Dienstag, 29. April 2014

Deadpool killt Deadpool (Panini)

Deadpool killt Deadpool (Panini)

Dieses Trade enthält die gesamte Miniserie "Deadpool Kills Deadpool" #1-#4 und als Bonus noch "Shang-Chi: Master of Kung Fu" #1.

Deadpool kills Deadpool #1

Um endlich seine Existenz beenden zu können tötete Deadpool erst das gesamte Marvel Universum. Als er feststellte, dass ihn niemand aufhalten konnte und es solange neue Versionen seiner Welt gegen würde solange Comiczeichner noch neue Ideen haben, machte er sich daran alle literarischen Klassiker zu vernichten und somit auch alles was die Künstler zu ihren Geschichten inspirierte. Doch immer noch nicht ist es ihm gelungen frieden zu finden. Er ist zwar der letzte überlebende Held, aber eben immer noch am Leben. Dies führte nun dazu das dieser Deadpool total wahnsinnig wurde und nun von Universum zu Universum reist um die dortigen Deadpools zu töten. Gerade hat er Headpool in der Mikrowelle getötet und als nächstes soll der liebenswerte Wade Wilson von Earth-616 dran glauben. In letzter Sekunde kommt ihm aber das Deadpool Corps zur Hilfe. Werden sie den Zerstörer Pool aufhalten können?

Auch die dritte Miniserie in Folge wird ein Vierteiler werden und vermutlich das große Finale dieses Deadpool Epos. Der bisherige Deadpool hüpft hier im Gimpanzug umher und tötet die anderen Pools. Headpool und Dogpool werden sofort getötet und so bleibt nur noch der bekannte Wade aus dem regulären Marveluniversum und vom Corps sind noch Kidpool und Ladydeadpool am Leben. Hinzu kommen noch der Golden Age Pool und der Pulppool. Aber auch der Golden Age Pool wird bald getötet, womit der Charakter mittlerweile wohl circa 10 Seiten Screentime in seinem Leben hatte. Auf der letzten Seite gibt es einen schön absurden Twist, ansonsten hält sich meine Begeisterung aber noch in Grenzen. Vermutlich muss die Sache aber erstmal richtig ins Rollen kommen. Potential ist jedenfalls vorhanden. Mal schauen wo es hinführt.

Salva Espins Zeichnungen sind eine solide Angelegenheit, aber teilweise auch ein wenig zu gewöhnlich. Auf den meisten Seiten fehlt mir einfach das besondere. Ein paar nette Ideen sind aber vorhanden und können im nächsten Heft sicherlich noch ausgebaut werden.

Deadpool kills Deadpool #2

Deadpool, Deadpool, Deadpool und Deadpool, genauer gesagt unser guter Merc with a Mouth, Ladypool, Kidpool und der Pulp Deadpool begeben sich in eine Welt, in der sich die Pools aller Dimensionen versammeln. Gemeinsam mit einem Watcher, der sich entgegen der Regeln einmischt, schließlich ist er ein riesiger Deadpoolnerd, müssen sie nun mit ansehen wie die Deadpools, die alles auslöschen wollen, die weniger am Genozid interessierten Pools abmetzeln. Keine Überraschung, dass deren Anführer kein geringerer ist, als der Flickenteppich, Evilpool, der sich einst eigenhändig aus den Überresten unseres DP’s zusammen tackerte. Unterstützt wird er in seinem weltentzerstörenden Verhalten von Wolverinepool, Dethclokpool, Spiralpool, und Cesspool, einem DP, der mehr als nur eine große Klappe hat. Zum Glück bekommen aber auch unsere Helden Unterstützung. Und zwar durch einen Menschen fressenden Pandapool. Aber das dicke Ende kommt ja erst noch.

Jetzt ist es soweit. Das zweite Heft der aktuellen Deadpool Miniserie ist einfach nur noch totaler Blödsinn. Extrem albern und immer einige Nummern drüber. Dabei aber leider auch nur mittelmäßig lustig. Eigentlich kann man nicht davon reden, dass Cullen Bunn hier nicht wüsste was er tut. Der Cliffhanger, die Veralberung der Watcher, ein Panda und vor allem eine Deadpool Version von Spiral haben es eigentlich in sich. Trotzdem wäre da sehr viel mehr drinne, wenn ich nicht stets das Gefühl gehabt hätte, Bunn würde einfach nur wahllos absurde Ideen aneinander reihen und sie mit nerdigen Anspielungen und einer deftigen Kelle Gewalt garnieren.

Ähnlich verhält es sich bei den Zeichnungen von Salva Espin. Einerseits sind sie wirklich gut, aber dann doch nur oberflächlich wahnsinnig. Da könnte man sicherlich noch einiges draufsetzen. Gewalt und absurde Action dürfen nicht fehlen, wie aber eigentlich auch wirklich lustige Ideen. Davon gibt es es aber nicht annähernd genug.

Für den Moment sicherlich irgendwie unterhaltend, wenn auch nix dolles. Fands irgendwie ganz amüsant, aber da wäre noch sehr viel mehr drin gewesen wenn Autor und Zeichner eine klarere Linie gehabt hätten. Hätte man dann noch die Ideen zu Ende gedacht wäre es natürlich noch besser gewesen.

Deadpool kills Deadpool #3

Nach dem wohl finalen Kampf der verfeindeten Deadpool Lager tritt ein noch unglaublicherer Gegner in die Arena. Der ist groß, fies, hat schlechte Laune und Hunger. Es handelt sich um keinen geringeren als Galacpool, den Planeten Verspeiser. Auf normale Art bekommen sie den nicht klein. Also müssen sich Ladypool und ihr Raumschiff, die Bea Arthur opfern. Doch damit ist es noch immer nicht vorbei und die verbliebenen Pools reisen zum Savage Land, wo sie auf eine ganz besondere Deadpooltruppe treffen.

Leider war #2 ja eher von fadem Leerlauf dominiert. Dafür geht es dieses mal richtig rund und ein Deadpool in Galactus Größe muss bekämpft werden. Am besten war jedoch wieder der Cliffhanger in dem drei neue Pools auftauchen. Um wen es sich dabei handelt wird nicht veraten, es sind nämlich ganz besondere Typen. Der Watcher nervt ein wenig aber ansonsten ist der Humor ganz nett. Leider ist es nur so, dass der Humor zugunsten der Action einige male zurückstecken muss. Ist etwas schade, trotzdem hat das Heft noch genug Humor um nicht nur Klopperei zu sein. Allerdings befindet sich das Heft damit schon hart an der Grenze.

Im Artwork kann sich Salva Espin erneut mega austoben. Zum Beispiel darf er uns zeigen wie Poolverine durch eine Fleischfressendeinsektengranate umgebracht werden und auch einigen anderen Splatter Blödsinn. In der Gestaltung des Comics lassen sich keine großen Überraschungen finden, aber für das, was es ist reicht es wohl. Mit etwas mehr künstlerischen Anspruch und ein paar Gedanken mehr hätten die kreativen Köpfe sicherlich etwas sehr viel besseres schustern können. Hartgesottene Deadpoolians gönnen sich auch dieses Heft.

Deadpool kills Deadpool #4

Evil Deadpool hat es jetzt beinahe geschafft alle Pools für immer aus jeder Realität zu löschen. Es leben eigentlich nur noch welche, die auf der Seite des Bösen stehen, wie zum Beispiel Deadpool the Duck oder M.O.D.eadpool. Ihnen und unzähligen anderen bösen Pools stehen nur noch ein fanatischer Wächter, unser alter bekannter Deadpool von Erde 616 und der knuddelige, aber tödliche Pandapool. Jetzt geht’s um die Wurst! Wer wird das Multiversum als Sieger verlassen?

So geht auch diese Deadpool Mini zu Ende. Nur der Kampf zwischen dem “guten” und dem bösen Pool ist immer noch nicht zu Ende. So viel darf jedenfalls jetzt schon gespoilert werden. Weiter wird es also schon bald mit der neuen Mini “Night of the living Deadpool” gehen. Sehr enttäuschend irgendwie. Denn so hat auch diese Serie kein vernünftiges Ende und es scheint, als würde Cullen Bunn endlos mit diesen Miniserien weiter machen, auch wenn jede seiner Ideen nur genug Stoff für ein Heftchen bieten, dann aber doch immer auf vier ausgewalzt werden. Es wird also langsam wirklich öde. Neben dem doofen Ende, das doch nur wieder in die nächste Serie führt und den guten Ideen, die doch wieder auf vier Hefte verteilt wurden, stört wie egal all das Geschehene wirkt. Letztlich führt all das zu gar nichts und das wird wohl auch so bleiben, solange die Verkaufszahlen noch stimmen.

Das Artwork kann das solide Niveau halten. Splatter und visueller Humor dominieren alles und es gibt auch durchgehend gute Gags, die sich nur aufs visuelle konzentrieren. Sieht alles schon ganz cool aus. Die Farben sind auch schön knallig, nur der manchmal zu sehr digital anmutende Stil ist insgesamt nicht richtig stimmig. Ansonsten aber nicht schlecht.

 DxD ist eigentlich nicht schlecht, könnte aber viel besser sein, wenn die Verleger nicht möglichst viel Geld aus der Idee quetschen wollten. Vieles wiederholt sich sinnlos, wird gestreckt und eine in sich stimmige Geschichte ist schon lange nicht mehr möglich. Stattdessen stapelt man verschiedene Ideen aufeinander und hofft das alles am Ende irgendwie Sinn ergibt. Ermüdend. Dabei wäre doch mehr drin gewesen.

Shang-Chi: Master of Kung Fu #1

Als Bonus enthält das Trade noch einen famos abgedrehten One-Shot. Muss man selbst erlebt haben, dreht jedenfalls ohne Pause frei. Geiles sehr stilisiertes Artwork gibt es noch oben drauf.

6,9 von 10 Beutelratten

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