Freitag, 12. September 2014

Time Slip - Der Tag der Apokalypse (1979)

Time Slip - Der Tag der Apokalypse (1979)

Eine Einheit der japanischen Armee gerät bei während des Feldtrainings in den sogenannten Time Slip. Durch diesen trudeln sie ganze 400 Jahre in die Vergangenheit und finden sich im feudalen Japan wieder, das gerade von Kriegen zerrüttet auf einen neuen mächtigen Shogun wartet, der das Land wieder einigen kann. Mit modernsten Waffen, darunter auch Panzer und Helikopter stranden sie im Mittelalter direkt zwischen den feindlichen Linien verschiedener Samurais. All ihre Führer wollen sich zum neuen Shogun aufschwingen. Zuerst untersagt Leutnant Yoshiaki Iba (Sonny Chiba) seinen Männern sich in das Geschehen einzumischen, schließlich kann jede ihrer Taten dafür sorgen, die Zukunft vielleicht nicht unerheblich zu verändern. Als nach einiger Zeit aber immer noch keine Möglichkeit zur Heimreise gefunden wurde, ändert Iba seine Meinung. Er verbündet sich mit einem der anderen Kriegsherren und nutzt die Technik, die ihm unterstellt wurde um seinen Traum zu erfüllen, selbst Shogun Japan zu werden. Ohne Rücksicht auf die Gegenwart.

Klingt nach billigem Schund, ist es aber nur bedingt. Die Story klingt merkwürdig und albern, wird von Kôsei Saitô aber sehr episch umgesetzt. Zu Beginn bleibt ein etwas trashiger Eindruck recht lange aufrecht gehalten, es gibt ein paar Slapstick Szenen und andere Ausbrüche dieser Art. Im Verlauf wird es jedoch immer ernster und am Ende auch zunehmend blutig und brutal. Da wird auch mal jemand enthauptet und vom anfänglich etwas kindlichem Charme bleibt wenig zurück. Ab dann stellt sich der Film die Frage wie der Kampf um Japan wohl verlaufen wäre, hätte ein Truppe moderner Soldaten an den Kämpfen teilgenommen. Zweieinhalbstunden braucht die Handlung um zum Ende zu kommen und bis dahin hat man einiges erlebt.

Hat man die leicht irritierende Phase zu Beginn überstanden, macht der Film richtig Laune, die aberwitzigen Kampfszenen, die immer wieder an japanische Monumentalfilme erinnern machen auch optisch und durch ihre Choreagraphie etwas her und selbst die Stunts und die Ausstattung befindet sich auf einem hohen Niveau. In der Hauptrolle kommt noch Sonny Chiba (The Street Fighter) hinzu, der wie eh und je Ärsche treten kann und dabei immer ein Höchstmaß an Coolheit an den Tag legt. Überraschend geiler Streifen, mit etwas Sitzfleisch durchaus zu genießen, aber nicht in der deutschen, leider sehr stark geschnittenen Fassung.

7,6 von 10 nasse Panzer

Kommentare:

  1. Den hab ich damals unheimlich geschätzt - die deutsche Fassung. Auch weil er mir das geboten hat, was ich bei "Der letzte Countdown" gerne gesehen hätte.

    Gruß
    Harry

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  2. Ja, wirklich ein spitzen Film, den ich viel zu lang nicht kannte.

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