Dienstag, 20. August 2013

Killer Nerd (1991)

Killer Nerd (1991)

Egal wo Harold Kunkle (Toby Radloff) auftaucht immer wird er von allen fertig gemacht. Auf der Straße machen ihn Rocker blöd an und auch auf der Arbeit ist er das Gespött seiner Mitarbeiter. Alles nur weil er sich etwas merkwürdig anzieht, sich anders verhält als andere und mit Mitte Zwanzig immer noch Comics liest. Er ist eben das Paradebeispiel eines Nerds. Langsam reich es ihm aber und er beginnt sich zu ändern, aber trotzdem wird er nur fertig gemacht. Jetzt ist Schluss! Niemand wird ihn jemals wieder aufziehen. Jeder der ihn ab jetzt verarschen wird, muss dafür teuer bezahlen!

Tromas Kulthorrorkomödie “Killer Nerd” hat ihren guten Ruf vor allem seinen Hauptdarsteller Toby Radloff zu verdanken. In den Achtzigern war der etwas sonderbare Mann einer der ersten Nerds die zu überraschender Berühmtheit kamen. Zu verdanken hatte er dies seinem Kumpel Harvey Pekar, den er damals kennenlernte und der ihn dann sehr bald in seinen American Splendor Comics vorkommen lies. Auch in der 2003’er Realverfilmung von Pekars autobiografischen Comics bekam er eine kleine Rolle, während er selbst von Judah Friedlander gespielt wurde. Radloff ist bis heute für seine eigenartige Art, seinen nicht minder eigenen Sprachstil und für seine Nerdprode bekannt. Ein klasse Typ!

In “Killer Nerd” von Mark Steven Bosko und Wayne Alan Harold nimmt er endlich Rache an allen Jocks, die ihn jemals verarscht haben. Er spielt sich einfach selbst und garniert seine Performance mit einigen Over the Top Momenten und einigen Albernheiten. Der Horrorpart spielt hierbei allerdings nur eine kleine Rolle am Ende. Fast der komplette Film besteht nämlich daraus wie Harold zum Killer wird und das ist eigentlich auch der wirklich amüsante Teil. Fast jede Zeile von Radloff ist zitierbares Material, aber auch er selbst bezieht sich natürlich auf einige Comics, Cartoons und Filme. Am besten gefiel mir dabei sein Zitat aus “Network”.

Ein verdammt lustiger Film und das fast nur durch den absolut großartigen Lead. Der großartig schlechte Soundtrack trägt sein übriges bei und kurz vor Schluss bekommt ihr noch eine ganze Reihe günstiger aber gut gemachter Splattereffekte. Ein Film von Nerds für Nerds, dämlicher Humor auf eine so sonderbare Wiese vorgetragen, dass vermutlich nur eingeweihte Spaß daran haben können. Wer sich von “Killer Nerd” angesprochen fühlt wird ihn sicherlich lieben.

7 von 10 nerd, nerd, nerd, NERDS!

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