Sonntag, 7. September 2014

Knights of Sidonia #10 (Egmont)

Knights of Sidonia #10 (Egmont)

Der letzte Kampf gegen die Gauna war ein ziemliches Desaster, dennoch konnten die Piloten der Sidonia den Feind noch ein mal aufhalten. Allerdings nicht ohne selbst einstecken zu müssen. Izana wurde schwer verletzt, erholt sich aber schnell. Dafür droht aus der eigenen Mitte der Sidonia noch viel größeres Unheil. Während Tanikaze “Spezialaufträge” bekommt, die ihn verkuppeln sollen, gibt es Probleme mit einem Tentakelmonster und viel schlimmer noch: Die beiden Hybriden verlieren die Geduld und wollen endlich tun, was sie selbst wollen. Was mit kleinen Meinungsverschiedenheiten beginnt wird langsam zu einem so großen Problem, dass die gesamte Zukunft der Menschheit dadurch bedroht werden könnte.

Im zehnten Band von Tsutomu Niheis dystopischer Weltraumsaga “Knights of Sidonia” muss die epische Action ausnahmsweise mal draußen bleiben. So verzichten wir dieses mal auf ausgedehnte Weltraumkämpfe zwischen stylischen Mechas und ekligen Schleimtentakelplazentawesen. Stattdessen geht es vor allem darum wie Kanata und Kunato mit ihrem schweren Dasein klar kommen. Beide verlangen nach Freiheit, Freunden und einem selbstbestimmten Leben, vor allem Kanatas wilde und unkontrollierbare Natur bring allerdings alle in Gefahr. So steigern sich auch die Vorurteile und der Hass auf auf die gezüchteten Gauna/Mensch Hybriden. Abgesehen von diesen Spannungen an Bord, gibt es in der Nummer 10 aber auch sehr viele leichte und lockere Momente. Es geht oft darum wie die Hybriden sich kleine Chancen auf Eigenständigkeit erkämpfen, darum dass verschiedene Piloten sich näherkommen, wie man einen harten Winter überlebt, Oma schwelgt in Erinnerungen und so weiter. Allesamt kleine schöne Kapitel, die endlich wieder die Figuren in den Fordergrund stellen und nicht nur den großen galaktischen Kampf.

Wer auch nur ein wenig gefallen an der Story findet, die im übrigen konstant gut ist, sollte sich diesen Manga eh holen. Über die graphische Umsetzung kann man nämlich nur gute Worte verlieren. Die Kreaturendesigns spielen mit Klischees des Genres, sehen dabei aber immer innovativ und eigensinnig aus. Die Charaktere ihre Kleidung und Hauseinrichtungen sind stimmig, genauso wie das gesamte Schiffdesign, wobei wieder mal offensichtlich wird, wie talentiert Nihei architektonisch wunderschöne Landschaften, Häuserschluchten und ähnliches kreiert. Ein wunderschön und filigran gearbeiteter Manga, der, wenn nötig allerdings auch wuchtig und unangenehm sein kann. Toll!

8 von 10 unbekannte Duschtentakel aus der Vergangenheit

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