Samstag, 6. Dezember 2014

Hoffnung auf Eis (1989) [Maritim Pictures]

Hoffnung auf Eis (1989) [Maritim Pictures]

Dr. Millers (Troy Donahue) Universal Cryogenics ist ein krass boomendes Geschäft. Jeder hat richtig bock seine Liebsten nach dem Tod einfrieren zu lassen in der Hoffnung sie irgendwann wieder in den Armen zu halten, falls die Wissenschaft ein Mittel gegen ihre Todesursache finden sollte. Dann am Halloween Abend geschieht etwas schreckliches. Ein Gewitter zieht auf und ein Blitz verirrt sich in den Stromkreis des Instituts für Cryogenic. Dieser Zwischenfall hat zur Folge, dass die Leichen wieder auftauchen. Womit aber Niemand rechnen konnte ist die üble Laune der Aufgetauten. Plötzlich machen wiedererweckte Tote den Ort unsicher.

Mensch, für solch einen billigen Horrorfilm hat “Hoffnung auf Eis”, doofster Titel überhaupt, einen beeindruckenden Cast. An vorderster Zombiefront ist nicht nur Linda Blair (Hell Night), sondern auch Troy Donahue (Elves) und sogar der Mann mit dem Bart, kein anderer als Dan Dan Haggerty (Der Mann in den Bergen) nämlich mit dabei. Vor allem Haggerty ist eine Wonne, wenn er bärtig und bestens frisiert, wie man ihn halt kennt, als verwaister Nachtwächter, völlig außer sich den Zombies Rache schwört. Linda Blair ist auch ganz gut dabei und Donahue kann hier ganz schön widerlich sein.

Die Story ist zwar totaler Blödsinn, bringt aber durchaus Freude. Dass der Film zu Halloween spielt, fällt zwar nicht zu sehr ins Gewicht, sorgt aber für ein paar nette Momente. Es passiert auch durchgängig genug um unterhaltend zu bleiben. Nur ein paar der Nebenhandlungspunkte könnten gestrichen werden um mehr Tempo und ein besseres Gesamtpaket abzugeben. Katastrophal sind hingegen die Effekte. Zwar alles handgemacht, aber wirklich gruselig ist was ganz anderes. Die Zombies sind halt einfach nur Komparsen mit Aluschutzkleidung und blau angemalten Gesichtern. Wenn es blutig wird sieht es auch eher nach Kinderschminkset aus, könnte aber schlimmer sein. Andererseits hat man es hier mit der schnellen Sorte von Zombies zu tun, man muss also nicht immer so tun als wäre der rennende Untote solch eine moderne Erscheinung.

Schlechter, aber dennoch spaßiger, kleiner Zombiefilm mit einer überraschend guten Besetzung. Sicherlich kein Genremeilenstein aber für einen ruhigen Sonntagabend nicht das Verkehrteste.

Überraschenderweise bekommt ihr nicht nur ein Wendecover mit alternativem Motiv, sondern sogar einige echte Extras. Da wären neben einem Behind the Scenes auch noch Outtakes, der Promo Reel und ein Originaltrailer. Schön! Die Bildqualität ist zufriedenstellend und die deutsche Synchro ist gelungen.

6 von 10 eiskalte Finger an deiner Kehle

P.S.: Das Ende ist wahnsinnig komisch und könnte sogar beinahe noch einen Punkt mehr verdienen.

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