Montag, 6. Oktober 2014

Ein Sommer auf dem Lande (1980) [Ascot Elite]

Ein Sommer auf dem Lande (1980) [Ascot Elite]

Luca (Dominique Saint-Clair) und seine Cousine Fanny (Julia Perrin) verbringen ihre Ferien in der Villa von Lucas überaus wohlhabenden Eltern. Die reichen Herrschaften behandeln die Hausdamen nicht sonderlich gut, daher nehmen die hübschen Damen ihre Arbeit auch nicht zu ernst. Stattdessen verführen sie den jungfräulichen Luca und versuchen ihn mit der ebenfalls noch ziemlich schüchternen Fanny zu verkuppeln. Vorher müssen Beide aber noch ausgiebig in die Kunst der Liebe eingeführt werden. Lasset das Bettenzerwühlen beginnen!

Dieser italienischfranzösische Erotikstreifen, natürlich mit dem Schweizer Geld von Erwin C. Dietrich (Rolls Royce Baby) finanziert, hat zum glück vor allem den Stil seiner französischen Seite aufgesogen. Also kein dummer Klamauk im Sinne der deutschsprachigen Erotikstreifen der damaligen Zeit und auch keine quirlig albernen italienischen Komödieneinschübe. Stattdessen gibt es hier neben einer ganz leicht dramatischen Liebesgeschichte und viel Sex, vor allem einen Punkt, der den Film zu etwas Besonderem macht.

Luca wird nämlich nicht von einem Mann, sondern einer Frau gespielt, jedenfalls meistens. Teilweise sehen wir ihn/sie in Frauenklamotten. Manchmal aber auch als Mann. Daraus bekommen wir dann ein paar interessante Träumereien, Fetischszenen, aber auch ein Spiel mit den gängigen Geschlechterrollenklischees. Tut dem Film sehr gut. Zusammen mit ein paar soliden Darstellern wie Daniela Giordano (Ringo - Such Dir einen Platz zum Sterben), Julia Perrin (Emmanuelle - Im Teufelskreis der Leidenschaft) und dem französischen Pornosternchen Brigitte Lahaie (Julchen und Jettchen - Die verliebten Apothekerstöchter) und den wundervoll gefilmten Außenszenen ist der Film wirklich ein guter Vertreter seines Genres. Hätte man noch etwas mehr an der Story gefeilt, wäre der Sommer auf dem Lande sicherlich einer der bekannten Pornos der damaligen Zeit geworden. Wie viele andere Streifen dieser Art, gibt es auch hier eine Softcore und eine Hardcore Variante, wobei ich die hier besprochene softe Version etwas besser finde, da sie nicht ganz so zäh ist wie die Sex orientierte.

Mal eine anders fokussierte Handlung, handwerklich top und auch die Darsteller sind nicht schlecht. Einer der weniger gewöhnlichen Filme seiner Art.

Bild und Ton sind in Ordnung. Es gibt diesmal aber leider nicht so viele Extras wie bei einigen der anderen neuaufgelegten Ascot Streifen. Ihr bekommt den Trailer, eine Fotogalerie und ansonsten nur schon bekannte Boni.

6,7 von 10 aufmerksame Hausmädchen

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