Mittwoch, 26. März 2014

Die Sklavinnen (1977) [Ascot Elite]

Die Sklavinnen (1977) [Ascot Elite]

Nutten und Rauschgift. Damit hat die scharfe Arminda (Lina Romay) in den letzten Jahren, nicht nur den sprichwörtlichen, Arsch mit Kohle vollgestopft. Die Bullen sind ihr zwar auf den Versen, gleichzeitig aber selbst Kunden bei ihr und so korrupt wie korrupte Bullen - Nicht mein blumigster Vergleich, ich weiß - Überhaupt sollte man keinen Polizisten trauen, erst recht nicht wenn ihre Abzeichen in den Büros nur auf Papier geschrieben und an die Tür getackert wurden. Irgendwann kam es dann aber doch so wie es nun mal kommen musste und die, schlecht geschmierte, Obrigkeit kommt ihr auf die Schliche. So wird sie nach Alcatraz gebracht, übrigens ein Hochsicherheitsgefängnis in San Francisco, Dänemark. Oder so ähnlich. Bald kann sie jedoch fliehen, doch die Retterin der Puffmutter ist in Wirklichkeit eine Entführerin. So gerät sie vom Regen in die Traufe. Besser gesagt vom Knast zum extrem fettleibigen Millionär Amos Radeck (Vítor Mendes). Der sucht nämlich seine wohlgeformte Tochter Martine (Martine Stedil), die zufällig eine von Armindas Kopfkissenzerwühlerinnen war, die sie wie alle anderen Puffnattern mit Meskalin und lesbischem Sex gehörig gemacht hat. Natürlich will Radeck nun wissen was aus seiner Tochter wurde und auch wenn er Gewalt verabscheut, hat er trotzdem harte Burschen an der Hand, die da nicht so zimperlich sind.

Gleich im Anschluss an “Die nackten Puppen der Unterwelt” wollte Erwin C. Dietrich (She-Devils of the S.S.) noch was vom guten Herrn Jess Franco (Killer Barbys vs. Dracula) haben. Die Sets der Unterwelt waren noch aufgebaut und dann kann man sie ja ruhig noch mal benutzen. Wer also schon die Puppen gesehen hat, wird hier die meisten Fickgelegenheiten, genauso wie den Puff wiedererkennen. Hinzu kommen noch ein paar Aufnahmen aus dem Südamerikanischen Dschungel, vermutlich aus einem seiner WIP Filmen entnommen und einige andere Archivaufnahmen. Somit ist man als Zuschauer nicht nur verwirrt wo in der Welt man sich eigentlich grad befindet, sondern es wird auch sehr schnell klar, dass es sich bei den Sklavinnen um einen von Francos Stinkern handelt. Sehr bezeichnend ist neben den vielen recycelten Dingen vor allem wie unerotisch der Sexkram ist. Nicht mal erotisch geküsst wird hier. Richtig schlimm wird es aber erst wenn Franco eine krasse Fußverletzung seiner Frau Lina Romay (Frauen ohne Unschuld) nicht aus den Sexszenen heraushält. Ernsthaft wie desinteressiert oder blind muss man denn sein so was beim Filmen nicht zu sehen. Genauso wie bei einer Vergewaltigungsszene mit einem Typen dessen Arsch eitert. Wenigstens stößt er sich vorher noch ordentlich den Kopf einer Lampe, was Franco wiederum auch einfach drangelassen hat, da ihm die bewegliche Lichtquelle wohl gefiel.

So kommt es wenigstens zu ein paar zufällig gut geratenen Szenen. Kameramann Peter Baumgartner (Die teuflischen Schwestern) ist dieses mal auch einfach nicht bei der Sache und hat wirklich nur 1-2 gute Einstellungen hinbekommen. Alles andere sind Genitalien Zooms und manchmal auch nur planloses Rumgewackel. Dafür ist der Soundtrack des Jazzmusikers Walter Baumgartner (Greta - Haus ohne Männer) aus St. Gallen mal wieder ganz putzig, wenn auch nichts sonderlich aufregendes. Der einzige Reiz geht daher von wenigen kessen Sprüchen aus. Vor allem wenn Madame Romay uns verspricht, dass Tanga (Diotta Fatou) unsere Eier zum Platzen bringen wird, bleibt ein Schmunzeln nicht aus. Das Dickerchen Vítor Mendes ist auch noch ganz cool und ansonsten gefallen noch die anderen bekannten Namen vor und hinter der Kamera.

Neben Franco, der auch selbst einen der Sadisten spielt, die seine reale Ehefrau Romay quälen, sind wie gesagt auch die Baumgartners mit von der Partie. Martine Stedil (Frauengefängnis) ist zu sehen. Dann ist da noch die Augentripperdame Esther Moser (Libidomania - Alle Abarten dieser Welt) und Eric Falk (Die munteren Sexspiele unserer Nachbarn), übrigens bekannt mit dem Meisterficker, zeigt sein mimenloses Mimenspiel. Francophile können sich die Blu-ray gönnen, Ottonormalbumsfilmgucker bleibt aber eher bei anderen Titeln des drolligen Herren.

Das Bild der Blu-ray ist knorke, der Ton ebenso und es sind noch englische Untertitel dabei. Hinzu kommen einige Franco Trailer und eine Fotogalerie. Außerdem ist noch ein Audiointerview auf der Disc anwählbar, dass schon in den Siebzigern geführt wurde. Eigentlich ganz interessant, gerade was Franco über die Zusammenarbeit mit Kinski in “Jack the Ripper” zu erzählen hat. Nur war der Interviewer extrem ahnungslos und lässt sich von Franco erklären wer Roger Corman war und andere ähnliche Schoten.

3 von 10 dicke Männer die auf Comics starren

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