Samstag, 14. Februar 2015

Bride of Re-Animator (1989)

Bride of Re-Animator (1989)

In Süd-Amerika, genauer gesagt in Peru arbeiten Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) und sein Kollege Dr. Dan Cain (Bruce Abbott) als Sanitäter im dortigen Bürgerkrieg. Hilfe bekommen sie von Francesca Danelli (Fabiana Udenio), die mit West angebandelt hat. Den beiden Doktoren geht es nicht unbedingt um den humanitären Charakter ihres Jobs. Stattdessen benutzen sie die vielen verwundeten Soldaten lieber um an ihnen neue Mittelchen zu testen mit denen sie totes Gewebe wiederbeleben möchten. Auch wenn er jetzt mit der hübschen Francesca zusammen ist, kommt West nicht über den Tod seiner Megan hinweg. Zurück in den USA beginnt er damit Megans totes Herz, andere Frauenleichenteile und seine leuchtende Flüssigkeit zu kombinieren. Seine frisch gebastelte Braut kommt mit ihrer prekären Situation jedoch nicht klar und beginnt sich selbst auseinander zu nehmen. Schon bald ist die grüne Flüssigkeit überall und erneut muss West sich einer Horde zombifizierter Wesen in den Weg stellen.

Vier Jahre nachdem Stuart Gordon (Dolls) in „Der Re-Animator“, lose die Abenteuer von H.P. Lovecrafts Dr. Herbert West verfilmt hat, übergab er die Fackel beim zweiten Teil an Brian Yuzna (Silent Night, Deadly Night 4), der im Ersten nur Produzent war. Hier tritt er zugleich als Regisseur, Drehbuchautor und erneut als Produzent auf. Da das Original Möglichkeiten offen lies die eine Fortsetzung zulassen, geht es recht nahtlos nach den Geschehnissen des Vorgängers weiter. West verkraftet den Tod seiner Geliebten nicht und bastelt sich sogleich eine neue. Vorher werden aber noch allerlei Versuche mit Tieren und großen Haufen voller Leichenteile gemacht. Einer der größten Pluspunkte des Films sind die vielen ekelhaften, aber auch zugleich kurios einfallsreichen Animatronics, Stop Motion und Handpuppen Monstren. Darunter ein paar echt widerliche Viecher.

Die Handlung ist eher egal, bis uninteressant. Diesmal dient der Plot jedoch auch eher nur dazu von einem Ekeleffekt zum nächsten Gag zu führen. Jedenfalls fühlt es sich für mich so an als wären teilweise Gags und Special Effects Ideen zuerst da gewesen und erst dann hat Yuzna den Rest Drumherum geschrieben. Während der Plot viele Schwächen und auch kleinere Durststrecken zu beklagen hat, ist Hauptdarsteller Jeffrey Combs (Cyclone) gut gelaunt bei der Sache. Die anderen Akteure wirken teilweise etwas planlos und einige der Dialoge haben ein dickes Holzbein, darum geht es hier wie gesagt aber auch nicht.

Combs ist durchaus gut genug um Teile des Films gewuppt zu bekommen, den Rest erledigen die guten Effekte und viel Splatter und Slapstick Horror Humor. Bringt zwar Spaß, kommt aber lange nicht an den ersten Teil heran. Für einen netten Abend im Genrefreundeskreis aber trotzdem ein schönes Erlebnis. Am ehesten würde ich für den Fall des Falles die Blu-ray von Capelight empfehlen, die mit einem riesigen Stapel Bonusmaterial daherkommt.

6,5 von 10 fuchsige Flughunde

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