Freitag, 30. August 2013

Sweet Tooth #4 - Bedrohte Arten (Panini)

Sweet Tooth #4 - Bedrohte Arten (Panini)

Gemeinsam mit den Wilden vom Tierkult und deren Anführer, machen sich Jepperd, Lucy und Becky auf ins Camp der Miliz um Gus zu retten. Dort angekommen, setzen sich Jepperd und die beiden Frauen schnell vom Res der Gruppe ab. Es wäre für Gus zu gefährlich. Als sie ihn zusammen mit Wendy, Bobby und Buddy finden, ist es auch schon höchste Zeit zu fliehen, denn ihr Eindringen bleibt nicht lange unbemerkt.
Mit der Hilfe von Abbots Bruder Johnny können sie fliehen und machen sich auf nach Alaska. Dr. Singh hat in der Bibel von Gus Vater Hinweise darauf gefunden, dass dort der Ursprung der Seuche liegt. Außerdem erhoffen sie sich Informationen über Gus Vergangenheit zu finden. Die Stimmung in der Gruppe ist sehr gedrückt, denn einer von ihnen musste zurückbleiben. Buddy hat es nicht mehr geschafft und wurde von einem Rudel Hybrid Hunde zerfleischt. Im Nachhinein hat Jepperd dann auch noch von Singh erfahren müssen, dass Buddy sein Sohn war. Und so muss der große, grimmige Mann ein weiteres Mal mit dem Tod seines Kindes zurechtkommen. Doch er ist noch nicht bereit darüber zu sprechen oder zu weinen, genauso wenig wie Gus bereit ist wieder mit ihm zu reden weil er ihn einfach zu sehr verletzt hat. Und so wurde es eine sehr schweigsame Reise.


Das Cover dieser Ausgabe ist so unglaublich düster und traurig, dass es perfekt den Inhalt wiederspiegelt. Und noch dazu ist es wirklich fantastisch gezeichnet.

Der Band beginnt mit ein paar Seiten im Querformat und erzählt von den ersten tagen der Gruppe in Freiheit. Hier wird komplett auf  Sprechblasen verzichtet und Text großflächig neben den Bildern eingesetzt wie man es aus Bilderbüchern kennt. Eine schöne Sache um den vorangegangenen Band mit dem neuen zu verknüpfen.

Im Anschluss findet ein Zeichnerwechsel statt und nacheinander erzählen drei Gastzeichner die Geschichten von Becky, Lucy und Wendy bis zu dem Tag an dem die Seuche ausbrach. 
In meinen Augen ein super Idee die hier richtig gelungen umgesetzt wurde. Jeder Mensch sieht sieht die Welt mit anderen Augen, hat andere Erinnerungen an bestimmte Situationen als andere Menschen die daran beteiligt waren und nimmt verschiedene Dinge auf seine eigene Art und Weise wahr. Hier hat man es geschafft, dies auch bildlich sehr gut darzustellen. 

Unser Hirschjunge wird immer neugieriger auf die Welt da draußen. Er möchte wissen woher er kommt und es zieht ihn nach Alaska als wäre sein innerer Kompass genau darauf ausgerichtet. Seit Buddys Tod kann Gus etwas besser verstehen warum Jepperd ist wie er ist und warum er Gus so verletzt hat. Und mittlerweile weiß er nichtmal mehr ob er noch böse auf ihn ist, aber er ist immer noch verletzt. Er hat dem großen, fremden Mann einfach so vertraut und wurde direkt enttäuscht. Werden sich die beiden wieder annähern?

Die Zeichnungen von Jeff Lemire passen perfekt zu seiner postapokalyptischen Geschichte und lassen immer wieder eine tolle Stimmung entstehen. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut, sodass nie Längen entstehen oder einem langweilig wird. Ich mag diese Serie wirklich gerne und finde schade das es nur noch 2 Bände geben wird. Aber auf die freue ich mich dafür umso mehr.

9,3 von 10 Geflügeltewesen im Schnee

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