Donnerstag, 5. Juni 2014

Stitched #3 - Sieben Schwerter (Panini)

Stitched #3 - Sieben Schwerter (Panini)

Dieser Band enthält die US-Hefte Stitched #14-#19.

Kenji Nakamura ist einer von Tokios größten Yakuza Bossen. Als solcher will er auch immer den anderen Gangs, wie zum Beispiel den Kuroko-kai ein Schippchen schlagen. Nachdem die Kuroko-kais in letzter Zeit seine Männer auffallend oft belästigt haben reicht es ihm. Er tut sich mit seinem Assistenten Keigo Fukuda zusammen, der war nämlich mit Phillip Strathmore befreundet, der vor kurzem auf Sri Lanka von den sogenannten “Stitched” ermordet wurde, nachdem er sie zu einem seiner neuen Exponate machen wollte. Gemeinsam mit Keigo macht Kenji den Versuch sich selbst zum Herrscher über die Stitched werden zu lassen. Dazu nimmt er die schwarze Flüssigkeit, die sich im letzten Fass befindet, dass noch gerettet werden konnte. Kurz darauf verschwinden die mächtigsten Männer des verfeindeten Yakuza Clans und im selben Zug tauchen immer neue Stitched auf. Hassan, ein Mann der “Namenlosen” verfolgt dabei allerdings ganz eigene Ziele.

Die Zugenähten haben jetzt schon ihren dritten Sammelband erobern können. Die Hefte #14-#19 handeln von einem Yakuza, der die sandigen Zombies einsetzt um mit ihrer Macht seinen bittersten Konkurrenten im illegalen Gewerbe auszuschalten. Wie ihr euch vermutlich denken könnt, kommt es dabei zu Komplikationen. Sehr hat mir gefallen, wie Mike Wolfer diesen Arc mit dem vorherigen verbindet und zeigt wie die letzten Überbleibsel der Stitched weitergereicht werden und zu alter Stärke und Anzahl zurückkehren können. Zwar ist die Verbindung zwischen den Storys nicht die intelligenteste, funktioniert dafür aber ganz gut. Ansonsten sind noch ein-zwei Charaktere ganz amüsant. Dafür ist der Arc über manche Strecken aber auch recht öde. Denn meist wenn es gerade nicht richtig rund geht oder die Figuren nicht gerade die ganz essentiellen Teile des Plots diskutieren, dann herrscht öfter mal Leerlauf. Könnte schlimmer sein, mindert den Spaß aber doch ein wenig. Von solchen Mängeln abgesehen aber kann man der Handlung nicht zu viel vorwerfen. Eben ein, manchmal etwas zu schwülstig erzählter Horror/Crimethriller, der die Legende der zugenähten um einige neue Facetten erweitert und wie gewohnt deftigen Horrorstoff bietet.

Zeichner Fernando Furukawa war bisher eher mangaesk in Erscheinung getreten und hat Comics zu den Videospielen “World of Warcraft”, sowie “Starcraft” gezeichnet. Grimmiger und vor allem viel düsterer geht es hier zu. Bei ihm gibt es harte Splatterszenen, die aber nie so übertrieben wirken wie die anderer Serien bei Avatar. Er hält sich in diesem Punkt eher etwas zurück. Andererseits ist sein Stil vielerorts ziemlich unspektakulär. Da wäre jedenfalls mehr drin. Trotzdem fehlt es nicht an gruseligen Momenten und der Rest ist handwerklich nicht schlecht, nur zu gewöhnlich und unspektakulär.

Stitched Leser können sich über einen recht soliden neuen Arc der afghanischen Zombies freuen, ob es Qualitativ aber ausreicht um neue Leser zu akquirieren halte ich für fraglich.

6,5 von 10 freundliche Schmetterlinge

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