Donnerstag, 20. Februar 2014

Black Dynamite: Slave Island (Ars Nova)

Black Dynamite: Slave Island (Ars Nova)

Die schwärzeste Kampfmaschine der Siebziger Jahre bekommt eine neue Aufgabe. Ein Bruder wurde am Strand angespult. Völlig verwirrt bringt man ihn ins Armenkrankenhaus, wo Black Dynamite zur Hilfe eilt. Der subtile Hinweis “Property of N. Hicks”, auf den Ketten des Angespülten bringt den schmucken Schnäuzerträger auf eine düstere Spur. Kurzerhand bricht er auf zu Hicks Insel, wo der alternde Redneck einen Freizeitpark für Rassisten erbaut in dem jeder der reichen Besucher einen Urlaub genießen kann wie damals vor dem Rezessionskriegs. Dynamite wird dem ein Ende bereiten. Dazu müssen nicht nur diverse alte weißen Säcke abgemurkst werden, sondern auch so manch ein weißer Hai.

Bei dem guten Black Dynamite ist einiges etwas länger als normal geraten. So auch die die Seitenzahl seines ersten Comics, der es gleich au Albumdicke bringen konnte. Genug Zeit also für komplexe Beleidigungen, Sex und was sonst noch so ansteht. Während der BD Film noch eine Hommage/Parodie des Blaxploitation Kinos war, macht der Comic das selbe, nur eben mit dem Comicstil der Siebziger. Dabei wird vor allem der Look perfekt imitiert. Sogar Details wie der Comic Code wurden bedacht. Vor allem ist es aber die Farben von JM Ringuet, die es schaffen den Seventies Flair aufkommen zu lassen. Aber auch ansonsten sind die Zeichnungen von Jun Lofamia topp und passen perfekt zur Prämisse des Hefts.

Die Handlung ist zudem auch noch großartig. Brian Ash lässt den Titelhelden gegen einen ganzen Park voller Sklavenhaltern antreten. In einer schwarzen Schönheit findet er dann auch eine Begleiterin, aber erst nachdem er sich, zwecks erzwungener Liebesdienste, an alte reiche Damen versteigern lassen musste. Der Humor ist wieder klasse und lässt nichts zu wünschen übrig. Neben der eigentlichen Geschichte ist auch noch die Fake Werbung verdammt cool. Man parodiert die damaligen Werbeanzeigen genauso gut wie den Rest und sorgt für einige zusätzliche Lacher. Selbst die echte Werbung wird thematisch passend und clever platziert.

Pfiffig, lustig, ziemlich daneben und auch noch toll anzusehen. Black Dynamites erste Comic Abenteuer ist ein großer Spaß und eine feine Blaxploitation Story alter Schule. Nur was für Fans, die werden dafür aber umso mehr angesprochen.

8,6 von 10 Baumwollfelder

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