Mittwoch, 26. Februar 2014

Elfen #1: Der Kristall der Blauelfen (Splitter)

Elfen #1: Der Kristall der Blauelfen (Splitter)

Ennlya, eine kleine Hafenstadt der maritimen Blauelfen, war bis vor kurzem noch ein friedlicher im Eis gelegener Ort. Bei ihrer dortigen Ankunft stellen die Blauelfe Lanawyn und ihr menschlicher Begleiter Turin fest, dass alle Einwohner aufs Brutalste abgeschlachtet worden. Sie machen sich daran die Täter zu ermitteln, wobei die Spuren auf den Clan der Yrlaner hinweisen. Nur kurz darauf nimmt die Blauelfe Vaalann an der Prüfung des Wassers der Sinne teil. Dabei erkennt die Prophetin ein riesiges Potential in ihr. So könnte es vielleicht sein, dass man gerade die Auserwählte entdeckt hat, die man in Elsemur so sehr erwartete.

Mit “Elfen” hat Jean-Luc Istin ein auf fünf Alben angelegte Konzeptreihe erdacht. Jedes Album der Elfen wird von einem anderen Kreativteam entwickelt und erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Dabei spielt jeweils eine andere Elfenrasse ihre fünf Minuten Ruhm, jedoch teilen sich alle Geschichten das selbe Universum. Natürlich kann es sich auch schon mal ereignen, dass es dabei kleinere Überschneidungen gibt. Die Idee ist schon mal recht interessant und gefällt mir soweit schon mal gut. Nur finde ich Blauelfen jetzt nicht zu spannend und Schwarzelfen kommen erst im letzten Band vor. Ich hab der Geschichte aber trotzdem eine faire Chance gegeben, bin aber nicht allzu begeistert. Die Charaktere geben mir nicht sonderlich viel und bleiben gleichzeitig bis zum Ende recht flach. Auch ansonsten konnten mich die Verschwörungen und die Vorhersehung nicht zu sehr fesseln. Zudem empfand ich die Dialoge teilweise zu bemüht und manchmal auch schleppend.

Dafür gibt es am Artwork von Kyko Duarte nicht zu viel auszusetzen. Euch erwartet Heroicfantasy in einem “realistischen” und sehr detaillierten Zeichenstil. Abgesehen von ein paar generisch aussehenden Gesichtern und generell etwas viel Klischees, störten mich noch ein paar Schnitzer bei der perspektivischen Darstellung. Der erwachsene und stimmige Stil gefällt trotzdem, ebenso sind die Farben von Saito sehr gut aufeinander abgestimmt. Die Elfen Welt sieht also schon hübsch aus und macht Lust auf mehr. Nur eben diese Geschichte war nicht unbedingt nach meinem Geschmack.

6 von 10 bekannte Fanrasy Momente

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