Sonntag, 2. Februar 2014

The Walking Dead #18 - Grenzen (Cross Cult)

The Walking Dead #18 - Grenzen (Cross Cult)

Dieser Sammelband enthält die US-Hefte The Walking Dead #103-#108.

Nach den letzten Geschehnissen sinnt ganz Alexandria nach Rache. Rick will allerdings nichts überstürzen und nicht das tun, womit ihre Feinde rechnen. Stattdessen gilt es für ihn Zeit zu schinden. Doch die anderen wollen nicht mehr warten. Während also Michonne sich immer mehr zurückzieht und einige andere Bewohner des Ortes andere Pläne verfolgen oder unter der Furcht vor Negan vollkommen gelähmt agieren ist es ausgerechnet Carl, der den Plänen seines Vaters als einziger vollkommen widerspricht. Als Negan die Truppe mal wieder drangsaliert, entert Carl unbemerkt mit einem Maschinengewehr den Laster der Erlöser und dringt somit unbemerkt in deren Basis ein. Bevor er aber Schaden anrichten kann, wird er von Negans Männern überwältigt und in ihrer Festung festgehalten. Auch Jesus will etwas über das Quartier der Erlöser herausfinden und heftet sich dafür an die Fersen des freigelassenen Dwight.

Wir haben die Jubiläumsausgabe und daher auch die obligatorische Opferung eines Hauptcharakters überstanden. Glenn ist tot und hinterlässt nicht nur seine Adoptivtochter Sophia, sondern auch eine hochschwangere Maggie. Auch Abraham wurde getötet und so sollte Negan bald aufs Dach bekommen, wenn aber Carl bei ihm ist geht das natürlich nicht. Egal was der Plan ist. Insgesamt hatte ich ein wenig mit dem Band zu kämpfen, da ich mittlerweile doch etwas TWD übersättigt bin. Kirkman macht das, was er eben macht natürlich gut. Vor allem aber routiniert. Und diese Routine merkt man der Serie doch schon sehr an. Große Überraschungen gibt es daher nicht und auch die Überraschungen erwartet man mittlerweile weil Kirkmans Writing nun mal so funktioniert. Am interessantesten fand ich die Szenen mit Negan und Carl. Auf eine sehr kranke und teilweise auch verstörende Weise kann Negan der Vater für Carl sein, der Rick niemals sein könnte, da er dafür zu kaputt und zu sehr mit anderen Sachen beschäftigt ist. Jedenfalls ein sehr ungewöhnlicher Blickwinkel auf den Schurken. Ansonsten mehr vom alten Drama. Fans werden es wohl gut finden, einigen wird es aber sicherlich ähnlich gehen wie mir. Von mir aus könnte TWD in der nächsten Zeit zu Ende gehen, da ich doch Angst habe das die Handlung zunehmend ausfasert und zu repetitiv werden könnte.

An der Arbeit von Charlie Adlard mag ich nicht wirklich rummeckern. Das schwarzweiß Artwork macht einen schicken Eindruck und macht fast immer alles richtig. Wenn die Stimmung ruhig ist, wird es auch optisch gut rübergebracht. Genau das selbe trifft auf rasante und emotionale Szenen zu. Gerade bei letzterem kann Adlard ein überzeugendes Mimenspiel in Bewegung setzen. Allerdings sehen ein paar Seiten selbst für Charlies typischen Stil etwas zu übereilt aus und scheinen unter Zeitdruck entstanden zu sein. Ansonsten aber eine solide Sache und die meisten Walking Dead Leser werden auch mit diesem Sammelband ihre Freude haben.

Als kleinen Minibonus hat dieses Hardcover noch ein Interview mit dem Betreiber einer Fanseite zum Comic zu bieten.

7 von 10 grummelige Tiger

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