Dienstag, 7. Oktober 2014

Fünf Freunde - 108 - und die Entführung im Skigebiet (Europa)

Fünf Freunde - 108 - und die Entführung im Skigebiet (Europa)

In einer Zeit, viele Jahre vor irgendwelchen Referenden, im nördlichsten Land des Vereinigten Königreiches beginnen die Fünf Freunde ihre Winterferien (sie verbringen wirklich viel Zeit zusammen) in den schottischen Highlands, um dort die Hügelpisten auf ihren Ski unsicher zu machen.

Zu Gast bei der Familie Gilmor lernen die fünf Freunde den jungen Finlay kennen, einen aufgeweckten Jungen, der liebend gern gemeinsam mit den Anderen Skifahren möchte. Nach einer kurzen Lehrstunde, von der Skilehrerin Molly, möchten die Kinder die erste große Abfahrt wagen doch das Wetter, besonders der tückische Hochnebel in den Highlands, machen ihnen einen Strich durch die Rechnung. Am nächsten Tag sieht die Welt schon viel freundlicher aus, doch statt einer vergnüglichen Abfahrt wird Fin von zwei maskierten Personen entführt. Diese fordern eine stolze, halbe Million Pfund von der verzweifelten Misses Gilmor. Seltsamerweise genau jene Summe die ihr jüngst von einer Immobilienfirma für den Verkauf ihres Grundstückes, in touristisch günstiger Lage, geboten wurde. Die Kinder ermitteln die Zusammenhänge zwischen den beiden Vorkommnissen und können den Immobilienhaien grade noch rechtzeitig das Handwerk legen.

Die wunderschönen Berge der schottischen Highlands sind ein wirklich interessanter Ort, nicht nur für einen winterlichen Urlaub, sondern auch für die Handlung einer spannenden Entführungsgeschichte. Jedoch stellen sich die Entführer ziemlich ungeschickt dabei an ihrem Ziel näher zu kommen und so müssen sie Fin zwei Mal entführen um ihn wirklich festzusetzen. Ich vermute, dass diese Unbeholfenheit ein wenig die Dunkelheit des Themas abmildern und der Zielgruppe etwas gerechter werden soll. Dadurch wird aus meiner Sicht aber viel der gewünschten Spannung stark relativiert, einige gute Momente innerhalb der Ermittlungen bleiben aber erhalten. Trotz dessen gibt es ein großes Fragezeichen bei der Motivation der Entführer, besonders im Bezug auf den Realismus der Ereignisse. Mir scheint es einfach zu radikal (selbst für die Immobilienwirtschaft) einen kleinen Jungen zu entführen, nur um an ein gutes Grundstück zu kommen und sich hintenrum auch noch das Geld zurück zu holen.
Hinzukommt eine überraschende Schwankung in den Sprechleistungen diverser Rollen, Georgina klingt manchmal sogar so, als wäre sie von unterschiedlichen Personen gesprochen worden.

Die Entführung im Skigebiet ist eine dieser mittelmäßigen Folgen, deren spannende Thematik etwas übers Ziel hinausschießt und dadurch an Glaubwürdigkeit einbüßt.


6.0 von 10 gaunerhafter Immobilienhaie

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