Bücher auch den Magen füllen können, wissen sicher nur Bücherwürmer eine Geschichte zu erzählen. Genau so einer ist nämlich drauf und dran alle von Twilight Sparkles kostbaren Büchern, Seite für Seite, zu verschlingen. Wutentbrannt geben sich die Ponys per Magie direkt in der Welt der Bücher um den gefräßigen Wurm aufzuhalten. Dieser wird jedoch immer bedrohlicher und bringt die Freundinnen soweit in Gefahr, dass sie beinahe selbst ausgelöscht werden.

Die beiden Hauptgeschichten haben keinen direkten oder inhaltlichen Zusammenhang und bestehen aus den englischen Ausgaben „My little Pony: Friendship is Magic“ 13-16. Die erste Geschichte um den verwegenen Piratenkapitän ist alles in allem ganz okay und etwas an Fluch der Karibik angelehnt, besonders Hoofbeard hat gewisse Ähnlichkeiten mit Jack Sparrow, aber erzählerisch gibt es hier nicht viel Wasser unterm Kiel. Die Geschichte ist teilweise recht seicht und bietet bis auf die sehr niedlichen Strandkrabben und eine coole Geisterkrabbe nur platte Kalauer oder forcierte Wortspiele.
Das zweite Abenteuer um den Bücherwurm schafft es da schon mehr das Interesse und die im Serientitel versprochene Magie zu versprühen. Hier werden wir durch unterschiedliche Romane und Erzählungen geführt, die den Meisten von euch sicher bekannt vorkommen sollten. Dabei gibt es neben dem kreativen Einsatz verschiedener Zeichenstile auch Genreausflüge in die Science-Fiction und Film-Noir Anteile in Schwarz-Weiß. Hier funktioniert der Referenzhumor deutlich natürlicher als im ersten Abenteuer und hat mir beim Lesen visuell und inhaltlich gefallen.

Die Panini Softcover-Ausgabe hat eine gute Druckqualität auf verhältnismäßig dünnem Seitenpapier bietet aber am Ende eine schöne Galerie der entsprechenden Einzelbandcover.


6.3 von 10 putzigen Kneifkräbbchen

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