Samstag, 14. Februar 2015

Bride of Frankenstein (1935)

Bride of Frankenstein (1935)


Viele glaubten Dr. Frankenstein (Colin Clive) und sein Monster (Boris Karloff) seien beim Brand in der alten Mühle gestorben. In Wahrheit haben jedoch beide überlebt, wie Autorin Mary Wollstonecraft Shelley (Elsa Lanchester) verrät. Verschreckt ist das Monster allerdings davongerannt und verschwunden. Es landet bei einem alten Blinden (O.P. Heggie), der in ihm erste menschliche Angewohnheiten bildet. Doch letztendlich landet Frankensteins Monster erneut bei seinem Erschaffer, der allerdings nichts mehr mit seinem missglückten Experiment zu tun haben will. Mit Dr. Pretorius (Ernest Thesiger) betritt ein weiterer wahnsinniger Wissenschaftler die Bühne, der Frankensteins Frau entführt und ihn damit dazu zwingt auch dem Monster eine Braut (Elsa Lanchester) zu erschaffen.

Eines der ersten, wenn nicht das erste Monster, das eine Partnerin spendiert bekam war das, des Dr. Frankenstein. Nachdem ein alter Einsiedler dem Monster ein wenig menschliches Verhalten beigebracht hat, äußert es den Wunsch nach einer Partnerin. Die soll er dann auch bekommen. Auch wenn Frankensteins Braut nur wenige Minuten im Film vorkommt und nichts tut außer etwas zu fauchen und den kopf merkwürdig umherkreisen zu lassen hat das, von Elsa Lanchester gespielte weibliche Monster, einen tiefen Eindruck in der Popkultur hinterlassen, der auch heute noch in Filmen, Comics, Videospielen und ähnlichem zu entdecken ist. Dabei definiert nur das Make-Up, die Haare und dann erst Lanchesters merkwürdiges Acting den Charakter. Allein deshalb ist die „Frankenstein“ Fortsetzung ein ziemlich wichtiger Film.

Aber nicht nur deshalb. Die Szenen die das Monster menschlicher erscheinen lassen haben etwas sehr ergreifendes an sich, was alles noch viel schrecklicher macht, wenn dem Monster Gewalt und Hass entgegengebracht wird. Ansonsten bietet der Plot recht viel vom altbekannten, jedoch ohne zu langweilen. Karloff (The Terror) ist erneut ein verdammt gutes Monster und das Make-Up ist total glaubhaft, gerade die Spuren des überlebten Brands sind ein gutes Detail. Elsa Lanchester ist wie gesagt ein gutes weibliches Monster, als dieses hat sie leider jedoch keinen Credti bekommen, wie auch einst Karloff im ersten Teil. Dabei ist es ihr Auftritt zu Beginn, als Mary Shelley, den man auch gut und gerne hätte streichen können. Abgesehen davon stört mich nur eine kleine Slapstick Einlage am Anfang. Dafür sind die Sets, die Kostüme und eigentlich alle anderen technischen Aspekte ziemlich gut. Insgesamt ein immer noch mitreißender und gut gealterter klassischer Horrorstreifen.

8 von 10 bestens anmoderierte Monster

Kommentare:

  1. Ich fand den Film früher schon sehr gut. Vor allem zeigt er das Frankenstein kein Monster ist sondern nur als solches wahrgenommen wird. Den Teil bei dem Blinden fand ich am besten-es ist schon sehr lange her das ich den Film gesehen habe-kann mich nur noch wage erinnern-war aber einer der schönsten zu dem Thema. Nur "Vermonsterung" schafft Monster gelle. Ich finde es auch gut, das die Idee von einer Frau stammt, ist denke ich nicht so häufig der Fall.

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    1. Der Frankenstein Roman erschien daher damals ja auch anonym. Da der Roman aber ein Vorwort von Percy Shelley enthielt glaubte man zuerst ihr Ehemann habe die Geschichte geschrieben. Letztlich hat sie damit einen der ersten richtigen Science-Fiction Romane geschrieben ohne den sich das Genre sicherlich erst später so entwickelt hat, wie es nun geschehen ist.

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