Donnerstag, 24. Oktober 2013

Bruce Lee gegen die Supergang (1982) [Paragon Movies]

Bruce Lee gegen die Supergang (1982) [Paragon Movies]

Wenn wir dem Klappentext glauben dürfen ist Wong Owan ein Waisenking. Erstens weiß ich aber nicht was ein Waisenking ist, ich vermute aber das es sich dabei um einen König handelt der besonders wenige Eltern hat und zweitens klingt der ganze Text so, als wäre beim schreiben richtig schön besoffen gewesen. Am besten glauben wir diesem Pamphlet also kein Wort. Mir erscheint es, als wäre Wong in Wirklichkeit ein WaisenkinD. Daher wächst er wohl bei seinem Onkel Tai Ouk Ming auf, der keine weiße, keine weise und auch keine waise Weste vorzuweisen hat. Er ist nämlich ein Schleuser und nimmt schamlos hilflose Flüchtlinge aus. Genau das selbe macht aber auch Jennys Bruder Bodly Hung, der mit Wongs Onkel um die Vorherrschaft im Geschäft rangelt. Jenny ist aber Wongs Freundin und er deshalb mitten zwischen den Fronten. Unangenehm, irgendjemand muss da aber eh mal gehörig aufräumen.

Ein bunter Strauß aus Frechheiten erwartet euch hier. Erstmal haben wir es hier mit einem weiteren Film der Bruce Lee Collection zu tun, der natürlich rein gar nichts mit Bruce Lee zu tun hat, abgesehen natürlich vom deutschen und falschen Titel. Zu sehen ist hier nämlich mal wieder der kleine Star des Bruceploitation Kinos Bruce Le (Spezialkommando Feuervogel). Dann ist da noch der Klappentext, der unter aller Kanone ist und dann ist da ja noch der Film selbst, der die Sache auch nicht mehr besser macht.

Das Ding hat so gut wie keine Handlung und ist viel zu lange. Schließlich geht der Streifen ganze 90 Minuten und das ohne einen wirklichen Plot. Zwar ist die Supergang derartig trashig, dass man es auch schon ein wenig ertragen kann, aber nach spätestens einer halben Stunde treten erste massive Ermüdungserscheinungen auf. Da es sich um eine Co-Produktion zwischen Hongkong und den USA handelt, ist der Film aber etwas kecker als andere vertrete des uninspirierten Kung-Fu Crime Sleaze Thrillers. Jedenfalls wird einige male geschnackselt und auch auf billige Witzchen und prepubertäre Anzüglichkeiten muss nicht verzichtet werden. Na toll.

Die Kämpfe sind natürlich erheblicher Mumpitz und können nur selten dank der Unfähigkeit der Statisten erbaulich wirken. Höhepunkt ist eine zertretene Melone, die uns einen geplatzten Schädel vorgaukeln soll. Schon lustig, aber leider ernst gemeint. Auch an ein paar anderen Stellen wird es sehr unfreiwillig komisch. Aber selbst mit guter Laune, einem Faible für üble Filme und einem generell sehr schlechten Geschmack hält man es nicht länger als eine Stunde aus. Die Handlung wiederholt sich eh nur immer wieder ohne das der Plot jemals wirklich von der Stelle kommt.

Lahmes Teil, uninteressant, langweilig und auch handwerklich ein Schuss in den Kamin. Handlung ist quasi nicht existent, die Kämpfe albern und nur der Trashfaktor holt noch ein kleines Schmunzeln raus. Man muss aber schon sehr ins Genre vernarrt sein um sich daran noch ermuntern zu können.


Ihr findet den Film jetzt auch in der neuen “Bruce Lee - Kampf des Drachen Collection”. Darin gibt es nicht nur diese Doku, sondern auch noch 5 weitere Filme auf zwei DVDs, die da wären: “Bruce Lee gegen Detektiv Marlow”, “Herr der blutigen Messer”, “Der Weg des kleinen Drachen”, “Die Faust im Genick” und “Bruce Lee - König des Kung Fu”.

3 von 10 mit dem Filzer bekritzelte Wassermelonen

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