Montag, 15. September 2014

Night of the Living Deadpool (Panini)

Night of the Living Deadpool (Panini)

Enthält die gesamte Miniserie “Night of the Living Deadpool” #1-#4, sowie eine der Kurzgeschichten aus “Marvel Heartbreakers” #1.

Dolores: Deadpools Lieblings Tex-Mex Laden, mit einem umwerfenden All-You-Can-Eat Angebot. Kar, dass Deadpool sich dort unendliche Mengen an Chimichangas reinwürgt. Nach einer dieser Fressorgien fiel er ins Fresskoma, aus dem ihm Nichts und wirklich Nichts aufwecken konnte. So verschläft er prompt die Zombieapokalypse und als er aufwacht sind alle anderen Helden schon lange Zombiefutter geworden und die wenigen Überlebenden haben schon lange ihre letzten menschlichen Züge verloren und tun alles um irgendwie zu überleben. Klingt nach dem perfekten Spielplatz für Wade Wilson.

Zirka 11 Jahre lang läuft Rick Grimes den fiesen Untoten in Robert Kirkmans Zombieepos “The Walking Dead” nun schon davon und die TV- Serie geht in die fünfte Staffel. Hinzu kommt noch, dass das Zombiegenre sie in den letzten Jahren ebenfalls extrem totgelaufen hat. Kombiniert man beides, findet man unendlich viele Klischees und Angewohnheiten, die man vortrefflich persiflieren und verulken kann. Genau das hat Cullen Bunn (Deadpool Killustrated) in “Night of the Living Deadpool” versucht. Zuerst denkt man bei dem Titel natürlich an eine Parodie von Romeros Klassiker, alles andere würde ja gar keinen Sinn machen, Ziel der Veralberung ist dann aber doch TWD. Genauso unlustig und forciert wie der Titel ist dann auch der Inhalt. Deadpools Humor kommt hier nie zur Geltung, die Zombies viel sabbeln zu lassen ist nur wenig witzig und die paar Geschmacksentgleisungen sind zwar in der Lage etwas Abwechslung rein zu bringen. Krude und dümmlich bleibt es aber trotzdem. Nur das Walking Dead Klischee, der wahnsinnig bösen Überlebenden, die zuerst nett wirken, sich dann aber als übelste Psychopathen herausstellen ist für einen einmaligen Gag ganz putzig. Ansonsten ist der Plot aber vollkommen witzlos, schwachsinnig und wirkt wie in ein paar Minuten zusammen geschreibselt. Vieles ergibt nur wenig Sinn und die Marvel internen Anspielungen machen es eigentlich nur noch schlimmer.

Die Cover der Miniserie sind mit Abstand das beste geworden und teilweise sogar ein wenig stylish geraten. Im Comic selbst kann eigentlich nur das Gimmick gefallen, dass nur Deadpool und ein paar Dinge mit denen er interagiert farblich geblieben sind, alles andere ist tot und was tot ist, hat natürlich keine Farbe mehr. Ist dann für ein paar Seiten nett anzusehen mehr aber auch nicht. Die Mixtur aus Deadpool/Marvel Zeichnungen und Parodie auf TWD sieht einfach nach nichts aus und langweilt recht schnell eigentlich nur noch. Zudem sind die Horrorszenen viel zu harmlos und nie eklig oder gruselig. Kann man sich wirklich ganz getrost sparen.

Als Bonus ist noch eine Kurzgeschichte über Elsa Bloodstone und Tabitha Smith enthalten. Wahnsinnig unkomisch und völlig deplaziert. Trotzdem musste ich kurt schmunzeln und auch wenn das Artwork sehr einfach ist, kann diese Kurzgeschichte doch etwas besser unterhalten als die Deadpool Miniserie. Warum diese, vollkommen Deadpool freie Short Story hier abgedruckt wurde, mag sich mir trotzdem nicht erschließen.

3,6 von 10 Taschenlampenköpfe

Kommentare:

  1. Wie die Meinungen auseinandergehen ... Ich mag Deadpool, zwar kenne ich ihn erst seit dem Spiel für die Xbox 360, den Humor dort fand ich einfach so herrlich und erfrischend, dass ich das Spiel in einem Rutsch durchgespielt hatte. Seit dem lese ich auch gerne die Comics. Diese Geschichte um Deadpool ist richtig saukomisch. So viele tolle Anspielungen auf Zombie-Filme und Serien, das man aus dem Lachen einfach kaum noch raus kommt. Das fängt schon zum Anfang an. Er erwacht … alles ist wie leer, so wie Dutzende Endzeit und Zombiefilme nun mal anfangen. Das Ganze kommentiert dann auf die typische Art und Weise mit dem gewissen Humor eben von Deadpool. Kauft euch dieses Heft unbedingt, etwas Lustigeres hab ich eigentlich noch nie gelesen.

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    1. Jau, viele Anspielungen die man schon in zig anderen Zombiekomödien gesehen hat, viele Gags die keinen Sinn ergeben oder mega flach sind. Deadpool dient nur als billige Witzmaschine und abgesehen von 1-2 Punkten ist es vollkommen egal, dass es sich hier um Deadpool handelt, da die Eigenheiten der Figur kein wenig genutzt werden. Eine TWD Parodie die eben so generisch ist wie nur möglich. Aber du findest ja eh alles toll solange man es dir zum besprechen zuschickt. Hauptsache du bekommst was umsonst und kannst deine Leser mit möglichst viel Werbebannern, abgeschriebenen Promotexten und Amazon Links vollmüllen.

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  2. Wenn Du wirkliches Interesse daran hast mit mir über den Aufbau meiner Seite zu sprechen. Deine Kritik zu äußern und im Gegenzug auch Eier in der Hose hast dir meine Meinung anzuhören steht in meinem Impressum alles was Du braucht um mich zu kontaktieren.

    Wenn es Dir darum geht unfairerweise jemanden im Netz zu versuchen bloßzustellen mit Anschuldigungen und Behauptungen die sehr gewagt sind, dann stehen bei Dir auf der Kontaktseite alle Informationen die ich brauche :-)

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    1. Kannst mir deine Meinung gerne sagen. Bin gespannt.

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  3. Ich bin aber kein Fan davon so etwas öffentlich zu machen, finde ich unfair, Du scheinst damit keine Probleme zu haben, so wenig wie Du Eier in der Hose hast dich ernsthaft mit mir auseinanderzusetzen. Für so ein schnelles Battle in den Kommentaren bin ich nicht zu haben, da musst Du dir zum Frustabbau jemand anderen suchen, sorry, findest Du aber sicher sehr schnell.

    Gute Besserung

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    1. Wäre nett wenn du dann aufhören könntest deine "Reviews" hier hinzuspammen. Danke!

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    2. Mir wäre ehrlich gesagt schon ein Ei in der Hose eins zu viel. ;)

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