Dienstag, 28. Oktober 2014

Play Safe (1978)

Play Safe (1978)


Ein britischer Kurzfilm, der Kindern beibringen soll nicht mit Drachen, Bällen, Frisbees oder dergleichen in der Nähe von Hochspannungsmasten oder Elektrizitätswerken zu spielen. Neben einigen Abschreckenden Beispielen warnen auch eine Cartoon Eule (Brian Wilde) und sein ebenfalls gezeichneter Freund das Rotkehlchen (Bernard Cribbins).

In der letzten Zeit habe ich eine ganze Reihe US-amerikanischer Lehrfilmchen gesehen. Diese waren eigentlich meist sehr harmlos, nur unbeabsichtigt gruselig und vertätscheln die kleinen sehr bewusst. In England geht das anders. Schonungslos scheint man dort seit Jahrzehnten den Kindern sehr offensichtlich zu zeigen: “Wer Mist baut stirbt!” Angefangen bei Warnungen vor den Atomraketen der Russen, geht es auch darum was und wo Kinder nicht spielen sollten. “Play Safe” von David Eady ist einer der heftigsten Lehrfilmen. Zirka 10 Minuten lang sehen wir viele Beispiele dafür, wie Kinder auf schreckliche Art und Weise sterben können wenn sie nicht aufpassen und zu nahe an elektrischem Strom spielen. Diese Warnung endet jedes mal damit, dass ein Kind einen tödlichen Stoß bekommt und in Flammen aufgeht. Auch für einen Erwachsenen schreckliche Bilder. Ob die Kinder so wirklich was lernen ist fraglich, die Angst wird sie aber vermutlich trotzdem von jedem Strommasten fernhalten.

Richtig absurd wird der Film erst durch die kleinen Szenen zwischen den mörderischen “Sketchen”. Zwischen den Einspielern sind nämlich eine Eule und ein Rotkehlchen zu sehen, die analysieren was für einen Fehler das gerade verbrannte Kind begangen hat. Die warnenden Vögel sind animierte Cartoontiere, denen von Bernard Cribbins (Doctor Who) und Brian Wilde (Porridge) ihre Stimmen verliehen werden. Besonders durch Cribbins Rolle werden Whovians das Filmchen kultig finden. Aber sogar ohne ihn handelt es sich um eine grausame und heftige Art um jemanden etwas beizubringen. Faszinierend.

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