Donnerstag, 19. Dezember 2013

The Dead (2010) [Paragon Movies]

The Dead (2010) [Paragon Movies]

Sierra Leone ist ein Land, das eigentlich schon genügend durch Warlords, Bürgerkriege und Militärrevolten mitgemacht hat, doch selbst gegen all das, ist die neueste Bedrohung für den westafrikanischen Staat noch hundert mal schlimmer. Es sind nämlich Zombies aufgetaucht und es werden jeden Tag mehr. Die amerikanischen Hilfskräfte fliehen als erstes, doch schon nach wenigen Metern stürzt die Maschine wieder ab. Einziger Überlebender ist Lt. Brian Murphy (Rob Freeman) der nun alleine durch die Wüste stolpert. Auf seiner beschwerlichen Reise, trifft er auf den ortsansässigen Soldaten Sgt. Daniel Dembele (Prince David Oseia), der seine Truppe verlassen hat um seine Frau und seine Söhne zu finden. Seine Frau hat er auch tot aufgefunden, aber er vermutet, dass seine Söhne noch am Leben sind. Die beiden Männer tun sich zusammen und fliehen in einem alten herunter gekommenen Truck. Dabei werden nicht nur die Zombies zu einem unerbitterlichen Feind, sondern auch die Hitze, Durst und der kaputte Wagen machen ihnen große Probleme.

Die englischen Ford Brüder versuchen sich mit “The Dead” an einem langsamen Zombiefilm, der sich auf die Wurzeln des Genres besinnt anstatt schnelle Schnitte, Splatter Gags und Horrorklischees aneinander zu reihen. Gleichzeitig betritt man hier aber auch Neuland, schließlich spielt der Film nicht nur an der afrikanischen Westküste, sondern wurde auch wirklich in Ghana und Burkina Faso gedreht. Diese Drehorte verleihen dem Film schon ganz von selbst einen recht eigenständigen Look, der sich angenehm von den anderen Low Budget Widergänger Filmen absetzt. Die Afrikanische Steppe wird auch ziemlich schön in Szene gesetzt und kann durch die ruhige Kameraarbeit kommt sie auch meist zur Geltung.

Man setzt nicht auf Action, was bedeutet, dass die beiden Charaktere viel Zeit bekommen sich kennen zu lernen und sich zu entwickeln. Meist sind die Zombies dabei nur eine leise unauffällige Bedrohung aus dem Hintergrund, die nur selten in das Geschehen eingreift. Leider ist Rob Freeman nicht der beste Schauspieler und dabei muss er fast den gesamten Film allein auf seinen Schultern tragen. Dass er während der Dreharbeiten auch noch an Malaria erkrankt ist hat seine Performance sicherlich nicht verbessert.

Angesichts der finanziellen Mittel und der äußeren Umstände ist der Film aber ziemlich gut geworden. Die Hauptfigur lässt ein wenig Emotionen vermissen, dafür ist es technisch sehr gelungen und die handgemachten Gore Effekte sehen fabelhaft aus. Sind dabei allerdings nicht Cartoonartig, sondern wirken immer fies und realistisch. Zwar nur was für oldschool Zombiefans, die bekommen dafür aber ein feines Filmchen, das zwar seine Fehler hat, aber dafür auch recht zeitlos und eigenständig geraten ist.

Zombies in Afrika! Diesmal in der “Zombies World War Collection” von Paragon Movies. Hier gibt es 4 Filme auf einer Blu-ray. Der O-Ton fehlt aus Platzgründen, Extras gibt es natürlich keine und die Bildqualität dürfte etwas besser sein, sehr körnig, wenn auch natürlich keinesfalls einer blauen Diskette würdig. Außerdem enthalten sind: “Humans Vs Zombies”, “Zombie Experiment” und “Zombie Dead Riot”.

6 von 10 Wasserprobleme

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