Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Nichten der Frau Oberst (1968) [Ascot Elite]

Die Nichten der Frau Oberst (1968) [Ascot Elite]

Clarissa, Frau Oberst (Kai Fischer) macht alles um ihre beiden Nichten Glücklich zu machen. Am liebsten testet sie ihre Liebhaber vorher aus. Denn erst wenn klar ist, dass sie im Bett gut genug sind für die beiden, dürfen sie um deren Händchen anhalten. Vor allem Julia (Heidrun Hankammer) kann es gar nicht erwarten den ollen Gaston Montpellier (Claus Tinne) endlich zwischen ihre Schenkel, vorher aber vor den Altar zu bekommen. Seine Großtante will allerdings nicht das er heiratet, in diesem Falle wird er jedenfalls nichts erben dürfen. Deshalb träumt sie Lieber von ihrem großen Hengst. Florentine (Tamara Baroni) hingegen treibt es auch mal ganz wild mit Anglern (Rico Peter), Landmädchen (Yvonne Baumann) oder Ted (Steven Tedd), dem Italiener. Am Ende sehnen sich allerdings alle drei Frauen nach der wahren Liebe.

Nachdem ich grad das Remake gesehen habe, hier noch eine kleine Ergänzung zum Original. Ebenfalls vom schweizerischen Exploitation Guru Erwin C. Dietrich (Wicked Woman) gefilmt, erschien “Die Nichten der Frau Oberst schon 1968. Hier geht es zwar oberflächlich sehr viel braver zu als im Remake, inhaltlich hat das Original dafür sehr viel mehr zu bieten und ist ernsthaft betrachtet auch skandalöser. Psychisch und Sexuell tun sich hier jedenfalls sehr viel tiefere Gräben auf, als nur die harmlosen lesbischen Spielereien des Remakes.

Crew und Budget unterscheiden sich nur marginal, daher tut sich ansonsten an der Qualität und Machart des Streifens so gut wie nichts. Dafür sind die Darstellerinnen und Darsteller talentierter und haben eine etwas weniger billige, dafür eher erotischere Ausstrahlungen als die Damen, die ein paar Jahre später in die gleichen Rollen gesteckt wurden. Kai Fischer (Josefine Mutzenbacher) verzaubert dabei genauso wie Heidrun Hankammer (Stoßtrupp Venus - 5 Mädchen blasen zum Angriff) und Tamara Baroni (Die Nichten der Frau Oberst. 2. Teil - Mein Bett ist meine Burg). Und sogar beim anderen Geschlecht hat man diesmal nicht irgendwelche Hanswürste genommen, sondern wenigstens einen erfahrenen Typen mit Ausstrahlung, nämlich Claus Tinney (Magdalena, vom Teufel besessen). Der gibt auf dieser Blu-ray übrigens auch ein aktuelles Vorwort und im Anschluss auch noch ein kleines Interview.

Auf dieser Disc befindet sich das Original allerdings nur als Bonus in nicht ganz perfekter Bildqualität wieder. Dafür bekommt ihr aber auch noch das Remake und viel Bonusmaterial dazu. Für Dietrich Sammler also eine mehr als lohnende Anschaffung.

6 von 10 wütend ausgeführte Sägearbeiten

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