Donnerstag, 30. Oktober 2014

Mark Brandis: Raumkadett - 4 - Hinter den Linien (Folgenreich)

Mark Brandis: Raumkadett - 4 - Hinter den Linien (Folgenreich)

Eigentlich ein Musterschüler, gerät die Raumkadetten Ausbildung des jungen Mark Brandis (Daniel Claus) gehörig ins Schlittern. Noch total fertig von den letzten Ereignissen versammelt der Jugendliche einen wichtigen Test, den er eigentlich ohne jegliche Probleme bewältigen können sollte. Trotzdem genießt er vor seinen Lehrern immer noch einen sehr guten Ruf und darf dennoch mit zu einem Patrouillenflug an der Grenze zwischen der Union den asiatischen Republiken. Bald gerät seine Pilotin, Hauptmann Alba Bravo (Manja Doering) aber in Schwierigkeiten. Sie werden von einem feindlichen Abfangjäger bedrängt, der sie schließlich sogar attackiert. Notgedrungen bleibt beiden nur noch übrig sich über feindlichem Gebiet abzusetzen. Sie stürzen in einem Wald 50 Kilometer fern der eigenen Grenze. Von nun an steht ihrer beider Leben ohne Pause unter großer Gefahr. Werden sie den feindlichen Soldaten entkommen können?

Rasant geht’s voran und schon steht Mark Brandis mitten in seinem vierten Jugendabenteuer als Raumkadett. Diesmal stürzt er hinter feindlichen Linien ab und muss wie einige andere Strafgefangene der Union auch um sein Leben fürchten. An seiner Seite steht Alba, eine erfahrene und knallharte Pilotin, die versucht den unerfahrenen Kadetten durch diese schreckliche Zeit zu bekommen. Sie stürzen in einen Wald, müssen vor Soldaten fliehen und entdecken später ein Strafgefangenenlager. Diese Folge verlangt von Mark nicht nur einige schwere Entscheidungen, die ihn als Person auf jeden Fall wachsen lassen, sondern er muss sich erneut in krassen Situationen beweisen.

Mit einer Spielzeit von nur 49 Minuten kommt keine Langeweile auf, die Flucht auf feindlichem Gelände wirkt dadurch etwas zu gehetzt und nur knapp erzählt, allerdings ist das ziemlich stimmig in anbetracht der finalen Wendung, die durchaus dazu einlädt die Folge erneut zu hören, während man die vorher erlangten Informationen über bestimmtes Ereignisse mit einbezieht. Man bekommt also genug für sein Geld geboten. Vor allem eine abenteuerliche Folge, die einen zur Abwechslung mal auf die feindliche Seite blicken lässt. Spannendes Setting.

Star der Folge ist für mich Manja Doering mit einer ziemlich guten Performance. Gut sind auch Romanus Fuhrmann, Friedel Morgenstern und natürlich altbekannte Recken wie Michael Lott als alter Mark Brandis oder Detlef Bierstedt und Wolf Frass in ihren bekannten Rollen. Nur Daniel Claus mag gerade im bewegenden Finale nicht immer all die Emotionen rüberbringen die in diesen Szenen von ihm ausgehen sollen. Ansonsten macht aber auch er durchgehend einen guten Job.

Musikalisch empfand ich die Folge als etwas zu schwach auf der Brust. Gerade in den rasanten Szenen kommt durch die Musiken kein Tempo auf und die Brisanz kommt auch nicht unbedingt rüber. Ansonsten aber ein wie gewohnt hochklassiges Soundgewand aus guten Geräuschen und hochwertiger musikalischer Untermalung.

Nicht die beste Folge bisher, aber dennoch ein grundsolides Hörspiel.

7 von 10 letzte Meldungen

Kommentare:

  1. Na ja. Ich bin nicht so begeistert von dem Hörspiel. Wer soll dem weinerlichen Jung-Brandis seine Einstellung abnehmen. Bei den Beschreibungen zu den Motiven und dem Willen ein Draufgänger zu sein muß immer der "Alte Brandis" ran. Ich finde der Sprecher(Daniel Claus-DC) sollte lieber die Rolle von Klöschen bei TKKG sprechen, würde von dem Gefühl welches er vermittelt besser passen. Das der Freund von der Pilotin ihn am Ende einweiht-damit er nicht so traurig ist oder so-finde ich auch sehr unglaubwürdig. Wenn DC nicht etwas mehr Gefühl für die Rolle entwickelt wird es auch nur wieder so ein Versuch von der gut laufenden Mark Brandis Serie einen neuen Verkaufsschlager zu produzieren. Ich finde er wirkt total unplaziert bei all den anderen professionellen Sprechern. Was ist eigentlich mit der neuen Serie Heliosphere. Soll wohl so eine Art Neuaufguss der Rettungskreuzer Ikarus Serie werden(leider nur drei Folgen)-ist aber nicht wirklich gelungen. Vielleicht ziehst du dir ja mal das Hörbuch Terror von Dan Simmons rein, ist wirklich gut. Bei 28,5 Std. natürlich einige Längen aber insgesmmt sehr geil-ich find das Thema Überleben im Eis sowieso sehr interessant. Hast du schon die Dreamland Grusel Folge 19 gehört? So eine scheisse habe ich ja lange nicht mehr gehört. Eine meiner Lieblingfolgen bei der Alten Serie und dann so ein "zensiert". Was machen die nur aus so einer tollen Vorlage, war schon so bei Folge 12 so-ebenfalls ein Lieblingshörspiel(alte Serie)von mir. Ich hoffe nur die machen nicht noch sowas bei Das Schloss des Grauens oder Der Pakt mit dem Teufel. Bis dahin alles Gute, Marcus

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    1. Ich höre Dreamland-Grusel schon lange nur noch so nebenbei. Unterhaltende Folgen sind da schon sehr lange nicht mehr bei rum gekommen.

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