Donnerstag, 18. September 2014

Cyclone (1987)

Cyclone (1987)

Rick Davenport (Jeffrey Combs) macht zwar optisch nicht viel her, ist auch sonst ein ziemlicher Nerd, dafür hat er aber ganz schön was im Denkkasten. So was soll ja auch nette Damen anlocken können und so hat er mit Teri Marshall (Heather Thomas) nicht nur eine intelligente, charmante und liebevolle, sondern auch eine wunderschöne Freundin für sich gewinnen können. Teri ist eher eine Rockerbraut, während Rick als Wissenschaftler an einem Motorrad tüftelt, das die Welt und vor allem die Militärtechnik revolutionieren könnte. Mit seinem unschlagbarem Antrieb und Waffensystemen, die einen Kampfjet eifersüchtig werden lassen ist der Cyclone das schärfste Teil auf zwei Rädern seit Menschen Gedenken. Bei einem Ausflug in einen Punkrock Schuppen wird Rick von einem Terroristen erstochen und schon bald darauf ist das FBI auch hinter Teri her. Verschiedene Leute, mit zweifelhafter Motivation suchen nun nach dem Cyclone und Teri tut alles um Ricks Erbe vor finsterem Personal zu retten, auch wenn sie sich dabei selbst immer wieder in Gefahr bringt.

Erst letztens bin ich in der zweiten Ausgabe vom Retro-Zin auf diesen Film aufmerksam geworden und schon läuft mir rein zufällig die VHS über den Weg. “Tornado” nennt sich das Teil bei uns, albern, denn auch auf deutsch heißt das Motorrad Cyclone. Manchmal wird es aber auch Transformer genannt.

Egal. Spaß kann man haben. Eines ist hierbei sehr wichtig: denkt nie darüber nach was gerade passiert. Eine junge Frau verliert ihren Freund und wird auch beinahe umgebracht. Kein Grund für sie eine Träne zu verdrücken oder lange Trübsaal zu blasen. Überhaupt wirkt es so, als wäre es Alltag für sie vor Terroristen und dem FBI zu fliehen. Mord und Totschlag machen ihr jedenfalls nichts aus. Sieht man über so was aber hinweg, dann kann Cyclone verdammt ulkig sein.

Eben ein sehr dummer Film, aber irgendwie auch so unbeholfen putzig. Für einen Film von Fred Olen Ray (Evil Toons) ist die Handlung relativ harmlos, auch wenn er es sich nicht nehmen lässt auch mal ganz beiläufig Full Frontal Nudity einzubauen oder auf verschwitzte Damen beim Krafttraining zu zoomen. So hat vermutlich auch Heather Thonas ihre Rolle nur bekommen, da man schon aus “Ein Colt für alle Fälle” und andere Serien wie “Loveboat” wusste was für eine gute Figur sie im Bikini macht. Sie spielt ihre Rolle vielleicht nicht immer wirklich gut, dafür hat sie scheinbar Freude an ihrer Arbeit und das bemerkt man als Zuschauer schon.

Auch abgesehen von der schmucken Hauptdarstellerin ist es bewundernswert, wie gut der Cast eigentlich ist. In weiteren Rollen sind bekannte Gesichter wie die von Jeffrey Combs (From Beyond), Martin Landau (Mysteria) und Martine Beswick (James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau) zu sehen. Leider bleibt dabei nicht mehr zu viel Geld für Effekte und Ausstattung übrig. Jedenfalls sieht der Cyclone aus wie ein ganz normales Motorrad an das man graue Pappe geklebt hat. Nicht weiter spannend, dafür aber mit Lasern ausgestattet. Vielleicht nicht so gut wie KITT, aber sicherlich spannender als Airwolf oder viele der anderen Supergefährte. Für Explosionen war allerdings genug Kohle vorhanden, was leider das Finale extrem antiklimatisch macht. Dadurch wird das Ableben des großen Fiesling aber wahnsinnig Witzig, da weder FBI, Bullen oder die Hauptprotagonistin irgendwie reagieren. Ansonsten soll noch der Soundtrack erwähnt werden, für den unter anderem auch die Horrorpunkband Haunted Garage zuständig waren, die auch schon andere Horrorfilme wie “Explosion der Leidenschaften” und das Remake von “Night of the Demons” mit Musik ausgestattet haben.

Ein unterhaltsamer Film, wenn man Trash mag gibt es wenig auszusetzen, außer vielleicht das manchmal zu viel Gequatsche zwischen den Explosionen sind. Für Fans von Blödsinn eine Sichtung wert.

5 von 10 handgemachte Brecheisen

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