Donnerstag, 17. Oktober 2013

Punisher #4: Gejagt (Panini)

Punisher #4: Gejagt (Panini)

Dieses Trade enthält die gesamte Miniserie Punisher: War Zone #1-#5.

Es war ja nie so, als ob Frank Castles Rachefeldzug blutig verlaufen wäre. Doch seine letzte Aktion hat das Fass zum überlaufen gebracht. Bei seiner letzten Aktion hat er mit zusammen mit der Soldatin Rachel Cole-Allves nicht nur einige Gangster zur Sau gemacht, sondern auch Spideys Netzsprüher gestohlen und drei Polizisten getötet. Selbst für ihn eine recht heftige Sache. Spider-Man und den anderen Rächern reicht es jetzt endgültig. Nur Wolverine glaubt daran, dass der Punisher die Polizisten nicht getötet hat und seine anderen Morde zu tolerieren sind, schließlich kümmert er sich um hässliche Verbrechen mit denen die anderen Helden nichts zu tun haben wollen. Allen ist klar, der Punisher wird bad versuchen Alves aus dem Knast zu bekommen. Der richtige Moment also um ihn dingfest zu machen. Wäre da nur nicht Wolverine der Frank unterstützt. Aber auch ohne Logans Hilfe ist er alles andere als eine leichte Beute.

Greg Rucka lässt erneut Punisher: War Zone aufleben und lässt zeigen, wie die Avengers versuchen den Mann mit dem Totenkpopf auf dem T-Shirt festzunehmen. Die Einzige die ihm dabei ein wenig das Wasser reichen kann ist Black Widow. Alle anderen Wie Thor, Iron Man oder auch Captain America spielen einfach nicht dreckig genug um ihn zu bekommen. In den Actionszenen nutzt man also das Potential aus, dass ein Kämpfer hat, dem keine Regeln auferlegt wurden und der es gewohnt ist immer zu gewinnen obwohl er in der unterlegenen Position ist. Gleichzeitig zeigt man erneut das moralische Debakel auf. Es geht einmal mehr um Utilitarismus und die Frage ob es okay ist was der Punisher tut. Na gut, dass das was er tut nicht okay ist, darüber sind sich alle einig, die Frage ist aber ob man es ignorieren soll. Letztendlich scheint Frank ja immer auf der guten Seite zu stehen. Er rettet Kinder und Frauen vor Menschenhändlerringen, hält Drogendealer auf und lyncht Wilderer. Daher ist Wolverine auch nicht sonderlich heiß darauf Frank los zu werden. Thors Versuch Frank zu bekehren ist ein ganz netter Charaktermoment, auch wenn Rucka fast alle Figuren etwas zu sehr überzeichnet. Besonders Iron Man kann ein wenig nerven. Das Ende ist aber ganz cool, zwischenzeitlich sind ein paar der Szenen etwas übereilt. Einige der Entwicklungen hätten noch mehr Zeit gebrauchen können, um die Entscheidungen der Figuren besser nachvollziehen zu können und an einigen Momenten wäre somit sehr viel mehr Tiefgang möglich gewesen, was wiederum aus einer soliden, eine echt gute Mini machen können.

Beim Artwork wird’s sehr italienisch mit einem Funken Animestyle. Carmine Di Giandomenicos Zeichnungen sind für mich nicht unbedingt das Beste in Verbindung mit dem Punisher, einiges sieht aber klasse aus. Gerade der abgeranzte, fertige und bärtige Frank ist echt cool. Für den Punisher hätte die Mini aber durchaus noch härter ausfallen dürfen. Die Kolorierung stimmt aber meist und kann auch so manches mal Stimmung kreieren. Einzug die Verbindung zwischen Hintergründen und Figuren fehlt teilweise. Manchmal sieht es so aus als hätte man die Helden einfach so in den Raum geworfen in dem sie jetzt einfach so schweben. Sieht mitunter etwas doof aus.

Diese Miniserie reicht lange nicht an die glorreichen Zeiten von Punishers ersten War Zone heran, ist aber trotzdem relativ gut. Ich bevorzuge dann aber doch eher die härtere Gangart von Castle.

6,3 von 10 Marmeladenschränke

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