Mittwoch, 26. März 2014

Deadpool: Die Wette (Panini)

Deadpool: Die Wette (Panini)

Dieser Sammelband enthält die gesamte Miniserie “Deadpool: Suicide Kings” #1-#5.

Der kleine Milliardärszögling Conrad hat einen Auftrag zu vergeben. Für diesen hat er eine Million Dollar für den besten Kopfgeldjäger ausgeschrieben den er auftreiben kann. Natürlich ergattert Deadpool diese Mission, aber schon kurz darauf wird ihm ein terroristischer Anschlag untergeschoben, bei dem viele Zivilisten umgekommen sind. Dadurch macht er Frank Castle auf sich aufmerksam, der mit der Unterstützung der vielen Gimmickwaffen seiner besiegten Feinde versucht Wade umzubringen. Im Gegensatz zum Punisher glaubt Hells Kitchens blinder Superheld und Superanwalt Matt Murdock dem ollen Söldner mit der großen Klappe. Zusammen legen sie sich auch mit Spidey an, aber letztlich kann doch allen klar gemacht werden, dass Deadpool nicht schuldig ist. Gemeinsam findet das wild zusammen gewürfelte kanadisch newyorkerische Superheldenteam heraus wer wirklich hinter all den Morden steckt. Nämlich kein anderer als Spider-Mans Lebensabschnitt Feind Tombstone und auch die Wrecking Crew mischt munter mit.

Mit “Die Wette” ist eines der älteren deutschen Deadpool Trade endlich wieder erhältlich. Erzählt wird darin die Geschichte der Suicide Kings. Mike Benson berichtet von Deadpools wahnsinnigen Kampf gegen den Punisher, Spider-Man, Daredevil, Tombstone und die Wrecking Crew. Worin sich Deadpool unter der Fuchtel von Benson und Glass etwas unterscheidet sind seine wahnsinnigen Anfälle. Auch die beiden Autoren nutzen Deadpools verschiedene Stimmen, lassen vom Zeichner Carlo Barberi aber auch optische Manifestationen des Wahns entstehen. So sehen wir immer mal wieder die Geschichte so wie Wade sie sieht. Meist zwar nur ein Panel lang, dann hat aber zum Beispiel der Punisher plötzlich einen Kimono an oder er, Spidey und Daredevil parodieren auf einmal Skottie Youngs Version von “Der Zauberer von Oz”. Bringt ne weitere lustige Komponente in die Geschichte, die irgendwie auch nötig war.

Nicht das die Story langweilig wäre oder nicht unterhalten könnte, rückblickend bleibt aber nur sehr wenig hängen. So ist die Handlung nichts besonderes aber kurzweilig. Wie es in solch einem Crossover sein muss, hauen Helden, Helden, dann vertragen sie sich und am Ende verkloppen sie natürlich gemeinsam die bösen Buben. Am Ende wartet eine kleine Wendung auf die Leser, aber auch der kann aus der Geschichte nichts außergewöhnliches machen. Schön und lustig ist das Zusammenspiel der Helden allerdings schon. Außerdem hält diese Miniserie sogar ein paar menschliche Momente mit Deadpool bereit, der erneut beweist das er auch ein ganz lieber sein kann, wenn es darauf ankommt.

Im Großen und Ganzen gefällt Barberis Artwork ganz gut. Teilweise verschenkt er Raum, den er interessanter hätte nutzen können. Bei fast allen Charakteren stört ein Anflug der liefeldschen Krankheit. Schließlich haben nur wenige Charaktere hier einen Hals. Stattdessen haben sie alle einfach nur einen extrem muskulösen Nacken der sie zwar hart aussehen lässt, gleichzeitig aber ziemlich albern und nicht lebensfähig. Ansonsten passt das schon alles und die Action geht meist recht gut nach vorn. Zum Deadpoolfan wird man damit wohl niemanden so schnell bekehren können, wer aber schon zu den Jüngern Pools gehört wird sich nett berieseln lassen können.

6,7 von 10 Puzzlepunisher

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