Sonntag, 1. Dezember 2013

Santa's Surprise (1947)

Santa's Surprise (1947)

Nach einem langen und anstrengenden arbeitsreichen Weihnachtsabend kommt Santa nach Hause zum Nordpol und möchte sich ausruhen. Sofort schläft das fleißige Dickerchen ein. Um sich zu bedanken reisen Little Audrey (Mae Questel) und ein paar Kinder von überall in der Welt (Russland, Spanien, Afrika, Lettland, China, Südsee) zu ihm und bringen seinen Haushalt auf Fordermann während er schläft. Natürlich erhoffen sie sich davon ein paar Extrageschenke im Folgejahr.

Herrlich! Gierige Kinder sind gierig und werden dazu auch noch ermutigt. Solche Botschaften möchte ich in einem Weihnachtskurzfilm sehen. Der neunminütige Cartoon von Seymour Kneitel (Popeye, the Ace of Space), der übrigens der Schwiegersohn des großen Cartoonisten Max Fleischer war, blieb vor allem in Erinnerung weil es der erste Filmauftritt der beliebten Vierzigerjahre Cartoonfigur Little Audrey war. Ich hab nie verstanden warum sie so beliebt war. Schließlich ist sie total gierig und das finden dann alle auch noch gut. Hier zum Beispiel sehen wir wie sie ein Loch in ihren Socken macht damit die Geschenke durchfallen und der Weihnachtsmann immer mehr reinstopft. Auch den Haushalt des Weihnachtsmann macht sie natürlich nur um noch mehr Geschenke zu bekommen. Was für ein Miststück.

Das beste an dem Short ist eigentlich, dass sie von der Synchronlegende Mae Questel (Popeye the Sailor Meets Sindbad the Sailor) gesprochen wird die nicht nur alle Little Audrey Auftritte gesprochen hat, sondern auch die meisten von Betty Boop und Olivia Oyl. Santas Schnarchen und alle Kinder werden von Jack Mercer gesprochen, der ebenfalls zur Legende der frühen Cartoons wurde als die Stimme von Popeye. Die Story stammt von Larz Bourne (Scooby Doo, Where Are You!) der in den folgenden Jahren noch über 100 Cartoons für Hanna-Barbera geschrieben hat.

Im Kontext zur damaligen Zeit ist der kurze Toon ganz in Ordnung und nicht zu schlecht animiert. Wenn man ihn Heute sieht kommen natürlich gleich Scherze auf, darüber das natürlich das Mädchen in der Küche stehen muss und abwäscht und auch die Kinder der verschiedenen Länder werden wie damals üblich natürlich extrem stereotyp dargestellt. Aber am Anfang des Films sehen wir ja auch wie der Weihnachtsmann auch den Kindern Geschenke bringt die nicht zur christlichen Welt gehören weil er alle lieben Kinder mag. Daher ist der Film schon ganz süß. Historisch gesehen ein relativ wichtiges Filmchen und auch ansonsten ganz okay und mit Top Synchronsprechern versehen.

6 von 10 zu laute Holzschuhe

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